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Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Knpferoxyd- ammoniakstreckspinnverfahren.
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der frischen vermischt, mit Kupfer und Ammoniak anreichert und dann aus dem Abflussrohr abfliesst, um wieder im Spinntrichter von unten eingeleitet zu werden. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass verhältnismässig hohe Endkonzentrationen an Kupfer und Ammoniak erhalten werden, welche das Aufarbeiten lohnen. Das Verfahren hat jedoch auch wesentliche Nachteile. Es benötigt eine besondere
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basischen Fällflüssigkeiten treten öfters Abscheidungen von cellulose-oder kupferhaltigen Niederschlagen auf, welche die Röhren verstopften.
Diese Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung. Sie besteht in einem Verfahren, welches bei gleichem Verbrauch an frischer Füllflüssigkeit wie das bekannte Verfahren den Umlauf der Füllflüssigkeit in den Spinntrichter selbst verlegt. Erfindungsgemäss wird ein Teil der gebrauchten Fällflüssigkeit
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zugemischt und wieder zum Fällen und zum Ausziehen der Fäden benutzt. Nur der nicht kreisende Anteil der gebrauchten FäHflüssigkeit fliesst ab und wird durch Zufluss an frischer Fällflüssigkeit ersetzt. Auf diese Weise kann bei geringem Verbrauch an frischer Füllflüssigkeit die gewünschte Strömungs-
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der abfliessenden Fällflüssigkeit erzielt werden, so dass die Aufarbeitung lohnend wird.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ferner eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. Brauchbar sind alle Spinnvorrichtungen mit Gehäuse und triehterartigen Einsätzen, bei welchen die Fällflüssigkeit während des Fällens und Ausziehens der Fäden aus dem sich allmählich verengenden
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Fällflüssigkeit zu vermischen.
Die Ausbildung des trichterartigen Einsatzes, in dem das Fällen und Strecken des Fadens stattfindet, kann verschieden sein. Es kann ein Trichter an seinem unteren engen Ende mit einer gelochten Hohlkugel in Verbindung stehen, die ihrerseits wieder in das erweiterte Ende eines Trichters übergeht.
Es können aber auch zwei Trichter so zueinander angeordnet werden, dass das untere Ende des einen von dem weiteren oberen Ende des ändern Trichters umfangen wird und darin eingerichtet ist. Etwa in gleicher Höhe mit dem unteren Ende des oberen Trichters befinden sich Öffnungen in der Wand des unteren Trichters.
Eine weitere besonders vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass man die Abzweigung des umlaufenden Fällflüssigkeitsstromes hart vor den Austritt der Flüssigkeit aus der Spinnvorrichtung verlegt. Hiedurch wird eine bis kurz vor die Mündung der Spinnvorriehtung verlaufende laminare, d. h. wirbel-
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formen.
Die Fig. 1 zeigt den Längsschnitt einer Ausführungsform mit einem zylindrischen Gehäuse 1, Zuflussrohr 2 und Spinnbrause. . In dem Gehäuse 1 befindet sieh ein Trichter 4 mit engem unteren Ende 5, an das sich eine hohlkugelartige Erweiterung 6 mit Öffnungen 7 anschliesst, die wiederum in ein
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dem verjüngten Ende des oberen Trichters 4 und dem weiteren Ende des unteren Trichters 9 befindet sich die Dichtung 10 ; die Öffnungen 17 verbinden das Innere des unteren Trichters 9 mit dem Raum des äusseren Gehäuses 1.
Die Fig. 3 zeigt den Längsschnitt durch eine weitere Ausfühiungsform, u. zw. befinden sich in dem zylindrischen Gehäuse 1 das Zuflussrohr 2und die Spinnbrause. 3. In dem zylindrischen Gehäuse 1 befindet sich weiter ein trichterförmiger Einsatz 4, welcher an seinem unteren Ende von dem etwas weiteren Rohr 9 umgeben wird. Das Rohr 9 verjüngt sich kurzunterhalb des unteren Endes des trichterförmigen Einsatzes zu einer engeren Ausflussöffnung. Der trichterförmige Einsatz 4 und das Rohr 9 sind gegeneinander zentriert. Das Rohr (9) ist fernerhin gegen das zylindrische Gehäuse 1 zu abgedichtet und weist Öffnungen 7 auf, welche eine Verbindung zu dem Gehäuseraum darstellen.
Beim Betrieb des Spinnapparates zweigt an dem unteren Ende des trichterförmigen Einsatzes ein erheblicher Teil der Fä'l- flüssigkeit ab, fliesst durch den Zwischenraum zwischen Einsatz 4 und umgebenden Rohr 9 nach oben, durchdringt die Öffnungen 7 und mischt sich mit der bei dem Zuflussrohr 2 eintretenden frischen Fällflüssigkeit. Die nicht umlaufende Füllflüssigkeit verlässt an der kurz unterhalb der unteren Mündung des Einsatzes 4 gelegenen verjüngten Stelle des Rohres 9 den Spinnapparat.
Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass der trichterförmige Einsatz 4 an seinem unteren Ende eine Anzahl seitlicher Öffnungen aufweist, welche eine Verbindung mit dem ihn umgebenden Rohr 9 bilden. Bei dieser Anordnung zweigt sieh schon ein Teil der umlaufenden Fällflüssigkeit oberhalb der Mündung des trichterförmigen Einsatzes 4 ab, und die Wirbelbildung wird noch weiter vermindert.
Die Pfeile zeigen die Richtung an, in der ein Teil der in die kugelartige Erweiterung 6 oder den unteren Einsatztrichter 9 gelangenden Füllflüssigkeit durch die Öffnungen ? wieder in das zylindrische
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verwendet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Spinnen von Kunstseide nach dem Kupferoxydammoniakstreckspinnverfabren mit strömender Fällflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der verwendeten Fällflüssigkeit innerhalb der Spinnvorrichtung kreist und mit der zufliessenden frischen Füllflüssigkeit vermischt erneut zum Fällen und Strecken der Einzelfäden Verwendung findet.