AT121744B - Verfahren zur Herstellung von Säurebauten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Säurebauten.

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  Verfahren zur Herstellung von   Säurebauten.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   Säurebauten   aus Kunstharzen in Verbindung mit säurefesten Platten, Steinen oder anderen analogen Gebilden. Dieses neue Verfahren zeichnet sich dadurch aus. dass die zur Herstellung verwendete, zum Einbetten. Verkitten oder Verfugen benutzte Kittmasse aus   Phenolaldehydkunstmasse besteht,   die durch Säurewirkung schon in der Kälte gehärtet werden kann. 



   Das Verfahren wird am   zweckmässigsten   derart ausgeführt, dass das hiezu geeignete Kondensationsprodukt, z. B. flüssiges Kunstharz, mit etwas Füllmaterial vermischt und dann mit so viel wässriger oder alkoholischer Salzsäure oder mit einer anderen Säure oder einem säureabspaltenden Mittel versetzt wird, dass die Härtungsreaktion schon in der Kälte, aber nicht zu heftig erfolgt. Gelindes   Erwärmen   kann mitunter zur Unterstützung der   Härterraktion   in Betracht kommen. Durch einfache Vorversuche lassen sich für die verschiedenen Rohstoffe leicht die richtigen Arbeits- und Mischungsverhältnisse feststellen. 



   Beispiel 1 : 30 Teile flüssiges Kunstharz und 17 Teile gepulverte   Abfälle   von   gehär-   tetem Phenolaldehydkunstharzen werden miteinander vermengt und kurz vor dem   Gebrauch   in kleinen Teilen mit 6 Teilen einer   15i'/oigen 1\vässrigen   Salzsäure gemischt. Aus der emulsionsartigen Mischung scheidet sich bald das überschüssige Wasser aus und kann abgegossen 
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 der Kälte 1-2 Stunden lang. Mit dieser Masse werden die säurefesten Platten auf der Unterlage festgeklebt bzw. verkittet und verfugt. In etwa 24 Stunden ist die Masse hart. unempfindlich gegen die meisten Säuren und im Gegensatz zu den bisher gebräuchlichen wasser- 
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 reicht etwa bis 130  C und mitunter noch darüber.

   Die Härte der Fugenmasse nimmt im Laufe des Gebrauchs noch zu. insbesondere bei Berührung mit kochender Salzsäure od. dgl. Diese Masse ist besonders zum Verkitten von solchen Platten geeignet. die einen. wenn auch nur wenig saugenden Scherben besitzen, da solche Platten das heim Erhärten der Masse sich auscheidende Wasser aufsaugen. 



   Beispiel 2 : Die in Beispiel l genannten Stoffe werden statt mit wässriger Salzsäure mit 5 Teilen gesättigter alkoholischer Salzsäure vermischt. Die Reaktion verläuft etwa wie hei Beispiel   1,   aber ohne wesentliche Wasserabscheidung. Daher ist diese Mischung auch zur Bindung solcher Plattenmaterialien geeignet, die einen dichten Scherben aufweisen. Die gehärtete Kittmasse weist selber einen   undurchlässigen,   nicht saugenden Scherben auf. 



   Als   Zusatzstoffe können natürlich   ausser den gepulverten   Kunstharzrückständen die   mannigfaltigsten Stoffe, wie Quarzpulver, Asbest. Kieselgur, Talkum usw.. verwendet werden. 



  Insbesondere gebrannter Gips ist unter anderen empfehlenswert, da dieser Zusatz das ausscheidende Wasser   unschädlich   macht. Allerdings muss man bei Gips den Nachteil in Kauf nehmen, dass die Härtung sehr schnell vor sich geht und die gehärtete Masse nicht so undurchlässig ist wie bei Beispiel 2 und einen etwas saugenden Scherben aufweist. 



   Es ist   selbstverständlich,   dass nach vorliegendem Verfahren die säurefesten Platten nicht unmittelbar auf Eisen. Zementbeton od. dgl.   aufgekittet   werden können. da der sauer reagierende Kitt die Eisenteile bzw. Betonteile angreifen würde. 



   Wesentlich ist es daher, darauf zu achten, dass die auszukleidende Unterlage keine Säure aus dem Kunstharzsäuregemisch herausziehen kann wie etwa Eisen. Zementbeton, nicht abgesäuerter Wasserglaskitt u. dgl. Auf derartigen Unterlagen würde die gedachte Kunstharzmischung infolge   Säureverlustes   nicht erhärten können. Darum müssen derartige Unterlagen eine Isolierschicht vor dem Aufbringen der Kunstharzmischung erhalten. Als Isolierschicht kommen beliebige geeignete Anstriche, Überzüge od. dgl. in Frage, so z. B. kann man die üblichen Kunstharzlacke, Kautschukanstriche u. dgl. verwenden. 



     Die geschilderten Überzüge   können nach Wunsch sowohl mit dichtem als auch mit saugendem Scherben hergestellt werden. Das Aufbringen erfolgt am einfachsten durch Spachteln und nachfolgendes leichtes Walzen bzw. Glätten. Bei sachgemässer Herstellung ist die Masse nach weniger als 24 Stunden schon in der Kälte so weit gehärtet. dass ein nunmehr erfolgendes Erhitzen kein Erweichen des Materials zur Folge hat. 
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 säuremischungen hervorragend geeignet. 



   Während bei den vorbeschriebenen Beispielen zur Härtung der Kunstharzmasse wässrige, alkoholische oder sonstige Lösungen der Säuren oder säureabspaltenden Stoffe angewandt 

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 erreicht werden. So wird vor allem die Bindefähigkeit der   Kunstharzmischung   so erheblich   vergrössert,   dass ein festes   Verkitten der glattesten und dichtesten Steine,   sogar von Glasplatten ermöglicht wird. 



   Das Verfahren besteht darin. dass die Säurebauten unter   Zuhilfenahme   einer Phenolaldehydkunstharzmischung hergestellt werden, zu deren   Härtung   man ein saures Salz. z. B.   Natriumbisulfat,   verwendet. Das saure Salz kann in gepulverter Form   der Kunstharzmischung   zugefügt werden. Es erfolgt eine sehr   schnelle Lösung,   und das Erhärten der Masse vollzieht sich praktisch genau so wie bei Anwendung einer wässrigen oder alkoholischen Lösung. 



   Die Menge des zu verwendenden sauren Salzes hängt von der Zusammensetzung der Kunstharzmischung ab.   Zunächst   muss so viel saures Salz verwendet werden, dass die im Kunstharz befindlichen basischen Stoffe neutralisiert werden. Ausser dieser Menge   muss   man einen   Überschuss   zugeben. dessen Höhe ebenfalls je nach den Umständen variiert. 



   In der Regel kommt man mit einem geringeren   Überschuss   an sauren Salzen aus. als zur Neutralisation des Kunstharzes nötig ist.   Selbstverständlich   wirken die sauren Salze auch dann. wenn sie in gelöstem Zustande mit der Kunstharzmasse vermengt werden, doch wird hiebei die ausserordentliche Bindefähigkeit des Materials etwas beeinträchtigt. Man   kann auch   so arbeiten. dass die kalthärtende Kunstharzschicht faserige, insbesondere filz-bzw. gewebeartige Einlagen erhält und die Kunstharzmasse so   iliinnflüssig   verwendet wird, dass ein gutes Durchtränken der Fasern gewährleistet wird.

   Die dünnflüssige Beschaffenheit der   Kunstharzsäure-   mischung kann unter anderen dadurch erreicht werden. dass man sehr wenig oder gar keine festen Zusatzstoffe zufügt oder nur solche festen Zusatzstoffe verwendet. die der Mischung eine   schlüpfrige.   gut fliessende Beschaffenheit verleihen. Als ein derartiger Zusatzstoff hat sich fein verteilter Graphit   bewährt.   Man kann auch durch Zufügung eines Lösungsmittels, wie Alkohol od.   dgl..   die gewünschte   Dünnfliissigkeit   erreichen. 



   Während bisher die Herstellung von   Säurebauten   beschrieben wurde, für die Phenolaldehydkunstharze verwendet werden, die durch   Säurewirkung   ohne Erhitzen gehärtet werden können, soll nun gezeigt werden, dass in geeigneten Fällen mit   Vorteil nicht nur Phenolaldehyd-   kunstharze, sondern auch unkondensierte   Phenolaldehydmischungen   verwendet werden   können.   wobei die Harzbildung und die   Säurewirkung   in einem Arbeitsgang erfolgt. 



   Diese Arbeitsweise bietet besonders dann erhebliche Vorteile, wenn es sich um das Arbeiten an solchen Säurebauten handelt, die schon infolge längerer Betriebszeit von Säure durchtränkt sind. also vorzugsweise bei   Reparaturarbeiten oder Umbauten. Für solche Arbeiten   eignen sich die in den vorhergehenden Beispielen geschilderten   Massnahmen   weniger gut. 



   Beispiel 3 : 10 Teile Kresol und 4 Teile   Tnoxymethylon werden   mit soviel Quarzmehl vermengt bis eine Masse von etwa schmalzartiger Konsistenz entsteht. Die Masse wird zwischen die von der Säure durchtränkten Steine gebracht und erhärtet in einigen Stunden, indem von den Steinen die   Säure   in das   Phenolaldehydgemisch   hinein diffundiert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zur Herstellung von   Säurebauten.   Platten. Steinen oder analogen Gebilden, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einbetten. Verkitten und Verfugen der Platten Kondensationsprodukte von Phenolen und Formaldehyd unter Zusatz von Säure verwendet werden, wobei die erforderliche Härtung nach dem Aufbringen in der Kälte erfolgt. 
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Claims (1)

  1. der Fasern gewährleistet ist.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass statt der Kondensationsprodukte unkondensierte Phenolformaldehydgemische verwendet werden. wobei Kondensation und Härtung erst nach dem Aufbringen erfolgt.
AT121744D 1927-05-23 1927-05-23 Verfahren zur Herstellung von Säurebauten. AT121744B (de)

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