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Maschine zum Beizen von Fellen.
Es sind bereits Maschinen bekannt, bei denen eine in die Beizflüssigkeit tauchende Bürste die Beize auf das Fell überträgt. Da jedoch auf der Bürste nur wenig Beize haften bleibt, so ist die Flüssigkeitsmenge, die die Bürste auf das Fell abgibt, unkontrollierbar und nicht so gross, als die richtige Durchführung des Beizprozesses erfordert. Die Folge davon ist, dass das Fell mehrmals durch die Maschine geschickt werden muss, was grossen Zeitverlust verursacht. Dieser Ubelstand macht sich selbst beim Beizen
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eingerieben werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Beizmasehine, bei der die Beize mittels eines über eine Walze laufenden endlosen, aus porösem elastischem Stoff, z. B. Schwammgummi, bestehenden Bandes, das in die Beizflüssigkeit eintaucht und mit einer Gegendruckwalze zusammenarbeitet, unmittelbar auf das Fell übertragen und durch eine Bürste, die mit einem sie umfassenden zweiten endlosen Band zusammen arbeitet, in das Fell eingestrichen wird.
Dadurch wird die Beizflüssigkeit nicht nur während eines einzigen Arbeitsganges in genügender Menge gefördert und auf das Fell übertragen, sondern gleichzeitig auch so tief in das Haar gepresst und alsdann eingerieben, als es der Filzprozess, den das Haar später durchmacht, erfordert. Ausserdem wird durch die neue Maschine ein absolut sicherer Transport des Felles gewährleistet, sowie das schädliche Verspritzen der Beizflüssigkeit vermieden.
Aber noch einen andern wichtigen Vortdl bietet Jr neue Masehine. Das Versagen sämtlicher bis jetzt auf den Markt gebrachten Maschinen hat es mit sich gebracht, dass das Beizen von Fellen überall von Hand vorgenommen wird, wobei nicht zu vermeiden ist, dass der Arbeiter mit der quecksilberhaltigen Beize in Berührung kommt, weshalb Gesundheitssehädigungen nicht zu umgehen sind. Die neue Maschine hilft auch diesem 1 Übelstande ab, sie befreit den Arbeiter von der Durchführung des seine Gesundheit schädigenden Prozesses und kommt damit einer längst gestellten hygienischen Forderung nach.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht :
Fig. 1 ist eine Vorderansicht der neuen Maschine. Fig. 2 ein Querschnitt durch die Mitte derselben.
An den durch die Stehbolzen 7. .. 3. miteinander verbundenen Ständern 5 und 6 sind die Schilde 7 und 8 befestigt. Zwischen denselben angeordnet sind die beiden aus Gummi bestehenden Beizwalzen 9, 10. Die obere Walze ruht in zwei Walzenlagern 11, die durch die Schilde 7 und 8 ihre Führung erhalten und sich gegen die in den Lagerplatten j angeordneten Federn 13 legen. Die Spannkraft der letzteren kann durch die Schrauben 14 nach Belieben reguliert werden.
Die untere Beizwalze 10 ruht gleichfalls in zwei Lagern 5. Über dieselbe läuft der aus Schwammgummi oder einem ähnlichen porösen elastischen Stoff bestehende Gurt 16. Derselbe taucht in die Beizflüssigkeit ein, die in dem Behälter 17 untergebracht ist. Damit sich der Gurt immer in leicht gespanntem Zustande befindet, ist in das untere Ende desselben eine Walze oder ein Rohr 18 gelegt.
Unterhalb der Beizwalze 10 sind die Abwelkwalzen 19 und 20 angeordnet. Die hintere Walze 19"ruht in den Lagern 27, die vordere Walze hingegen in den Lagern dz die mittels des Handrades 2. 3 und der
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mit der der Sehwammgummigurt getränkt ist, teilweise wieder aus dem Gurt herauszupressen, je nachdem, ob das zu beizende Fell mehr oder weniger Beize bekommen soll.
Hinter den Beizwalzen 9 und 10 sind zwei weitere Gummiwalzen 25 und :36 angeordnet. Dieselben ruhen in den Lagern : 27 und 28. Die oberen Lager sind nachgiebig und legen sieh gegen die in der Lagerplatte 12 untergebrachten Federn 29. Die Spannkraft der letzteren kann durch die Schrauben 30 nach Belieben reguliert werden.
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gummigurt 16 seinen Antrieb, sondern auch das Band. 37.
Auf der Welle 49 sitzt aber auch das Kettenrad J7, das durch die Kette-M (Fig. 2 das Ketten- rad 56 und die unterhalb der Bürstenwalze angeordnete Gnmmiwalze 57 antreibt. Diese ruht in den an den Ständern 5 und 6 befestigten Lagern- ? und dient zur Führung des endlosen Transportbandes 59, . das noch über die Walze 60 läuft. Diese ruht gleichfalls in zwei Lagern 61, die an den Hauptständern befestigt sind und mittels der Handräder 62 und der Gewindespindeln 6. 3 verstellt werden können.
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eintaucht, so dass der jeweilige Stand der Flüssigkeitsmenge auf der Skala des Manometers erkennbar wird.
Die Manometerskala ist derartig eingeteilt, dass ein Teilstrich einem Liter der verbrauchten Beizmenge entspricht, so dass letztere jederzeit für eine bestimmte Anzahl Felle auf der Skala abgelesen werden kann.
: Es ist von grösster Wichtigkeit, die Beizmenge für die jeweils zu beizenden Felle genau zu kontrol- lieren,. da je nach Fellsorte eine bestimmt festgelegte Beizmenge erforderlich ist, um eine einwandfreie
Weiterverarbeitung der Haarstoffe in der Hutfabrikation zu gewährleisten. Das Vorhandensein der
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Dach unten gekehrt. Die Haare des Felles kommen infolgedessen mit dem Schwammgummigurt 16 in r.. Berührung, der die Beize, die er mit sich führt, an das Haar abgibt. Ist die Zufuhr der. Beizflüssigkeit
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Auf diese Weise kann dieselbe dauernd kontrolliert werden, was für die Weiterbearbeitung des Haares in der Hutfabrikation von grosser Bedeutung ist. Ist der Beizverbrauch nach dem Urteil des Arbeiters
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