AT127719B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kabeln. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kabeln.

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Hugo Ing Sonnenfeld
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  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kabeln. 



   Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung elektrischer Kabel, insbesondere mit geschichteter Isolation, werden im Laufe des Erzeugungsvorganges die einzelnen Adern sowie auch die Kabelseele des öfteren auf Trommeln und Abzugscheiben aufgewickelt bzw. von diesen abgewickelt. Dadurch ist das äusserst schädliche Knicken und Brechen der Isolation unvermeidlich. Dieses Knicken und Brechen hat insbesondere dann sehr nachteilige Folgen, wenn die Isolation noch im ungetränkten und spröden Zustande ist. 



   Es wurde schon vorgeschlagen, fertigisolierte und verseilte Kabelseelen in entsprechend langen, dichten und druckfesten Rohren zu trocknen und zu tränken, um die Kabelseele weniger Biegungen unterwerfen zu müssen. Aber auch bei diesem Verfahren lässt es sich nicht erreichen, dass die geschichtete Isolation ganz frei von   Knickungen   und Brechungen bleibt. Denn auch bei diesem Verfahren werden die Adern immer noch auf Trommeln gewickelt, sodann von diesen abgewickelt und verseilt und allen diesen Manipulationen wird die Isolation gerade im   ungetränkten   spröden Zustande unterworfen. 



   Vorliegende Erfindung schaltet jede wie immer geartete Biegungsbeanspruchung bzw. jedwelches Knicken und Brechen der Isolation während der Herstellung und Verarbeitung der einzelnen Adern sowie der ganzen Kabelseele aus. 



   Nach vorliegender Erfindung ist es möglich, Mehrleiterkabel, insbesondere ohne   Gürtel-   isolation, ohne Anwendung der hiezu bislang unumgänglich notwendigen Verseilmaschine herzustellen. Dies erreicht man erfindungsgemäss dadurch, dass mehrere an sich bekannte, zur Trocknung und   Tränkung   der Adern dienende Rohrleitungen mit je einer in ihnen lagernden Ader, gegebenenfalls samt einer bekannten Trag-oder Transportvorrichtung, während des Ausschiebens der Adern aus den Rohrleitungen um die Längsachse des Rohrsystems in Drehung versetzt werden, wobei die einzelnen ausgeschobenen Adern miteinander verseilt werden. 



  Bedingung für diesen Vorgang ist, dass eine Vorrichtung, auf welche die Adern aufgespeichert werden, in eine mit jener des Rohrsystems synchrone Drehung versetzt wird, während die Adern zwischen Rohrsystem und Speichervorrichtung ein stillstehendes Kaliber passieren. Die zentrale Öffnung dieses stillstehenden Kalibers wird zweckmässigerweise eine polygonale Figur aufweisen, entsprechend dem polygonalen Umfang des bei der Verseilung sich bildenden Kabelstranges. Es liegt durchaus im Rahmen der Erfindung, wenn solcherart verseilte Mehrleiterkabel nach Verlassen des Verseilkalibers sofort in die Bleipresse einlaufen oder wenn der Dorn der Bleipresse gleichzeitig die Rille eines Verseilkalibers übernimmt.

   Es ist zweckmässig, die Anordnung einer erfindungsgemäss ausgeführten Anlage so zu treffen, dass die Rohrachsen des Rohrsystems strahlenförmig in den Mittelpunkt des Bleipressdornes zusammenlaufen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren zum Verseilen von Adern mit Hilfe eines feststehenden Verseilkalibers und drehbarer Speichervorrichtung ist im übrigen auch mit andern Arten von Behältern (Kesseln) an Stelle der Rohrsysteme durchführbar ; Voraussetzung ist dabei nur, dass diese Behälter in gleichem Sinne und synchron mit der Speichervorrichtung rotieren können. 



   Es bereitet bei Anwendung des   erfindungsgemässen   Verfahrens keine weitere Schwierigkeit, dem Bleimantel irgendwelche gewünschte Querschnittsform zu   geben ; wenn nur die feststellende   Patrize und Matrize in   entsprechender   Form zur   Anwendung   gelangen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Mehrleiterkabeln ohne Gürtelisolation, bei welchem die mit Papier isolierten Kabelseelen in Rohren mit vorwiegend geradlinigen Achsen getrocknet, gegebenenfalls imprägniert werden, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Rohre mit je einer in ihnen lagernden Ader während des Ausschiebens oder Ausziehens der Ader aus dem Rohrsystem in Drehung um ihre Längsachse versetzt werden, und die Speichervorrichtung, auf welche die aus den Rohrsystemen ausgeschobenen Adern aufgelegt werden. während der Aufspeicherung in eine zu der früher genannten Drehung synchrone und gleichsinnige Drehung versetzt wird, wobei die Adern zwischen Rohrsystem und Speichervorrichtung ein stillstehendes Verseilkaliber passieren.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass das Presswerkzeug (Dom) der Bleipresse die Rolle des stillstehenden Verseilkalibers übernimmt.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Einzelrohre je um ihre Achse gleichzeitig, synchron und gleichsinnig mit einer Speichervorrichtung rotieren, auf welche verseilte Kabelseelen oder verseilte und mit einem Bleimantel versehene Kabel aufgelegt werden können.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, das die Achsen der Einzelrohre genau oder angenähert in den Mittelpunkt des im Patentanspruch 1 bzw. genannten Verseilkalibers (Pressdornes) zusammenlaufen.
AT127719D 1931-02-02 1931-02-02 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kabeln. AT127719B (de)

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