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Metallische Elektrode zur Anwendung des elektrischen Stromes am menschlichen Körper.
Die Erfindung betrifft eine Elektrode zur Anwendung des elektrischen Stromes am menschlichen Körper, insbesondere zur Diathermiebehandlung.
Durch die Erfindung soll eine Elektrode geschaffen werden, die nach jeder Richtung hin eine vollkommene Schmiegsamkeit zeigt, so dass sie sich bereits durch ihr Eigengewicht allen Formen des Körpers anlegt, ohne dass Hohlstellen entstehen. Durch sie soll zugleich die schädliche Randlinienwirkung von Elektroden, die aus einer zusammenhängenden Fläche bestehen, vermieden werden, indem durch Unterteilung der Elektrodenfläehe eine gleichmässige Stromverteilung erzielt und die Verbrennungsgefahr an den Randstellen herabgesetzt wird. Die Fläche der Elektrode soll trotz der Unterteilung dicht genug sein, um auch innerhalb der Fläche Reizerscheinungen (Prickeln und Brennen) zu vermeiden. Dabei soll auch die zur Anlage an den Körper kommende Fläche vollständig bestimmt sein und nicht von irgendwelchen Zufälligkeiten abhängen.
Schliesslich soll trotz der Schmiegsamkeit nach jeder Richtung hin doch der Kontakt innerhalb der Elektrode gut genug sein, um Unregelmässigkeiten des Stromüberganges zu vermeiden.
Allen diesen Anforderungen wird die Elektrode gemäss der Erfindung gerecht. Das wird dadurch erreicht, dass die Elektrode aus einer Anordnung von flachen, schuppenähnlichen Metallplättchen besteht, die durch metallische Ringe zusammengehalten werden, indem an den Plättchen sitzende Lappen um die Ringe herumgebogen sind. Die Plättchen können sowohl eine im wesentlichen viereckige Form haben, wobei sie mit den an jeder Ecke sitzenden Lappen zu je vieren in einen Ring eingreifen. Oder sie können im wesentlichen dreieckig ausgebildet sein und mit den Eeklappen zu je sechsen in einen Ring eingreifen oder schliesslich sechseckig sein und mit ihren Ecklappen zu je dreien in einen Ring eingreifen.
Es ergibt sich in jedem Falle ein Geflecht, das an jeder Stelle zentralsymmetrisch ist und in dem alle Glieder locker miteinander zusammenhängen. Demgemäss weist es nach keiner Richtung einen Widerstand gegen Biegen auf und kann nach allen Richtungen hin sich gleich gut einer Unterlage anschmiegen. Die allein mit der Haut in Berührung kommenden Plättchen sind mit ihrer Oberfläche genau bestimmt, so dass stets eine bestimmte Fläche sich der Haut anlegt. Die Verbindung zwischen den Plättchen und den sie zusammenhaltenden Ringen ist fest genug für einen guten Stromübergang, wie ausgedehnte Versuche ergeben haben.
Die Elektrode kann bei der Benutzung auch zusammen mit einer Unterlage aus nachgiebigem, nichtleitendem Stoff, im besonderen Textilstoff, verwendet werden, auf der sie leicht lösbar befestigt wird, z. B. durch Aufnähen oder mittels Druckknöpfen. Sie kann also zur Reinigung leicht abgenommen werden. Die Reinigung selbst ist leicht möglich.
Für den Anschluss der Stromzuleitung an die Elektrode kann man einen Druckknopf benutzen, dessen einen Teil man mit der Elektrode metallisch, z. B. durch Löten, verbindet, während der andere Teil das Ende der Stromzuleitung bildet.
Eine andere besonders bequeme Verbindung kann man in der Weise ausbilden, dass die Elektrode ein mit ihr metallisch, z. B. durch Löten, verbundenes Muttergewinde erhält, in das eine an der Stromzuleitung angebrachte Anschlusssehraube eingeschraubt wird. Sie ist besonders einfach zu handhaben, wenn sie senkrecht zur Stromzuleitung sitzt und mit ihr drehbar verbunden ist. Dann braucht beim Einschrauben die Zuleitung nicht mitgedreht zu werden. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt
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sich, indem auf den Bolzen der Anschlussschraube eine Kreisplatte gesetzt und er von einer besonderen, die Stromzuleitung, die erforderlichenfalls verstärkt ist, mit ihrem glatten Schaftteil durchdringenden
Schraube getragen wird, die die Kreisplatte gegen eine an der Stromzuleitung angebrachte Fläche heranzieht.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil einer Elektrode mit Stromanschluss, Fig. 2-5 geben verschiedene Formen des Geflechtes wieder und Fig. 6 und 7 stellen zwei Ausführungsformen des Stromanschlusses dar.
In Fig. 1 bedeutet 1, das hier als Teil einer kreisrunden Elektrode gezeichnete Geflecht, das mit Rücksicht auf die Deutlichkeit nur schematisch wiedergegeben ist. Die Stromzuleitung 2 ist mittels des Anschlussknopfes 3 mit der Elektrode verbunden. Fig. 2 stellt in grösserem Massstabe das vorzugsweise verwendete Elektrodengeflecht dar, bei dem im wesentlichen viereckige Plättchen 4 in Ringe 5 eingehängt sind. Wie aus der Einzeldarstellung der Fig. 3 hervorgeht, besitzt jedes Plättchen vier Ecklappen 6, die um die Ringe 5 herumgebogen sind.
Fig. 4 zeigt ein Geflecht mit im wesentlichen dreieckigen Plättchen 7, deren Eeldappen 8 um die Ringe 9 herumgebogen sind, so dass an jedem Ringe sechs Plättchen hängen ; Fig. 5 das Geflecht mit im wesentlichen sechseckigen Plättchen 10, die zu je dreien mit ihren Eeklappen 11 in einem Ring 12 hängen.
Bei der Anschlussvorrichtung, die in Fig. 6 in grösserem Massstabe dargestellt ist, ist an das Elek- trodengefleeht 1 der eine Teil 13 eines Druckknopfes angelötet. Das dazugehörige Gegenteil 14 ist an das Ende der Stromzuleitung 2 angelötet und über dieses Ende ist zum Schutz die Isolierhülse 15 geschoben, die durch die Schraube 16 befestigt ist. Wird Teil 14 in Teil 13 hineingedrückt, dann ist die Elektrode leitend mit der Zuleitung verbundene Die Spannung der Druckknopffederung kann so stark bemessen werden, dass stets eine gute Verbindung gesichert ist.
Bei der Ausführungsform des Anschlusses nach Fig. 7, die vorzugsweise verwendet wird, ist an das Elektrodengeflecht 1 eine Schraubenmutter 17 gelötet, in deren Innengewinde der Schraubenbolzen 18 greift, der die Kreisplatte 19 trägt. Dieser Schraubenbolzen hat zugleich ein Innengewinde, in das die Schraube 20 eingeschraubt ist, die mit dem glatten Teile ihres Schaftes das am Vorderende der Stromzuleitung 2 sitzende Anschlussstück 21 durchdringt. Über die Verbindungsstelle des Anschlussstückes und der Stromzuleitung ist auch hier die Isolierhülse 15 geschoben, die durch die Schraube 16 befestigt ist.
Der vorderste Teil des Anschlussstückes ist im Gelenk 22 drehbar. Er ist auf seiner Unterseite abgeflacht, so dass die Fläche 23 entsteht, an die die Oberseite der Kreisplatte 19 durch die Schraube 20 angezogen wird. Zum Ein-und Ausschrauben des Anschlusses wird die Schraube 18 mittels der Kreisplatte 19 gedreht, wobei das Ansehlussstück 21 in Ruhe bleibt. Die Stromzuleitung ist nach den Seiten um den Bolzen der Schraube 20, nach oben und unten um das Gelenk 22 drehbar, so dass nach jeder Richtung Beweglichkeit besteht.
Mit 24 ist die Unterlage aus weichem Textilstoff bezeichnet, auf der das Elektrodengefleeht, z. B. durch Aufnähen oder mittels Druckknöpfen, befestigt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Metallische Elektrode zur Anwendung des elektrischen Stromes am menschlichen Körper, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Anordnung von flachen, sehuppenähnlichen Metallplättchen besteht, die durch metallische Ringe zusammengehalten werden, indem an den Plättehen sitzende Lappen um die Ringe herumgebogen sind.