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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Brauchbarmachung von Hornabfllen od. dgl., bei welcher die HornabfÅalle in einem rotierenden Behälter der Einwirkung von Dampf unterworfen werden, welcher mit zerstäubtem Fett vermischt ist, um den Fettgehalt der Ab-
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Die Erfindung besteht darin, dass innerhalb des Behälters und gleichachsig zu ihm eine feststehende Schraubenfläche angeordnet wird, deren Durchmesser und Ganghöhe mit wachsender Entfernung von der Eintrittsstelle des Dampfes im Behälter zunimmt, wobei die Drehung des Behälters im gleichen Sinne stattfindet, in dem die Schraubenfläche ansteigt. Der Behälter wird mittels Hohlzapfen, die die Zu-und Ableitung für den Dampf bilden, gelagert, wobei der Hohlzapfen für den Abdampf mittels eines Ventils verschliessbar ist.
Durch die Vorrichtung nach der Erfindung wird die Masse gleichmässig durchmischt, indem die Schraubenfläche eine ständige Wanderung der Masse in axialer Richtung bewirkt.
Mit dieser Vorrichtung kann ein Apparat zusammengebaut werden, in dem die Vermischung des Dampfes mit dem Fett in bekannter Weise dadurch erzielt wird, dass der aus einer Düse ausströmende Dampf das Fett zerstäubt und mit sich reisst. Der erforderliche Fettbehälter kann als Schmierbüchse für das Lager des rotierenden Behälters, in dem die Behandlung vor sich geht, verwendet werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ansfülhrungsfonn der Erfindung im Schnitt dargestellt.
Der Kugelbehälter 1 teilt das Gehäuse 2 in drei Hohlräume, die durch Löcher 3 miteinander in Verbindung stehen. Das Gehäuse ist mittels zweier seitlicher Hohlzapfen 4. 4'in den Lagern 5, 5'gelagert und wird durch das auf dem Zapfen 4 befestigte Antriebsrad 6 in Drehung versetzt. Eine die ganze Vorrichtung durchsetzende und durch die Hohlzapfen 4, 4
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gezogen ist, trägt im Innern des Kngelbehälters eine Schraubenfläche 16 mit mehreren Gängen, die mit wachsender Entfernung von der Eintrittsstelle des Dampfgemisches breiter wird bzw. ihren Durchmesser vergrössert. Ebenso kann auch die Ganghöhe der Schraubenfläche anwachsen.
Durch Keile 19 wird die Achse 7 gegen Verdrehung gesichert.
Im Lagerkörper 9 befindet sich neben dem Lager der Starrfetthehälter 10, aus dem schräge Bohrungen 12 in die in den Hohlzapfen 4 ragende Düse 20 führen. Eine Bohrung 21 leitet das Fett zwecks Schmierung zum Lager 5. Durch das in den Lagerkörper eingesetzte Dampfrohr 13 strömt Dampf ein, schmelz durch seine Wärme das Starrfett im Behälter 10 und zerstäubt damit das durch die Düse tropfende Fett und reisst es mit sich, so dass ein mit Fett vermischter Dampf entsteht. Durch die Bohrung 22 tritt geschmolzenes Fett auch in den Ringraum 23, der das Dampfrohr umschliesst und verhindert, dass der ausströmende Dampf atmosphärische Luft von aussen ansaugt.
Der Lagerkörper 9', in dem der Hohlzapfen 4'endigt, ist hohl ausgebildet und kann ausser dem Dampfableitungsstutzen 14 noch einen Ölabscheider enthalten, aus dem das aus dem Dampfgemisch rückgewonnene Fett wieder zum Behälter 10 zurückgeleitet wird.
Durch ein Ventil 15 kann dem Dampf der Austritt durch den Hohlzapfen 4'versperrt oder gedrosselt werden.
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Der Kugelbehälter besitzt gemeinsam mit dem Gehäuse einen Deckel J' ?, nach dessen Abheben oder Abschrauben der Kugelbehälter mit den zu behandelnden Horn-oder Knochenabfällen gefüllt wird. Mit der Achse 7 kann ein Abstreifer verbunden werden, der die Innenfläche des Kugelbehälters ständig rein hält.
Der mit Fett vermischte Dampf tritt durch den Zapfen 4 in die an diesen anschliessende Gehäusehälfte und durch die Bohrungen 3 in den Kugelbehälter. Während die Schraubenfläche 16 mit der Achse 7 stillsteht, wird das. Gehäuse und damit der Kugelbehälter mittels des Antriebsrades 6 in solcher Richtung in Drehung versetzt, dass die rotierenden Teilchen der Masse durch ihre Zentrifugalkraft teilweise auf die Schraubenfläche drücken und längs derselben geschoben werden. Da die Schraubenfläche sich kontinuierlich verschmälert, fallen die Teilchen ab in die rotierende Masse und vermischen sich mit ihr, anderseits trifft sie neues Dampffettgemisch.
Es tritt somit neben der rotierenden Bewegung dieser Teilchen noch eine Wanderung in axialer Richtung ein, die eine gleichmässige Behandlung und Vermischung der Masse mit Dampf und Öl herbeiführt. Der entspannte Dampf tritt durch den Hohlzapfen 4'in den hohlen Lagerkörper 9', den er durch den Ableitungsstutzen 14 verlässt. Durch Schliessen des Ventils 15 kann die Wärme des Abdampfes zur Heizung bzw. Temperaturerhöhung des Kugelbehälters verwendet werden.
Um die durch die Löcher 3 ausgeschleuderte Masse aus dem Gehäuse 1 zu entfernen, besitzt letzteres auf der Ausströmseite des Dampfes Ausnehmungen 18, die geöffnet und aus welcher diese Masse herausgenommen werden kann.
Durch das beschriebene Verfahren und die zu seiner Ausführung dienende Vorrichtung wird eine gleichmässige und elastische, gut bearbeitbare Masse erhalten, die in Form von Platten oder andern gepressten Stücken zur Erzeugung von Gebrauchsgegenständen od. dgl. ebenso gut verwendet werden kann-wie natürliches, noch nicht bearbeitetes Knochen-oder Hornmaterial.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Brauchbarmachung von Hornabfällen od. dgl.. bei der die Homabfälle in einem rotierenden Behälter der Einwirkung von mit zerstäubtem Fett gemischtem Dampf
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