AT124392B - Verfahren zum Abformen von Körpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen. - Google Patents
Verfahren zum Abformen von Körpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen.Info
- Publication number
- AT124392B AT124392B AT124392DA AT124392B AT 124392 B AT124392 B AT 124392B AT 124392D A AT124392D A AT 124392DA AT 124392 B AT124392 B AT 124392B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- skin
- body parts
- living people
- molding bodies
- particular living
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 238000000465 moulding Methods 0.000 title claims description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 claims description 2
- 244000059549 Borneo rubber Species 0.000 claims 1
- 239000011344 liquid material Substances 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 230000033458 reproduction Effects 0.000 description 4
- 238000007598 dipping method Methods 0.000 description 2
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 2
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 2
- 238000003475 lamination Methods 0.000 description 2
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 2
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 210000004761 scalp Anatomy 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Instructional Devices (AREA)
- Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Abformen von liörpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen. Wie in klassischer Zeit erstehen durch den Volkssport wieder ideal geformte menschliche Körper in grosser Zahl. Diese der Nachwelt durch plastische Abformungen zu erhalten, sie kunstgewerblich und industriell zu verwerten und die Plastik überhaupt weiten Kreisen zugänglich zu machen, ähnlich wie es die Photographie in der Porträtkunst bewirkte, soll diese Erfindung bezwecken. Die naturgrossen Statuen der Bildhauer erfordern viel Zeit und sind sehr kostspielig, die ver- schiedenen Abformungsmethoden sind mangelhaft und lebensgrosse Statuen haben für den Allgemeingebrauch ein viel zu grosses Gewicht. Abformungen vom lebenden Menschen herzustellen aus den schwierigsten Posen, naturähnlich, in kurzer Zeit, billig, unter Umständen ohne nennenswertes Gewicht und verpackt einen minimalen Raum einnehmen, eventuell teilweise beweglich und sehr geeignet als Hilfsmittel für Massenreproduktionen oder für die Wiedergabe in Edelmaterial zu dienen, ist Gegenstand dieser Erfindung. Das Verfahren ist ein Abhautungsverfahren mittels einer Kopierhaut (Dermoplastokopie). Der EMI1.1 Kautschukmischungen, Lacken od. dgl. überzogen, die nach kurzer Zeit erhärten und durch Aufschneiden als Haut vom Körper abgezogen werden, welche sodann in zusammengeklebtem Zustande aufgeblasen und nach Bedarf verkrustet oder mit einer Füllmasse versehen werden kann. Die Hautbildung erfolgt durch eine oder durch mehrere zumeist überaus dünne Schichten aus einem oder aus mehreren verschiedenen Materialien, welche unschädlich, am besten hautwarm, rasch trocknen, elastisch formbewahrend und zumeist luftdicht sind. Um die naturgetreue Abform diverser Aus-und Einbiegungen des Körpers zu fixieren, werden diese Stellen mit einer gut formhaltenden, aber doch elastischen, zumeist ganz dünnen Ein-bzw. Auflage versehen. Oft wird der Verwendungszweck und das Haltbarkeitsbedürfnis eine Kaschierung bedingen in einer oder in mehreren Lagen von gleicher oder von verschiedener Beschaffenheit. Sowohl hautbildende als auch Kasehierungsmaterialien sind bereits bekannt z. B. in kurzer Zeit eine Haut bildende, dünnste Kautschuklösungen, elastische Lacke, Papierseide, Trikotgewebe u. dgl. Die Detailarbeit richtet sich nach dem verwendeten Material und dem Verwendungszweck. Ein beispielsweiser Verfahrensvorgang ist folgender : Schützen des lebenden Modelles gegen Verletzungen und Verklebungen analog den bekannten EMI1.2 des Körpers mit dünnst gewebten Trikotgespinnsten, die sieh an alle Körperteile faltenlos anschmiegen, Durchtränkung dieser Kaschierung mit einer der schon bekannten Mischungen von Kautschuk mit Zu- EMI1.3 und Isolierung zwischen Bodenauflage oder sonstigen Berührungsflächen mit dem Körper, eventuell an den Berührungsstellen einzelner Körperteile. Hat diese Kopierhaut formhaltende Konsistenz erlangt, wird sie mit Anwendung möglichst weniger Auftrennungen abstreifbar gemacht, dann abgehäutet, luftdicht zusammengeklebt und mit Luftventilen zum Aufblasen versehen und bildet luftgefüllt eine naturgetreue Kopie des Modelles. Solehe Abformungen erhält man beispielsweise auch durch vorheriges Tauchen des Kaschierungsgespinnstes und nachherige Bekleiden des Modelles oder durch Verwendung von geeigneten Stoffzu- EMI1.4 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 tungen eingebaut werden, z. B. bei Reklamefiguren, Skelettdrâhte, Beugungsplättchen, Bewegungs- mechanismen, Gebläse zum Aufrichten und Zusammensinken, Gaszellen zum Freisehweben, Durch- leuchtungskörper, Lautsprecher u. dgl. Für Auslagefiguren wird eine Kopfhaut mit Kunstaugen und Naturhaar auf den Körper gesetzt. Für andere Zwecke, z. B. Probierpuppen für die Bekleidungsindustrie wird der Rumpf ohne Kopf oder mit einem stilisierten Kopf verwendet. Ein ganz besonderer Vorteil ist der Umstand, dass man mittels einer einzigen Kopierhaut unzählige- Male billigst und rasch Vervielfältigungen erlangt, indem man eine aufgeblasene Modellhaut einfach in hautbildende Masse taucht, erhärten lässt und das Modell in unaufgeblasenem Zustand aus der Reproduktion herauszieht. Es wird dadurch Sammlern, Museen u. dgl. möglich, sich mit wenig Mitteln plastische Erzeugnisse in grosser Menge aufzustellen, deren Gewicht minimal ist und welche verpackt einen geringen Raum einnehmen. Plastiken für architektonische Zwecke, z. B. Statuen, Grabmonumente, für Reliefs durchschnittene Rundplastiken u. dgl., welche wetterfest sein sollen, erhält man durch eine Verkrustung der Kopierhaut und ganz besonders vorteilhaft mittels der Galvanoplastik. Das minimale Gewicht der Kopierhaut und die Möglichkeit, dieselbe für Reproduktionen vielmals wiederzuverwenden, verbilligt ganz bedeutend die Manipulationen im Galvanobad, so dass lebensgrosse Bronzen, z. B. von nahestehenden Menschen zu Pietätszwecken u. dgl. in Edelmaterial ausgeführt erschwinglich sein werden. Kostbare antike Statuen u. dgl. kann man mit Hilfe der Dermoplastokopie ebenso schadlos reproduzieren wie den empfindlichen lebenden Menschen. Für Verkleinerungen und Vergrösserungen, für welche die bekannten Apparate anwendbar sind, wird dieses Verfahren ein willkommenes Hilfsmittel sein, da die Modellgewinnung leicht, rasch und billig erfolgt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Abformen von Körpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen dadurch gekennzeichnet, dass auf den nackten oder mit einer Umhüllung bekleideten Körper flüssige Materialien, z. B. Kautschukmischungen, Lacke od. dgl aufgetragen werden, die nach kurzer Zeit erhä] ten und dann durch Aufschneiden als Haut vom Körper abgezogen und in zusammengeklebtfm Zustande auf geblasen und eventuell auch verkrustet oder mit einer Füllmasse versehen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT124392T | 1930-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT124392B true AT124392B (de) | 1931-09-10 |
Family
ID=3633840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT124392D AT124392B (de) | 1930-03-01 | 1930-03-01 | Verfahren zum Abformen von Körpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT124392B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945224C (de) * | 1954-02-11 | 1956-07-05 | Pohlmann & Cie Kommanditgesell | Verfahren zur Herstellung einer aus elastischem Werkstoff gebildeten Form zur Nachbildung eines Originals |
-
1930
- 1930-03-01 AT AT124392D patent/AT124392B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945224C (de) * | 1954-02-11 | 1956-07-05 | Pohlmann & Cie Kommanditgesell | Verfahren zur Herstellung einer aus elastischem Werkstoff gebildeten Form zur Nachbildung eines Originals |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT124392B (de) | Verfahren zum Abformen von Körpern bzw. Körperteilen, insbesondere des lebenden Menschen. | |
| Bänsch | Else Lasker-Schüler | |
| DE475405C (de) | Reklamefigur mit pneumatisch mittels aufblaehbarer Gummiblasen, Blasebaelge o. dgl. bewegbaren Koerperteilen | |
| DE227544C (de) | ||
| DE498504C (de) | UEbungsgeraet, bei dem ein elastischer Strang von einem Handgriff ueber eine festgelegte Rolle gefuehrt ist | |
| DE351437C (de) | Legespiel | |
| Rehm | “Polar Juxtaposition”. Worringer, Lipps, and Der Blaue Reiter | |
| DE555127C (de) | Puppe fuer Rettungsschwimmuebungen | |
| AT125424B (de) | Verfahren zur Herstellung von Lagerbetten, Miedern, Hülsen, Schienen u. dgl. Behelfen für chirurgische oder orthopädische Zwecke. | |
| DE822647C (de) | Konstruktionselement fuer Schaufensterfiguren, Puppen, Tiere u. dgl. | |
| Sheikholeslami | DER DEUTSCHE EINFLUSS IM WERKE VON BORIS PASTERNAK.(GERMAN TEXT) | |
| AT116265B (de) | Verfahren zur Herstellung von Bühnendekorationen, Darstellung von Geistern u. dgl. mystischen Gestalten für Bühne und Film. | |
| DE800832C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bewegen der Figuren, insbesondere bei Puppen- und aehnlichen Miniaturtheatern | |
| AT64544B (de) | Druckblatt. | |
| Rohdie | Bodies | |
| DE124446C (de) | ||
| DE553356C (de) | Zu Spielzeugzwecken u. dgl. dienender Hohlkoerper mit Vereinigung zweier Schichten zu einem Verbundkoerper | |
| AT78895B (de) | Verfahren zur Herstellung faltenloser Gesichtsmasken. | |
| DE202022106451U1 (de) | Bestattungsurne für die Bestattung und/oder Aufbewahrung der Asche von Sternenkindern, verstorbenen Kindern oder verstorbenen Erwachsenen | |
| DE721005C (de) | Verfahren zum Aufbringen von Bild- und Schriftzeichen auf Reliefmodelle | |
| AT147794B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern beliebiger Dicke aus Kautschuk, Hartkautschuk od. dgl. | |
| DE922797C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reliefs, insbesondere Landkartenreliefs | |
| DE211952C (de) | ||
| DE906306C (de) | Geraet zur Rettung aus Seenot und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| AT125382B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern aus Mörtel oder Beton. |