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Ziindkerzenprüfer für Brennkraftmaschinen.
Die Erfindung betrifft einen Ziimdkerzenprüfer für Brennkraftmaschinell. insbesondere für Kraftfahrzeuge, unter Verwendung einer an den Zündstromkreis anschaltbaren Leuchtröhre und
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Schaltknopf angebracht ist, in dessen Schwenkbahn die einzelnen Zündkerzenkontakte der Zylinder verteilt liegen. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung liegt in der besonderen Art der Kontaktausbildung zwischen Schaltknopf und Zundkerzenkontaktverteilerplatte sowie im besonderen Zusammenbau beider Teile.
Es sind bereits eine Reihe von Zündkerzenprüfer, insbesondere für Explosionskraftmaschinen von Kraftfahrzeugen, bekannt, welche im wesentlichen in zwei Gruppen unterteilbar sind, wobei bei den Einrichtungen der einen Gruppe mehrere Leuchtröhren für die dauernde oder schaltbare Überprüfung der Wirkungsweise der Zündkerzen vorgesehen sind oder aber, bei der andern Gruppe, in den Zündstromkreis der Kerzenprüffunkenstrecken eingebaut sind, welche durch fallweise Einschaltung einer Funkenstrecke die Wirkungsweise der zugehörigen Zündkerze zu kontrollieren gestatten.
Die Einrichtungen der ersterwähnten Gruppe haben den Nachteil, dass entweder zu allen Zündkerzen oder zumindest zu Gruppen derselben getrennte Leuchtröhren verwendet wurden, deren Einzelkontrolle namentlich bei hochtourigen Motoren durch die Blendung des betrachtenden Auges durch das Aufleuchten der nebeneinanderliegenden Röhren sehr erschwert wird, wobei ausserdem durch die Vielzahl der Leuchtröhren sowohl der Anschaffungspreis als auch die Störungsquellen der Einrichtung wesentlich erhöht werden.
Die Einrichtungen der zweiten Gruppe haben den wesentlichen Nachteil, dass sie in den Verbrauchsstromkreis in Serie zwischengeschaltet werden müssen und dadurch die Betriebssicherheit der Verbrauchseinrichtung (Zündkerze) durch Fehlerquellen in der Kontrolleinrichtung betriebsmässig gefährden und ausserdem zu einer Überhitzung der Zündkerzen Anlass bieten, welche deren Lebensdauer wesentlich herabsetzt. Diese Zwischenschaltung der Kontrolleinrichtung in den Verbrauchsstromkreis ist daher namentlich bei Luftfahrzeugen äusserst betriebsgefährlich und daher auch praktisch seit vielen Jahren verlassen worden.
Der Erfindungsgegenstand hat diesen bekannten Einrichtungen gegenüber den Vorzug, dass nur eine einzige Leuchtröhre verwendet wird, welche in einen Schaltknopf eingebaut ist, der durch Verdrehung an die einzelnen Zündkerzenkontakte anschaltbar ist und daher die Überprüfung der Wirkungsweise der einzelnen Zündkerzen ohne Beeinflussung durch die Wirkungsweise der übrigen Zündstromkreise gestattet, wobei ausserdem weder eine Unterbrechung des Zündstromkreises erforderlich noch eine Beeinflussung desselben durch die Kontrolleinrichtung möglich ist. Ausserdem ist die Einrichtung äusserst einfach herstellbar, erfordert nur wenige Drahtverbindungen ohne Erdung der Leuchtröhre und ist wegen ihres gedrungenen Aufbaues überall leicht anbringbar.
Die KontroHeinrichtung eignet sich für alle Systeme elektrischer Kerzenhochspannungszündung, wie Magnetzündung, Batteriezündung oder Zündung durch eine Zündlichtmaschine.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 Draufsicht und Querschnitt der Verteilerplatte für die Zündkerzen- kontakte, Fig. 3 und 4 Querschnitt und Untersicht des Stellknopfes mit der eingebauten Leuchlröhre. Fig. 5 und 6 die Gesamteinrichtung In Ansicht und Querschnitt.
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Die Einrichtung besteht aus zwei Teilen, u. zw. einem feststehenden Unterteil, welcher als Verteilerplatte der Zündkerzenkontakte ausgebildet ist (Fig. 1 und 2), und einem in deren Mittelachse verdrehbar gelagerten Schaltknopf mit eingebauter Leuchtröhre und Anschlusskontakt (Fig. 3 und 4). Beide Teile sind aus Isoliermaterial hergestellt.
Von jeder einzelnen Zündkerze des Explosionsmotors führt ein isoliertes Kabel al-a6 (im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Sechszylindermotor angenommen) in der Reihenfolge der Arbeitsweise der einzelnen Zylinder zu den Kabelkanälen b1-b6, welche in der Verteilerplatte (Fig. 1 und 2) in gleichen Radial- und Winkelabständen angeordnet sind, wobei die Kabelisolation in die. weiteren Bohrungen d-dss eingesteckt und die blanken Drähte in den Kanälen durch Klemmschrauben -eg eingespannt werden. Die Grundplatte besitzt eine zentrale Bohrung sowie eine Rastausnehmung f, welche mit dem Schaltknopf (Fig. 3 und 4) zusammenwirkt.
Der Schaltknopf besitzt- eine zentrale Achse h,'mittels welcher er in der zentralen Bohrung der Verteilerplatte eingesteckt und unter Zwischenschaltung einer Druckfeder i durch einen
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einer von der Kugel k1 verschieden radialen Entfernung von der Drehachse im Schaltknopf angeordnet sind. Der Körper des Schaltknopfes besitzt eine Bohrung, in welcher eine Leucht- röhre l (Neonlampe od. dgl.) eingebaut ist, deren Anschlusskontakt mit der Kugel 7el in Ver- bindung steht. Die Lampe wird im Schaltknopf durch die leitende Schraube mund am gegen- überliegenden Ende durch eine Feder n festgehalten, wobei die Bohrung durch eine Schraube 0 aus Isoliermasse nach aussen abgeschlossen ist.
Der Schaltknopf ist an seiner Aussenfläche in der Mitte trichterförmig ausgenommen, so dass ein Teil der Röhre von aussen sichtbar wird.
Die Kontaktverbindung zwischen der Kontaktkugel ; i und der Leuchtröhre l wird durch einen
Leiter r hergestellt.
Die Kontakte sind in der durch den Radialabstand der Kugel k1 vom Schaltknopfzentrum gegebenen Entfernung in der Verteilerplatte angeordnet, wobei die Kanalmündungen halbkugel- förmig erweitert sind, um im Schwenkbogen des Schaltknopfes Rasten für die Kontaktkugel k1 bei der Verdrehung des Schaltknopfes zu bilden, in welche der Schaltknopf durch die Feder i bei Erreichung der betreffenden Schaltstellungen einschnappt. Die Ausnehmung f der Verteiler- platte bildet eine Raststellung für den Schaltknopf in Ausser-Betrieb-Stellung desselben.
Zweckmässigerweise wird auf der Vorderseite der Verteilerplatte eine Marke s (Fig. 5) für die Übereinstimmungslage von Verteilerplatte und Schaltknopf angeordnet, wobei entsprechend der Anzahl der Motorzylinder im Stellknopf in den zugehörigen Winkelstellungen Ziffern 1-6 für die einzelnen Kontaktstellungen vorgemerkt sind.
Durch Verdrehung des Schaltknopfes können sonach entsprechend der Bezifferung auf demselben mittels der einzigen, im Schaltknopf selbst angebrachten Leuchtröhre alle Zylinder- zündkerzen hintereinander überprüft werden, wobei durch die besondere Ausbildung der Ein- richtung und insbesondere durch den kugelförmigen Kontakt eine Beeinflussung der Wirkungs- weise der Leuchtröhre durch die Nachbarkontakte ausgeschlossen ist, so dass jeweils immer nur die Wirkungsweise der eingestellten Zündkerze überprüft werden kann.
Die Anzahl der zu überprüfenden Zündkerzen ist naturgemäss für die Erfindung beliebig, da für den Fall, als durch zu grosse Zündkerzenanzahl die Unterbringung deren Kontaktstellen b auf der Verteilerplatte nicht mehr möglich ist, entweder der Durchmesser der Verteilerplatte vergrössert wird oder die Kontaktstellen auf zwei Verteilerplatten je einem mit einer Leuchtröhre versehenen Schaltknopf zugeordnet werden.
Die bauliche Ausgestaltung der Vorrichtung ist eine beliebige.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zündkerzenprüfer für Brennkraftmaschinen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, unter Ver- wendung einer an den Zündstromkreis anschaltbaren Leuchtröhre, dadurch gekennzeichnet, dass
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Schaltknopf angebracht ist, in dessen Schwenkbahn die einzelnen Zündkerzenkontakte (Z'i- der Zylinder verteilt liegen.