AT120968B - Verfahren und Anordnung zum Einsetzen von Geschossen und Würgen bzw. Einziehen von Patronen. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zum Einsetzen von Geschossen und Würgen bzw. Einziehen von Patronen.

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AT120968B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Beim Beschuss von Patronen hat die Grösse der Kraft, die zum Ausziehen oder Ausstossen der
Geschosse aus den Patronenhülsen erforderlich ist, einen weitgehenden Einfluss auf die während der Verbrennung des Pulvers entstehenden   Dr@cke und Temperaturen der Pulvergase und   damit auch auf die Treffgenauigkeit. In je   enn'eren Grenzen   die Ausziehkraft   bei der Fertigung der Patronen gehalten   werden kann, um so   gleichmässiger   wird das   Beschussergebnis.   



   Es ist demzufolge sehr   erwünscht,   dass sämtliche   Patronen möglichst gleiche Geschossausziehkraft   aufweisen. 



   Für   gleichmässigen   Sitz der Geschosse in dem   Geschossraum   der Patronen ist daher Sorge zu tragen, insbesondere bei Verwendung gerillter Geschosse, bei denen ein ungleichmässiger Sitz sieh besonders stark auswirkt. Die Rille wird   zweckmässig von einem von   der Geschossbodenseite her schwach abfallenden konischen Teil gebildet, an den sich eine vorzugsweise senkrecht zur Geschossachse verlaufende, sich bis zur   Mantelfläche   des Geschosses   erstreckende Ringfläche anschliesst.   Die Entfernung der Rille 
 EMI1.2 
 dass die der Geschossspitze zu   liegende Ril1enkitnte   mit der   Hülsenmündung   stets in gleicher Höhe der Patrone lagen.

   Die Stellung'konnte nur bei maximaler Hülsenlänge und maximaler Entfernung der vorderen Rillenkante von der   Geschossspitze eingehalten werden, während   bei allen andern Elementen ein Abstand   zwischen   dieser Rillenkante und der Hülsenmündung entstand von einer Grösse bis maximal der Summe der zwei Toleranzen der beiden obengenannten Abmessungen. Bei dem bisher erst nach dem   Geschosseinsetzen   üblichen Einziehen der Hülse ergaben sieh dann grössere Abweichungen in der Ausziehkraft.

   Der durch radial oder axial   bewegliehe Werkzeuge   in eine oder mehrere um das Geschoss laufende Rillen   hineingedrückte Teil des Hülsenhalses füllte   die Rille oder Rillen des Geschosses aus obengeschilderten Gründen mehr oder weniger aus, wodurch die aufgeführten Nachteile entstanden. 
 EMI1.3 
 Ausbildung der Laboriergeräte dafür gesorgt wird, dass beim Zusammensetzen und Einziehen von Patronen stets die   Hülsenmündung   mit der vorderen Rillenkante des Geschosses zusammenfällt. 



   Dieses wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass vor Beendigung des   Geschosseinsetzens     schon   das Einziehen bzw.   Einwürgen des Hülsenmaterials   in die   Geschossrille   beginnt, so dass sich bei weiterem   Geschosseinsetzen   die Vorderkante der   Geschossrille   stets hart an die   HülsenmiinduNg   anlegt. Wurde man die   Hülsenmündung   vor Beendigung des Geschosseinsetzens nicht einziehen, so könnte die harte Auflage an der Vorderkante der   Geschossrille   nicht entstehen.

   Diese Auflage aber   ermöglicht wiederum   die Anwendung von   Ausgleiehsvorrichtungell,   welche stets   die gleiche Geschossanlage   mit der vorderen Rillenkante an der Hülsenmündung trotz obiger Längenmasstoleranzen ermöglichen. 



   Die Zeichnungen veranschaulichen das Verfahren in beispielsweiser Anwendung auf das Einsetzen von Geschossen und   Würgen   bzw. Einziehen von   Gewehrpatronen.   



   Es zeigen Fig. 1 den Beginn des Einsetzvorganges, Fig. 2 eine Darstellung während des Einsetzens (der   Hülsenmund beginnt sich schwach einz@ziehen), Fig.   3 den beendeten   Einsetxvorgang (der Hülsen-   

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   mund   ist so weit eingezogen, dass er sich an die vordere Rillenkante hart aulegt, den Rillenkonns jedoch mit etwas Spiel umgibt), Fig. 4 das endgültige Einziehen des   Hiilsenmundes.   



   In Fig. 1 bedeutet a die bereits mit Pulver gefüllte Hülse und b das einzusetzende   Geschoss   mit der Anwürgerille e, die Aus dem Rillenkonns d und der   Ringfläche   e besteht. 
 EMI2.1 
 



   Das   Geschoss kann nunmehr lediglieh so weit eingesehoben werden,   bis   der eingezogene Teil   der   Hülsenmündung auf   die Rillenfläche e hart aufsetzt (Fig. 3). 



   Die eingangs erwähnten   Längenmasstoleranzen   in der Hülse und in dem Abstand der   Rillenfläche''   
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   giebig   gelagerten Kissen l aufgesetzt ist, wobei die Spannung der Feder dem Einsetzdruck widersteht, jedoch nach Aufsetzen des eingezogenen Hiilsenteiles auf die   Rillenfläche @ dem starren Drack des   Einsetzstempels f nachgibt, ohne aber die Hülse zu deformieren. Die   Patronenlänge sehwankt in den   zulässigen Toleranzen. 
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 mit etwas Spiel und ist nur so weit eingezogen, dass er sich auf der   Rillenfläche   c fest aufsetzen kann. 



   Ist mit dem Aufsetzen des eingezogenen   Hülsenmundes   auf die Rillenfläelhe e das Einbringen des Geschosses in die Patronenhülse beendet, so wird das   Hülsenmundstück   durch Abwärtsbewegen des Einziehwerkzeuges i fest gegen den Rillenkonns d angepresst (Fig. 4). 
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 Einziehwerkzeug gegen eine zweckmässig auswechsel- oder einstellbare Feder h abgestützt. 



   Bei einem Einsetzen von Geschossen und Würgen bzw. Finziehen von Patronen gemäss der Erfindung wird demzufolge die Vorderkante des   Hülsenmundstüekes   stets mit der gleichen   Federkraft gegen   die Rillenfläche e gepresst und füllt somit die Rille c völlig aus. Die Ausziehkraft aller derart eingesetzten Geschosse nimmt deshalb denselben Wert an, so dass bei einem   Beschüss der Patronen Ungenpuigkeiten,   
 EMI2.5 
 



   Es gibt noch andere Möglichkeiten zur Durchführung des Erfindungsgedankens : insbesondere   kann an   Stelle des zwangläufig gesteuerten Einsetzstempels und der nachgiebig gelagerten Hülse auch die umgekehrte Anordnung gewählt werden. Ebenfalls ist es nicht unbedingt erforderlich, dass das Würgewerkzeug eine axial bewegliche   Büchse   darstellt. Es lassen sich auch radial bewegliche, geteilte   Werkzeuge verwenden.   



   Auch ist es gleichgültig, ob das Einsetzen der Geschosse und das Würgen bzw. Einziehen der 
 EMI2.6 
 Arbeitsgängen wechselnd nacheinander vorgenommen werden. Hauptsache ist, dass vor Beendigung des GEschosseinsetzens schon das Einziehen bzw.   Einwürgen   des   Hülsenmaterials   in die Gesellossrille e beginnt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Einsetzen von Geschossen und Würgen bzw. Einziehen von Patronenhülse. deren   Hülsenhals   teilweise in die Rille des Geschosses eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beendung des Gesehosseinsetzens schon das Einziehen bzw. Einwürgen des   Hülsenmaterials   in die Geschossrille (e) beginnt.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass EMI2.7
    3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse auf einer festen Unterlage @ufsitzt und der Einsetzstempel (f) unter Zwischenschaltung eines nachgiebigen Organs, am besten 'iner auswechsel-oder einstellbaren Feder (k) gesteuert wird, welche zwar dem Geschosseinsetzdruck EMI2.8 der Hülse aufsitzt.
    4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Würge-bzw.
    Einziehwerdzeug (i) zwecks Ausgleich der Toleranzen in der Hülsenwandstärke und dem Gesehossdurchmesser unter Zwischenschaltung eines nachgiebigen Organs, am besten einer auswcchsel-oder 'instellbaren Feder, gesteuert wird.
AT120968D 1930-02-12 1930-04-18 Verfahren und Anordnung zum Einsetzen von Geschossen und Würgen bzw. Einziehen von Patronen. AT120968B (de)

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