AT124834B - Verfahren zum Walzen von Glasplatten. - Google Patents

Verfahren zum Walzen von Glasplatten.

Info

Publication number
AT124834B
AT124834B AT124834DA AT124834B AT 124834 B AT124834 B AT 124834B AT 124834D A AT124834D A AT 124834DA AT 124834 B AT124834 B AT 124834B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glass
rolling
plates
glass plates
rolling mill
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Yvon Brancart
Original Assignee
Yvon Brancart
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Yvon Brancart filed Critical Yvon Brancart
Application granted granted Critical
Publication of AT124834B publication Critical patent/AT124834B/de

Links

Landscapes

  • Buffer Packaging (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Walzen von Glasplatten. 



   Die Erfindung betrifft die Herstellung von Glasplatten durch Walzen einer plastischen   Glasmasse   Das für diesen Zweck meist verwendete Verfahren, welches darin besteht, dass das Glas unmittelbar bis zu der für die endgültige Platte verlangten Dicke gewalzt wird, lässt sich gut anwenden, wenn die Platte nicht sehr dick ist. Handelt es sich dagegen um die Herstellung von Platten von erheblicher Dicke, so zeigt sich, dass die Oberfläche derselben sehr deutliche Wellungen aufweist. Die Wellungen entstehen durch die verschiedenen Zusammenziehungen der entgegengesetzten Flächen der Platte, deren eine, u. zw. diejenige, welche mit dem Führungstisch des Walzwerks in Berührung kommt. sieh verhältnismässig rasch abkühlt, während die andere, welche der Luft ausgesetzt wird, um so wärmer bleibt, je dicker die Platte ist. 



   Bei dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung wird die Bildung von Wellungen fast vollkommen vermieden, indem man zuerst zwei oder mehrere Glasplatten von einer Dicke getrennt walzt, welche geringer ist als diejenige, welche man schliesslich erhalten will. und diese dann miteinander vereinigt, indem man sie durch Walzen aneinanderschweisst, um die endgültige dicke Platte zu erhalten. Der Temperaturunterschied und daher der Unterschied der Zusammenziehung zwischen beiden Flächen einer so hergestellten Glasplatte wird bedeutend verringert, da die einzelnen Teile, obwohl sie noch warm genug sind ; um sich miteinander zu verschweissen, doch schon merklich abgekühlt sind, wenn man   sle   durch das zweite Walzen aneinander befestigt.

   Tatsächlich treten die Wellungen der Oberfläche einer aus mehreren Schichten zusammengesetzten Platte nicht mehr hervor als diejenigen, welche sich an der Ober-   fläche   einer der dünneren Einzelplatten   herausbilden   würden, wenn diese nach dem   gewöhnlichen   Verfahren   fÜr sich   allein gewalzt würde. Das Schweissen der Einzelplatten kann in der fertiggestellten Glasplatte keine andere Spur hinterlassen als einen kaum sichtbaren, feinen Streifen auf dem Schnitt der Platte an der Stelle der Verbindung, aber auch das Vorhandensein eines solchen Streifens beeinflusst die Durchsichtigkeit des Glases in keiner Weise. 



   Zur Durchführung des Verfahrens kann man ein Walzwerk für doppeltes oder dreifaches Glas verwenden, wie man es beispielsweise zur Herstellung von armiertem Glase verwendet, indem man in der Weise arbeitet, dass die im oberen Teil des Walzwerks getrennt gewalzten Glasplatten später konvergieren und zur fertigen Platte zusammengewalzt werden. Man kann verschiedene Glasposten mit Hilfe verschiedener Glasbehälter   örtlich   getrennt und gleichzeitig in das   Walzwerk eingiessen. Man   kann aber auch den Guss von zwei Platten in einem Arbeitsgang mit Hilfe eines einzigen, nierenförmigen Behälters durchführen, dessen Inhalt in zwei Teile getrennt werden kann. 



   Diese zweite Arbeitsweise ist vorteilhafter. da mit ihrer Hilfe Arbeit erspart werden kann. 



   Die Zeichnung stellt schematisch ein doppeltes Walzwerk dar, welches aus zwei oberen Walzen a von kleinem Durchmesser und zwei unteren Walzen b von grossem Durchmesser zusammengesetzt ist, die so angeordnet sind, dass sie gleichzeitig untereinander und mit den Walzen a. zusammenwirken. Oberhalb dieser Walzen ist ein Eselsrücken c befestigt. Das Walzwerk ist mit einem beweglichen Führungtisch versehen, der dazu bestimmt ist, die dicke Platte e aufzunehmen, welche durch die Vereinigung der beiden dünneren Einzelplatten t entsteht, die zuerst zwischen den Walzen   a   und b getrennt und dann zwischen den dicken Walzen b zusammengewalzt werden.

   Um die beiden Glasplatten t getrennt zu giessen, giesst man das Glas aus zwei gewöhnlichen Glasbehältern g zwischen die Walzen a und b von beiden Seiten des Walzwerkes her, während man sich, wenn man nur eine einzige Giessarbeit für beide Platten ausführen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Erfindung ist auf die Verwendung eines Walzwerks der hier beschriebenen Art nicht beschränkt und ebensowenig auf eine bestimmte Zahl von Teilplatten, sondern die Platten können aus zwei, drei oder vier Schichten bestehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Walzen von Glasplatten zur Verhinderung der bei der Herstellung von dicken Platten sonst auftretenden Oberflächenwellungen und sonstigen Unregelmässigkeiten, gekennzeichnet durch die Anwendung des für die Drahtglasherstellung bekannten Verfahrens der Vereinigung von anfänglich getrennt und später zusammengewalzten Glasplatten für die Herstellung von Platten ohne Armierung.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu walzende Glas mit den Organen des Walzwerkes nur über eine solche Bahn in Berührung gehalten wird, welche für die Durchführung des Walzens unbedingt notwendig ist.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man gleichzeitig zwei Glasplatten mit Hilfe eines einzigen nierenförmigen Giessbehälters giesst, dessen eingebuchteter Teil über einem Esels- rüeken od. dgl. liegt, der oberhalb der oberen Walzen des Walzwerkes angebracht ist, so dass das Glas mit diesen nur im Momente des Walzens in Beiülirung kommt. EMI2.1
AT124834D 1929-11-13 1929-11-13 Verfahren zum Walzen von Glasplatten. AT124834B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT124834T 1929-11-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT124834B true AT124834B (de) 1931-10-10

Family

ID=3634029

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT124834D AT124834B (de) 1929-11-13 1929-11-13 Verfahren zum Walzen von Glasplatten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT124834B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2239966A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ausrichten eines stranggusskoerpers
AT124834B (de) Verfahren zum Walzen von Glasplatten.
DE743902C (de) Kernanordnung von Kleintransformatoren, Drosseln o. dgl.
DE1814950A1 (de) Walzverfahren und -vorrichtung zum Herstellen von H-foermigen Stahlerzeugnissen mit Flanschen verschiedener Dicken und von aehnlich geformten Stahlprodukten
DE550068C (de) Vorrichtung zum absatzweisen Herstellen von Glasplatten
DE531235C (de) Verfahren und Walze zum Herstellen von dicken Glasplatten
DE592954C (de) Verfahren zum Herstellen von gewalzten, auch gemusterten Glasscheiben
DE492635C (de) In Schriftform gehaltener Leuchthohlkoerper
DE472978C (de) Auftragebrett
DE626102C (de) Mit Saugnaepfen besetzte Platte
AT152423B (de) Hilfsgerät zum Justieren von Zündkerzen und diesem Hilfsgerät angepaßte Zündkerze.
DE202871C (de)
DE742894C (de) Walzwerk mit hintereinander angeordneten Walzgeruesten
DE563419C (de) Glaswalzwerk
DE499409C (de) Auf Kugeln gelagerte Schuettelrutsche
AT114934B (de) Verbindung sich kreuzender Stäbe bei Fußkratzen, Laufstegen, Fenstern u. dgl.
DE547563C (de) Verfahren und Kokille zur Verlegung der Schwaechezone aus der Mitte eines Blockes nach einer Seite hin
AT147768B (de) Die Schweißfuge durchsetzendes, den jeweiligen Blechrand entweder nur einseitig oder beiderseits umfassendes Zwischenstück aus Schweißmetall.
AT233361B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines hohlen, kastenartigen, vierseitigen Balkens oder einer solchen Säule
DE529564C (de) Winkelspiegel mit spiegelnden Glasplatten, die an einem Traeger befestigt sind
AT233189B (de) Strangtransportvorrichtung in Mehrfachstranggießanlagen
AT121000B (de) Verfahren und Walze zur Herstellung von dicken Glasplatten.
AT131712B (de) Glaswalzwerk.
DE408627C (de) Fachgestell
DE543282C (de) Verfahren zur Herstellung von Walzgut, dessen saemtliche Querschnittsbegrenzungsflaechen im Walzprozess bearbeitet sind