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Putzkörper.
Es ist bekannt. zum Putzen von Maschinen und öligen Geräten nicht nur Knäuel aus Putzfäden-die sogenannte Putzbaumwolle-zu verwenden. Vielmehr hat man bereits besondere Putzkörper hergestellt. indem man aus locker gesponnenen Textilfäden eine etwa kreisrunde Scheibe mit radial angeordneten Schlingen gebildet hat, die im Scheibenmittel durch einen durch die Schlingen hindurchgezogenen Bindfaden zusammengehalten werden. Um das von einem etwa fingerdicken kleinen Loch gebildete Scheibenmittel herum lagert die breite ringförmige Wulst der locker gesponnenen Textilfadenschlingen. wobei jede Schlinge aus zwei. drei oder noch mehr übereinanderliegenden Textilfäden gebildet wird.
Solange dieser schwammartige Putzkörper auf ebene grosse Flächen aufgelegt und darauf nach ausgebreitet hin und her bewegt wird, ist seine Verwendung ohne Schwierigkeit möglich. Denn infolge des flachen Aufliegens bleiben die doppelten, dreifachen usw. Lagen der Textilfadenschlingen genau in ihrer Lage zueinander eingestellt. sie verwirren sich nicht miteinander und erhalten die Scheibenform des Putzkörpers mit seinen radialen Texlilfadenschlingen.
Ganz unbrauchbar jedoch ist die Verwendung eines solchen Putzkörpers, sobald damit die unebenen Stellen von Maschinen geputzt werden. Dann legen sich die Schlingen um die vorstehenden Maschinenteile, Schrauben, Radzähne usw. herum, verhindern das Weiterführen des Putzkörpers und reissen wahllos auf. Zugleich verwirren sich die übereinander-und neben- einanderliegenden Fäden und Schlingen, und nach wenigen Minuten Putzens hat man nur noch einen regellos zerzausten Fadenhaufen in der Hand. mit dem man überhaupt nicht arbeiten kann. Insbesondere kann man mit dem Putzkörper, auch solange er noch unbeschädigt ist, nicht in die Winkel und engen Zwischenräume der Maschinen usw. hineinreichen.
Die Schlingen würden sich sofort zusammen-und ineinanderdriicken. verwirren und klumpen. wenn man die Scheibe - zur Maschinenfläche senkrecht eingestellt - mit einem kreisabschnittförmigen Teile in einen Maschinenwinkel hineinstossen würde. An ein Putzen wäre überhaupt nicht zu denken. Aber auch in der Hinsicht ist der Putzkörper äusserst nachteilig, als das von ihm aufgesaugte Öl sich gar nicht wieder entfernen lässt. Denn waschen oder schleudern kann man die Schlingenscheiben nicht, weil sich die Schlingen dabei ebenfalls verwirren würden.
Alle diese Nachteile des Putzkörpers werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass man die an ihren Berührungsstellen im Scheibellmittel miteinander verbundenen einzelnen Schlingen oder Fäden an einer zweiten, im Ahstande vom Scheibenmittelliegenden Verbindungs- stelle um das Scheibenmittel herum zusammennäht. Dadurch werden nicht nur die übereinanderliegenden Textilfäden in ihrer ursprünglichen Lage fest zusammengehalten, sondern die nebeneinanderliegenden Schlingen selbst können nunmehr auch nicht mehr ihre Lage zueinander verändern, sich nicht verwirren und nicht klumpen. Sogar das Waschen dieser Putzkörper ist nunmehr möglich.
Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Putzkörpers wird erzielt, wenn die Schlingen am Scheibenumfang aufgeschnitten werden. Dann verlaufen vom Scheibenmittel aus lose gesponnene Textilfäden einzeln radial strahlenförmig auseinander. Je nachdem, wieviel Ringnähte vorgesehen sind und wie weit sie vom Scheibenmittel entfernt liegen. stehen die einzelnen Fäden wie die Borsten einer Bürste heraus und können ihre Lage zueinander nicht verändern.
Eine solche Putzkörperscheibe kann man unbedingt zuverlässig
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- zur Maschinenfläche senkrecht eingestellt-mit ihren einzelnen Fadenbüscheln gegen unebene Teile der Maschine und in ihre Winkel hineinstossen, ohne dass die Lage der Fäden und Fadenbüschel irgendwie geändert oder der Putzkörper sonstwie beschädigt wird. Insbesondere lassen sich diese einzelnen Fäden und die hieraus gebildeten Fadenbüschel überaus schnell und einfach von aufgenommenem Öl, Wasser od. dgl. befreien, indem man den Putzkörper z. B. mit seinem Scheibenmittelloch auf eine drehbare Achse aufsteckt und in schnelle Umdrehung versetzt. Dann spritzt alle Feuchtigkeit und sogar auch aller Schmutz ab, und der Putzkörper kann sofort weitergebraucht werden.
Natürlich bietet das übliche Waschen, Entölen, Reinigen usw. dieses Putzkörpers überhaupt keinerlei Schwierigkeiten.
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes und seiner während der Herstellung vorübergehend entstehenden Ausbildungsformen, u. zw. Fig. 1 einen aus locker geponnenen Textilfäden, z. B. auf einem umlaufenden Rohre, entstehenden Wickel im Schaubild, Fig. 2 den vom Rohre abgezogenen und flach gespannten Wickel im Schaubild, Fig. 3 die durch Zusammenziehen des in den Wickel eingelegten Fadens aus radialen Schlingen
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bildende Putzkörperscheibe mit die radialen Schlingen befestigender Ringnaht in Draufsicht und im Schnitt nach A-B der Fig. 4 und Fig. 6 und 7 dieselbe Putzkörperscheibe mit durch Aufschneiden der Schlingen am Scheibenumfang nunmehr entstehenden radialen Einzelfäden in Draufsicht und im Schnitt nach C-D der Fig. 6.
Der an sich bekannte locker gesponnene Textilfaden 2 ist in bekannter Weise auf einer Wickelvorrichtung, z. B. auf dem sich umdrehenden Rohre 1 (Fig. 1), in Zylinderform aufgewickelt. Dabei wird bekanntlich der Bindfaden 3 eingelegt. Von der Wickelvorrichtung wird der Wickel 2 abgenommen und flach gespannt (Fig. 2). Übrigens kann der Wickel in bekannter Weise auch unmittelbar flach gewickelt werden, was aber an sich unwesentlich und nicht erforderlich ist. Der flache Wickel 2 wird in bekannter Weise dadurch zu einer Scheibe ausgebreitet (Fig. 3), dass der vorher eingelegte Bindfaden 3 zusammengezogen und verknotet wird.
Gemäss der Erfindung werden nunmehr die-radialen Schlingen. 3 in kurzem Abstande vom Scheibenmittelloch durch eine Naht 4 oder sonstwie verheftet (Fig. 4 und 5), so dass die Lage der Schlingen zueinander und der die Schlingen bildenden lockeren Fäden übereinander festgelegt wird. Wie die Fig. 6 und 7 zeigen, können ausserdem die Schlingen am Scheibenumfang aufgeschnitten werden, so dass die radial sich spreizenden Einzelfäden 5 entstehen bzw. die aus den Fäden gebildeten frei auslaufenden Fadenbüschel.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Putzkörper mit um ein Scheibenmittel radial herum gelagerten, zweckmässig aus locker gesponnenen Textilfäden hergestellten und an ihren Berührungsstellen im Scheibenmittel miteinander verbundenen Schlingen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schlingen oder Fäden (2) an einer zweiten, im Abstande vom Scheibenmittel (3) liegenden Verbindungsstelle (4) um das Scheibenmittel (3) herum zusammengeheftet, vernäht oder sonstwie verbunden werden.