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Verfahren zur Darstellung von α-[3. 4. 5-Trimethoxyphenyl]-ss-aminoäthan.
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Eigenschaften die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt.
E. Späth (M. 40 [1919] 129 ff. ) hat seine Konstitution aufgeklärt und das Alkaloid auf folgendem, kurz angedeutetem Weg aufgebaut :
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Dieser zum Mezcalin führende Weg ist ziemlich umständlich, einzelne Reaktionen, z. B. die Reduktion zum Aldehyd, sind in grösserem Massstab schwierig durchzuführen, ausserdem ist die Ausbeute a. n Mezcalin eine bescheidene.
Es wurde nun gefunden, dass man von Gallussäure ausgehend, auf verhältnismässig einfache Weise glatt und in guter Ausbeute folgendermassen zum Ziel gelangt :
Gallussäure wird in bekannter Art über 3. 4. 5-Trimethoxybenzoesäure in 3. 4. 5-Trimethoxy- benzoyiessigsäureäthylester übergeführt (W. H. Perkin jun., Weizman. Soe. 89 [1906J 1655 ff.).
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Aus diesem Ester wird durch Reduktion der 3. 4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthylester
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oder erhöhter Temperatur und in Abwesenheit oder Gegenwart von Lösungsmitteln, wie z. B. Eisessig. einwirken lässt.
Man kann die Reduktion aber auch mit Hilfe von Metallen, zweckmässig Alkali-oder Erdalkali- metallen, Zink, Aluminium oder deren Amalgamen, in wässeriger ätherischer bzw. alkoholischer Lösung oder Suspension saurer, neutraler oder alkalischer Reaktion ausführen.
Ausserdem ist noch halogenisierende Reduktion des Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters mit Hilfe von PCl5 oder PBr5 möglich, wobei der 3. 4. 5-Trimethoxychlorzimtsäureäthylester
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hydrozimtsäure umgewandelt wird.
Die katalytische Hydrierung des 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters verläuft in zwei Stufen, wobei die erste bis zum Alkohol
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in glatter. rascher Reaktion, die zweite zum entsprechenden Hydrozimtsäureester jedoch nur äusserst langsam vor sieh geht. Es ist in diesem Fall zweckmässig, diese zweite Stufe zur Verkürzung der Reaktionszeit unter energischeren Bedingungen (höhere Temperatur, höherer Wasserstoffdruck, Vergrösserung der Menge des Katalysators) auszuführen.
Anstatt die Hydrierung in einem Zuge bis zum entsprechenden Hydrozimtsäureester durchzu- führen, kann man vorteilhaft am Ende der ersten Hydrierungsstufe unterbrechen und den gebildeten 3.4. 5-Trimethoxyphenylmilchsäureäthylester durch Erhitzen mit verdünnten mineralsäuren oder mässig konzentrierten Lösungen von Alkali-oder Erdalkalihydroxyden unter Abspaltung von Wasser und gleichzeitiger Verseifung des Esters in die 3.4. 5-Trimethoxyzimtsäure überführen.
Die Hydrierung dieser Verbindung vollzieht sieh im Gegensatz zur oben beschriebenen zweiten Stufe in glatter und rascher Reaktion.
Die nach einer der vorhin beschriebenen Methoden dargestellten Reduktionsprodukte des 3. 4. 5-Trimetoxybenzoylessigesters sind in der Literatur bisher nicht beschrieben.
Die 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäure oder ihre Ester werden in das entsprechende Säureamid übergeführt ; aus welchem mittels des Hoffmannschen Abbaus-Umwandlung der Säureamids : ruppe
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Beispiel 1 : 10 g 3. 4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden in 20 y Eisessig gelöst und in einer Schüttelente nach Zusatz von 2 g BaS04 auf dem 0,1 g Pd niedergeschlagen ist. in einer Wasserstoffatmosphäre von # Atm. Überdruck so lange geschüttelt, bis die zur Bildung des 3,4,5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthylesters nötige Wasserstoffmenge aufgenommen worden ist.
Diese Reaktion kann zweckmässig auch bei erhöhter Temperatur, z. B. 100 C. und höherem Wasserstoffdruck, z. B. 20 Atm. Überdruck, in einem Hydrierautoklaven durchgeführt werden. Besonders in diesem Fall geht die vollständige Hydrierung zum Hydrozimtsäurederivat bei genügend langer Einwirkungsdauer glatt vor sich.
Die Hydrozimtsäureesterlösung wird vom Katalysator abfiltriert, das Lösungsmittel verdampft, worauf der rohe Ester in einer Ausbeute von ungefähr 8, 5 g zurückbleibt.
Der Ester wird mit etwa 50 g 10% iger alkoholischer Ammoniaklösung übergossen und in einem Kolben einige Tage sich selbst überlassen. Nach Abdampfen des Alkohols verbleibt das gebildete rohe Säureamid in einer Ausbeute von 8 g.
Das Säureamid wird ohne besondere Reinigung, vorteilhaft in methylalkoholischer Lösung, mit 2,5 g Natriumhypochlorit- oder 3,8 y-bromitlösung erwärmt. Die Umlagerung zum Mezealin bzw. seinem Harnstoffderivat geht in kurzer Zeit glatt vor sich. Sodann wird durch Destillation der alkalisch gemachten Lösung mit überhitztem Wasserdampf das freie 3.4. 5-Trimethoxyphenäthylamin als Öl erhalten.
Beispiel 2 : 10 g 3. 4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden nach Beispiel 1 so lange in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis die zur Bildung des 3.4. 5-Trimethoxyphenylmilchsäure-
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äthylesters nötige Wasserstoffmenge aufgenommen ist. Das Reduktionsprodukt wird nach Abfiltrieren des Katalysators und Verdampfen des Lösungsmittels isoliert und hierauf mit Ätzbarytlösung (100 g heiss gesättigt) drei Stunden unter Rückfluss gekocht.
Nach Ansäuern mit verdünnter Salzsäure fällt die 3.4. 5-Trimethoxyzimtsäure als Öl aus, das später zu einem Kristallbrei erstarrt ; Ausbeute 8 g.
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gemahlenen Tonscherben niedergeschlagen ist, in einer Wasserstoffatmosphäre bei Zimmertemperatur geschüttelt, bis die zur Bildung der 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäure nötige Wasserstoffmenge aufgenommen ist. Der so erhaltene Körper wird hierauf nach Beispiel 1 in das Säureamid übergeführt und dieses dann dem Hoffmannschen Abbau unterworfen.
Beispiel 3 : 10 g 3. 4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden mit 15 g PCls zur Reaktion gebracht und das hiebei erhaltene Reaktionsprodukt auf Eis geschüttet. Der in einer Ausbeute von 9 g entstandene 3.4. 5-Trimethoxychlorizmtsäureäthylester wird in alkoholischer Lösung unter Zusatz von 5 g Ätznatron in Gegenwart eines Nickelkatalysators (wie in Beispiel 2) mit Wasserstoff reduziert ; Ausbeute an 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäure 6 g. Der so erhaltene Körper wird hierauf nach Beispiel 1 in das Säureamid übergeführt und dieses dann dem Hoffmannschen Abbau unterworfen.
Beispiel 4 : 10 g 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden in 100 g feuchtem
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durch zeitweisen Zusatz von verdünnter Essigsäure neutralisiert werden. Nach erfolgter Reduktion wird die ätherische Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und verdampft ; der rohe 3.4. 5-Trimethoxy- phenylmilchsäureäthylester wird hiebei in einer Ausbeute von 7 g erhalten. Der erhaltene Ester wird sodann nach Beispiel 2 weiterverarbeitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von o : -[3. 4. 5-Trimethoxyphenyl]-ss-aminoäthan aus Gallussäure, dadurch gekennzeichnet, dass man den aus Gallussäure in bekannter Weise gewonnenen 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester durch Wasserstoffanlagerung bei Gegenwart von Katalysatoren, z. B. Palladium, Platin, Nickel, zweckmässig unter Überdruck, in den 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthyl- ester, diesen durch Umsetzung mit Ammoniak in das Säureamid und letzteres durch Einwirkung von Aklalihypohalogeniten in das 3.4. 5-Trimethoxyphenäthylamin überfÜhrt.