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Spannvorrichtung für die Sägekette von Baumsägen u. dgl.
Gegenstand der Erfindung ist eine Spannvorrichtung für die Sägekette bei Baumsägen u. dgl. Derartige Sägen sind gewöhnlich mit einer Führungsschiene ausgerüstet, über welche die endlose Sägekette läuft und an der sie geführt wird. Die Führungsschiene ist einerseits am Motorkörper befestigt und trägt anderseits einen Handgriff zum Steuern der Säge. Um die nötige Straffheit zu erlangen, bedarf die Sägekette der Spannung. Es sind nun Vorrichtungen bekanntgeworden (z. B. D. R.
P. 477190), bei welchen das am Ende der Führungsschiene angeordnete Kettenzahnrad auf einem Bolzen drehbar gelagert ist, dessen Enden durch zwei Längsschlitze des gabelförmigen Schienenendes hindurchgehen und aussen in zwei über die Gabelenden längsverschiebbaren Führungsleisten eines mit Handgriff und Spannfeder versehenen Spannkörpers gelagert sind. Durch Drehen des mit Gewinde aufgesetzten Handgriffes um seine Längsachse wird die Feder gespannt, das Kettenzahnrad in der Richtung gegen das Ende der Führungsschiene verschoben und hiedurch die Sägekette gespannt.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun die Verbesserung derartiger Spannvorrichtungen.
Die bei der vorbeschriebenen Vorrichtung nach D. R. P. 477190 vorgesehenen U-Profile der Führungsleisten des Spannkörpers und die entsprechenden Profile der Gabelenden sind schwer zu bearbeiten und kaum mit solcher Genauigkeit herzustellen, dass sie genau zusammenpassen.
Die Enden des Kettenradbolzens liegen in den Gleitbahnen der Gabelenden nicht flächenmässig auf, sondern theoretisch nur mit einer Linie, was für die Führung und Haltbarkeit der Vorrichtung nachteilig ist. Die Montage und Demontage der Vorrichtung ist insofern unpraktisch, als zunächst das Kettenzahnrad zwischen den Gabelenden der Führungsschiene schwebend gehalten, dann die Führungsleisten des Spannkörpers über die Gabelenden geschoben und so eingestellt werden müssen, dass die Lageraugen der Führungsleisten mit dem Zahnradmittel übereinstimmen und dass erst jetzt der Kettenradbolzen eingeschoben werden kann. Dieser Vorgang wird noch dadurch kompliziert, dass die Sägekette bereits über das Kettenrad gelegt sein muss, wodurch das Schwebendhalten des Kettenrades in der richtigen Lage noch erschwert wird.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung vermieden. Zunächst werden die Gabelenden der Führungsschiene aussen und die Führungsleisten des Spannkörpers innen zylindrisch begrenzt. so dass die Gleitbahn der Gabelenden auf der Drehbank durch Abdrehen von aussen und die Gleitbahn der Führungsleisten durch Ausdrehen von innen bearbeitet werden können, was ganz wesentlich billiger und genauer ausgeführt werden kann, als die Bearbeitung der U-förmigen oder geradlinigen Profile. Die Gabelenden der Führungsschiene und die Führungsleisten des Spannkörpers können auch als Hohlzylinder ausgebildet werden, die ineinanderpassen und in der Längsrichtung gegeneinander verschiebbar sind. Die Gleitschlitze für den Kettenradbolzen sind in den Wänden des inneren Hohlzylinders angebracht.
Ausserdem sind beide Hohlzylinder zwecks An-und Unterbringung des Kettenzahnrades und der Kette in senkrechter Richtung entsprechend geschlitzt. Zwecks Erleichterung der Montage und Demontage wird der Kettenradbolzen so kurz bemessen, dass er nicht über die Aussenwand des inneren Hohlzylinders bzw. der Gabelenden hinausragt, und es werden die Enden des Bolzens zwecks Befestigung desselben an dem äusseren Hohlzylinder bzw. den Führungsleisten des Spannkörpers mit Innengewinde versehen.
Um ein flächenmässiges Anliegen der Enden des
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Kettenradbolzens in den Gleitschlitzen des inneren Hohlzylinders bzw. der Gabelenden zu erreichen, werden die Enden des Bolzens beiderseitig abgeflacht, und zwar das eine Ende stärker als das andere Ende, und es werden dementsprechend auch die Gleitschlitze im inneren Hohlzylinder bzw. in den Gabelenden verschieden, hoch gehalten, so dass es möglich ist, den Kettenrandbolzen seitlich einzuschieben, J mit dem dünneren Ende zuerst durch den höheren Schlitz. Die zwischen den Bolzenenden befindliche Lauffläche für das Kettenrad ist hiebei so bemessen, dass sie durch den höheren Gleitschlitz hindurchgeht.
In der beifolgenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 ist ein vertikaler Längsschnitt, Fig. 2 ein Längsschnitt nach der Linie A-B und Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie C-D in doppelter Grösse. Die Führungsschiene wird zwischen die Flansche 1 und 2 des Körpers 3 eingenietet. Der Körper 3 ist ein aussen gedrehter zylindrischer Hohlkörper mit zwei horizontalen Gleitschlitzen 4 und 5, von denen der Schlitz 4 höher ist als der Schlitz 5. Der Hohlzylinder ist ferner mit zwei vertikalen, die ganze Länge umfassenden Schlitzen 6 und 7 versehen, deren Breite der Breite des Kettenrades entspricht und in denen sich das Kettenrad hin und her bewegen kann. Am rechten Ende trägt der Hohlzylinder 3 einen hohlzylindrischen Fortsatz 8, der bei 9 ebenfalls senkrecht geschlitzt ist,
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Schlitzung entstandenen beiden Hälften des Hohlzylinders die ursprünglichen Gabelenden dar, welche aussen zylindrisch begrenzt sind.
Über den Hohlzylinder 3 ist der ebenfalls als- Hohlzylinder ausgebildete Spannkörper 10 geschoben, welcher zwei Augen 11 und 12 trägt und mit zwei, die freie Beweglichkeit von Kette und Kettenrad gestattenden senkrechten Schlitzen -13 und 14 versehen ist. Der Holil- zylinder 10 trägt ausser dem Ölbehälter 15 ebenfalls einen hohlzylindrischen Fortsatz 16, der aussen mit Gewinde versehen ist. Auch die beiden Hälften dieses Hohlzylinders lassen die ursprünglichen Führungsleisten erkennen, welche nunmehr innen zylindrisch begrenzt sind.
Der Kettenradbolzen 17 hat in der Mitte eine runde Lauffläche für das Kettenrad 18 und ist an den Enden 19 und 20 abgeflacht. Die Höhe der. Abflachungen ist verschieden und entspricht der Höhe der Gleitschlitze 4 und 5. Die Enden des Bolzens ragen nicht über die Aussenwand des inneren Hohlzylinders 3 hervor und sind zwecks Befestigung an dem Spannkörper 10 mit Innengewinde versehen. Die Befestigung geschieht durch die Steckschrauben 21, 22.
Auf dem Fortsatz 16 ist der Handgriff 23 aufgeschraubt, in dessen Innern sich eine Feder 24 befindet, welche sich einerseits gegen den Pfropfen 25 des Fortsatzes 8 des Körpers 3, anderseits gegen den Boden 26 des Handgriffes 23 abstützt. Durch Drehen des Handgriffes um seine Achse wird die Feder 24 gespannt. Diese Kraft wirkt sich in dem Sinne aus, dass der Hohlkörper 3 und der Spannkörper 10 sich auseinanderbewegen, wodurch die Spannung der Kette erfolgt.
Die Montage geschieht auf folgende Weise : Das Kettenrad 18 wird von oben durch den Schlitz 6 des Hohlkörpers 3 geschoben und in dieser Lage mit der einen Hand gehalten. Sodann wird mit der andern Hand der Bolzen 17 von der Seite, u. zw. nach Fig. 3 von rechts, eingeschoben, durch die Bohrung des Zahnrades hindurch. bis die beiden abgeflachten Enden 19, 20 des Bolzens in den zugehörigen Gleitschlitzen 4,5 des Hohlkörpers 3 liegen.
Sodann wird die geschlossene Sägekette gemäss Fig. 1 von rechts nach links durch den senk-
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so weit, bis die Augen 11 und 12 über dem Bolzenmittel stehen. Nunmehr werden die beiden Steckschrauben 21 und 22 eingeschraubt und fest angezogen. Zum Schluss wird dann der Handgriff 23, in welchen die Feder 24 bereits eingelegt ist, über den Fortsatz 16 geschraubt und solange gedreht, bis die Kette entsprechend gespannt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spannvorrichtung für die Sägekette von Baumsägen u. dgl., bei welcher das am Ende der Führungsschiene angeordnete Kettenrad auf einem Bolzen drehbar gelagert ist, dessen Enden durch zwei schlitzartige Öffnungen in den gabelförmigen Enden der Führungsschiene hindurchgehen und aussen in zwei Führungsleisten eines über die Gabelenden längsverschiebbaren Spannkörpers gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gabelenden aussen und die Führungsleisten des Spannkörpers innen zylindrisch begrenzt sind, wobei der Durchmesser beider Zylinder der gleiche ist.
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