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Verfahren zur Darstellung von basischen Produkten aus höher molekularen aliphatisehen Monocarbon- säuren oder deren Derivaten.
In der Patentschrift Nr. 121566 ist ein Verfahren zur Darstellung von basisehen Produkten aus Iminoäthern höherer Fettsäuren beschrieben, das darin besteht, dass man letztere mit Diaminoverbindungen kondensiert.
Es ist ferner in der deutschen Patentschrift Nr. 464142 ein Verfahren zur Darstellung einseitig acylierter Diamine beschrieben, das darin besteht, dass entweder einseitig disubstituierte Alkylendiamine mit Anhydriden bzw. Halogeniden höherer Fettsäuren, gegebenenfalls unter Verwendung säurebindender Mittel oder dass Alkylendiamine mit höheren Fettsäuren bzw. deren Estern umgesetzt werden.
Es wurde nun gefunden, dass man zu wertvollen in der Therapie und Technik verwendbaren basischen Verbindungen gelangen kann, wenn man höhere Fettsäuren, deren Iminoäther, Ester, Chloride oder Amide mit aromatischen primären oder sekundären Aminen, welche eine basische Seitenkette mit tertiärem Stickstoff enthalten, kondensiert. Man kann aber auch so verfahren, dass man die genannten Säuren und Säurederivate mit aromatischen primären oder sekundären Aminen ohne eine basische Seitenkette kondensiert und in den Aminrest der so erhaltenen Produkte nachträglich eine basische Seitenkette einführt.
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Zusatz von Alkali wird die freie Base als fettähnliehe Masse erhalten. Die wässerigen Lösungen der Salze, z.
B. des Benzoates, Laetates oder des Salzes der p-Phenolsulfonsäure, geben schon bei ganz geringer Konzentration Gallerten.
An Stelle des Ölsäureehlorides können auch die Ölsäure als solche oder deren Iminoäther, Ester oder Amide mit dem Amin umgesetzt werden, wobei man zweckmässig bei Temperaturen von 200 bis
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werden im Rohr zehn Stunden auf 220-2500 erhitzt. Das erkaltete Reaktionsprodukt wird in absolutem Äther gelöst und Salzsäuregas bis zur schwach kongosauren Reaktion eingeleitet. Das entstandene
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Stunden auf 2500 erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird hierauf im Vakuum vom entstandenen Wasser befreit und nach Aufnehmen in l ! trockenem Aceton Salzsäure bis zur schwach kongosauren Reaktion eingeleitet. Das beim Abkühlen auskristallisierende Produkt ist identisch mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt.
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Beispiel 5 : 11-8 g p-Aminobenzoesäure-ss-diäthylaminoäthylester werden in 20em3 Aceton gelöst und 13-7 g almitinsäurechlorid in 20 cm3 Aceton zugegeben, wobei Erwärmung eintritt. Nach
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esters
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wird durch Umkristallisieren aus Aceton in weissen Blättchen vom F = 1160 erhalten.
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eintritt. Beim Abkühlen kristallisiert das Chlorhydrat des N-Methyl-N[ss-diäthylaminoäthylaminoäthyl]-N'-oleylp-phenylendiamins
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in farblosen Blättchen (F=-30 ) aus.
Beispiel 7 : 6-24 g N-[4-Oxyphenyl]-N'.N'-diäthyläthylendiamin in 20 cm3 Aceton gelöst, werden
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wasserlöslich ist. Auf Zusatz von Natronlauge zur wässerigen Lösung fällt anfänglich die freie Base
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ölig aus, löst sich jedoch bei weiterem Zusatz der Lauge.
Das N-[4-Oxyphenyl]-N'.N'-diäthyläthylendiamin wird erhalten durch Kondensation molekularer Mengen 4-Amino-l-oxybenzol und ss-Diäthylaminoäthylchorid. Es stellt ein dickes gelbliches Öl vom Kp2 = 172-180'dar.
Beispiel 8 : 94 g N-Äthyl-N[ss-diäthylaminoäthyl]-p-phenylendiamin werden mit 140 g Stearinsäurechlorid allmählich versetzt, wobei Erwärmung eintritt. Nach dem Abkühlen erstarrt das Reaktionsprodukt. Durch Umkristallisieren aus Aceton wird das Hydrochlorid des N-Äthyl-N-[ss-diäthylamino-
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aminopropanol-(2) versetzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels hinterbleibt das salzsaure Salz der neuen Base
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als dickes, gelbliches, wasserlösliches Öl.
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3-phenylaminopropanol- (2) versetzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels hinterbleibt das salzsaure Salz der neuen Verbindung als talgähnliche gelbliche Masse.
Beispiel 11 : 21'8 g (2 Mol) 4-Amino-1-oxybenzol werden in 250 cm'Aceton und 30 g (1 Mol) Ölsäurechlorid unter Rückfluss eine Stunde erhitzt. Nach dem Erkalten wird vom ausgefallenen 4-Amino- 1-oxybenzolhydrochlorid abgesaugt. Das Filtrat wird vom Lösungsmittel befreit, der Rückstand mit salzsäurehaltigem Wasser verrieben und abgesaugt. Dieser Rückstand wird hierauf in 150 em3 absolutem Alkohol gelöst, mit einer Lösung von 2'3 g Natrium in 50 em3 absolutem Alkohol versetzt und nach Zugabe von 15 g ss-Diäthylaminoäthylchlorid eine Stunde unter Rückfluss erhitzt.
Der Verlauf der Reaktion ist folgender :
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Nach dem Erkalten wird vom abgeschiedenen Natriumchlorid abgesaugt und der Alkohol abdestilliert ; der Rückstand wird sodann in Aceton gelöst und gasförmige Salzsäure bis zur schwachsauren Reaktion eingeleitet. Das beim Abkühlen auskristallisierende Produkt ist identisch mit dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt.