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Verfahren und Einrichtung zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an verschiedenen Stellen angeordneter Vorrichtungen.
Es kommt vielfach vor, dass man zwei an verschiedenen Stellen angeordnete Vorrichtungen synchron betreiben muss, was sich auf elektrischem Wege erzielen lässt. Ist der gegenseitige Abstand verhältnismässig gering, so dass sich eine galvanisehe Verbindung verwenden lässt, so macht das Synchronsieren im allgemeinen gar keine Schwierigkeiten. Ist der Abstand jedoch für diese Art der Verbindung zu gross oder ist man aus andern Gründen gezwungen, die Verbindung auf drahtlosem Wege zu ver-
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mit verhältnismässig grosser geforderter Antriebsleistung zu synchronem Gang gezwungen werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung, welche die Möglichkeit geben, mit Hilfe schwacher Synehronisationssehwingungen auch kräftige Vorrichtungen im Takt zu halten.
Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, dass man eine elektrische Schwingung in den Rhythmus des Laufes der einen Vorrichtung erregt und der Stelle zuführt, wo sich die andere Vorrichtung befindet und dort synchronisierend auf eine örtlich erzeugte Relaxationsschwingung wirken lässt, die, gegebenenfalls nach Verstärkung, regelnd auf den Rhythmus dieser andern Vorrichtung zur Wirkung gebracht-wird.
Die Erfindung beruht auf der Entdeckung der Erscheinung, dass sich die sogenannten Relaxations- schwingungen in besonders einfacher Weise in ihrem Rhythmus beeinflussen lassen, so dass energische Relaxationsschwingungen durch verhältnismässig sehwache elektrische Schwingungen (von beliebiger Natur) synchronisiert werden können.
Weitere Kennzeichen der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung, in der die Erfindung an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert ist.
Die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele (Fig. 1 und 2) betreffen eine Empfangsstation für Bildtelegraphie oder für Television, in der eine Nipkowscheibe zum Reintegrieren der Bilder verwendet wird. Diese Scheibe muss synchron mit der entsprechenden nicht dargestellten Desinte- grationsscheibe der Sendestation gedreht werden. Diese Sendestation sendet drahtlos eine, gegebenen-
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bedingt wird. Diese Schwingungen werden in der in Fig. 1 dargestellten Empfangsstation von der Antenne 1 aufgefangen, deren Stromkreis 2 auf diese Schwingungen abgestimmt ist, nötigenfalls in einem Verstärker 3 verstärkt und einem Transformator zugeführt, dessen Sekundärwicklung in einer zum Erzeugen von Relaxationsschwingungen dienenden Schaltungsanordnung liegt.
Die zu diesem Zweck dargestellte Schaltungsanordnung, die an und für sich bekannt ist, enthält eine Entladungsröhre mit selbständiger Entladung 6 (z. B. eine Glimmlichtlampe), eine Batterie 6 in Reihe mit einem Widerstand 7 und in einem zweiten Zweig einen Regelungskondensator 8 sowie einen Widerstand 9.
Diese beiden letzten Teile bedingen durch ihr Produkt die eigene freie Frequenz der Relaxationsschwingungen, aber wenn, wie im dargestellten Fall, gleichzeitig eine periodische elektromotorische Kraft im System wirksam ist, tritt auf je eine Periode oder eine ganze Anzahl von Perioden dieser elektromotorischen Kraft eine einzige
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sind mit Rücksicht auf die Polarität der Batterie 23 und die Quelle der synchronisierenden Signale derart geschaltet, dass in der Sekundärwicklung des zuerst genannten Transformators eine Spannung induziert wird, welche die Batteriespannung unterstützt, während in der Sekundärwicklung des zuletzt genannten
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zierte Spannung die Batteriespannung, und letztere wird von der im Transformator 18 sekundär induzierten Spannung bekämpft.
Die Vorrichtung wird nun mit solcher Geschwindigkeit angetrieben. dass die Kontaktvorrichtung 27 nahezu im Rhythmus der synchronisierenden Signale geschlossen wird.
Wenn die Elemente der beschriebenen Einrichtung richtig bemessen sind, treten beim Empfang von synchronisierenden Signalen über die Linie 25 in dem vom Kondensator 2 : 2 mit parallel geschalteten Widerstand 24 und parallel geschalteter Batterie 23 gebildeten System Relaxationsschwingungen auf,
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durch eine Röhre 33 verstärkt werden kann, so dass jetzt während kurzer Zeit die Wicklung 32 des Bremsmagnetes erregt wird.
Wird anderseits die Kontaktvorrichtung 27 von dem am Umfang der Scheibe befindlichen Kontaktfinger 28 geschlossen, so spielt sich dieselbe Erscheinung mit Bezug auf die Glimmentladungsröhre 17, den Widerstand 21 und die Verstärkerröhre 34 ab, so dass dann die Wicklung 31 erregt wird. die eine derjenigen der Wicklung. 32 entgegengesetzte Wirkung auf den Magnet 30 ausübt.
Läuft die Scheibe 29 z. B. zu schnell, so wird der Kontakt. 2/ vor dem Empfang des synchroni- sierenden Signals geschlossen. Infolge des Durchschlagens der Röhre 17 und der dadurch erfolgende])
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Signal zu früh empfangen, so bewirkt die Wicklung 32 eine augenblickliehe Schwächung der Dauerbremskraft.
Wird das synchronisierende Signal in dem Augenblick empfangen, in dtin die Kontaktvorriehtung 27 geschlossen ist, so wird infolge der einander entgegenwirkenden Primärwicklungen jedes der beiden Transformatoren überhaupt keine Spannung in den Sekundärwicklungen dieser Transformatoren induziert und es kann in keiner der Röhren 16 und 17 ein Durchschlag erfolgen.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Systems beruht auf der bei Systemen mit Relaxationsschwingungen bekannten Eigenschaft, dass sich die zum Beeinflussen eines solchen Systems erforderliche Höhe der Spannung Vs mit der Zeit ändert, wie dies Fig. 3 zeigt.
Bei der beschriebenen Einrichtung bedeutet dies, dass, sobald eine der Röhren 16 oder 17 einmal durchgesehlagen ist, die Spannung des syncl1ronisierl'ndl'n Signals erst nach Verlauf einiger Zeit fähig
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synchronisierendes Signal und ein von der Kontaktvorrichtung 27 erzeugtes Signal an, so beeinflusst das zuerst ankommende Signal die Synchronisiereinrichtung und das zweite bleibt unwirksam.
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röhren bestehenden Verstärkerstufe zwei oder mehrere solche Stufen anzuwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Synchronisieren der Bewegungen zweier an verschiedenen Stellen angeord-
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erregt und der Stelle zugeführt wird, wo sieh die andere Vorrichtung befindet, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Schwingung dort synchronisierend auf eine örtlich erregte Relaxationsschwingung wirken lässt, die, gegebenenfalls nach Verstärkung, regelnd auf den Rhythmus dieser andern Vorrichtung zur Wirkung gebracht wird.