AT122534B - Verfahren und Einrichtung zur Befeuchtung des Papieres in Rotationsdruckmaschinen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Befeuchtung des Papieres in Rotationsdruckmaschinen.

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AT122534B
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Steyrermuehl Papierfabriks & V
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren und Einrichtung zur Befeuchtung   des Papieres in Rotationsdruckmaschinen. 



   Das in   Rotationsmasehinpn   zu   bedruekende   Papier wurde bisher entweder mittels Wasserdampf gefeuchtet, indem man den Pap : erstrang durch einen von Wasserdampf erfüllen Feuehtkasten laufen liess, oder indem durch eine hohle, perforierte, mit einem Filzilberzug versehene Walze ein oben längsgeschlitztes Wasserrohr geführt wurde. 



   Hiedurch soll einerseits der auf dem Papier nur oberflächlich haftende Papier-und Kaolinstaub gebunden werden, damit er sieh nicht auf den Druckplatten ablagert, anderseits muss das Papier feucht gemacht werden, um die Druckfarbe besser anzunehmen. Diese Doppelaufgabe wird mit den heute   geübten Feuehtungsarten   nur sehr mangelhaft erreicht. Der durch den von Wasserdampf erfüllen   Feuehtkasten verhältnismässig rasch durchlaufende Papier, trang   kann zu wenig Feuchtigkeit aufnehmen. 



  Die bisherigen Kaltwasserfeuchtvorrichtungen wieder feuchten anfangs, solange der   Filzüberzug   noch nicht von   Papier-und Kaolimehlamm verschmiert   ist, zu reichlich, später aber zu wenig. 



   Gemäss der Erfindung tritt das Wasser aus feinen Löchern eines Rohres in den Grund einer Rinne an der   Aussenfläche   des Rohres aus, sammelt sich in der Rinne zu einem zusammenhängenden Wasserstreifen, der über die den Löchern gegenüberliegende Rinnenkante stetig auf die   Aussenfläche   des Rohres   überläuft   und dieses benetzt. Von hier nehmen das Wasser mit Filz überzogene Spindeln ständig ab, die vom Papierstrang gedreht werden ; so wird der Filzbezug mit einer genau einstellbaren und stets gleichbleibenden Wassermenge gespeist, die auf den an den Spindeln press anliegenden Papierstrang abgegeben wird. 



   Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung. Fig. 1 ist ein   Längsschnitt,   Fig. 2 eine Stirnansicht der Hubmagnetseite. Fig. 3 eine   Stirnan ; icht   mit dem Wasserabsperrventil ; Fig. 4 veranschaulicht das Wasserverteilrohr mit anliegender Filzspindel, Fig. 5 die Feineinstellung für diese beiden. 



    In einem gusseisernen Rahmen 1 sind die zur Wasserzuleitung dienenden und deshalb hohl ausgebildeten zwei Wellen 5 gelagert. Jede Welle 5 trägt mittels der Arme 12 ein Wasserverteilrohr 3, u. zw.   sitzen die Arme 12 mit ihren Muffen auf den Wellen 5 frei drehbar. Die Wasserverteilrohre 3 haben oben eine ihrer Länge nach laufende seichte Rinne von etwa 1-5 mm Tiefe und 2 mm Breite eingearbeitet, in die gegen ihre obere Kante zu, vom Innern der Rohre her gleichmässig verteilte Löcher 21 von 0*5mm Weite münden. 



   Die Wasserverteilrohre   3 sind, um   ganze, dreiviertel, halbe oder viertel Papierrollen feuchten zu können, in ihrem Innern in Abschnitte unterteilt, die einzeln durch die Kammerventile 13 mit Wasser gespeist werden können, das durch die Schlauchverbindungen 4 aus den Hohlwellen   5   zufliesst. 



   Auf jeder Welle 5 sind sodann je zwei Lagerarme 7 fest und undrehbar aufgeklemmt, in deren Kugellagern die Stahlzapfen je einer aus Aluminium hergestellten, mit 3 mm starkem Filz überzogenen   Feueht- und Abwischspindel   6 gelagert sind. 



   Zum Anstellen, d. h. um die Wasserverteilrohre   8   an die Spindeln 6 entsprechend anlegen zu können, dienen je zwei Schraubenpaare 19 mit Feingewindegang, deren Muttergewinde sieh in Querarmen 10 der Lagerarme 7 befinden. Die Schrauben 19 greifen durch die gegabelten Enden 11 der Rohrträger 22 und legen sich mit ihren   scheibenförmigen   Köpfen an deren Aussenseite an. Auf den Enden der Hohlwellen 5 sind   schliesslich   auf der Hubmagnetseite Kurbeln 14 aufgekeilt, die mittels durch Schraubenschlösser 8 in ihrer Länger Verstellbarer Gestänge 15 mit der Hubstange 9 des Magneten verbunden sind.

   Auf der entgegengesetzten Seite tragen die Wellen 5   Kurbeln 16,   die mittels der Gestänge 17 und 18 

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 EMI2.1 
 abstand von ungefähr 50   e n   in die Betriebsstellung durch den Hubmagnet 9 gebracht, der nach dem Anlassen des Antriebsmotors der Rotationsmaschine bei der Stellung der Schaltwalze zwischen dem dritten und vierten Kontakt anzieht. 



   Bei Inbetriebnahme der Einrichtung wird beim Einziehen des zu bedruckenden Papiers in die Rotationsmaschine dieses im offenen Zustande der Spindeln 6 durch den Feuehtapparat   geführt.   Die   Pruckpresse   wird anlaufen gelassen, der Hubmagnet 9 zieht in oben erwähnter Stellung die   Motorsehalt-   walze an, wodurch die Spindeln 6 mit den an ihnen   anregenden Wasserverteilrohren.   3 einander genähert und die Filzspindeln an die Papierbahn 20 entsprechend der Stellung der   Sehraubenschlösser   8   mässig     angepresst   werden. Im gleichen Augenblicke fangen die Spindeln 6 mit der   Gesehwindigkeit   der Papierbahn an zu laufen.

   Der Hubmagnet 9 hat aber gleichzeitig auch das Wasserabsperrventil 2 geöffnet ; 
 EMI2.2 
   schliesslich   auf die Papierbahn verteilt zu werden. 



   Zugleich wird durch den   Filzbezug   der nur lose am   Papierstrang haftende Papier-und Kaolinstaub   abgenommen und unterhalb der Wasserrinne an den Wasserverteilrohren abgestreift. Der sich da ansammelnde Staub wird nach dem Ausdrucken beim Putzen der Maschine entfernt. Bei Absehalten des
Stromes wird auch der Hubmagnet stromlos, wobei sein ? Hubstange von einer Schraubenfeder niedergezogen, damit aber die Filzspindeln von der Papierbah n entfernt und das Wasserabsperrventil geschlossen werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l,   Verfahren zur Feuchtung von Papier für Rotationsdruckmaschinen, dadurch   gekennzeichnet.   dass ein mit schwachem Druck gegeneinander   gedruektes   Spindelpaar von dem zwischen ihm durchgeführten Papierstrange durch Reilbung in Drehung versetzt wird und dabei seine Feuchtigkeit an das Papier abgibt, die es durch   Überstreichen   der gleichmässig mit Wasser benetzten Oberfläche zweier zu ihm paralleler   Wasserzuführungsrohre   stetig erneuert, aus denen das Wasser durch eine Lochreihe in eine aussen eingearbeitete seichte Rinne gelangt, die es   gleichmässig längs   der Röhre verteilt, und von der es überfliessend die   Rohroberfläehe   benetzt,

   während die Spindeln gleichzeitig den vom Papier abgenommenen Kaolin-oder sonstigen Staub an den Zuführungsrohren unterhalb der Rinne abstreifen.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Paar Feuchtigkeit aufnehmende Spindeln, die mit schwachem Druck den zwischen ihnen durchlaufenden Papierstrang berühren und dadurch befeuchten, anderseits von diesem durch Reibung in Drehung versetzt werden und dabei die wasserbenetzte Oberfläche von Wasserzuführungsrohren überstreichen, in denen EMI2.3 innern her eine Lochreihe zur gleichmässigen Verteilung des Wassers mündet, das den Rohren unter regelbarem Druck zufliesst.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Feucht-und Abwischspindeln (6) EMI2.4 sind, durch deren vorzugsweise von einem Hubmagnet betätigte Kurbeln (14) die Spindeln (6) nach dem Einziehen der Papierbahn (20) einander genähert werden können.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der richtigen gegen- EMI2.5 der Spindeln (6) an dem Papierstrang (20) gleichzeitig auch das Wasserabsperrventil (2) öffnet.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserverteil- rohre (3) in Abschnitte unterteilt sind, die aus den zur Wasserzuführung dienenden Hohlwellen (5) mittels eigener Hähne (13) unabhängig voneinander gespeist werden können. EMI2.6
AT122534D 1928-09-07 1928-09-07 Verfahren und Einrichtung zur Befeuchtung des Papieres in Rotationsdruckmaschinen. AT122534B (de)

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