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Kupplung, welche zwei Wellen immer nur für eine ganze Umdrehung oder ein
Vielfaches davon in beiden Drehrichtungen schaltet.
Kupplungen, welche zwei oder mehrere Wellen für beide Drehrichtungen für eine ganze Umdrehung oder ein vorher bestimmtes Vielfaches davon miteinander kuppeln, sind bisher in einfacher und betriebs- sicherer Anordnung nicht bekannt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Kupplung, welche die Umdrehungen einer ) Antriebswelle auf eine getriebene Welle immer nur für eine ganze Umdrehung oder für ein Vielfaches davon, u. zw. für beide Drehriehtungen der getriebenen Welle überträgt, wobei die Kupplung äusserst einfach und in ihrer Wirkungsweise vollkommenst zuverlässig ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein Kupplungsteil von einer Mitnehmervorrichtung der treibenden Welle mitgenommen wird und der die Mitnahme bewirkende Teil des mitgenommenen Kupplungsteiles nach vollendeter ganzer
Umdrehung durch Auflaufen auf einen beweglichen Kupplungsteil die Verbindung zwischen Mitnehmer- vorrichtung und mitgenommenem Kupplungsteil lost.
Durch Einschalten von Zahnräderpaaren, die mit je einer Kupplungsvorrichtung verbunden werden können, wobei die Kupplungsvorrichtungen zwang- läufig in Abhängigkeit voneinander gesteuert werden können, wird das Einkuppeln für beide Drehrichtungen gewährleistet.
In den Zeichnungen ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Kupplung nach der Erfindung dargestellt und stellt Hg. 1 eine Seitenansicht mit teilweisen Schnitten der Kupplung dar, Fig. 2 zeigt einen Grundriss der Kupplung. Fig. 3 zeigt eine Ansicht der Kupplung von der Antriebsseite. Fig. 4,
5, 6,7 zeigt einzelne Details perspektivisch dargestellt. Fig. 8 zeigt die beispielsweise Ausführung eines
Elektromagneten für den Fall einer elektromagnetischen Betätigung der Kupplung.
Die Kupplung besitzt zwei Antriebswellen 4 und 4', welche mittels der Kegelräder 2,3 durch
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Mit jeder dieser Wellen ist eine Scheibe 42 verbunden (Fig. 1, 3, 4), welche zwei Mitnehmernasen 41 besitzt. Diese Scheibe 42 rotiert innerhalb einer mit der Kupplungswelle 6 fix verbundenen Scheibe 5 m, welche an einer Stelle den radialen Schlitz 43 (Fig. 4) hat. In diesem Schlitz 43 ist das Kupplungs-
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verbunden ist. Die Hebel 13, 14 sind über der Horizontalplatte 45 in der Säule 15 kreuzweise drehbar gelagert. In der Horizontalplatte 45 laufen auf Kugeln die Schlitten 16 mit den Anschlagbolzen 46, welche wiederum durch die Druckfedern 36 und 37 abgefedert sind und die halbmondförmigen Teile 44 an ihrem nicht abgefederten Ende haben.
Die Bolzen 18 der Hebel 13 und 14. welche Hebel mittels nicht
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sind, ruhen auf Gleitstücken 19 und 20 auf, welche wiederum in einem Schlitze der Scheiben 7 und 8 beweglich sind und welche durch die Druckfeder. 34 nach unten abgefedert sind. In den Scheiben 7 und 8 läuft wieder je eine Scheibe, die genau so ausgebildet ist wie die Scheiben 42 mit Nasen 41 und welche mit zwei ineinandergreifenden Zahnrädern 21 und 22 fest verbunden sind, ebenso wie mit den getriebenen Wellen 23 und 46, von denen jedoch nur eine, 23, als getriebene Welle in Betracht kommt und die andere
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innerhalb einer mit dem Kupplungsgestell verbundenen Brille 33, welche die Schlitze 40 trägt (Fig. 6).
Die Scheiben 7 und 8 sind mit den Kupplungswellen 6 fest verbunden. Alle Wellen sind in den Lagern 25,
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senkt sich der Hebel 13 auf dieser Seite und gibt dem Gleitstück 19 den Weg nach oben frei. Zwischen der getriebenen Welle 46 und der Kupplung besteht nun keine andere Verbindung als über die Zahnräder 21, 22, so dass die Scheibe 8 in Ruhe bleibt und nur die Scheibe 7 mit der durch das Gleitstück 20 jetzt gekuppelten getriebenen Welle 23 die Drehung der Welle 4 in derselben Drehrichtung mitmacht.
Wird sofort oder wann immer während der Umdrehung der Hebel 49 losgelassen, so gleitet der & chlitten 16 zurück und nach erfolgter ganzer Umdrehung der Scheibe 5 fährt die Nase 10 des Gleitstückes 9 auf den halbmondförmigen Teil des Schlittens auf, wird gehoben, hebt ihrerseits das GleitstÜck 31 und fährt
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ausgekuppelt, gleichgültig zu welchem Zeitpunkte der Drehung die Kupplung gelöst wurde.
Wird nun der Hebel 50 verdreht, wird der andere Schlitten seitlich gedrückt, der Hebel 14 fällt auf der Seite des Bolzens 12 nach unten, nachdem die Kupplung zwischen 4'und 5'wiederum hergestellt
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getriebenen Welle 23. Diese wird vielmehr jetzt über die Zahnräder 22 und 21 angetrieben. Da sich jetzt das Zahnrad 22 in derselben Richtung dreht wie die angetriebene Welle 4', so wird die getriebene
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getriebenen Wellen 4 und 4'mitmachen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kupplung, welche zwei Wellen immer nur für eine ganze Umdrehung oder ein Vielfaches davon in beiden Drehrichtungen schaltet, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anordnung von zwei gleichartigen
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in zwangläufiger Verbindung ist, die Umdrehbarkeit der Drehrichtung erzielt, wobei jeder der einzelnen
Kupplungsteile von der Hauptwelle (1) durch Nebenwellen (4 bzw. 4') in Drehung versetzt wird, sobald ein Mitnehmerglied (9) in der zur Tätigkeit kommenden Kupplung in Eingriff mit einem Klinken- rad (42) kommt und durch eine Hebelübertragung 3 bzw. 14) die Einschaltung des Mitnehmergliedes eines Kupphungsteiles (5' bzw.
5) die Ausschaltung des Mitnehmergliedes (19) des angetriebenen Teiles des benachbarten Kupplungsteiles (8 bzw. 7) bewirkt.