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Teigteil-und Schleifmaschine.
Die Erfindung betrifft eine ganz automatisch arbeitende Maschine, welche die Weiterverarbeitung, wie Teilen und Formen aller Art vorgekneteten Teiges, ohne den Teig nur im geringsten zu verletzen, bewerkstelligt. Der Einzug des Teiges in den Teilapparat erfolgt mittels Saugwirkung, die, durch die Klebkraft des Teiges unterstützt, erzeugt wird. Es entfällt dadurch jede schädliche Beeinflussung des an sich empfindlichen Teiges durch gewaltsame Pressungen mittels Kolben in geschlossenen Zylindern, Pressschneeken u. dgl.
Um eine gleich dichte Struktur und somit ein gleiches Gewicht, bei einem bestimmten Volumen, unmittelbar vor dem Abschnitt zu erhalten, wird die Klebkraft des Teiges an den Wänden des Teilraumes herangezogen. Ausserdem kann die Gewiehtsregulierung und die Einstellung der gewünschten Teigstück- grössen während der Teilarbeit von Hand aus erfolgen.
Die Schleifvorrichtung, eine kreisende Rinne über einem darunter bewegten Gurtband, ist (vgl. die deutsche Patentschrift Nr. 448049) an sich bekannt. Neu hingegen ist die kombinierte Anordnung von an sich bekannten Wirkbuckeln, Wirkstäben oder Wirkrillen sowohl am Wirkband als auch an den Innenflächen der Wirkrinne, infolge det runde Formstücke ohne Schluss oder Narbe erzeugt werden können.
In den Zeichnungen ist eine schematische Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Vorderansicht der Maschine mit der Schleifvorrichtung. Fig. 2 die Draufsicht ohne Schleifvorrichtung. Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie a-b der Fig. 2 dar. Fig. 4 stellt einen Schnitt, Grundriss nach der Linie c-d der Fig. 3 dar. Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf den Schieber, gesehen aus der Richtung e, der Fig. 4. Fig. 6 und 7 zeigen die schematische Darstellung der Schieberbewegungen des Teilapparates. Fig. 8 und 9 zeigen die mittlere Kurvenscheibe in Vorder-und Seitenansicht. Fig. 10 stellt eine vergrösserte Einzelheit der mittleren Kurvenselleibe dar. Fig. 11 und 12 zeigen die An-und Draufsicht auf die Schleifvorriehtung. Fig. 13 und 14 zeigen den Schleifkanal im Längs-und im Querschnitt. Fig. 15 und 16 zeigen die Belagbrettehen in Ansicht und Schnitt.
Auf dem Ständer 1 steht der Teilapparat 10 (Fig. 1, 2). Um die Bewegungen der Schieber des Teilapparates in bestimmten Intervallen zu bewerkstelligen, ist zweckmässig eine Welle 5 angeordnet, die auf einer Seite im festen Lager 4 drehbar und auf der gegenüberliegenden Seite im Querlage des Schneckengetriebes, 3 ruht, welches zugleich als Antrieb dient. Mit der Welle 5 sind die Kurvenscheiben 6 und 7 fest verbunden. Ein Teil der mittleren zweiteiligen Kurvenscheibe 8 (Fig. 8-10) ist in der Längsrichtung der Welle 5 mittels Laufkeil und Stellvorrichtung verschiebbar. Der Zweck dieser Getriebeanordnung wird weiter unten erläutert. Der Deutlichkeit halber sind die Kurvenseheiben in Fig. 1 und der Trichter in Fig. 2 weggelassen. Der Teigteilapparat ist in dem Ständer 10 untergebracht, der oben als Trichter zur Teigaufnahme ausgebildet ist.
In dem Ständer 10 (Fig. 3) gleitet das zweiteilige Teilrohr 11 und 12, welches aussen runden und innen zweckmässig vierkantigen Querschnitt besitzt, wobei der Teil 12 auch als Deckel für die Rinne 11 bezeichnet werden kann. Der Deckel 12 ist am Ständer 10 befestigt, während der Rinnenteil 11 des Teilrohres beweglich angeordnet ist. Der Deckel 12 und die Rinne 11 sind an der Berührungsfläche selbstdichtend zusammengeschliffen. Beide Teile, sowohl Rinne 11 als auch deren Deckel 12, sind im Ständer 10 mittels einer normalen Stopfbüchse 50 abgedichtet. Die Rinne 11 weist am unteren Ende eine Führung für den Querschieben 13 auf. Dieser überdeckt die Vierkantöffnung der Rinne 11 und gleitet selbstdichtend auf der Stirnfläche derselben.
Auch die Stirnseite des Schiebers 13 schliesst an den Deckel 12 dichtend an.
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Die Rinne 11 mit dem Querschieber 13 kann mittels des Zahnsegment 16. welches in die Zähne der Rinne 11 eingreift, auf und ab bewegt werden. Das Zahnsegment 16 ist um einen Bolzen eines beson- deren Ständers 20 drehbar. Ein Armansatz des Segmentes 16 trägt eine Laufrolle 17 aus Stahl. die in eine Xut der zweiteiligen Eurvenscheibe S eingreift und bei Drehung derselben das Segment 16 verstellt.
Um den Ausschlag der Rinne 11 und damit die Länge des teigteilstückes beliebig zu gestatten, kann der
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Durch Verschiebung des linken Teiles wird die Nut entsprechend der Hubverstellung breiter werden als die eingreifende Rolle 17. Dies ist in Fig. 10 dargestellt. Es wird durch diese Anordnung vorgesorgt. dass die Hubverstellung der Rinne 11 während des Betriebes durch die Spindel 19 von Hand aus gefühls- mässig nachgestellt werden kann, wenn sieh während der Teilarbeit bei abnormen Teigaiten Gewichtsdifferenzen ergeben sollten. An diese Spindel 19 kann auch ein auf Zeit einstellbarer Mechanismus wirdken, um auch die geringsten Gewichtsdifferenzen automatisch während einer bestimmten Zeitspanne anzugleichen.
Der feste Ständer 20 trägt auch einen Doppelhebel 19 a, der an einem Ende eine Rolle aufweist, die in die Kurvenscheibe 7 eingreift, Das andere Ende des Hebels 19 a greift in einen Schlitz des
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Ständer 10 ist ober dem Schieber 13 in einem Abstand, der mindest der doppelten Länge der grössten Hubverstellung der Rinne 11 gleich ist, ein zweiter Querschieber j ! J gelagert, der vorne flach und hinten als Welle ausgebildet ist, die in einer normalen Stopfbüchse gleitet. Die Bewegung erhält der Schieber 15
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aus. Der Hebel M trägt an seinem Ende eine Stahlrolle, die in die Xut der Km venscheibe 6 eingreift.
Es ist selbstverständlich, dass die beschriebene Anordnung bei Umformung auch liegend. in Kreisform oder sonst ähnlicher Ausführung getroffen werden kann.
Wie die beiden Schieber 13 und 15 und die Rinne 11 des Teilrohres in der Reihenfolge bewegt werden, ist aus den schematischen Darstellungen der Fig. 6 und 7 ersichtlich. Die Pfeile geben die Bewe- gungsriehtungen und die römischen Ziffern die Reihenfolge an. Es sind insgesamt sechs Perioden nötig. die durch die drei Kurvenscheiben 6,7 und 8 vermittelt werden. Der Teig wird nun wie nachfolgend beschrieben geteilt.
Reihenfolge I : Der Schieber 13 öffnet sich. Die Rinne 11 ist in der tiefsten Stellung. auch der
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Masse, die zur Verarbeitung gelangt, gefüllt. Der Teig wird nun, nachdem beide Schieber offen sind, durch den Druck der darüberliegenden Massen in die oben offene Rinne 11 dringen und diese vollfüllen.
Reihenfolge II : Der Schieber 15 schliesst sich und trennt das darunter befindliche Teigstück ab.
Reihenfolge III : Die Rinne 11 mit offenem Schieber13 geht nach aufwärts. Das Teigstück hunter dem Schieber 15 klebt an den Wänden der Rinne 11, wird jedoch von dem geschlossenen Schieber 7J zurückgehalten, wodurch die Teilchen untereinander verschoben werden, und so können die < ; ase. die sich beim Gären im Trichter während des Arbeisvorganges gebildet habe. durch diese Ver schiebung nach unten frei entweichen. Der Teig wird also in den Raum zwischen den zwei Schiebern J und J. J auf eine bestimmte Dichte gebracht. Ein Vakuum wird nur oberhalb des Schiebers JJ gebildet.
Dieses und der Druck der darüberliegenden Masse im Trichter bewirken nun beim Ochgehen die neuerliche Füllung des Raumes oberhalb des Schiebers ?. ?. Das unterhalb des Schiebers 15 befindliche Teigstück, welches an den Schieber 15 angepresst ist, trägt zur absoluten Dichtung sowohl des Schiebers Ja als auch der Berührungsflächen der Rinne 11 und des Deckels 12 bei. Das Teigstück wird an der untersten
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Reihenfolge IV : Der Schieber 15 öffnet sich.
Reihenfolge V : Der Schieber 13 schliesst sich und trennt das aus der Rinne I ? herausragende Teigstüek. welches eine bestimmte Struktur aufweist, ab.
Reihenfolge VI : Die Rinne 11 geht nun mit dem geschlossenen Schieber 13 henmter. Bei dieser Bewegung der Rinne 11 wird eine Saugwirkung entstehen, die durch die Elebkraft des Teiges unterstiitzt wird. Theoretisch wäre nur mehr die Reibung des Teiges an der vierten Wand am Deckel 12 zu überwinden. Praktisch findet dies nicht statt, weil der Teig überkollernd den Raum ausfüllt. Auch kann diese Reibung an der vierten Wand des Deckels 12 durch Einpressen von Backfett an geeigneter Stelle ganz ausgeschaltet werden. Das unter dem Schieber 13 befindliche Teigstück, welches von diesem abgeschnitten wird, übt dieselbe Dichtwirkung und Unterstützung der Saugwirkung auf diesen aus. wie dies bei dem Schieber M besehrieben wurde.
Bei der darauf wieder folgenden 1. Reihenfolge geht der Schieber 7. 3 zurück, wodurch das abgetrennte Teigstüek nach unten abfällt.
Es treten folgende günstige Wirkungen durch die Erfindung auf : Die Saugwirkung wird durch die Klebkraft des Teiges an den drei Wänden der Rinne 11 unterstützt. Der Raum. der zwisehen den
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band 24 läuft. Dieses ist an der oberen Seite durch je zwei Schienen 36 unterstützt, damit es sich nicht durchbiegen kann. Auf der Gurte sind Brettchen 25 (nach Fig. 15 und 16) befestigt, die gerade oder etwas schräg gestellte Rillen aufweisen. Einige Zentimeter ober diesen Brettchen 25 ist eine U-förmige Wirkrinne 29 in Kugelgelenken 27 und 28, die am Gestell 26 befestigt sind, aufgehängt. Die Rinne 29 ist sonst von gleichen Querschnitt und nur auf der Einlaufseite erweitert, um die auf der Gurte befindlichen Teigstüeke, die gegen diese bewegt werden. leichter aufzunehmen.
An den inneren Seitenwänden der Rinne 29 sind entgegengesetzt schräg verlaufende Rillen angeordnet, die den Zweck haben, den Teig während der Bearbeitung gegen das Gmtband zu drücken. Auf der Deckwand der Rinne 29 sind zwei Lagerstellen 80 und 31 angeordnet. Am Gestelle 26 sind, in festen Lagerstellen auf Bolzen drehbar, je zwei Kettenräder 82 und 3-3 samt Antriebsscheibe vorgesehen. Diese Kettenräder tragen an der unteren Seite je zwei exzentrisch angeordnete Bolzen 34 und 35, die in die Lagerstellen 30 und 31 drehbar eingreifen. Die Kettenräder sich durch eine Kette verbunden, wodurch die exzentrischen Zapfen gleichmässig kreisen müssen. Bei Drehung nimmt die Rinne 29 eine kreisende Bewegung an.
Das Gurtband 24, auf welches die Teigstüeke fallen, bewegt sieh mit denselben und führt die Teigstücke in die erweiterte Rinnenöffnung ein. Der kreisende Kanal erfasst die Teigstücke und unterwirft diese einem Wirkprozess,
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jedoch in dieser Anordnung kombiniert neu sind.
PATEXT-ANSPRtCHE :
1. Te4igteil- und Schleifmaschine, dadruch gekennzeichnet, dass dieselbe ein Teilrohr (11) aufweist, in das der Teig durch Saugwirkung eingezogen wird. welche durch axiale Verschiebung eines Rohrteiles (11) gegenüber einer feststehenden Rohrquerwand (12) und durch die Klebkraft des Teiges erzeugt wird.