<Desc/Clms Page number 1>
Schmiermittel-Reinigungsvorrichtung fiir selbsttätige Lagerschmierbüchsen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schmiermittel-Reinigungsvorrichtung für selbst- tätige Lagerschmierbüchsen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei derartigen Lagersehmierbüchsen, wie z. B. selbsttätige Achslagersehmierbüchsen für Eisenbahnfahrzeuge, nachdem sie in Betrieb gesetzt worden sind, sieh manchmal kleine Metallteilchen von den Innenwänden loslösen, welche bei der Reini- gung des aus der Form kommenden Gussstückes nicht entfernt worden sind. Diese Teilchen werden als- dann vom Schmiermittel mitgenommen, geraten auf die zu schmierenden Teile und die Folge davon ist ein sehr schnelles Heisslaufen des Lagers.
Anderseits gibt die Abnützung der verschiedenen Wellen-und Lagerschalenteile auch zu einer Verunreinigung des Schmiermittels Anlass, was in gewissen Fällen auch zu einem Heisslaufen des Lagers führen kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt es, diese Nachteile zu beheben. Sie besteht aus einem oder mehreren in der Büchse wegnehmbar angebrachten Klärorganen, in denen sieh die im Schmiermittel enthaltenen Unreinigkeiten absetzen. Da die Reinigungsvorrichtung in der Schmierbüchse wegnehmbar angeordnet ist, können die nach einer gewissen Betriebsdauer im Schmiermittel befindlichen Unrein- liehkeiten durch einfaches Wegnehmen der Vorrichtung entfernt werden. Dies ist bei Achslagerbüchsen von Schienenfahrzeugen von besonderem Vorteil.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, angewendet an Achslagerschmierbüchsen von Schienenfahrzeugen.
Fig. l ist ein senkrechter, axialer Schnitt des unteren Teiles einer selbsttätigen Achslagerschmier- büchse, versehen mit einer Klärvorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform. Fig. 2 ist ein Schnitt durch Il-11 der Fig. 1 ; Fig. 3 ist ein Schnitt wie Fig. 1, wobei die Büchse mit einer Reinigungsvorrich- tung gemäss der zweiten Ausführungsform dargestellt ist ; Fig. 4 ist eine teilweise Draufsicht der Aus- führungsform gemäss Fig. 3 ; die Fig. 5 und 6 zeigen andere Ausführungsformen der Vorrichtung ; die Büchse 10 nach Fig. 1 und 2 weist zwei mit einer Öffnung 28 versehene und auf dem Büchsenboden angebrachte senkrechte Rippen 11 auf.
Zwischen diesen Rippen liegt wegnehmbar eine Klärvorriehtung bestehend aus einer einzigen Klärbüchse 27, welche als Blechgefäss mit inneren Fangwänden 23 ausgebildet ist. Diese Büchse besitzt eine Eintritts- und eine Austrittsöffnung, welche je vor eine der Öffnungen 28 zu liegen kommen. Die Fangwände 2. bilden ein Labyrinth, durch welches das vom Lagerzapfen 21 abtropfende Öl bis zum Büchsenteil 19, wo sich die Ölschleuder 20 bewegt, fliesst. Dabei setzen sich praktisch sämtliche im Öl enthaltenen Unreinliehkeiten in der Klärbüehse ab.
Damit alles vom Lagerzapfen 21 abtropfende Öl nach hinten und durch die Klärbüchse 27 hindurchfliessen muss, könnte der obere Teil dieser Büchse als nach hinten herabfallende schiefe Ebene ausgebildet oder es könnte noch ein entsprechendes besonderes Ölsammelorgan vorgesehen werden.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 3 besitzt die hintere Wand der Lagerbüchse eine schiefe Ebene 50, welche den Büchsenboden überragt, so dass das Öl nicht mehr einfach der hinteren Wand entlang abfliesst, sondern über den Teil 50 in die Büchse abtropft. Die Klärvorrichtung besteht hier aus zwei Teilen. Der eine besteht aus der Büchse 27 mit ihren Fangwänden und der andere aus einem Gefäss 51 mit aneinander-
EMI1.1
körper gebildet und sind nach oben offen. Das Gefäss 51 erstreckt sich unter die schiefe Ebene 50 und bis gegen die hintere Wand der Büchse.
Der Deckel 5- ? der Klärvorriehtung bildet eine nach dem hinteren
<Desc/Clms Page number 2>
Teil der Büchse abfallende schiefe Ebene und besitzt einen Handgriff 56, mittels welchem die Vorrich- tung aus der Büchse 10 herausgenommen werden kann.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist folgende : Das über die schiefe Ebene 50 fliessende Öl fällt in das offene Gefäss 51 der Klärvorriehtung und es verbleiben die gröberen Unreinlichkeiten in den Zellen 54. Danach fliesst das Öl zwischen den Fangwänden des Gefässes 27, wo sieh die Reinigung durch Absetzen vollendet. Über die schiefe Ebene 55 fliesst all das vom Achszapfen 2J ! herabtropfende Öl nach dem hinteren Büchsenteil, um nachher durch die Eeinigungsvorriehtung zu fliessen.
Soll nach einiger Ziet der Ölvorrat der Büchsen erneuert werden, so genügt es die Vorrichtung 27, il mittels dem Handgriff 56 aus der Büchse herauszunehmen und durch eine neue ähnliche Vorrichtung zu ersetzen. Es werden auf diese Weise mühelos und ohne Arbeitsaufwand die in der Büchse sieh befindlichen Unreinlichkeiten herausgenommen.
Selbstverständlich kann die in Fig. 3 und 4 abgebildete Vorrichtung auch anders ausgestaltet werden und es könnte auch in einer Büchse nach Fig. 1 und 2 ein Gefäss wie 51 vorgesehen werden. Das Gefäss 51 könnte vom Gefäss 27 unabhängig sein und es könnten auch die die Zellen bildenden Wände 52 weggelassen werden.
EMI2.1
dies dadurch vermeiden, dass der hintere Teil der Vorrichtung, wie in Fig. 5 gezeigt, mit einem hohlen Ansatz 57 versehen wird.
Damit das Öl leichter durch die Vorrichtung hindurchfliessen kann, kann man den Boden der Vorrichtung neigen, wie in Fig. 6 dargestellt. In diesem Fall bilden je zwei benachbarte, vom Boden aufwärts gerichtete Wände 58 eine Setzkammer, während die in diese Kammern eindringenden oberen Wände 59 als Fangwände wirken.
In den soeben beschriebenen Ausführungsformen der Vorrichtung wird selbstverständlich der Öl- durchfluss verlangsamt, was dadurch verbessert werden kann, dass man das Gefäss 51 vergrössert und das die Fangwände enthaltende Gefäss 27 etwas kleiner bemisst.
In gewissen Fällen kann man auch die Vorriehtung derart bemessen, dass sie den ganzen Boden
EMI2.2
so befestigt werden, dass man ihren hinteren Teil unter den Büchsenteil 50 schiebt und ihren vorderen Teil mittels einer zweckdienlichen Vorrichtung befestigt.
Die Anzahl der Zellen, Trenn-oder Fangwände kann selbstverständlich von den beispielsweise angegebenen verschieden sein, je nach dem Zweck, für welchen die Lagerbüchse verwendet wird. Die Vorrichtung kann auch an andern Büchsen als an Achslagerbüchsen von Eisenbahnfahrzeugen angewendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sehmiermittel-Reinigungsvorriehtung für selbsttätige Lagerschmierbüchsen mit einem oder mehreren Klärorganen, in denen sich die im Schmiermittel enthaltenen Unreinlichkeiten absetzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Klärorgane (27, 51) in der Büchse (10) wegnehmbar angebracht sind.