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Die Erkenntnis liegt darin, dass von der Verwendung von Einrichtungen abgegangen wird, bei welchen das Pulver, durch eine Düse (Füllröhrehen) entsprechend dosiert. in den aus dem Streifen vorgebildeten Mantel sanduhrartig einrieselt. Erfindungsgemäss wird zur unmittelbaren Erfassung des Pulvers in solcher Weise übergegangen, dass der Streifen bei Bildung des Mantels im Zündmittelbehälter vom Pulver umgeben ist, das heisst mit ändern Worten, bei Bildung des Mantels durch das Zündmittel im Behälter hindurchgezogen wird. Auf diese Weise wird selbsttätig eine richtig dosierte Ladung bei
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Auch die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gestaltet sich sehr einfsch und ist für die verschiedensten Palver- oder Zändmittelarten ohne weiteres verwendbar.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 in schematischer Weise eine Ausführungsform jenes Teiles der Ein-
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fahren klar erläutert werden kann. Fig. 2 zeigt eine zusätzliche Einrichtung (Verdränger) und die Fig. und 4 den Schnitt-1, B bzw. C, D.
1 ist der Papierstreifen, aus welchem der Mantel gebildet wird, 2 ist der Pulverbehälter. : 3 ist
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tellers, 5 ist die hohle Achse desselben und 6 ist die erste Spinndüse. Zweckmässig ist an der Eintrittsstelle des Papierstreifens in den Palverbehälter eine Vorbiegedüse 7 angebracht, die 5 derart ausgebildet ist, dass sie dem flach zulaufenden Papier streifen eine trogartige Form verleiht. 8 ist ein im Pulverbehälter angeordnetes Rührwerk, welches beispielsweise mittels Schnnrscheibe ss angetrieben wird.
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aufgegebene Pulver hindurchgezogen und es erfolgt dabei die Bildung des Mantels, 11. zw. formt die Vorbiegedüse den Papierstreifen beim Durchgang trog- oder rohrförmig.
diese Form öffnet sich sodann infolge elastischer Nachwirkung etwas und bietet dadurch einen verhältnismässig breiten Schlitz, durch welchen das im Pulverbehälter aufgegebene Pulver in den in Bildung begriffenen Mantel eindringt und ihn vollkommen ausfüllt.
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Schlitz, indem der Mantel der Rohrform zustrebt, die er in der Düse. 8 annehmen muss. Es wird sich also zunächst Pulver im Überschuss im vorgebildeten Mantel ansammeln und je mehr sich das betrach- tete Streifenstück der Düse 3 nähert, desto mehr wird der Uberschuss herausgedrängt, jedenfalls aber
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Pulvermenge eingeschlossen.
Damit der herausgedrängte Pulverüberschuss Platz findet, d. li. der Wider- stand gegen das Herausdrängen des Pulvers möglichst gering ist, ist der Behälter in der umgehung der Eintrittsöffnung der strangformenden DÜse. 3 entspreehend erweitert. Es ergibt sich durer) diese planmässige Erweiterung der weitere für die Erzeugung wesentliche Vorteil, dass an dieser Stelle ein Klemmen von Pulverkörnchen zwisciien Behälterwand und Mantel verhindert ist, was eintreten könnte, wenn dieser Teil des Behälters triehterartig ausgestaltet ist.
Auch dadurch erfährt der Streifen während des ganzen Durchganges durch den Pulverbehälter die geringstmögliche Reibung.
Zweckmässig wird die Düse-3 derart ausgebildet, dass deren Querschnitt sieh in der Richtung der Fortbewegung des Stranges etwas erweitert, um die Reibung des Stranges an der inneren Düsenwand möglichst gering zu halten. Vorteilhaft wird an der Eintrittsstelle der Düse. 3 ein Stein. M angeordnet. Dieses Stück kann auch aus Glas oder einem andern geeigneten Stoff bestehen oder es kann auch die ganze Düse aus diesem Material bestehen. In bekannter Weise wird der aus der Düse. 3 austretende
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verwunden.
Dies gibt den Vorteil, dass mit grösster Streifengeschwindigkeit gearbeitet werden kann. Es kann jedoch auch, beispielsweise durch Drehung des Streifens (Verwendung einer sieh drehenden Papierrolle), eine sehraubengangartige Verwindung des Streifens während seines Durchganges durch den Behälter : 2 erfolgen. doch muss dabei die Steigung und die Breite des Streifens derartbemessen werden, dass im Behälter wegen der Notwendigkeit der Pulveraufnahme noch kein geschlossener Mantel
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er bei seiner Bewegung durch den Behälter einen Kegelmantel, dessen Spitze in der Eintrittsöffnung der Düse liegt.
Alle diese von der dargestellten axialen, glatten Führung des Streifens abweichenden Führungen verringern jedoch die Arbeitsgeschwindigkeit und bedeuten eine grössere Beanspruchung des Streifens.
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wird zweckmässig das Pulver im Behälter in der Umgebung der Stelle, an welcher der Mantel gebildet wird, in Bewegung gehalten. Dies kann durch ein Rührwerk 8 geschehen. Dasselbe besteht bei der dargestellten Ausführungsform (Fig. l) aus zwei Rührarmen, die an einer hohlen Welle angebracht sind, welche den Behälterdeckel durchdringt und aussen eine Schnurscheibe 9 trägt, durch welche das Rührwerk mittels der Schnur 12 in Drehung gesetzt wird. Durch das Rühren wird ausserdem jedes
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erzielt.
Dies ist insbesondere an der Stelle, wo der Mantel gebildet wird, wesentlich, es ist aber vorteilhaft, auch das übrige Pulver im Behälter,'2 und dessen Zuflussleitung in Bewegung zu halten, beispielsweise mittels einer Schnecke 18.
Es wurde bereits erwähnt. dass der von dem sieh bildenden Mantel aufgenommene Pulverüber- schuss bei der Bewegung gegen die Düse hin wieder herausgedrängt wird. Wird nun innerhalb des in Bildung begriffenen Mantels ein Körper angeordnet, dessen Querschnittsfläche praktisch der Quersehmttsfläche des an dieser Stelle sonst entstehenden Überflusses entspricht, so tritt in den in Bildung begriffenen Mantel überhaupt nur so viel Pulver ein, als zur Bildung der Pulverseele notwendig ist.
Dieser Körper 14 (Fig. 2) spielt also die Rolle eines Verdrängers. Da der in Bildung begriffene Mantel gegen die Düse'3 hin sich immer mehr der endgültigen zylindrischen Form nähert, muss die Quer- schnittfläche des Verdrängers in der gleichen Richtung immer kleiner werden, d. h. er muss sich in dieser Richtung entsprechend verringern. Es entfällt durch die Anordnung eines Verdrängers im wesentlichen
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bedeutungsvoller wird, je mehr sich der Streifen der Düse nähert. Bei der dargestellten Ausführungsform ragt der Verdränger durch den Deckel des Behälters hinein.
Es kann der Verdränger dabei in seiner Längsrichtung einstellbar ausgebildet sein und man kann durch eine Einstellung folgendes erreichen : Hebt man den Verdränger, so wird die Ladung im Querschnitt grösser und damit die Pressung beim Durchgang durch die Düse. 3 vermehrt-wird der Verdränger etwas gesenkt, so tritt das Umgekehrte ein. Der Verdränger kann natürlich auch anders angeordnet sein, beispielsweise von der Seite in den Schlitz des in Bildung begriffenen Mantels hineinragend und dementsprechend an der Seitenwand des Behälters 2 angebracht sein.
An Stelle eines Verdrängers im Sinne der obigen Ausführungen kann auch zur Wegschaffung eines vom Mantel aufgenommenen Pulverüberschusses vor der Stelle des Eintrittes in die Düse 3 ein schaufelähnliches Organ angeordnet sein, welches, vorteilhaft einstellbar, soweit durch den Schlitz in den im Entstehen begriffenen Mantel hineinragt, dass aus dem Mantelquerschnitt an dieser Stelle alles überschüssige Pulver sicher nach aussen in den Behälter zurückgefördert wird.
Als Material für den Streifen 1 kann Papier, imprägniertes Papier, Gewebeband oder irgendwelches geeignete streifenförmige Material verwendet werden, ebenso können statt eines Streifens auch mehrere
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gebracht sein.
Der beschriebene Verdränger ist nicht das einzige, sondern nur ein in gewissen Fällen bevorzugtes Hilfsmittel, um nötigenfalls Verstopfungen der Düse zu vermeiden. Bei manchen Zündmassen, näm-
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in gewissem Masse komprimierbar sind, kann man selbst bei Verwendung von Streifenmaterial geringer Festigkeit, so wie in Fig. 1 dargestellt, arbeiten. Bei schwer-und nicht komprimierbaren Zündmassen empfiehlt es sich, Streifen aus festerem Material, z. B. festem Papier oder Gewebeband, zu verwenden.
Bei der Verwendung solcher Pulver ist es auch ratsam, die Höhe der Pulverschicht. durch welche der Streifen hindurehgezogen wird, möglichst niedrig zu halten, damit an der Pulveraustrittsstelle kein zu grosser Druck herrscht und Verstopfungen vermieden werden.
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