AT128273B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Übergangsformen bei Wickelstellen von Hochspannungskabeln. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Übergangsformen bei Wickelstellen von Hochspannungskabeln.Info
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Übergangsformen bei Wiekelstellen von Hoch- spannungskabeln.
Hei Hochspannungskabeln werden die Verbindungsstellen der Leiter so stark mit Papier umwickelt, dass der Durchmesser der Wickelstelle grosser ist als der der isolierten Ader. Die Isolation der Verbindungsstelle wird bekanntlich meist maschinell als ein Zylinder gewickelt, der nach beiden Enden zur Aderisolation hin entweder stufenförmig oder kegelförmig oder nach einer besonderen Kurve gekrümmt abgesetzt wird.
Um die Wickelstelle kegelförmig abzusetzen, wurde bisher an der Stelle, an der der Kegel beginnen sollte, eine Drahtschleife angelegt, an der eine oder mehrere Papierlagen abgerissen wurden. Darauf wurde die Drahtschleife verschoben und die Isolation an dieser Stelle
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nähernd einem Konus entsprach.
Nach einem andern Verfahren wird statt einer Drahtschleife ein Metallband mit scharfer Kante nach dem Ende des aufgewickelten Zylinders zu spiralig auf die zylindrische Isolation aufgewickelt, wobei die jeweils äusserste Papierlage angehoben und durch die Kante des Metallbandes abgeschnitten wird.
Derartige Verfahren zum Absetzen der Papierisolation sind jedoch sehr zeitraubend und umständlich. Es wurde daher vorgeschlagen, eine Schneidhülse, in der ein Messer für verschiedene Steigungen der Konen eingestellt werden kann, zu verwenden. Solange die Schnittfläche noch klein ist, ist eine derartige Vorrichtung brauchbar. Sowie aber die Grösse der Schnittfläche zunimmt und ein bestimmtes Mass überschritten hat, wird der Schnittwiderstand zu gross, so dass das Werkzeug in die Schnittfläche einhakt und dadurch die Güte der Wickelstelle gefährdet.
Nach einem andern bekannten Verfahren werden ein oder mehrere radiale Einschnitte in der Achsenrichtung in die gewickelte Papierisolation gemacht, die sich bis zur Oberfläche des herzustellenden Kegels erstrecken ; das zwischen diesen Einschnitten befindliche Isolermaterial wird dann abgeschält. Auch auf diese Weise erhält man jedoch niemals eine glatte, gleichmässige und saubere Oberfläche des Kegels.
Die genannten Nachteile werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Übergangsfläche durch Abfräsen des Papiers mit einem Walzenfräser hergestellt wird, dessen Welle senkrecht zur Achsrichtung des Kabels steht und in einer drehbaren Vorrichtung um das Kabel geführt wird. Der Walzenfräser kann entweder zum Beseitigen des ganzen zu entfernenden Teiles der Wickelstelle benutzt werden oder nur zum Nacharbeiten, wenn vorher durch andere Verfahren der grösste Teil des Materials schon beseitigt ist. Der Hauptvorteil der Verwendung des Fräsers ist die Erzielung einer glatten, sauberen Oberfläche des nach einer Kegelmanteloder andern Fläche gekrümmten Überganges von der Wickelstelle zur Aderisolation. Nach dem neuen Verfahren können ebenfalls die kegelförmigen Enden der Kabelisolation hergestellt werden.
Die Führungsvorrichtung für die Welle des Fräsers hat nach der Erfindung die Form eines viereckigen Kastens mit zwei offenen Seiten. In die einander gegenüberliegenden Wände ist je ein Schlitz eingeschnitten, in denen die Welle geführt wird. Der Kasten kann um das Kabel gedreht werden ; seine Stellung zur Kabelachse ist durch Schrauben einstellbar.
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. In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Fräsvorrichtung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer auf der Kabelwickelstelle aufgespannten Fräsvorrichtung, Fig. 2 stellt einen Durchschnitt durch die Fräsvorrichtung nach Fig. 1 längs der Schnittlinie A-B-C-D dar. In Fig. 3 wird die Aufsicht und ein teilweiser Schnitt des Führungsringes des Spannrahmens 2 der neuen Vorrichtung nach Fig. 1 gezeigt.
Die Führungsvorrichtung für den Fräser besteht aus zwei senkrecht zur Kabelachse stehenden Spannrahmen 1 und 2, die miteinander durch parallelliegende Platten 3 und 4 starr verbunden sind. Damit diese Vorrichtung am Ende der fertigen Kabelwickelstelle 5 des Kabels 6 aufgesetzt werden kann, sind die Spannrahmen bei 21 geteilt ausgeführt.
In dem einen Spannrahmen 1, der über die Wickelstelle 5 gesetzt wird, sind oben und unten zwei sich gegenüberstehende, dem Radius der Wicklung entsprechend gewölbte Stützplatten 7 vorgesehen} die durch mit den Spannrahmen 1 und 2 verschraubt Knebelschrauben S und 8' angezogen werden und gleichzeitig das Kabel 6 in der Führungsvorrichtung zentrieren. Senk- recht zu dieser Klemmvorrichtung sind zwei sich gegenüberstehende Blattdruckfedern 9 und 9' vorgesehen, an deren Stelle auch verstellbare Stützplatten treten können. Die Knebelschrauben 8 und 81 werden natürlich nur so fest angezogen, dass die Vorrichtung um die Kabelachse ohne Beschädigung der Wickelstelle gedreht werden kann.
In dem andern Spannrahmen 2, der über die Ader geschoben ist, wird durch zwei Knebelschrauben 10 und 10'ein geteilter und aufklappbarer Ring 11 gehalten. Der Zwischenraum zwischen dem Ring und der Aderisolation ist durch Füllstücke 12 ausgelegt. Der Ring hat auf seiner Aussenmantelfläche eine Führungrille 13 für die an den Enden der Knebelschrauben 10 und 10'angebrachten Gleitstücke 14 und 14'.
Jede der beiden Platten 3 und 4, die mit den beiden Spannrahmen starr verbunden sind, weist einen Schlitz 15 zur Führung der Fräserwelle 16 des Fräsers 17 in Richtung der Kabelachse auf. Da die geschlitzten Platten 3 und 4, die als Schablone dienen, auswechselbar angeordnet werden können, so kann für die üblichen Aderquerschnitte je ein passender Schablonensatz vorgesehen werden, doch ist es auch möglich, mit einer Schlitzkurve für verschiedene Aderstärken auszukommen, wenn der Führungsschlitz so eingestellt wird, dass die von dem Fräser erzeugte Kurve sich der Aderisolation und der Wickelstelle anschliesst.
Die Fr serwelle 16 ist mit Handgriffen 18 versehen und mit dem in der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsmotor durch eine biegsame Welle 19 verbunden, so dass die Führungsvorrichtung leicht um ihre eigene Achse gedreht werden kann. Zum Fräsen der Wickelstelle wird zweckmässigerweise ein Walzenfräser 17 genommen, der gegen seitliches Verschieben durch Führungshunde 20 gesichert ist. Der Walzenfräser kann auch als Formfräser ausgebildet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung der Übergangsform von der Wickelstelle zum Aussendurchmesser der Aderisolation von Hochspannungskabeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsfläche durch Abfräsen mit einem Walzenfräser, dessen Welle senkrecht zur Achsrichtung des Kabels steht, hergestellt wird, nachdem der überschüssige Teil der Wicklung auf beliebige Weise, z. B. durch Fräsen, entfernt worden ist.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein um die Wickelstelle (5) gesetztes geteiltes, um die Kabelachse drehbares Gehäuse, dessen Seitenwände (3, 4) mit Schlitzen (15) zur Führung der Fräserwelle ausgebildet sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Spannrahmen (1, 2), welche zum Zentrieren des um die Kabelachse drehbaren Gehäuses dienen.4. Vorrichtung nach Anspruch 3 ; gekennzeichnet durch zwei zwischen sich das Gehäuse haltende Spannrahmen, von denen der eine (1) über die Wickelstelle, der andere (2) über die normale Kabelader ausserhalb der Wickelstelle gebracht wird.5. Vorrichtlmg nach Anspruch l ; gekennzeichnet durch durch die Spannrahmen (1, 2) hindurchführende, senkrecht zur Kabelachse angeordnete Knebelschrauben (8, 8', 10, 10), welche eine einstellbare Befestigung der Vorrichtung auf dem Kabel bzw. der Wickelstelle ermöglichen.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb des Fräsers (17) über eine biegsame Welle (19) erfolgt.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, gekennzeichnet durch einen Formfräser.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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| DE561328C (de) | 1932-10-13 |
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