AT127806B - Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen mit Ledercharakter oder Seidenglanz, wie z. B. Tapeten od. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen mit Ledercharakter oder Seidenglanz, wie z. B. Tapeten od. dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen mit Ledereharakter oder Seidengianz, wie z. B. Tapeten od. dgl. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen mit Ledereharakter oder Seidenglanz aus Papier. Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dass Kreppapier, d. i. ein mit einer Unzahl feiner Falten versehenes feines Papier, u. zw. zweckmässig das auf nassem Wege hergestellte Kreppapier, durch Imprägnierung insbesondere mit wasserabweisenden oder wasserdicht machenden Stoffen einen andern ganz eigenartigen Charakter und überdies neue Eigenschaften erhält, die dadurch hervorgerufen sind, dass durch die Imprägnierung bekanntermassen die Festigkeit, Zähigkeit und Elastizität des Papieres erheblich gesteigert werden können. Ein so imprägniertes Kreppapier kann daher viel stärker gedehnt werden, ohne dass es seine Elastizität verliert. Diese veränderten Eigenschaften und der veränderte Charakter (Ledereharakter) machen das dünne Kreppapier als Ersatz für hochwertige Materialien und auch als Ersatz für waschbare Materialien sowie für Verwendungszwecke geeignet, die ganz abseits von den bisherigen Verwendungszwecken des Kreppapieres sind. Für die Herstellung von Papierblumen sind Verfahren bekannt, um Papier wasserbeständig und geschmeidig zu machen und ihm ein den Blütenblättern ähnliches mattes Aussehen zu geben. Bei diesen bekannten Verfahren wird das Papier nach der Imprägnierung ausgewalzt oder gekreppt. Demgegenüber ist das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung daran gebunden, dass das Ausgangsgprodukt bereits gekrepptes Papier ist, das im gekreppten Zustande einer Imprägnierung mit Stoffen unterworfen wird, die die Festigkeit, Zähigkeit und Elastizität des Papieres erhöhen. Die für diesen Zweck zumeist geeigneten Imprägnierungsmittel, wie insbesondere die wasserdicht oder wasserabstossend wirkenden Imprägnierungsmittel dürfen bei der Herstellung des Kreppapieres nicht vor der Kreppung angewendet werden. Denn um eine richtige Kreppung zu erzeugen, muss das Papier noch ganz nass und durchweicht in die Kreppmaschine und auf den heissen Zylinder der Kreppmaschine gelangen, so dass es noch genügend breiig bzw. plastisch ist, um der Einwirkung des die Kreppung erzeugenden Werkzeuges (Schabers) zu folgen und durch Trocknung auf dem heissen Trockenzylinder dauernd fixiert werden kann. Durch Imprägnierung von Kreppapier, gleichgültig ob gefärbt oder ungefärbt oder bedruckt bzw. gemustert oder nicht, kann ein neuer abwaschbarer Stoff für die Herstellung von Tapeten, Überzügen und so fort erhalten werden, wobei durch Verwendung gemusterter Kreppapiere oder durch Musterung des imprägnierten Papieres die mannigfaltigsten Effekte hervorgerufen werden können. Die Imprägnierung ist speziell für farbige oder gemusterte Kreppapiere auch ein Mittel, um solche Papiere liehteeht zu machen, was bisher für Kreppapier bei Verwendung der gewöhnlichen Papierfarben nicht erreicht werden konnte. Offenbar ist diese Wirkung darauf zurückzuführen, dass die zumeist verwendeten Imprägniermassen gelblich und transparent sind, wodurch sie als Filter für die chemisch wirksamen kurzwelligen Strahlen wirken und so die Lichteehtheit der Papierfarben steigern. Da zugleich durch die Imprägnierung auch Oxydationswirkungen durch die Atmosphäre verhindert werden, sind die Farbtönungen der Kreppapiere auch in hohem Grade lufteeht. Bei Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung wird am besten das auf nassem Wege hergestellte Kreppapier benutzt, das nach Bedarf vor der Imprägnierung auch dessiniert oder dekoriert werden kann. Als Imprägnierungsmittel eignen sich am besten wasserabweisende bzw. wasserdicht machende Lösungen, z. B. von Kautschuk, Guttapercha, Kunstharzen, echten Harzen, Stearin, <Desc/Clms Page number 2> Fettkörpern, Ölen, Mineralöl, Paraffinen u. dgl., u. zw. sowohl diese Stoffe einzeln als auch wahlweise miteinander gemischt. Gegebenenfalls können diesen Lösungen auch Farbstoffe, Füllmassen u. dgl. zugesetzt werden. Nach der Imprägnierung wird das Papier bei entsprechenden Temperaturen getrocknet. Die Imprägnierungsmittel werden so'gewählt, dass das Papier nach der Imprägnierung nicht brüchig wird, sondern die Festigkeit und Elastizität erhöht wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Erzeugnissen mit Ledercharakter oder Seidenglanz aus Papier, dadurch gekennzeichnet, dass Kreppapier bzw. Papiere, nachdem sie gekreppt worden sind, gegebenenfalls solche gefärbte, bedruckte oder sonstwie dekorierte Kreppapiere, mit Stoffen imprägniert werden, die bekanntermassen die Festigkeit, Zähigkeit und Elastizität des Papieres erhöhen, zweckmässig mit wasserabweisenden bzw. wasserdicht machenden Imprägnierungsmitteln, insbesondere mit wasserfreien Lösungen, z. B. Kautschuk, Guttapercha, Kunstharzen, echten Harzen, Stearin, Fettkörpern, Ölen, Mineralöl, Paraffinen od. dgl., einzeln oder wahlweise miteinander gemischt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Imprägnierungsmittel auch Farbstoffe, Füllstoffe od. dgl. zugesetzt werden.
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