AT123025B - Selbsttätige Steuerung für Fahrzeuge mit elektrischer Übertragung der konstant bleibenden Leistung mitgeführter Kraftmaschinen. - Google Patents

Selbsttätige Steuerung für Fahrzeuge mit elektrischer Übertragung der konstant bleibenden Leistung mitgeführter Kraftmaschinen.

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AT123025B
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AT
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dynamo
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Inventor
Hans Dr Ing Voigtlaender
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Siemens Ag
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Description


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    Selbsttätige Steuerung für Fahrzeuge mit elektrischer Übertragung der konstant bleibenden Leistung mitgeführten Kraftmaschine.   



   Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur selbsttätigen Steuerung von Fahrzeugen, insbesondere dieselelektrischen Fahrzeugen, bei denen die Übertragung der durch mitgeführte Kraftmaschine verfügbaren Leistung mit Hilfe von elektrischen Generatoren auf die Fahrmotoren ohne Anwendung komplizierter Sehaltapparate erfolgt. 



   Nach der Erfindung wird die   Feldschwächung   der Fahrmotoren selbsttätig abhängig von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges und dem Motorstrom geregelt. Eine solche Regelung ermöglicht ohne Eingreifen des Fahrzeugführers die volle Ausnutzung der Antriebsleistung, wie weiter unten an Hand der Betriebskurven erwiesen wird. 



   Die Schaltung der Erfindung bedient sich in bekannter Weise eines mit dem Antriebsmotor   gekuppelten Gleichstromnebenschlussgenerators   mit   Erregermaschine   sowie eines von der Achse angetriebenen   Gleichstromnebenschlussgenerators.   Man hat auf den verschiedensten Wegen versucht, die Leistung der Verbrennungsmaschinen auf dieselelektrischen Fahrzeugen konstant zu halten und sich hiebei zum Teil auch solcher Mittel bedient wie sie gemeinsam bei der vorliegenden Erfindung Anwendung finden. So hat man bereits die Erregung der. Hauptdynamo von einer Achsdynamo abhängig gemacht und auch eine Gegenkompoundierung der Hauptdynamo ebenso wie Feldschwächung der Fahrmotoren vorgesehen.

   Man erkannte jedoch nicht die Vorteile, die eine selbsttätige Änderung der Feldschwächung abhängig von der Fahrgeschwindigkeit und vom Motorstrom gewährt. 



   In Fig. 1 ist ein Schaltbild für eine Steuerung nach der Erfindung dargestellt. Der mit dem Antriebs- 
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 des Generators und eine   Gegenkompoundwicklung   22 der Erregermaschine 3 und über ein Schütz 23 den Fahrmotor 5 mit seiner Erregerwicklung 24. Die Erregermasehine 3 liefert einerseits den Erregerstrom für die Erregerwicklung 31 des Generators 2, anderseits über das Schütz 32 den Erregerstrom   fiir   die   Hilfsnebenschlusswieklung   33 des Fahrmotor 5. Die Erregermaschine 3 erhält ausser der von der Achsdynamo 4 gespeisten Erregerwicklung 41 noch eine Hilfserregerwicklung 61, die über einen Schalter 63 in den Stromkreis einer Batterie 6 eingeschaltet werden kann. Ausserdem kann die Erregung 62 der Achsdynamo 4 bei Schliessen des Schalters 64 von der Batterie 6 erregt werden.

   Die Achsdynamo   4   wird von einer Fahrzeugachse angetrieben. Die Wirkungsweise der selbsttätigen Steuerung wird an Hand des in Fig. 2 dargestellten   Geschwindigkeitzugkraftdiagramms   erläutert :
Stellt in der schematischen Fig. 2 die Kurve a die normale Charakteristik eines   Reihenschluss-   motors für konstante Spannung   B   und die Kurve b die Hyperbel konstanter Leistung entsprechend der Antriebs-speziell Verbrennungsmotorleistung dar, so ist im Schnittpunkt der beiden Kurven bei einer Zugkraft   Zi   und einer Geschwindigkeit Va der Antriebsmotor voll belastet ; bei Werten von Z grösser als 
 EMI1.2 
 



  Durch Spannungsänderung wäre es natürlich möglich, praktisch für alle Werte von Z bzw. V auf der Kurve b konstanter Leistung zu bleiben. Denn man kann den Bereich Z grösser als   Zi   bis Z =   Zi   mit kleinerer Spannung durchfahren als der Kurve a entspricht ; fährt man aber für den Bereich Z kleiner 
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 auf einem Wert konstant, der   1'1   und   Z,   entspricht und schwächt dann das   Motorfeld   durch Parallelwiderstand oder Windungsanzapfung, so erhält man eine Charakteristik c, die es gestattet, noch bei einer Zugkraft   Z/kleiner Z   den Dieselmotor voll auszunutzen.

   Der Grad dieser Art   Feldschwäehung   ist jedoch mit etwa   50%   Erregung begrenzt, so dass selbst mit feiner Unterteilung der   Feldschwächung   (viele   Schütze   bzw. Feldanzapfungen) bei hohen Geschwindigkeiten der Dieselmotor nicht mehr ausgenutzt wird, jedoch im Bereich zwischen   Zi   und   Z/schon   erheblich besser belastet ist als ohne   Feldsehwächung.   



   Die bekannte, mit einfacheren Hilfsmitteln zu erreichende   Feldschwächungsart   durch Anbringung einer fremderregten Nebenschlusswieklung auf den Motorhauptpolen gestattet, noch bis zu kleineren Zugkräften als   Zit   also beispielsweise bis   Z.,",   die verfügbare Antriebsleistung voll auszunutzen, da die   feldsehwächende   Wirkung einer solchen Hilfswicklung mit abnehmendem Motorstrom   zunimmt,   die Charakteristik also nach Kurve   d   verläuft. Da sich der Erregerstrom dieser Hilfswieklung praktisch auch mit einfachen Mitteln sehr fein regeln lässt, kann man es erreichen, dass der Übergang von Kurve a nach Kurve d auf der Hyperbel b erfolgt, also dauernd mit konstanter Leistung gefahren wird.

   Vergleicht man die Charakteristiken b und d, so muss also die Generatorspannung etwa im Verhältnis der Ordinaten 
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 wicklung da einsetzen lässt, wo nach Anfahrt mit der konstanten Zugkraft Z2 die Kurve b erreicht ist, also- im Punkt   Cl. :   erst im Punkt ss der Kurven b und d ist dann die volle Generatorspannung erreicht, und erst von dieser Geschwindigkeit ab tritt dann eine Unterbelastung des primären Antriebsmotors ein, wenn die Geschwindigkeit noch weiter ansteigt. Die Bemessung der Fahrmotorstundenleistung bzw. 



    - dauerleistung   und der Generatordauerleistung sowie der Generatorspannung und des   Feldsehwächungs-   grades erfolgt im wesentlichen nach normalen Gesichtspunkten. Stellt man jetzt die Beziehung EG = f (V) auf, d. h. den Zusammenhang zwischen Generatorspannung EG und Geschwindigkeit V des Fahrzeuges, so findet man, dass EG bei konstantem Anfahrstrom entsprechend der   Anfahrzugkraft Za geradlinig   mit V ansteigt bis zum Punkt   Cl.   und dass bis zum Nennwert im Punkt ss weniger als geradlinig, etwa ent- 
 EMI2.2 
 Spannungsregelung auszunutzen, wozu folgender Weg gewählt wurde :
Die mit dem Generator gekuppelte Erregermaschine 3 wird bei konstanter Drehzahl des Maschinen-   satzes von einer batterieerregten Achsdynamo , also direkt proportional der Geschwindigkeit V, erregt ;

   ihre Spannung und damit der Erregerstrom des Hauptgenerators steht also in einem bestimmten Verhältnis zur Fahrgeschwindigkeit, das durch die Charakteristiken von Aehsdynamo und Erregermaschine bedingt ist. Ein ähnliches Verhältnis besteht auch für die Generatorspannung und die Fahrgeschwindigkeit. Da hiefür jedoch schon eine Beziehung gefunden war, besteht die Aufgabe darin, die Maschinen so zu bemessen, dass die beiden Kurven für Eg = f (V) sich decken. Zu bedenken ist dabei, dass die Erregung der Notorhilfswicklung 33 von der Erregermaschine 3 aus und damit die Feldschwächung im Punkt or der Fig. 2 einsetzt und dann mit steigender Fahrgeschwindigkeit V zunimmt.

   Dementsprechend würde die Charakteristik-d, die in Fig. 2 für einen beliebigen, aber konstanten Wert des Feldsehwächungsstromes gilt, zwar noch durch ss gehen, rechts davon jedoch tiefer liegen und daher die aus dem Ordinatenverhältnis gefundene Beziehung f (Ea V) zwar eine Änderung, aber nur zahlenmässig, erfahren. Zur Erfüllung dieser Funktion kann ausser am Generator auch an der Erregermaschine eine vom Fahrmotorstrom durchflossene Gegenkompoundwicklung 22 angeordnet werden, so dass dann die Erregermasehinenspannung und damit die Erregung des Hauptgenerators sowie die Feldschwäehung der Motoren nicht nur von der Fahrgeschwindigkeit und der Sättigung der Erregermaschine, sondern auch vom Falnmotorstrom abhängt. 



  Da, wie bereits erwähnt, die feldschwächende Wirkung der Fahrmotorhilfswieklung mit abnehmendem Fahrmotorstrom zunimmt, anderseits während der eigentlichen Anfahrt die Geschwindigkeit und damit auch die Erregermaschinenspannung noch klein sind, wird keine erhebliche Feldschwächung und damit verbundene Herabsetzung des Drehmomentes bzw. Zugkraft eintreten, wenn die Fahrmotor-   
 EMI2.3 
 Bei konstantem Anfahrstrom wird daher die Anfahrzugkraft des Fahrzeuges mit steigender Geschwindigkeit etwas abnehmen und dann in die   Hyperbel b übergehen, wenn   die Generatorspannung direkt proportional mit der Geschwindigkeit ansteigt ; lässt man sie etwas stärker als proportional ansteigen, so kann man konstante, ja sogar etwas steigende Anfahrzugkraft erhalten, von Erreichung der Hyperbel b ab gelten dann jedoch wieder die früheren Überlegungen. 



   Da im Stillstand die Generatorspannung Null ist, erhält zum Zwecke des Anfahrens die Erregermaschine 3 eine Hilfserregerwicklung   61,   die von der Batterie aus mit einem solchen Strom erregt wird, dass der Generator den erforderlichen Anfahrstrom gibt ; auf diese Hilfserregung baut sieh dann die von V abhängige Erregung durch die Achsdynamo auf, doch kann nach erfolgter Anfahrt die Hilfserregung auch von Hand oder automatisch wieder abgeschaltet werden. 



   Zur Regelung des Fahrzeuges sind nur erforderlich : ein Handsehalter   63,   mit dem der Führer 
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   schwächung   verwendet werden soll oder diese nicht bereits vom Stillstand ab erfolgt ein Schütz 32, das die Hilfswicklung   33   des Fahrmotor   J   bzw. mehrerer Fahrmotoren zum gegebenen Zeitpunkt an die Erregermaschine schaltet. Das Ansprechen dieses Schützes kann man vom Führer oder von einem Relais abhängig machen, das als Zeit-Strom-Spannungs-Geschwindigkeitsrelais oder als Leistungsrelais ausgeführt sein kann. Die   Fahrtrichtungsänderung   erfolgt in bekannter Weise. Das Ausschalten der Fahrmotoren kann in bekannter Weise selbsttätig, z.

   B. durch   Fahrsperre, Überstrom, Überlast,   Zugtrennung, Nutbremszuggriff oder durch den Führer erfolgen, u. zw. durch Unterbrechung oder Schwächung einer oder mehrerer der Erregungen oder durch direktes Abschalten der Motoren über Schütze, z. B. 23, und nachfolgende Abschaltung oder Schwächung der Erregungen. 



   Die beschriebene Steuerungsart macht den Führer von allen Regelungsmassnahmen während der Fahrt vollkommen frei und bedingt das Mindestmass an Schaltapparaten im Gegensatz zu anderen automaischen Steuerungen, die mit mehreren oder gar vielen mechanischen, elektromotorischen oder elektromagnetischen Schaltorganen arbeiten. Fig. 3 zeigt schematisch den Verlauf von Generatorspannung   Es,   Motorstrom J", und Drehmoment   M in   Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit V für den Anfahrt- 
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 und   Vi"entsprechend   der Kurve b von   ot   bis ss in Fig. 2. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
Selbsttätige Steuerung für Fahrzeuge mit elektrischer Übertragung der konstant bleibenden Leistung mitgeführter Kraftmaschine, insbesondere Verbrennungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass die   Feldschwächung   der Fahrmotoren selbsttätig in Abhängigkeit sowohl von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges als auch dem Motorstrom geregelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Selbsttätige Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldschwäehungs- wicklung der Fahrmotoren von einer Dynamo gespeist wird, die eine von einer Achsdynamo gespeiste Erregerwicklung sowie eine vom Motorstrom durchflossene Gegenerregerwieklung besitzt.
    3. Steuerung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein gegebenenfalls selbsttätiges Schütz die Feldschwächungswicklung (33) der Fahrmotoren in dem betriebsmässig erforderlichen Zeitpunkt an die zugehörige Dynamo (3) schaltet.
    4. Steuerung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldsehwäehungswiek- lung (33) der Fahrmotoren ohne Zwischenschaltung eines Steuersehutzes mit der zugehörigen Dynamo (3) verbunden ist und diese Dynamo so bemessen ist, dass bei Beginn der Anfahrt durch die Feldschwäehungs- wicklung das Motordrehmoment nicht wesentlich verringert wird.
AT123025D 1928-12-21 1929-12-18 Selbsttätige Steuerung für Fahrzeuge mit elektrischer Übertragung der konstant bleibenden Leistung mitgeführter Kraftmaschinen. AT123025B (de)

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