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Sicherheitseinrichtung für Öfen, Brenner od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sieherheitseinriehtung für Öfen, Brenner u. dgl. solcher Art, bei welcher der Ofen, Brenner od. dgl. in einen Behälter gestellt ist, dessen Deckel mittels einer leicht verbrennbaren Schnur offen gehalten wird, die so geführt ist, dass sie beim Herausschlagen der Ofenflamme Feuer fängt und reisst, so dass der Deckel auf den Behälter herabfällt, ihn dicht verschliesst und auf diese Weise die etwa drohende Explosion verhindert.
Erfindungsgemäss wird diese Einrichtung zwecks einfacher und billiger Herstellung und zuverlässiger Wirkung derart ausgebildet, dass der Deckel in seiner höchsten Stellung auf den äusseren Enden von Armen ruht, die in Schlitzen der Führungsschienen für den Deckel geführt sind und deren innere Enden an einer Hülse angelenkt sind, die auf einem mit dem Behälter fest verbundenen Bolzen gleitet und entgegen der Wirkung einer Feder durch das eine Ende der straff gespannten Schnur festgehalten wird. Die Schnur kann teilweise, nämlich an den von der Flamme nicht bedrohten Teilen, auch aus Metalldraht bestehen und abwechselnd durch Ösen des Behälters und des Ofens so a'eschlungen sein, dass sie Verschiebungen des Ofens im Behälter verhindert.
Falls der als Abzugsrohr dienende Oberteil des Ofens mit dem Ofenunterteil durch ein Scharnier verbunden ist. soll der Rand des Behälters ungefähr in dessen Höhe liegen.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, u. zw.
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gleiten. Er wird durch die über die Fiihrungsschienen 3 nach aussen vorragenden und in Schlitzen 22 der Schienen 3 geführten Enden der Arme 7, deren Anzahl gleich ist jener der Führungsschienen. 3 und die unter der Einwirkung der Schnur 8 gespreizt werden, für gewöhnlich in seiner höchsten, in Fig. 1 eingezeichneten Stellung gehalten. Die Arme 7 sind mittels der Bolzen 9 drehbar an einer Hülse 10 angelenkt, welche auf einem an der Scheibe 5 befestigten Bolzen 11 auf und nieder gleiten kann, während die äusseren Enden der Arme 7, wie erwähnt, in Schlitzen 22 der U-Sehienen 3 geführt sind.
Eine Druek-
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Öffnung 18 in der Ofenwand und entlang der Innenfläche des zur Aufnahme des Brenners dienen den unteren Teiles des Ofens zu den am Behälter 1 befestigten Ösen 19 und von dort aus im Ofen wieder nach oben zum Haken 20, an dem ihr Ende befestigt wird. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, dass die Schnur Verschiebungen des Ofens im Behälter verhindert. Vorteilhafterweise besteht nur der im Behälter und im Ofen verlaufende Teil der Schnur zwischen 20 und 21 aus brennbarem Material, ihr über 21 liegender Teil hingegen aus Draht, damit im Falle eines Brandes nicht die ganze Schnur erneuert werden muss. Bei 27 werden die Schnurteile in geeigneter Weise miteinander verknüpft oder sonst geeignet verbunden.
Wenn der als Abzugsrohr dienende obere Teil des Ofens um ein Scharnier umklappbar ist, wird man den oberen Rand des Behälters 1 in der Höhe des Scharniers verlaufen lassen, damit der Ofen ohne Schwierigkeiten geputzt werden kann. Der Federteller 14 soll so hoch über dem Ofen liegen, dass letzterer auch zum Kochen benutzt werden kann. Um einen luftdiehten Abschluss zu erzielen, wird der obere Behälterrand mit einem Filzring 23 od. dgl. versehen.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Wenn aus irgendeinem Grunde die Flamme aus dem Ofen schlägt oder auf über den Brenner verschüttetes Petroleum übergreift, so gerät einer der im
Ofen befindliehen Schnurteile in Brand und reisst. Die Hülse 10, die bis dahin von der Schnur nach unten gezogen wurde, schnellt nun unter der Einwirkung der sich entspannenden Druckfeder 12 nach oben, wodurch die in den Schlitzen 23 geführten Arme in eine schräge Lage kommen und ihre Enden nach innen zurückweichen. Dadurch werden dem Deckel 6 seine Stützen entzogen, er gleitet längs der Schienen 3 infolge seiner Schwere nach abwärts und verschliesst luftdicht den Behälter 1, so dass die Flamme ersticken muss. In offenem Zustand wirkt der Deckel als Wärmeverteiler.
Während bei gewöhnlichen Petroleumofen die erwärmte Luft fast ungehindert nach oben aufsteigt, die Luftschichten neben dem Ofen jedoch nur in geringem Masse erwärmt werden, muss bei Verwendung des Erfindungsgea-enstandes die von der Flamme unmittelbar erhitzte Luft seitlich ausströmen. Durch den Deckel wird auch eine starke Wärmestrahlung erzeugt. Die Schnur wird nach der Zeichnung bloss an zwei Stellen am Brenner vorbeigeführt, dies kann aber auch an mehreren Stellen erfolgen. Die Erfindung kann mit gleichem Vorteil für Spirituskocher, Petroleumkocher, Petroleumlampen od. dgl. verwendet werden.
Durch das Herunterfallen des Deckels kann eine Alarmvorrichtung in Tätigkeit gesetzt werden, die die Passanten auf die Feuersgefahr aufmerksam macht. Eine solche Alarmvorrichtung kann beispielsweise aus einer elektrischen Glocke bestehen, deren Batteriepole einerseits an einen Kontakt am unteren Rande des Deckels 6, anderseits an einen dementspreehenden Kontakt am oberen Rande des Behälters angeschlossen sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitseinrichtung für Öfen, Brenner od. dgl., bei welcher der Ofen, Brenner od. dgl. in einen Behälter gestellt ist, dessen Deckel mittels einer brennbaren Schnur über den Behälter schwebend offen gehalten wird, die so geführt ist, dass sie beim Heraussehlagen der Ofenflamme durchbrennt, so dass der nun freie Deckel herabfällt und den den Ofen aufnehmenden Behälter abschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (6) in seiner höchsten Stellung auf den äusseren Enden von Armen (7) ruht, die in Schlitzen (22) von vertikalen Deekelführungsschienen geführt sind und deren innere Enden an einer Hülse (10) angelenkt sind, die auf einem mit dem Behälter fest verbundenen Bolzen (9)
gleitet und entgegen der Einwirkung einer Feder (12) durch das eine Ende der straff gespannten Schnur festgehalten wird.