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Reissverschluss.
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung des Reissverschlusses gemäss dem Patente Nr. 117965, und ihr wesentliches Kennzeichen besteht darin, dass an den metallischen Versteifungen der Stoffbahnenden Führungen für den Läufer ausgebildet sind, um beim Schliessen und Öffnen das wulstfreie Ende der Stoffbahn zwangläufig in bzw. ausser Eingriff mit dem Läufer zu drehen. Dabei sind gleichfalls gemäss der Erfindung an den innenliegenden Enden der Stoffbahnarmierungen Verschlusselemente angeordnet, die im Eingriff miteinander oder im Eingriff mit den normalen Verschlusszähnen die armierten Enden der beiden Stoffborten geschlossen halten.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Draufsicht. Fig. 2 zeigt die beiden Stoffborten des Verschlusses voneinander völlig getrennt. Fig. 3 ist ein Schnitt nach a-b der Fig. 2. Die Fig. 4-6 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform der Verbindungseinrichtung für die beiden Stoffbahnenden, u. zw. stellt die Fig. 4 eine Untersicht, die Fig. 5 einen Schnitt nach e-a ! der Fig. 4 und die Fig. 6 einen Schnitt nach e-t der Fig. 4 dar. Die Fig. 7 veranschaulicht eine Einzelheit im teilweisen Schnitt.
Mit 1, 2 sind Stoffbahnen beliebiger Art bezeichnet, deren zu einem Wulst verstärkte Kanten 3, 4 mit gleichartigen, reihenweise angeordneten Verschlussgliedern 5 versehen sind, die durch den Gleitschieber 6 in und ausser Eingriff gesteuert werden. Die Stoffbahn 1 ist nahe ihrem Ende metallisch, z. B. mit einem Metallplättchen 10, armiert (eingefasst), das den Unterteil 11 eines Verschlusses trägt. Die Stoffbahn 2 ist in analoger Weise mit irgendeiner metallischen Versteifung, z. B. mit einer Blecharmierung 12, versehen, die zu einem den Stoffwulst umschliessenden Hohlprofil. M ausgebildet ist. Überdies weist die Armierung 12 den zum Unterteil 11 gehörigen Oberteil 15 des Verschlusses auf.
Der Aussenrand des Armierungsbleches 12 ist bei 20 hochgeprägt, so dass zwischen diesem hochgeprägten Teil und dem Wulst 13 eine Führungsbahn 21 entsteht, in welche beim vollständigen Öffnen
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Läuferkante 6e auf die Schrägkante 23" der Hochprägung 23 so ein, dass das armierte, jedoch wulstfreie Ende der Stoffbahn 1 um die Achse des Verschlusses 11, 15 als Drehachse ausser Eingriff mit dem Läufer geschwenkt wird. Löst man dann den Verschluss 11, 15, so sind beide Stoffbahnen des Reissverschlusses voneinander vollständig getrennt. Der Läufer 6 verbleibt am Armierungsblech 12 der Stoffbahn 2 (Fig. 2).
Das Wiedervereinigen und Schliessen der Stoffbahnen erfolgt, indem man zuerst die Verbindung 11, 15 herstellt und sodann die Schliessbewegung des Läufers einleitet. Der Läufer zieht durch seinen Eingriff in die Führungsbahn 24 (zwischen den Hochprägungen 22, 23) das armierte Ende der Stoffbahn 1 in sich hinein und bringt dabei gleichzeitig die beidseitigen Verschlusselemente miteinander in Eingriff.
Bei Reissverschlüssen mit völlig voneinander trennbaren Stoffbahnen hat sich beim Vereinigen der Stoffbahnen von Hand aus (ohne die erfindungsgemässe Steuerung durch den Läufer) folgender Übelstand ergeben : Führte man nach Herstellung des Verschlusses 11, 15 das wulstfrei Ende von Hand aus in den Läufer ein, so trat leicht eine Längsverschiebung der einzuführenden Stoffbahn gegen die
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mit dem Läufer in Eingriff geblieben Stoffbahn ein. Dadurch war die für ein richtiges Ineinandergreifen der Verzahnungen erforderliche Lage der Stoffborten zueinander gestört, und der Läufer konnte seine Schliessbewegung nicht vollführen.
Erst durch das selbsttätige Versehwenken der armierten Enden der Stoffbahn mittels des Läufers ist beim Schliessen Gewähr geboten, dass die beiden Stoffbahnen unter Vermeidung störender Längsverschiebungen zueinander, jedesmal bei genau gleicher Stellung der beidseitigen Versehlusselemente vom Läufer in Eingriff gesteuert werden.
Um im Bereich der beiden armierten Enden der Stoffbahnen in geschlossenem Zustand (Fig. 1) ein Klaffen bei Wiederbeanspruchungen des Verschlusses zu verhindern, ist gemäss der Erfindung der letzte Zahn 5" im Sinne der Öffnungsbewegung des Läufers (Pfeil in Fig. 1) mit einem der beiden Armierungsbleche, z. B. mit dem Blech 10, fest verbunden. Durch den Eingriff dieses Zahnes 5" mit dem ersten Gegenzahn 5b der Stoffborte 4 wird am innenliegenden Ende der beiden Armierungsbleche 10, 12 eine starre Verbindung der beiden Bleche geschaffen, die an den aussenliegenden Enden vom Verschluss 11, 15 gebildet ist.
Um ein Lösen der Verbindung zwischen den beiden Stoffbahnenden bei geschlossener Zahnkette des Reissverschlusses zu verhindern, kann man gemäss den Fig. 4-6 die beiden armierten Stoffbahnenden mit einer nach Art eines Bajonettverschlusses wirkenden Verbindungseinrichtung versehen. Diese besteht aus einem auf der Armierung 12 der Stoffbahn 2 befestigten Plättchen 30, in dessen Austiefung ein mit einer Ausnehmung 31 versehenes Schliessblech 32 untergebracht ist. Beim Einführen des mit Nasen 33 versehenen Knopfes 34 der Armierung 10 in die Ausnehmung 31 (Fig. 5) treten diese Nasen durch die erweiterten Teile 31" der Ausnehmung 31 und können sich dann (beim Verschwenken der Stoffbahn 1 bzw. der Armierung 10) in der Vertiefung 35 des Plättchens 30 bewegen.
In der geschlossenen Stellung gemäss Fig. 1 kommen die Nasen 33 unter das Schliessblech. 32 zu liegen, so dass eine Trennung der beiden Verbindungselemente 30 und 34 unmöglich ist. Erst wenn sich der Läufer 6 in der Stellung gemäss Fig. 2 befindet, kann man die Verbindung durch Verschwenken der Stoffbahn 1 bzw. des Knopfes 34, z. B. um 90 , lösen.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, kann man zur Verhinderung eines Klaffens im Bereich der beiden armierten Stoffbahnenden statt des vorbesehriebenen, am Rande eines Armierungsbleches angeordneten Zahnes 5" (Fig. 1, 2) einen ebenfalls nahe dem Rande der einen Armierung (z. B. 10) befestigten Zahn 5" anwenden, der beim Schliessen in eine Ausnehmung 40 am Wulstrand der andern Armierung (z. B. 12) einschnappt. Beim Öffnen des Verschlusses wird diese Verbindung durch den Druck des Läufers 6 gegen die Schrägfläche 28" der Führung 23 gelöst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Reissverschluss nach Patent Nr. 117965, dadurch gekennzeichnet, dass an den metallischen Armierungen der Stoffbahnenden Führungen für den Läufer ausgebildet sind, um beim Schliessen und Öffnen das wulstfreie Ende der Stoffbahn zwangläufig in bzw. ausser Eingriff mit dem Läufer zu drehen.