AT125694B - Verfahren zur Darstellung von α-[3.4.5-Trimethoxyphenyl]-β-aminoäthan. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von α-[3.4.5-Trimethoxyphenyl]-β-aminoäthan.

Info

Publication number
AT125694B
AT125694B AT125694DA AT125694B AT 125694 B AT125694 B AT 125694B AT 125694D A AT125694D A AT 125694DA AT 125694 B AT125694 B AT 125694B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
acid
ethyl ester
acid ethyl
trimethoxybenzoyl
acetic acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Frisch
Edmund Dr Waldmann
Original Assignee
Hans Dr Frisch
Edmund Dr Waldmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hans Dr Frisch, Edmund Dr Waldmann filed Critical Hans Dr Frisch
Application granted granted Critical
Publication of AT125694B publication Critical patent/AT125694B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   &alpha;-[3.   4. 5-Trimethoxyphenyl]-ss-aminoäthan. 
 EMI1.1 
 Eigenschaften die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. 



    E. Späth (M. 40 [1919] 129 ff. ) hat seine Konstitution aufgeklärt und das Alkaloid auf folgendem,   kurz angedeutetem Weg aufgebaut : 
 EMI1.2 
 
Dieser zum   Mezcalin   führende Weg   ist ziemlich umständlich, einzelne   Reaktionen, z. B. die Reduktion zum Aldehyd, sind in grösserem Massstab schwierig   durchzuführen,   ausserdem ist die Ausbeute a. n Mezcalin eine bescheidene. 



   Es wurde nun gefunden, dass man von Gallussäure ausgehend, auf verhältnismässig einfache Weise glatt und in guter Ausbeute folgendermassen zum Ziel gelangt :
Gallussäure wird in bekannter Art über 3. 4.   5-Trimethoxybenzoesäure   in 3. 4.   5-Trimethoxy-     benzoyiessigsäureäthylester übergeführt   (W. H. Perkin jun., Weizman. Soe. 89 [1906J 1655 ff.). 
 EMI1.3 
 Aus diesem Ester wird durch Reduktion der 3. 4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthylester 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 oder erhöhter Temperatur und in Abwesenheit oder Gegenwart von Lösungsmitteln, wie z. B. Eisessig. einwirken lässt. 



   Man kann die Reduktion aber auch mit Hilfe von   Metallen, zweckmässig Alkali-oder Erdalkali-   metallen, Zink, Aluminium oder deren Amalgamen, in wässeriger   ätherischer   bzw. alkoholischer Lösung oder Suspension saurer, neutraler oder alkalischer Reaktion ausführen. 



   Ausserdem ist noch halogenisierende Reduktion des Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters mit Hilfe von PCl5 oder   PBr5 möglich,   wobei der 3. 4. 5-Trimethoxychlorzimtsäureäthylester 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 hydrozimtsäure umgewandelt wird. 



   Die katalytische Hydrierung des 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters verläuft in zwei Stufen, wobei die erste bis zum Alkohol 
 EMI2.4 
 in glatter. rascher Reaktion, die zweite zum entsprechenden Hydrozimtsäureester jedoch nur äusserst langsam vor sieh geht. Es ist in diesem Fall zweckmässig, diese zweite Stufe zur Verkürzung der Reaktionszeit unter energischeren Bedingungen (höhere Temperatur, höherer Wasserstoffdruck, Vergrösserung der Menge des Katalysators) auszuführen. 



   Anstatt die Hydrierung in einem Zuge bis zum entsprechenden Hydrozimtsäureester   durchzu-   führen, kann man vorteilhaft am Ende der ersten Hydrierungsstufe unterbrechen und den gebildeten 3.4. 5-Trimethoxyphenylmilchsäureäthylester durch Erhitzen mit verdünnten   mineralsäuren   oder mässig konzentrierten Lösungen von Alkali-oder Erdalkalihydroxyden unter Abspaltung von Wasser und gleichzeitiger Verseifung des Esters in die 3.4. 5-Trimethoxyzimtsäure   überführen.   



   Die Hydrierung dieser Verbindung vollzieht sieh im Gegensatz zur oben beschriebenen zweiten Stufe in glatter und rascher Reaktion. 



   Die nach einer der vorhin beschriebenen Methoden dargestellten Reduktionsprodukte des 3. 4. 5-Trimetoxybenzoylessigesters sind in der Literatur bisher nicht beschrieben. 



   Die 3.4.   5-Trimethoxyhydrozimtsäure   oder ihre Ester werden in das entsprechende   Säureamid     übergeführt ;   aus welchem mittels des Hoffmannschen Abbaus-Umwandlung der   Säureamids : ruppe   
 EMI2.5 
 



   Beispiel 1 : 10 g 3. 4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden in   20 y Eisessig gelöst   und in einer Schüttelente nach Zusatz von 2 g   BaS04   auf dem 0,1 g Pd niedergeschlagen ist. in einer Wasserstoffatmosphäre von   #     Atm. Überdruck   so lange geschüttelt, bis die zur Bildung des 3,4,5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthylesters nötige Wasserstoffmenge aufgenommen worden ist. 



   Diese Reaktion   kann zweckmässig auch   bei erhöhter Temperatur, z. B.   100  C. und höherem   Wasserstoffdruck, z. B. 20 Atm. Überdruck, in einem Hydrierautoklaven durchgeführt werden. Besonders in diesem Fall geht die vollständige Hydrierung zum Hydrozimtsäurederivat bei genügend langer Einwirkungsdauer glatt vor sich. 



   Die Hydrozimtsäureesterlösung wird vom Katalysator abfiltriert, das Lösungsmittel verdampft, worauf der rohe Ester in einer Ausbeute von ungefähr   8,   5 g zurückbleibt. 



   Der Ester wird mit etwa 50 g   10% iger alkoholischer Ammoniaklösung übergossen   und in einem Kolben einige Tage sich selbst überlassen. Nach Abdampfen des Alkohols verbleibt das gebildete rohe Säureamid in einer Ausbeute von 8 g. 



   Das Säureamid wird ohne besondere Reinigung, vorteilhaft in methylalkoholischer Lösung, mit 2,5 g Natriumhypochlorit- oder 3,8   y-bromitlösung erwärmt.   Die Umlagerung zum   Mezealin   bzw. seinem Harnstoffderivat geht in kurzer Zeit glatt vor sich. Sodann wird durch Destillation der alkalisch   gemachten   Lösung mit überhitztem Wasserdampf das freie 3.4. 5-Trimethoxyphenäthylamin als Öl erhalten. 



   Beispiel   2 : 10 g 3.   4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden nach Beispiel 1 so lange in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt, bis die zur Bildung des 3.4. 5-Trimethoxyphenylmilchsäure- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 äthylesters nötige Wasserstoffmenge aufgenommen ist. Das Reduktionsprodukt wird nach Abfiltrieren des Katalysators und Verdampfen des Lösungsmittels isoliert und hierauf mit Ätzbarytlösung (100 g heiss gesättigt) drei Stunden unter   Rückfluss   gekocht.

   Nach Ansäuern mit verdünnter Salzsäure fällt die 3.4. 5-Trimethoxyzimtsäure als Öl aus, das später zu einem Kristallbrei erstarrt ; Ausbeute 8 g. 
 EMI3.1 
 gemahlenen Tonscherben niedergeschlagen ist, in einer Wasserstoffatmosphäre bei Zimmertemperatur geschüttelt, bis die zur Bildung der 3.4.   5-Trimethoxyhydrozimtsäure   nötige Wasserstoffmenge aufgenommen ist. Der so erhaltene Körper wird hierauf nach Beispiel 1 in das Säureamid übergeführt und dieses dann dem Hoffmannschen Abbau unterworfen. 



   Beispiel 3 : 10 g 3. 4.   5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden   mit   15 g PCls   zur Reaktion gebracht und das hiebei erhaltene Reaktionsprodukt auf Eis geschüttet. Der in einer Ausbeute von 9 g entstandene 3.4. 5-Trimethoxychlorizmtsäureäthylester wird in alkoholischer Lösung unter Zusatz von 5 g Ätznatron in Gegenwart eines Nickelkatalysators (wie in Beispiel 2) mit Wasserstoff reduziert ; Ausbeute an 3.4.   5-Trimethoxyhydrozimtsäure   6 g. Der so erhaltene Körper wird hierauf nach Beispiel 1 in das Säureamid übergeführt und dieses dann dem Hoffmannschen Abbau unterworfen. 



   Beispiel 4 : 10 g 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester werden in   100 g feuchtem   
 EMI3.2 
 durch zeitweisen Zusatz von verdünnter Essigsäure neutralisiert werden. Nach erfolgter Reduktion wird die ätherische Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und verdampft ; der rohe 3.4. 5-Trimethoxy-   phenylmilchsäureäthylester   wird hiebei in einer Ausbeute von 7 g erhalten. Der erhaltene Ester wird sodann nach Beispiel 2 weiterverarbeitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung   von o : -[3.   4.   5-Trimethoxyphenyl]-ss-aminoäthan   aus Gallussäure, dadurch gekennzeichnet, dass man den aus Gallussäure in bekannter Weise gewonnenen 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylester durch Wasserstoffanlagerung bei Gegenwart von Katalysatoren, z. B. Palladium, Platin, Nickel, zweckmässig unter Überdruck, in den 3.4.   5-Trimethoxyhydrozimtsäureäthyl-   ester, diesen durch Umsetzung mit Ammoniak in das Säureamid und letzteres durch Einwirkung von Aklalihypohalogeniten in das 3.4.   5-Trimethoxyphenäthylamin überfÜhrt.  

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung des 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters nur bis zur Aufnahme der zur Bildung des 3.4. 5-Trimethoxyphenyhnilchsäureäthylesters erforderlichen Wasserstoffmenge führt, sodann letzteren mit Hilfe wasserabspaltender Mittel (z. B. Erhitzen mit verdünnten Säuren oder mässig konzentrierten Laugen) in die 3.4. 5-Trimethoxyzimtsäure Überführt, aus dieser durchWasserstoffanlagerung die 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäure und durch Einwirkung von Ammoniak auf letztere das Säureamid darstellt, das dann nach Anspruch 1 weiterverarbeitet wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion des 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters zum 3.4. 5-Trimethoxyphenylmilchsäureäthylester mit Hilfe von Metallen, zweckmässig Alkali-oder Erdalkalimetallen, Zink, Aluminium oder deren Amalgamen, in wässeriger, ätherischer oder alkoholischer Suspension bzw. Lösung saurer, neutraler oder alkalischer Reaktion durchführt.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion des 3.4. 5-Trimethoxybenzoylessigsäureäthylesters mittels Phosphorpentachlorid bzw.-bromid ausführt und den hiebei erhaltenen 3.4. 5-Trimethxoyhalogenzimtsäurethylester durch Wasserstoffanlagerung gemäss Anspruch l oder 3, zweckmässig bei Gegenwart Halogenwasserstoff bindender Mittel, z. B. Natronlauge, in die 3.4. 5-Trimethoxyhydrozimtsäure überführt, letztere durch Einwirkung von Ammoniak in das Säureamid umwandelt, das dann nach Anspruch 1 weiterverarbeitet wird.
AT125694D 1929-07-12 1929-07-12 Verfahren zur Darstellung von α-[3.4.5-Trimethoxyphenyl]-β-aminoäthan. AT125694B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT125694T 1929-07-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT125694B true AT125694B (de) 1931-11-25

Family

ID=3634447

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT125694D AT125694B (de) 1929-07-12 1929-07-12 Verfahren zur Darstellung von α-[3.4.5-Trimethoxyphenyl]-β-aminoäthan.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT125694B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT125694B (de) Verfahren zur Darstellung von α-[3.4.5-Trimethoxyphenyl]-β-aminoäthan.
DE545853C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‡-(3,4,5-Trimethoxyphenyl-)ª‰-aminoaethan
DE716668C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten substituierter Aminobenzoesaeuren
CH649294A5 (de) Verfahren zur herstellung von tetronsaeure.
AT247302B (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxycitronellal
CH250806A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxyhydrophenanthren-Derivates.
DE877762C (de) Verfahren zur Herstellung hoeherer Tetrahydrofurfurylalkylcarbonsaeuren
DE463139C (de) Verfahren zur Darstellung von Glykolsaeureestern
AT130252B (de) Verfahren zur Herstellung höherer aliphatischer Alkohole.
DE912212C (de) Verfahren zur Herstellung von stabilen Dehydroabietinsaeureestern
AT128071B (de) Verfahren zur Darstellung von Calciumglycerophosphat.
AT157241B (de) Verfahren zur Darstellung von Androstandiol-(3.17) oder dessen Stereoisomeren.
DE934103C (de) Verfahren zur Herstellung von cyclooctylierten Alkylessigsaeuren mit stark gallentreibender Wirkung
DE627249C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Xylose
AT215420B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-3-pyrrolidyl-methylalkohol
DE617542C (de) Verfahren zur Herstellung hoeherer aliphatischer Alkohole
DE955232C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Alkoholen
CH159297A (de) Verfahren zur Herstellung von stearinalkohol.
DE969341C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeuredimethylester
DE575364C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen organischen Salzen, insbesondere Seifen
DE898738C (de) Verfahren zur Herstellung von teilweise veraetherten Diolen
DE892447C (de) Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylaethanverbindungen
DE1046016B (de) Verfahren zur Herstellung von 6,8-Dihydroxy-n-octansaeure-1
CH155445A (de) Verfahren zur Herstellung von Laurinalkohol.
DE702829C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridinabkoemmlingen