AT125229B - Verfahren zur Herstellung von Veredlungsprodukten des Holzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Veredlungsprodukten des Holzes.

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  Verfahren zur Herstellung von Veredlungsprodukten des Holzes. 



    Lässt man Alkylenoxyde (Äthylenoxyd, Propylenoxyd oder Homologe) auf Holz einwirken, so werden diese chemisch gebunden, wobei das Fasergefüge erhalten bleibt, die Fasern aber der Breite nach verdickt und erweitert werden. Ohne Katalysator erfolgt dieser Vorgang erst bei erhöhter Temperatur und bei längerer Einwirkungsdauer, in Anwesenheit von Katalysatoren unter Umständen schon bei gewöhnlicher Temperatur, rasch jedoch bei erhöhter Temperatur. 



  Verwendet man Holzmehl, so erhält man Produkte, die sich zunächst von dem Ausgangsmaterial äusserlich nicht unterscheiden ; eine Löslichkeit in irgendwelchen Lösungsmitteln wird durch die Reaktion nicht erzielt. Dagegen sind die Produkte in Wasser, Alkohol, Basen, Acetaten, Gelatinierungs-und Weichhaltungsmitteln aller Art quellbar und können in gequollenem Zustande, insbesondere in der Wärme, durch Pressen gut geformt und in dichte Kunstholzmassen umgewandelt werden. 



  Verwendet man nicht zerkleinertes Holz (Holz in Stücken), so erhält man durch Tränkung mit Alkylenoxyden und Erhitzung im geschlossenen Gefäss oder durch Tränken mit einem flüssigen Katalysator oder der Lösung eines solchen und darauffolgender Einwirkung von Alkylenoxyden ein in seinem Gefüge wesentlich verbessertes, dichtes, porenfreies, festeres und zäheres Holz. Aber auch durch blosse Oberflächenreaktion mit Alkylenoxyden, insbesondere nach Bestreichen der Holzoberfläche mit einem Katalysator oder der Lösung eines solchen, kann eine Oberflächenveredlung des Holzes, ein Porenverschluss und eine wesentlich erhöhte Beständigkeit erzielt werden. 



  Als Katalysatoren kann man tertiäre Basen, wie Dimethylanilin, Pyridin, Trimethylamin. 



  Triäthylamin, Triäthanolamin. ferner Ammoniak und dessen einfache Substitutionsprodukte, schwache Säuren. wie alle organischen Säuren, Sulfonsäuren oder deren saure Salze, geringe Mengen Mineralsäuren oder Metallsalze starker Säuren benutzen, u. zw. entweder in wässeriger Lösung oder, soweit die angeführten Stoffe wasserunlöslich sind, in wasserfreiem Zustande. 



  Das mit dem Katalysator getränkte oder oberflächlich imprägnierte Holz wird in einem geschlossenen Gefäss, beispielsweise mit Äthylenoxyd oder Propylenoxyd, zur Reaktion gebracht. 



  Die hiebei anzuwendenden Temperaturen schwanken je nach der Holzart, dem angestrebten Zweck und dem Katalysator zwischen 20 und 180  C. Der Katalysator kann, falls sein Verbleiben im Holz schädlich oder seine Wiedergewinnung erwünscht ist und sofern er aus flüchtigen Stoffen besteht (tertiäre Basen), durch Erhitzen im Dampfstrom abgetrieben werden ; wasserlösliche Katalysatoren lassen sich durch Auslaugen wiedergewinnen. 



  Derart hergestellte Kondensationsprodukte des Holzes mit Alkylenoxyden lassen sich weiters z. B. nach dem in der Patentschrift Nr. 122499 beschriebenen Verfahren zur Acylierung von Holz veredeln, wodurch auch eine etwa störende Wasserquellbarkeit der fertigen Produkte verschwindet. 



  Beispiel : 150 Teile Fichtenholzmehl. 450 Teile Propylenoxyd und 100 Teile Dimethylanilin werden durch 40 Stunden im geschlossenen Gefäss auf 130  C erhitzt ; dann wird das überschüssige Propylenoxyd abgeblasen, das Dimethylanilin durch Auswaschen mit Alkohol entfernt oder mit Wasserdarnpf abgetrieben und das Holzmehl, dessen Struktur unverändert geblieben und dessen Farbe lichter geworden ist. bei möglichst niedriger Temperatur (unter 100 C) getrocknet. Das erhaltene Produkt quillt in Alkohol, Benzylalkohol. Aceton, Chloroform und   

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 allen höhermolekularen   Losungs-und Weichhaltungsmitteln,   ohne in Lösung zu gehen, und lässt sich besonders in schwach gequollenem Zustande in der Hitze   zn     festen, hornartigen   Kunstmassen pressen.

   Wird als Quellungsmittel ein typisches Weichhaltungsmittel verwendet (Phthalsäureester, substituierter Harnstoff, Trikresylphosphat). so erhält man sehr   elastische.     hörn-bis lederartige Produkte.   



   Die Menge des Dimethylanilins. die   Erhitzungsiemperatur   und die Erhitzungsdauer können in weiten Grenzen variiert werden ; ebenso können an Stelle des Dimethylanilin-   die fill-   genannten Produkte als Katalysatoren verwendet werden. 



   Benutzt man statt Propylenoxyd Äthylenoxyd, so geht die Reaktion schon bei viel niedrigerer Temperatur vor sich und es genügen sehr seringe Katalysatormengen zur Gewinnung eines analogen Produktes. Die mit Äthylenoxyd   hergestellten Produkte sind noch leichter   formbar und stärker quellbar als die mit Propylenoxyd hergestellten. 



   Man kann aber auch statt Äthylenoxyd oder Propylenoxyd   Mischungen   von homologen Alkylenoxyden verwenden, so wie man sie aus rohen Olefinen über die Chlorhydrine erhalt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Veredlungsprodukten des Holzes, dadurch gekennzeichnet. dass man Alkylenoxyde auf Holz in Gegenwart oder Abwesenheit von Katalysatoren ein-   wirken lässt.   
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. man zwecks Gewinnung von zu formbaren Massen verarbeitbaren Produkten Holzmehl als Ausgangsprodukt verwendet.
    3. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass man die nach Anspruch 1 erhältlichen Produkte in an sich bekannter Weise acyliert. um sie gegen Feuchtigkeit unempfindlich zu machen.
AT125229D 1929-07-09 1929-07-09 Verfahren zur Herstellung von Veredlungsprodukten des Holzes. AT125229B (de)

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