AT127778B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spritzüberzügen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Spritzüberzügen.Info
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Description
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Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur gänzlich gefahrlosen Herstellung von Überzügen aus Metall, Glas, Email usw. und die Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Als Ausgangsmaterial für Metallüberzüge werden die Metalloxyde, insbesondere auch derjenigen Metalle, die sich nach dem Goldsehmidtsehen Verfahren aus ihren Oxyden reduzieren lassen, für Überzüge aus Glas oder Email Glassatz bzw. Emailmasse verwendet.
Es ist bekannt, Metallüberzüge in der Weise herzustellen, dass Draht aus dem für den Überzug bestimmten Metall in einem Knallgasgebläse oder im elektrischen Flammenbogen geschmolzen und mittels Druckluft oder Dampf durch eine Düse auf das zu überziehende Objekt geschleudert miro, auf welchem sich ein homogener Überzug bildet. Für den gleichen Zweck wird auch Metallpulver vers endet, u. zw. wird dasselbe durch eine Knallgas-oder elektrische Flamme geblasen.
Diesen bekannten Verfahren haftet eine Reihe von Nachteilen an. Die zu ihrer Ausübung nötige Apparatur ist ziemlich umfangreich (Stahlflasehen für Wasser-und Sauerstoff, Kompressoranlagen für die Erzeugung der nötigen Druckluft oder statt letzterer Dampferzeuger usw. ), wodurch der Transport einer solchen Anlage zur Baustelle sehr beschwerlich wird. Die Arbeit mit dem Knallgas ist nicht ungefährlich und kommen häufig Unfälle vor, insbesondere verursacht durch nicht sachgemässe Bedienung. Ein besonderer Nachteil liegt aber darin, dass für diese Spritzverfahren nicht alle Metalle geeignet sind. Bei einer Temperatur des Knallgasgebläses von zirka 2000 C lassen sich strengflüssige Metalle wie Chrom, Mangan usw. nicht mehr verarbeiten.
Bei Verwendung elektrischer Anlagen ist man immer an eine Stromquelle gebunden, wodurch sich die Ausführung verschiedener Arbeiten als unmöglich erweist.
Zwecks genaueren Verständnisses des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung wird zunächst die Einrichtung zur Ausübung desselben beschrieben. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Einrichtung in Fig. 1 in Seitenansicht und Fig. 2 in der Draufsicht.
Die drei parallellaufenden, zylinderförmigen, miteinander fix verbundenen Rohre 1, 2,3 tragen jedes an einem Ende je einen Schlauchhahn 4,5, 6 für den Anschluss flexibler Schläuche. Am andern Ende der beiden äusseren Rohre 1, 3 sind Düsen 10 und 11 vorgesehen, durch welche die Strahlen derart austreten, dass sie sich genau in der Mitte, in etwa 5 cm Entfernung von den Düsenöffnungen, treffen.
Auch das mittlere Rohr 2 besitzt am Ende eine Düse 12, die ihren Strahl genau nach dem Treffpunkt der beiden äusseren Strahlen richtet, so dass alle drei Strahlen sich in einem Punkte treffen. Über den Rohren sind zwei getrennte Behälter 13, 14 vorgesehen, von welchen der eine 13 mit dem äusseren Rohre 1, der andere 14 mit dem Rohre 3 durch je eine Transportschnecke 15, 16 oder sonstigem Speiseapparat in Verbindung steht. Die Einmündungen 17, 18 befinden sich in der Nähe der Sehlauchhähne 4 bzw. 6. Von diesen Einmündungen 17, 18 bis zu den Düsen 10, 11 ist je im Rohrinneren ein Innengewinde mit steilem Gang vorgesehen.
Bei Apparaten grösserer Leistung sind die Behälter mit der Schnecke vom Spritzapparat getrennt angeordnet, wodurch die Behälter grösser ausgeführt werden können und der Apparat dadurch nicht überlastet wird. In diesem Falle münden die Schnecken an geeigneten Stellen in die zu den Aussenrohren 1 und 3 führenden flexiblen Schläuche.
Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeübt : Es handelt sich zunächst um ein Metalloxyd als Ausgängsmaterial. In einen der beiden Behälter, z. B. 13 wird Aluminiumpulver, in den andern M ein Oxyd des für den Überzug bestimmten Metalles gegeben. Alle drei Sehlauchhähne 4,5, 6 m erden an eine Pressluftleitung, z. B. über ein Reduzierventil an eine Stahlflasche oder einen Kompressor, angeschlossen. Das mittlere Rohr 2 -kann auch mit einer Dampfleitung verbunden sein. Sodann wird der Hahn 4 am'Rohre 1, in welches die Aluminiumpulver zubringende Schnecke 15 einmündet. geöffnet und
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wenn die Luft bei der Düse 10 ausströmt, die Schnecke 15 in Betrieb gesetzt, was vorteilhaft mit der gleichen Pressluft erfolgt.
Das Aluminiumpulver wird durch die vorbeistreichende Druckluft aus der Schnecke gerissen, es bildet sich ein Gemisch von Luft und Aluminiumpulver, das durch das Rohr 1, infolge der Schraubengänge in demselben in wirbelnde Bewegung versetzt, der Düse 10 zuströmt. Beim Austritt aus der Düse wird das Gemisch entzündet. Nach nunmehrigem Öffnen des Hahnes 6 des zweiten äusseren Rohres 3 tritt auch bei der Düse 11 Pressluft aus und die beiden Strahlen treffen sich in der Mitte und vereinigen sich zu einem gemeinsamen Strahl. Jetzt wird auch die Schnecke 16, die das Metalloxyd zuführt, in Betrieb gesetzt. Dasselbe tritt, mit Luft gemengt, als inniges Metalloxydluftgemisch analog wie das Aluminiumluftgemisch, aus der Düse 11. Beim Auftreffen des Metalloxydes auf das brennende Aluminium tritt bei einer Temperatur von etwa 3000 C die Reaktion ein.
Nun wird auch durch die Düse 12 des mittleren Rohres 2 ein Pressluftstrom geleitet, welcher das verflüssigte Metall auf das zu bespritzende Objekt schleudert. Das bei der Reduktion entstehende flüssige Aluminiumoxyd scheidet sich an der Oberfläche des Überzuges ab und kann ohne besondere Mühe entfernt werden. Durch geschickte Handhabung des Apparates, genaue Regulierung der Misch-und Schleuderluft und Einhaltung der richtigen Entfernung des Apparates von dem zu bespritzenden Objekt, kann der Grossteil des Aluminiumoxydes schon vor dem Auftreffen ausgeschieden werden.
Dem Aluminiumpulver oder Metalloxyd kann auch, falls ein sehr strengflüssiges Metall verwendet wird, ein kräftiges Oxydationsmittel, z. B. Bariumsuperoxyd beigemengt werden, man kann aber auch statt der Misehluft reinen Sauerstoff verwenden. Letzterer Vorgang erfordert aber eine genaue Einregulierung und darf nur soviel Sauerstoff zugeführt werden, als für die Reaktion notwendig ist. Das gleiche gilt auch für die Beimengung eines Oxydationsmittels. Vom Vorteil ist es auch, die Pressluft in geeigneter Weise vorgewärmt, dem Apparat zuzuführen. Anstatt eines Metalloxyde kann auch ein Metallpulver verwendet werden, wobei ebenfalls darauf zu achten ist, dass die Misch-und Schleuderluft so reguliert wird, dass kein Überschuss an Sauerstoff vorhanden ist, der eine Oxydation des Überzuges herbeiführen könnte.
Statt der Schleuderluft können auch andere indifferente Gase verwendet werden.
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Legierungen hergestellt.
Für Überzüge aus Eisen oder Silber ist das Verfahren einfacher. Das Metall wird ebenfalls in Form von Oxyd verwendet und dem beschriebenen Apparat in beiden Behältern aufgegeben. Aluminium als Reduktionsmittel entfällt also. Statt Mischluft wird Wasserstoff und statt Schleuderluft, wenn möglich, ein indifferentes Gas verwendet.
Zur Herstellung von Glas- oder Emailüberzügen wird der Glassatz bzw. die Emailmasse den beiden Behältern des Apparates aufgegeben. Statt Mischluft wird Wasserstoff und als Schleuderluft wieder Pressluft verwendet.
Mittels der beschriebenen Verfahren kann man nicht nur Überzüge auf beliebigen Gegenständen herstellen, man ist auch in der Lage, die Überzüge bei geeigneter Unterlage in Form von Platten, Folien u. dgl. von dieser wieder abzunehmen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Spritzüberzügen insbesondere aus Metallen, deren Oxyde sieh nach dem Goldsehmidtsehen Verfahren mit Aluminium reduzieren lassen, dadurch gekennzeichnet, dass das aus einem Behälter 13 vermittels einer Schnecke 15 in das Rohr 1 beförderte Aluminiumpulver und das aus einem Behälter 14 vermittels einer Schnecke 16 in das Rohr 3 beförderte Metalloxyd in den Rohren 1 und 3 mit Pressluft gemischt durch Düsen 10 und 11 gepresst werden und das bei der Reaktion zwischen Aluminiumpulver und Metalloxyd entstehende Metall mit Hilfe eines durch die Düse 12 zugeführten Pressluft-oder inerten Gasstromes auf den zu überziehenden Gegenstand geschleudert wird.
Claims (1)
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 für Überzüge aus Eisen oder Silber, dadurch gekennzeichnet, dass beide Behälter mit dem Metalloxyd beschickt werden, welches mit Wasserstoff gemischt und reduziert und mit einem indifferenten Gas oder mit Pressluft aufgeschleudert wird.3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1 für Glas-und Emailüberzüge, dadurch gekenn- zeichnet, dass beiden Behältern der Glassatz bzw. die Emailmasse in Pulverform aufgegeben, mit Wasserstoff gemischt, vor den Düsen im Pressluftstrom der Schleuderdüse geschmolzen und auf das zu bespritzende Objekt aufgeschleudert wird.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet EMI2.2 sind, dass die austretenden Strahlen sich in geringer Entfernung von den Düsenmündungen zu einem einzigen Strahl vereinigen.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindung zwischen den das pulverförmige Material enthaltenden Behältern (13, 14) und den beiden äusseren Rohren od. dgl. (10, 11) Transportschnecken (15, 16) zur Beschickung der letzteren vorgesehen sind.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einmündungen der Schnecken in die äusseren Rohre od. dgl. in der Nähe der Schlauchhähne (4, 6) derselben liegen. <Desc/Clms Page number 3>7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei grossen Behältern die Sehnecken in die flexiblen, an die äusseren Rohre od. dgl. angeschlossenen Schläuche einmünden.8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aussen EMI3.1 EMI3.2
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