AT126559B - Verfahren zur Herstellung von Phosphor-Halogenverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphor-Halogenverbindungen.

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AT126559B
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Henri Caspar Joseph H Gelissen
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Electro Chemische Ind Nv
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung   von   Phosphor-Halogeuverlndungett.   



   Es ist bekannt aus Phosphaten durch   Behandl hing des Ausgangsmaterials   mit Chlor in Gegenwart von Kohle oder Kohlenoxyd oder diesen beiden   Redllktionsl1litteln Phosphorhalogen-   verbindungen zu gewinnen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Einwirkung des Halogens. insbesondere des Chlors, bei Reaktionen dieser Art bedeutend verbessert wird, wenn man sie in Gegenwart von Katalysatoren vor sich gehen lässt, wodurch die technische Anwendung dieser Reaktion nicht nur möglich ist. sondern auch grosse Vorteile bietet. Als Katalysatoren kommen zwei Stoffgruppen in Betracht,   nämlich :   a) Stoffe, in denen die reagierenden Stoffe mehr oder weniger löslich bzw. fein verteilbar sind, die also als Dispergierungsmittel für die reagierenden Stoffe angewendet werden. b) Stoffe, die als Halogenaktivatoren wirken. 



   Als Beispiel der ersten Gruppe kann Zinkchlorid genannt werden ; dieser Katalysator führt eine bedeutende Verbesserung des Prozesses vor allem in dem Sinne herbei, so dass die Reaktion auch bei niedrigerer Temperatur glatt vonstatten geht. 



   Beispiele der zweiten Gruppe sind,   Kupferchlorid.   Ferrichlorid und Schwefelchlorid. Der Zusatz kleiner Mengen dieser Stoffe zum Reaktionsgemisch hat ebenfalls eine bedeutende Beschleunigung der Reaktion zur Folge. 



   Das Verfahren ist besonders von Bedeutung bei der Umwandlung von Trikalziumphosphat 
 EMI1.1 
 
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   Ausführungsbeispiele :
1. Ein Gemisch von Trikalziumphosphat   mit übersdiüssiger   Kohle wird getrocknet und mit   5% Zinkchlorid gemischt. Man erhitzt   die Mischung auf etwa   500-6000 C, indem   man einen Chlorstrom über das Gemisch leitet. Es findet eine leicht vor sich gehende Reaktion statt, wobei Phosphorchlorverbindungen gebildet werden, die mit dem   Kohlenmonoxyd   überdestillieren, während Kalziumchlorid zurückbleibt. 



   2. Einem trockenen Gemisch von Trikalziumphosphat mit einem Überschuss Kohle setzt man   2010 Kupferchlorid   zu. Das Gemisch wird vorgetrocknet. Man leitet nun in derselben Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, Chlor darüber. wobei mit einer sehr guten Ausbeute die Umwandlung zu Phosphorchlorverbindungen und Kalziumchlorid stattfindet. 



   Die Reaktion kann man weiter durch physikalische und   mechanische   Einwirkungen, wie Bestrahlung mit wirksamen Strahlen, Rühren u. dgl. befördern. 



   Es ist schon vorgeschlagen worden (österr. Patentschrift Nr. 98700, deutsche Patentschrift   Nr.     442342),   Chloride des Kupfers und Eisens bzw. des Zinks zur katalitischen Be-   schleunigung von chemischen Umsetzungen zu verwenden. Doch hat es sich hiebei um ganz andersartige Prozesse gehandelt. Die österreichische Patentschrift bezieht sich auf das Chlorieren   

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 von Methan mit Hilfe von Antimonpentachlorid unter Verzicht auf die Zuführung von freiem Chlor ; das Verfahren der deutschen Patentschrift betrifft die Darstellung von   Äthylenderivalen   aus   äthylenhaltigen   Gasen durch Addition von Halogenen oder Säurechloriden.

   Von einer Reduktionskatalyse ist in beiden Patentschriften vollends nicht die Rede (Kohle dient beim Verfahren der 
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 aus diesen Patentschriften irgendein Schluss auf die Herstellung von Phosphorhalogenverbindungen aus   Phosphalen,   insbesondere Trikalziumphosphat, in Gegenwart von Reduktionmitteln ziehen liesse. Ferner ist in der amerikanischen Patentschrift Nr. 1462732 ein Verfahren zur Herstellung von Phosphoroxydchlorid unter Verwendung von Phosgen beschrieben. 



  Dort ist zunächst ausgeführt, dass man bei dieser Reaktion von Kalziumphosphat nicht ausgehen könne, weil sich an der Aussenseite eine Kruste von Chlorkalzium bilde, durch die das Phosgen nicht hindurchdringen könne. Wegen dieser Schwierigkeit wird empfohlen, statt des   Kalziumphosphates   als Ausgangsprodukt das Phosphat eines Metalls zu verwenden, das ein bei Reaktionstemperatur schmelzbares Chlorid bildet. Als solche Phosphate werden beispielsweise Ferriphosphat und Zinkphosphat angeführt. Diese Metallphosphate setzen sich mit Phosgen zu Phosphoroxychlorid, Kohlensäure und stöchiometrischen Mengen des betreffenden Metallchlorids (Eisenchlorid oder Zinkchlorid) um.

   Das aus der Reaktion hervorgehende Eisenchlorid (oder Zinkchlorid) wird in Wasser aufgelöst und durch doppelte Umsetzung mit tertiärem Natriumphosphat in das Ausgansprodukt : Ferriphosphat (oder Zinkphosphat) zurückverwandelt. Es handelt sich also in diesem Falle gar nicht um einen katalytischen Prozess, sondern um chemische Umsetzungen, die mit dem vorliegenden Verfahren in keiner Weise in Zusammenhang gebracht werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Phosphorhalogenverbindungen aus Phosphaten, insbesondere Trikalziumphosphat, durch Behandlung des Ausgangsmaterials mit Halogenen, vorzugsweise Chlor. in Gegenwart von Reduktionsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die Halogenisierung in Gegenwart von Katalysatoren vom Typus des Zinkchlorids oder vom Typus des Kupferchlorids vorgenommen wird.
AT126559D 1927-12-22 1928-12-15 Verfahren zur Herstellung von Phosphor-Halogenverbindungen. AT126559B (de)

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