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Anlasseralllage für Brellnkraftmaschillen.
Die Erfindung bezieht sieh auf Anlasser für Brennkraftmasehinen und insbesondere auf Anlasser nach dem Trägheitsprinzip.
Man hat bereits vorgeschlagen, für Brennkraftmaschinen Anlasser nach dem Trägheitsprinzip zu verwenden, die ein drehbar in einem Gehäuse angeordnetes Schwungrad besitzen. Das Gehäuse, das an dem hinteren Ende der Maschinenkurbelwelle befestigt werden kann, umschliesst einen Übertragung- mechanismus, der die Bewegung des Schwungrades einem Anlasserglied übermittelt. das in Eingriff mit
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bindung, z. B. eine Reibungskupplung, umfasst, ist so beschaffen, dass das Anlasserglied mit einer verhältnismässig niedrigen Geschwindigkeit hinsichtlich des Schwungrades gedreht wird.
Es sind Yorriehtungen vorgesehen, welche eine sehr sehnelle Drehung des Schwungrades bewirken, wodurch eine grosse Energie in einem kleinen Schwungrad aufgespeichert werden kann. Das Anlasserglied, das ale Kupplung baeke ausgebildet sein kann, wird normalerweise ausser treibendem Eingriff mit der Maschinenkurbelwelle gehalten, damit eine grosse Energie in dem Schwungrad aufgespeichert werden kann.
Nachdem das Schwungrad auf die richtige Umlaufgeschwindigkeit gebracht worden ist. wird da, Anlasserglied in der Längsrichtung bis zum Eingriff mit dem Glied der anzulassenden Maschine bewegt, und wenn die beiden Glieder auf diese Weise miteinander in Eingriff gekommen sind, wird die Kurbelwelle der Maschine mit einer Geschwindigkeit von annähernd 100 Umdrehungen pro Minute gedreht. so dass die Maschine anläuft. Das Andrehen erfolgt hiebei durch die im Schwungrad aufgespeicherte kinetische Energie, und es kann der Motor mechanisch oder bzw. und elektrisch abgeschaltet sein.
Bisher wurde das Anlasserglied von Hand mittels geeigneter Gestänge und Steuerverbindungen in treibenden Eingriff mit dem Maschinenglied gebracht. In gewissen Fällen, z. B. bei Flugzeugen, ist es erwünscht, dass das zum Steuern des Eingriffs des Anlassergliedes mit der Maschine zu handhabende Glied in einiger Entfernung von der Maschine liegt, so dass der besagte Eingriff beispielsweise von dem Führersitz des Flugzeuges aus gesteuert werden kann. Eine Hebelanordnung für diesen Zweck erhöht das Gewicht des Apparats. Ferner ist es bei Schiffen mit mehreren Maschinen, wo der Anlasser und die Maschinen in beträchtlichen Entfernungen von dem Kockpit liegen, praktisch unmöglich. eine einzme
Stelle vorzusehen, von der aus man jeden einzelnen der Anlasser mit Apparaten der bisher verwendeten Art steuern kann.
Ein Ziel der Erfindung ist, neue Mittel vorzusehen, welche den Eingriff des Anlassermechanismus mit einer anzulassenden Brennkraftmaschine bewirken.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, zum Ineingriffbringen des Anlassers mit der Maschine eine elektrische Vorrichtung vorzusehen, die es ermöglicht, die Steuerung des Eingriffes an einer von dem Anlasser und der Maschine entfernten Stelle zu bewirken.
Es ist weiterhin ein Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung vorzusehen, durch die die Anlasser eines Flugsehiffes mit mehreren Maschinen wahlweise von einer im Führersitz befindlichen gemeinsamen Steuer- vorrichtung aus in Betrieb gesetzt werden können.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, eine neue Solenoidvorrichtung zum Schliessen des Stromkreises des Elektromotors und zum Einrücken des Anlassers mit der Brennkraftmaschine vorzusehen.
Ferner ist es ein Ziel der Erfindung, einen Anlassermeehanismus des Trägheitstyps vorzusehen, der sowohl elektrisch als auch von Hand zu steuernde Vorrichtungen besitzt, die wahlweise zum EinrÜcken des Anlassers mit der anzulassenden Maschine benutzt werden können.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, eine neue Schaltvorrichtung vorzusehen, welche das selbsttätige Aufspeichern von Energie in dem Trägheitselement des Anlassermechanismus bewirkt, und die danach gesteuert werden kann, um den Anlasser selbsttätig mit der Maschine in Eingriff zu bringen.
Diese und weitere Ziele der Erfindung gehen ausführlicher aus der nachstehenden Beschreibung hervor.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die Erfindung but jedoch nicht auf die dargestellten und beschriebenen Beispiele beschränkt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, teils im Schnitt und teils schematisch, einer Ausführungsform gemäss der Erfindung, Fig. 2 zeigt teils sehaubildlich, teils schematisch, eine weitere Ausführungsform gemäss der Erfindung, Fig. 3 zeigt ein Schema für die Anwendung der Erfindung in einem Schiff mit mehreren
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In Fig. 1 umfasst der Anlassermechanismus ein Gehäuse 4, in dem ein Trägheitselement oder Schwungrad 5 drehbar angeordnet ist, das entweder selbsttätig durch einen Elektromotor 6 oder von Hand durch eine Welle 7 gedreht werden kann. Das Schwungrad ist in der Lage, mittels eines in dem
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Stange 14 nach links bewegt, wodurch sie den Hebel 42 steuert und die Anlasserbacke 8 in Eingriff mit der auf der Maschinenkurbelwelle sitzenden Backe 9 bringt.
Zum Steuern des von einer Batterie 23 nach den Spulen 17 und 18 fliessenden Stromes ist ein neuer Schaltmechanismus vorgesehen. Dieser Sehaltmechanismus umfasst ein Gehäuse 24. das zweckmässig aus Isoliermaterial besteht und mit Stirnwänden 24a und 24b versehen ist.
In den Stirnwänden des
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in dem Gehäuse 24 befindet sich eine Isolierhülse 27, die mit der Stange beispielsweise durch einen Stift 28 fest verbunden ist. Kontaktglieder 29 und. 30 sind auf den entgegengesetzten Enden der Hülse 27 in irgendeiner geeigneten Weise befestigt, so dass sie sich mit der Hülse und der Stange 25 bewegen. In der Regel werden die Stange 25 und die Kontaktglieder 29 und 30 in dem Gehäuse 24 in einer Mittellage durch Schraubenfedern 31, 32 gehalten, die die Stange 25 umgeben, mit ihrem Aussenende an der benachbarten Stirnwand des Gehäuses und mit ihrem Innenende an den Kontaktgliedern 29 bzw. 80 anliegen.
Wenn die Stange 25 nach rechts (Fig. 1) bewegt wird, kommt das Kontaktglied 29 in Berührung mit einem Kontaktpaar 33, das durch Schrauben 34 an der Stirnwand 24a befestigt ist. Die Kontakte 29, 33 steuern den Stromfluss von der Batterie 23 durch die Leiter 35, 36 und 37 nach der Spule 18.
Wenn die Stange 25 nach links (Fig. 1) bewegt wird, kommt das Kontaktglied 30 in Berührung mit einem Kontaktpaar 38, das ebenfalls durch Schrauben 39 an der Innenfläche der Stirnwand 24b befestigt ist. Die Kontakte 30 und 88 steuern den Stromfluss von der Batterie 23 durch die Leiter 40, 41 und 43 nach der Spule 17.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgendermassen : Die Stange : Z5 wird zuerst nach rechts gezogen, wodurch die Spule 18 erregt wird und die Stange 14 infolge der Wirkung des Magnetfeldes der Spule 18 auf den Kern 16 nach rechts bewegt wird. Diese Bewegung der Stange 14, die ganz begrenzt ist, dient zum Schliessen der Kontakte 19. 22. Wenn diese Kontakte geschlossen sind, fliesst ein Strom von der Batterie 2. 3 durch den Leiter 44 nach dem Motor 6, Leiter 45, Kontakte 22. 49, Leiter 37 und zurück zur Batterie. Der Motor versetzt jetzt das Schwungrad 5 in Drehung und speichert darin die zum Anlassen
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der Maschine erforderliche Energie auf.
Wie im nachstehenden näher beschrieben wird, ist bei dol beschriebenen Ausführungsbeispiel der Motor normalerweise ausser treibendem Eingriff mit dem Schwang- rad J, ein selbsttätiger Kupplungsmechanismus bewirkt jedoch die Verbindung von Schwungrad und Motor, wenn letzterer in der oben beschriebenen Weise erregt wird.
Nachdem das Schwungrad auf eine hinreichende Umlaufgeschwindigkeit gebracht worden ist, wird die Stange 25 nach links (Fig. 1) gestossen, um die Kontakte 30, 38 zu schliessen. Wenn die Kontakte geschlossen sind, fliesst ein Strom von der Batterie 2. 3 durch den Leiters10, die Kontakte 38, 30, den Leiter 41,
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zur Verfügung.
Falls die Verwendung einer elektrischen Apparatur zum Kuppeln der Kupplungshälften 8 und dz
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dargestellt) von Hand aus ein Zug ausgeübt werden, u. zw. in einer solchen Richtung, dass der Hebel 12 im Gegenuhrzeigersinne gedreht wird, was zur Folge hat, dass die Kupplungshälften 8 und 9 miteinander gekuppelt werden.
Falls die Verwendung des Motors 6 zum Aufspeiehern von Energie in dem Schwungrad 3 au, irgendeinem Grunde unerwünscht ist, kann die Welle 7 von Hand aus, beispielsweise mittels einer nicht dargestellten Handkurbel, gedreht werden, um dem Schwungrad die gewünschte Umdrehungsgeschwindigkeit zu geben.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die von der in Fig. l gezeigten insofern abweieht, als der durch das Solenoid gesteuerte Schalter zum Schliessen des Motorstromkreises
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eines Stiftes 50 an einem Arm des Winkelhebels 12 angelenkt ist, so dass der besagte Hebel gesteuert werden kann, um die Anlasserbaeke 8 mit der zugeordneten Backe auf der Maschinenkllrbelwelle in Eingriff zu bringen. Der durch das Kontaktstück 19 und die Kontakte 22, 22 gebildete Motorschalter wird durch die Erregung der Spule 17 gesteuert, die auf den Kern 51 einwirkt, der in einer Entfernung von dem Kern 48 angeordnet sein kann.
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Wicklungen 17 und 47 in Verbindung und hat dieselbe Bauweise wie der in Fig. 1 gezeigte Schalter.
Wenn die Stange 25 nach rechts bewegt wird, fliesst ein Strom von der Batterie 23 durch die Spule 17, so dass der Kolben 51 nach links bewegt wird, um das Kontaktstück 19 mit den Kontakten 22 in Berührung zu bringen und den Stromkreis durch den Motor zu schliessen. Nachdem das Schwungrad auf die richtige Unlaufgesehwindigkeit gebracht worden ist, wird die Stange 25 nach links bewegt, so dass ein Strom von
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hat den Zweck, den Kern 48 und die Stange 49 nach links (Fig. 2) zu bewegen, wodurch der Winkelhebel 12 im Gegenuhrzeigersinne gedreht und die Anlasserbacke 8 in Eingriff mit der von der Maschinenkurbelwelle
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nach dem Motor 6 und der Solenoidwicklung 47 unterbrochen sind.
Fig. 3 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum wahlweisen Steuern von Anlassern nach dem Traf-
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sind über den Stosszugschalter mit dem positiven Pol der Batterie 23 parallel geschaltet, während getrennte Rückführleitungen 61, 62 und 63 für die besagten Wicklungen vorgesehen sind, welche Rück- führleitungen wahlweise mit dem negativen Pol der Batterie durch einen Wählschalter 64 verbunden
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zugeordnet, die zum Steuern der oben erwähnten Hebel 12 dienen, und die Rückfiihrleitungen für die Wicklungen 47 der besagten Solenoide sind mit den Leitern 61, 68 bzw. 63 verbunden.
Wenn die Erregung des Motors 55 gewÜnscht wird, wird der Wählschalter 64 in eine solche Lage bewegt, dass er den Stromkreis durch den Leiter 61 nach der Batterie 83 schliesst. Dann wird die Stange 8J
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wird und die Stange 49 bewegt, welche den Hebel 12 steuert.
Wenn die dem Anlassermotor 56 zugeordnete Maschine angelassen werden soll, wird der Wählschalter 64 so eingestellt, dass er den Stromkreis durch den Leiter 62 schliesst, worauf man den Stols zugschalter in der oben beschriebenen Weise handhabt. Zur Erregung des Motors 57 wird der Wählschalter 64 so eingestellt, dass er den Stromkreis durch den Leiter 63 schliesst.
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform eines Anlassers gemäss der Erfindung gezeigt. In einem Gehäuse 4 ist ein Schwungrad. 5 vorgesehen, das von einem Motor 6 oder von Hand aus mittels einer Welle 7 gedreht wird. Es ist einleuchtend, dass die Vorrichtung für den Antrieb von Hand weggelassen werden kann. man sieht jedoch zweckmässig sowohl den Kraftantrieb wie den Handantrieb vor.
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Maschinenellde des Gehäuses 4, und ein Kugellager 76 ist zu diesem Zwecke vorgesehen. Drei Planetentriebräder 79, von denen das eine im Schnitt gezeigt ist, sitzen drehbar an dem geschlossenen Ende des Zylinders 75 und werden von rohrförmigen, mit Kugellagern 78 versehenen Hülsen 77 getragen.
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und der Ring und die Hülsen sind an dem Zylinder 76 mittels Schrauben 77 a befestigt, die sich durch die Hülsen erstrecken und in die Stirnwand 74 des Zylinders geschraubt sind.
Jedes der Planetentriebräder 79 steht in Eingriff mit einem ringförmigen Stirnrad 81, das an dem Gehäuse 4 mittels Schraubenbolzen 82 befestigt ist. Ferner steht jedes der Planetentriebräder 79 in Eingriff mit einem Triebrad 83, das drehbar auf der Hülse 73 sitzt und zweckmässig ein Ganzes mit einem ringförmigen Stirnrad 84 bildet. Das ringförmige Stirnrad 84 steht in Eingriff mit einem Zahnrad 83. das ein Ganzes mit einem glockenförmigen Glied 86 bildet. Das flanseliförmige Ende des Gliedes 86 ist gezahnt und bildet ein Spurrad 87.
Das glockenförmige Glied 86 ist zweckmässig drehbar angeordnet beispielsweise in der Weise, dass eine ein Ganzes mit dem Glied 86 bildende Welle 88 vorgesehen ist, die konzentrisch zu dem Zahnrad ? liegt und in einem Teil des Gehäuses J auf Kugellagern 89 gelagert ist Mit dem Spurrad 87 steht ein Zahnrad 90 in Eingriff, das auf einer Welle 91 befestigt ist, die mit dein
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die in einem kreisförmigen Ansatz 9 : 2 des Gehäuses 4 liegen.
Wenn die Drehung des Schwungrades 3 von Hand gewünscht wird, um in dem Schwungrad die zum Anlassen der Brennkraftmaschine erforderliche Energie aufzuspeichern, wird eine nicht dargestellte Handkurbel in Drehung versetzt, die mit der Welle 7 verbunden ist. Die Drehung der Welle wird durch ein Kegelradgetriebe 70, 71, Hülse 73, Zylinder 75, Planetentriebrad 79, Zahnrad 83, ringförmiges Zahnrad 84, Zahnrad 85, Triebrad 87 und Zahnrad 90 dem Schwungrad übermittelt.
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Planetentriebräder 79 gedreht wird. Die Scheibeukuppluns umfasst eine Mehrzahl Platten 94, die auf Rippen der Innenfläche des Zylinders 76 in der Nähe von dessen geschlossenem Ende aufgeschoben sind.
Zwischen die Platten 94 sind eine Mehrzahl Platten 95 eingeschaltet, die auf Rippen der Aussenfläche einer Mutter 96 aufgezogen sind, welche einen nach aussen vorstehenden Flansch 96a besitzt. Mit der Innenfläche der Mutter 96 ist eine Welle 97 verschraubt, die an ihrem Innende eine Anschlagmutter 98 trägt und auf ihrem äusseren Ende mit längs verlaufenden Rippen versehen ist. welche mit dem inneren.
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den Platten 94 und 95 kann beispielsweise durch eine Anzahl Schraubenfedern 99 eingestellt werden. die zwischen dem flanschförmigen Teil der Mutter 96 und einer Einstellschraube 100 liegen, die in das Aussenende des Zylinders 75 geschraubt ist.
Die Anlasserbacke 8. die Teile der Reibungskupplung und der Zylinder 7, drehen sich als Einheit, wenn das Schwungrad gedreht wird und die Backe 8 ausser Eingriff mit der Backe 9 ist. Wenn dagegen die Backen 8 und 9 in Eingriff miteinander sind, gestattet die Scheibenkupplung ein Gleiten zwischen der Backe 8 und dem Zylinder 75, falls die Belastung der Backe 8 zu irgendeiner Zeit grösser ist als die Belastung, für welche die Reibungskupplung eingestellt worden ist.
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bringen. wenn der Winkelhebel 12 in der oben beschriebenen Weise gesteuert wird, sind geeignete Vorrichtungen vorgesehen. Diese Vorrichtungen sind zweckmässig so beschaffen, dass ein vollständiger Eingriff der Backen bewirkt und eine Beschädigung der Kanten der Zähne der Backen verhindert wird.
Ferner sind die besagten Vorrichtungen derart gebaut, dass sie ein Zurückziehen des Anlasserbaekens gestatten, falls die Maschine nicht anläuft und die Anlasserelemente zur Ruhe kommen, während die Backen 8 und 9 miteinander in Eingriff sind. Der Winkelhebel 12 ist fest mit dem Aussenende einer Schwingwelle- ? M verbunden, die sich durch das Gehäuse4 erstreckt und an ihrem Innenende mit einem Hebelarm 102 versehen ist. Die Schwingwelle 101 hat einen seitlichen Abstand von der Längsachse des Anlassers und ist in Fig. 4 in punktierten Linien gezeigt. damit man ihre Lage zu den sonstigen Teilen des Anlassers ersehen kann.
An dem Arm 102 ist eine Stange 103 angelenkt, die sich gleitbar durch die Hülse 7. 3. die Gewindewelle 97 und den Nabenteil der Anlasserbaeke 8 erstreckt. Die Stange 103 ist mit einer Schulter 103a versehen, die normalerweise an dem Innenende der Welle 97 anliegt. Das Aussenende der Stange 103 ist mit Gewinde versehen, auf dem eine Mutter 104 sitzt, die normalerweise an der Aussenfläche des Naben-
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im Aussenende der Welle 97 erstreckend, eine die Stange 103 umgebende Schraubenfeder 105. Ein Federmittel, z. B. eine Schraubenfeder 106, die geeignet in dem Gehäuse verankert und an der Schwingwelle 101 befestigt ist, bewirkt mittels der Welle 10. 3, dass die Anlasserbaeke 8 normalerweise ausser Eingriff mit der auf der Maschinenwelle sitzenden Backe 9 gehalten wird.
Die Drehungen des Schwungrades werden der Anlasserbacke 8 durch das Zahnrad 90, Triebrad 87.
Zahnrad 8So. Triebrad 84, Zahnrad 83, Planetentriebräder 79, Zylinder 75, Kupplungsplatten 94. 9J, Mutter 96 und Welle 97 übermittelt. Die Anlasserbacke und alle Teile im Innern des Zylinders 7. 5 werden in Übereinstimmung gedreht, wenn die Backe 8 ausser Eingriff mit der Backe 9 ist. Jetzt wird die Solenoidwicklung 47 erregt, um die Stange 49 und den Winkelhebel 12 zu steuern, wodurch die Welle 101 ent-
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Schwungrades das Anlassen der Maschine. Die Längsbewegung der Welle 97 zu der Mutter 96 ist positiv begrenzt durch den Eingriff der Gewindegänge der Mutter 96 mit der Anschlagmutter 98.
Nachdem die Maschine aus eigener Kraft angelaufen ist, und wenn die Umlaufgeschwindigkeit der Backe 9 grösser wird als diejenige der Backe 8, hat die Backe 9 das Bestreben, die Backe 8 anzutreiben.
Dieser Antrieb und die Schraubenverbindung zwischen der Mutter 96 und der Welle 97 bewirken das Aussereingriffbringen der Backe 8 und der besagten Welle, sobald das Solenoid aberregt wird und die
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keine Beschädigung, wenn das Solenoid nach dem Anlauf der Maschine erregt bleibt, da in diesem Falle die einer Längsverschiebung fähige Verbindung zwischen der Welle 97 und der Backe 8 der letzteren ein Aussereingriffkommen mit der Backe 9 unter der Wirkung der-geneigten Flächen der Zähne der Backen gestattet.
Es sind Vorrichtungen vorgesehen, welche den Motor 6 in die Lage setzen, die erforderliche Energie in dem Schwungrad 5 aufzuspeichern. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Motorwelle 107 mit einem Gewindeteil 108 versehen : das äussere glatte Ende der besagten Welle ist in dem Aussenende der Welle 91 geeignet gelagert. Mit dem Gewindeteils der Motorwelle steht ein Kupplungsglied 109 in Eingriff, das in Eingriff mit einem ringförmigen Glied 110 einer Reibungskupplung kommen kann, welches Glied fest an der Aussenfläche des Schwungrades sitzt. Wenn der Motor erregt ist. erteilt die Massenwir1., mg des Gliedes 109 diesem eine kombinierte Dreh- und Längsbewegung, wodurch das Glied längs des Gewindeteils der Welle 107 in treibenden Eingriff mit dem Glied 110 gebracht und das Schwung- rad gedreht wird.
Nachdem das Schwungrad auf die richtige Umlaufgeschwindigkeit gebracht worden ist, wird die Stange 108 in der oben beschriebenen Weise gesteuert, um die Backe 8 in Eingriff mit der Backe 9 zu bringen. Wenn die beiden Backen in EingTiff sind, bewirkt die Energie des Schwungrades J das Anlassen der Maschine. Wenn der Motor 6 aberregt wird, nimmt die Umlaufgeschwindigkeit der Welle 107 ab, was zur Folge hat, dass das Kupplungsglied 109 von dem Kupplungsglied 110 weg relativ zur Welle 107 bewegt wird.
Die Erfindung sieht eine neue Vorrichtung vor, durch die Anlasser nach dem Trägheitsprinzip schnell erregt und danach mit der anzulassenden Maschine gekuppelt werden können, wobei die Vorrichtung so beschaffen ist, dass die Brennkraftmaschine und der dieser zugeordnete Anlassermeehanismus in einer grossen Entfernung von der Stenerstelle, z. B. der Führerkabine eines Flugzeuges, untergebracht werden können.
Ferner ist die Vorrichtung so beschaffen, dass die Anlasser für ein Schiff mit mehreren Maschinen bequem von einer einzigen Steuerstelle aus getrennt werden können, gleichgültig in welcher
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Flugzeug für andere Zwecke mitgeführt wird und lange Steuergestänge mit ihrem zusätzlichen Gewicht und ihrer unzufriedenstellenden Handhabung vermieden sind.
Die Vorrichtung ist ausserordentlich einfach in ihrer Bauweise und kann leicht installiert werden.
Der Stoss-und Zugschalter sowie der Wählschalter 64 können leicht auf dem Instrnmentbrett des Flug- zeuges angebracht werden. Der Mechanismus ist derart beschaffen, dass das Sehwungrad wahlweise elektrisch oder von Hand gedreht werden kann und der Eingriffsmechanismus für die Anlasserbacke 8 ist ebenfalls so gebaut, dass er entweder elektrisch oder von Hand steuerbar ist. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, man kann vielmehr bei der
Umsetzung der Erfindung in die Praxis die verschiedensten Änderungen in der Bauweise und Anordnung der Einzelteile vornehmen, ohne sich von dem Hrfindungsgedanken zu entfernen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Anlasseranlage für Brennkraftmaschinen, bei welcher das Andrehen der Maschine durch mechta- nisch aufgespeicherte Energie erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum mechanischen Aufspeichern von Energie durch eine elektrisch steuerbare Vorrichtung mit der anzudrehenden Maschine gekuppelt wird, wobei gleichzeitig die Antriebsvorrichtung für den Kraftspeicher abgeschaltet sein kann.