AT126675B - Verfahren und Einrichtung zur Förderung von stückigem oder brikettiertem Versatzgut in Rohrleitungen, insbesondere für Bergeversatz in Bergwerken zwecks dichter Ausfüllung von Hohlräumen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Förderung von stückigem oder brikettiertem Versatzgut in Rohrleitungen, insbesondere für Bergeversatz in Bergwerken zwecks dichter Ausfüllung von Hohlräumen.Info
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Description
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Verfahren und Einrichtung zur Förderung von stückigem oder brikettiertem Versatzgut in Rohrleitungen, insbesondere für Bergeversatz in Bergwerken zwecks dichter Ausfüllung von Hohlräumen.
Der heutige Stand der Technik kennt für den Bergeversatz im Bergbau das Spülverfahren mittels Wasser (eigentlicher Spülversatz) und mittels Pressluft (Blaseversatz). Der Spülversatz ermöglicht eine verlässliche und billige Förderung des Versatzes bei geringer und gleichmässiger Geschwindigkeit auf alle praktisch in Betracht kommenden Entfernungen (bis zirka 3 km), da sich, wenn der Schacht tief genug ist, der Wasserüberdruck in der Förderleitung nach den jeweiligen Widerständen des Fördervorganges
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Versatz zu erhalten, weil das Versatzgut mit dem Wasser lediglich mit der beim Ausfluss vorhandenen lebendigen Kraft austritt und nicht mit Wucht ausgeschleudert werden kann.
Der Blaseversatz wieder ermöglicht nur dann eine verlässliche Förderung in der Rohrleitung, wenn die teure Pressluft ständig und in solcher Menge und mit solchem Drucke angewendet wird, dass auch die jeweils auftretenden grössten Widerstände überwunden werden können ; durch die Ausdehnung der Pressluft entstehen einerseits grosse,
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selbsttätige Regelung der Menge und des Druckes für den Zustrom der Pressluft fehlt beim bisherigen Stande der Technik gänzlich, infolgedessen kann der Blaseversatz nur auf Entfernungen von mehreren hundert Metern angewendet werden und ist infolge des andauernd grossen Pressluftverbrauches sehr teuer ;
dagegen ermöglicht der Blaseversatz durch die Wucht des Ausschleudern die Erzielung eines festen und tragfähigen Versatzes, und die ausblasende Luft bewirkt eine gute Ventilation des Versatzortes und vermeidet das für Versatzzwecke unangenehme Wasser.
Die vorliegende Erfindung vereinigt die genannten Vorteile der beiden Versatzmethoden, indem die Förderung des Versatzgutes von über Tag, wo die Versatzgewinnung stattfindet, durch die Sehaeht- und Streckenleitungen mittels Wassers und das Versetzen vor Ort mittels Pressluft bewerkstelligt wird ; es ermöglicht den Übergang vom Wasserspül-zum Pressluftblaseversatz in derselben Rohrleitung.
Dieses Verfahren ist aber nur für stilekiges oder brikettiertes Versatzgut anwendbar, weil feinkörniges Material beim Ablassen des Wassers mit ausfliessen und daher nicht an den eigentlichen Versatzort gelangen würde.
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doch wird in solchen Fällen die Materialbewegung vorübergehend stillgesetzt, während im vorliegenden Falle der Übergang vom Treibmittel Wasser zum Treibmittel Luft ohne Unterbrechung der Materialbewegung vor sieh geht. Auch kennt man den Zusatz von Druckwasser oder Druckluft zu einem aus Wasser und Material bestehenden Spülstrome zwecks Beschleunigung des Gemisches, wobei aber hinter der Zusatzstelle das frühere Gemisch und das neue Treibmittel vereinigt bleiben.
Bei der vorliegenden Erfindung wird vor der Zusatzstelle das Wasser abgeschieden und Pressluft zugeblasen, so dass nur das in der Rohrleitung befindliche Versatzgut ohne Wasser fortgeblasen und beschleunigt wird. Pressluftringdüsen als solche und als Mittel für den Zusatz von Druckwasser oder Druckluft in Rohrleitungen ohne Querschnittsverengung sind bekannt.
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des Düsensehlitzes von Hand aus eingeschaltet, welche vor dem Schlitze das entwässerte, mit der vorhandenen lebendigen Kraft über die Schlitze bzw. Löcher fortbewegte Material ansangt und hinter dem
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Schlitze mit steigender Geschwindigkeit fortbläst, bis das Material an der Versatzstelle mit Wucht herausgeschleudert wird, so dass es einen dichten und tragfähigen Versatz bildet.
Die Länge des Rohrstückes St, der Querschnitt der Schlitze bzw. Löcher sowie der Abstand desselben von der Düse D muss genau erprobt werden, damit einerseits das ganze Wasser abfliessen kann und nur Material in den Versatzraum gelangt und damit anderseits das Material nach der Entfernung des Fördermittels keine Verstopfung verursacht. Es kann auch (s. Fig. 2, Aufriss) das Rohrstück St geneigt eingebaut werden, so dass die lebendige Kraft das Material durch die Schwerkraft unterstützt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Förderung von stückigem oder brikettiertem Versatzgut in Rohrleitungen, insbesondere für Bergeversatz in Bergwerken zwecks dichter Ausfüllung von Hohlräumen, dadurch gekennzeichnet, dass das Versatzgut bis in die Nähe des Versatzortes mittels Spülflüssigkeit gefordert wird und nach der Abseheidung der Förderflüssigkeit mittels Pressluft bis zum Versatzorte weitergefördert wird.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rohrleitung vor der Pressluftdüse (D) ein zwecks Ableitung der Förderflüssigkeit mit Löchern (L) odes Schlitzen versehenes Rohrstück (St) eingebaut ist.3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlitzte bzw. gelochte EMI2.1 EMI2.2
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