DE708996C - Zuendung fuer die Treibladung in Patronenhuelsen, insbesondere kleineren Kalibers - Google Patents

Zuendung fuer die Treibladung in Patronenhuelsen, insbesondere kleineren Kalibers

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DE708996C
DE708996C DER100521D DER0100521D DE708996C DE 708996 C DE708996 C DE 708996C DE R100521 D DER100521 D DE R100521D DE R0100521 D DER0100521 D DE R0100521D DE 708996 C DE708996 C DE 708996C
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DE
Germany
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ignition
recess
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Expired
Application number
DER100521D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Richard Braun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall AG
Original Assignee
Rheinmetall Borsig AG
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Publication date
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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zündung'für die.Treiblad'ung in Patronenhülsen, insbesondere kleineren Kalibers Zur einwandfreien und zuverlässigen Zündung der Treibladung in Patronenhülsen hat .es sich bei Patronen über Infanteriegewehrkäliber als notwendig erwiesen, zwischen Zündhütchen und Treibladung eine als Zündverstärkung wirkende Beiladung vorzusehen. Für die Anordnung dieser Beiladung innerhalb der Patronenhülse gibt es verschiedene Möglichkeiten.
  • Es ist beispielsweise bekannt, die Beiladung in einen kleinen Beutel zu füllen und diesen unterhalb des die Treibladung enthaltenden Beutels auf den Hülsenboden zu legen, so daß die aus dem Zündhütchen durch Kanäle schlagende Zündflamme zunächst die leichter entzündliche Beiladung erreicht. Bei größeren Kalibern verwendet man meist Zündschrauben, die das Zündhütchen und manchmal noch einen diesem zu den Zündkanälen hin vorgelagerten besonderen Anfeuerungssatz als weiteres Zündverstärkungsmittel aufnehmen, der dann seinerseits erst die in, Beuteln im Hülseninnern befindliche Beiladung und Treibladung anfeuert. Ferner gibt es Zündungen, deren Beiladung nicht in einem Beutel, sondern in einer festen Fassung enthalten ist, die durch Einschrauben in den Hülsenboden mit diesem verbunden ist. Bei Hülsen kleineren Kalibers muß jedoch von Verschraubungen abgesehen werden, weil diese zu umfangreich sind, um im Hülsenboden untergebracht werden zu können. Daher wurde schon vorgeschlagen, einen Zündpflock zu verwenden, der von außen in die entsprechend nach innern verlängerte Zündhütchenbohrung des Hülsenbodens hineingepreßt wird. Auch sind Ausführungen bekannt, bei denen der Zündpflock im hohlen vorderen, in das Hülseninnere reichenden Teil die Beiladung enthält, während seine Rückseite als Amboß für das dahinterliegende Zündhütchen ausgebildet ist.
  • Die Verwendung eines Zündpflockes hat jedoch den Nachteil, daß im Hülsenboden eine verhältnismäßig weite und ganz hin= durchgehende öifnung vorgesehen werden muß, wodurch dieser erheblich geschwächt ist. Es kann daher unter Wirkung des Gasdruckes leicht zu einer Aufweitung des Zündhütchensitzes im Hülsenboden und somit zu einem schädlichen, das weitere Arbeiten der Waffe in Frage stellenden Gasaustritt hinter die Hülse kommen. Überdies .kann die Beschädigung und Verformung des Hülsenbodens eine Nachbearbeitung und Wiederverwendung der Patronenhülse ausschließen.
  • Diese Schwierigkeiten werden nach der Erfindung dadurch behoben, daß der Hülsenboden, der in an sich bekannter Weise nicht vollständig durchbohrt, sondern mit einem die Zündkanäle enthaltenden und den Amboß tragenden Steg versehen ist, oberhalb des Steges eine Ausn.ehmung für das Festlegen der als Zündverstärkung dienenden Beiladung aufweist. Die Mladung kann gänzlich in diese Ausnehmung des Hülsenbodens untergebracht sein oder auch in einer Hülse getrennt laboriert in die Ausnehmung nur zum Teil für- die Befestigung hereinreichen. Die Erfindung ist daher besonders vorteilhaft für Patronen kleineren Kalibers, bei denen Beiladung und Treibladung so gering sind, daß eine Beutellaborierung zu umständlich und zeitraubend wäre, andererseits eine die Beiladung enthaltende Verschraubung wegen der geringen Hülsenabmessungen nicht verwendbar und schließlich ein Zündpflock wegen des Verlustes der Rekalibrierfähigkeit ungeeignet ist.
  • Die an Hand der Zeichnung näher beschriebenen Ausführungsbeispiele einer Zündung nach der Erfindung ermöglichen ein maschinelles, gleichmäßiges und einwandfreies Laborieren auch kleiner Hülsen und schließen zugleich den weiteren Vorteil einer für die richtige Zündung mittels Schlagbolzens ausschlaggebenden großen Herstellungsgenauigkeit ein, weil Amboß und Hülsenboden aus einem Stück gearbeitet sind und infolgedessen die auf den Amboß bezüglichen Toleranzen leichter eingehalten werden können.
  • In den Fig. i bis 4 der Zeichnungen sind im Schnitt vier Ausführungsbeispiele für die erfindungsgemäße Unterbringung der Beiladung in Patronenhülsen dargestellt.
  • Die Fig. 5 und 6 erläutern die Entstehung der endgültigen Hülsenform entsprechend dem Beispiel der Fig.3 bzw. 4.
  • Die Beiladung wird entweder ohne Umhüllung (Fig. i ) oder mit einer starren (Fig. 2 und 3) oder nachgiebigen Umhüllung (Fig. 4) in die Hülse eingebracht.
  • In Fig. i bezeichnet a die Patronenhülse " und b das Zündhütchen, in das der aus dem Hülsenboden a1 herausgearbeitete Amboß a$ hineinragt. Der Hülsenboden a1 enthält dem Treibladungsraum zu in einer Vorwölbung a$ eine Ausnehmung a4, in die unmittelbar die Beiladung c unter Benutzung einer geeigneten Vorrichtung unter festhaftendem Sitz hineürgedrückt wird. Durch den zwischen Zündhütchen b und Beiladung c liegenden Hülsenbodensteg führen die Zündkanäle a5. Die Vorwölbung a3 und die Ausnehmung a4 erhalten bereits beim Ziehen der Hülse ihre endgültige Form, so daß sich eine nachträgliche Bearbeitung des Hülsenbodens auf der Innenseite erübrigt. Die Bildung der Ringmulde er, hat eine Erhöhung der des dahinterliegenden Hülsenbodens a1 zur Folge. Außerdem verhütet ihr Vorhandensein ein Aufweiten der Höhlung a4 bei Zündung der Beiladung c, da auch .außerhalb der Vorwölbung a3 ein durch das Anfeuern der Treibladung entstehender hoher Gasdruck auftritt.
  • Bei den folgenden drei Ausführungsbeispielen ist eine getrennte Laborierung der Beiladung c vorgesehen, die dann bereits fertig in einer Umhüllung teilweise oder vollständig in der Ausnehmung des Hülsenbodens oberhalb des die Zündkanäle und den Schlagbolzen enthaltenden Bodensteges untergebracht wird.
  • Die Anordnung nach Fig. a entspricht derjenigen nach Fig. i. Es befindet sich lediglich die Beiladung c in einer zylindrischen Buchse d, die in eine gleich weite zylindrische Höhlung a7 des Hülsenbodens unter ausreichend festem Sitz hineingepreßt ist.
  • Die Fig.3 zeigt eine Ausführung, bei der die Höhlung a$ des Hülsenbodens a1 sich hinter einem als Eintrittsrand dienenden ringförmigen Wulst a9 erweitert. Der lichte Durchmesser des - Wulstes a9 stimmt ungefähr mit dem Außendurchmesser der die Beiladung c enthaltenden Buchse e überein. Wird diese in die Höhlung a$ hineingedrückt, so trifft der vordere Hülsenrand auf eine Schrägflächealo am Boden der Ausnehmung a8 und bördelt sich nach außen um, so daß er dabei hinter den Wulst a9 tritt. Durch die auf diese Weise entstandene Umbördelungel ist die Buchsee im Hülsenboden a1 festgelegt.
  • Zur Erleichterung des Einführens der Buchse in die Höhlung a8 wird zweckmäßig der Wulst a9 gut abgerundet und etwas konisch einwärts verlaufend ausgebildet. Auch kann es für das Umbördeln vorteilhaft sein, den Einführungsrand der Buchse e mit einigem Schlitzen zu verseben. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. q. ist die Beiladung c .plattenförmig gehalten und ineiner elastischen Umhüllung/ untergebracht, die zweckmäßig aus brennbarem Werkstoff besteht. Die gewölbte Bodenfläche a11 der Höhlung a12 gestattet es, die B:eiladungsscheibe so weit durch den im Durchmesser kleineren ringförmigen Wulst a13 hineinzudrücken, bis sie völlig in die Ausnehmung a12 eintritt und nach der Entlastung von der Bodenfläche all zurückfedernd sich hinter dem Wulst a13 festklemmt.
  • Die Scheibe f kann, falls eine größere Beiladung verwendet werden soll, auch durch einen aus ihr hervortretenden Aufsatz zu größerem Fassungsvermögen erweitert sein, ohne daß die Durchbiegefähigkeit dadurch beeinträchtigt zu sein braucht.
  • Die Fig.5 veranschaulicht die letzten Arbeitsgänge der Hülsenherstellung für das Beispiel der Fig.3, ünd zwar zeigen die ausgezogenen Linien die durch den Ziehprozeß erhaltene und für die Festigkeit des Hülsenbodens a1 günstige Zwischenform von dessen Innenseite, aus der dann die endgültige und bleibende Form lediglich durch gestrichelt angedeutetes Umbördeln des Wulstes a9 nach innen entsteht. Das Umbördeln ist :ein einmaliger Herstellungsvorgang, der ohne weiteres die Wiederverwendbarkeit der Hülse ermöglicht.
  • Die in gleicher Weise entstehende endgültige Hülsenform für das Ausführungsbeispiel der Fig. q. erläutert Fig. 6 entsprechend.

Claims (3)

  1. YATENTANSP RÜCIIE: i. Zündung für die Treibladung in Patronenhülsen mit zwischen Zündhütchen und Treibladung vorgesehener Beiladung, deren dem Zündhütchen vorgelagerter Amboß :einstückig aus dem die Zündkanäle durchsetzenden Hülsenboden herausgearbeitet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die als Zündverstärkung dienende Beiladung (c) in einer Ausnehmung (a" Fig. i ) oberhalb des den Amboß (a2) und die Zündkanäle (a") :enthaltenden Hülsenbodens (a1) festgelegt ist.
  2. 2. Zündung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beiladung (c) mit einer Umhüllung (d) in der Ausnehmung (a.7, Fig.2) des Hülsenbodens untergebracht ist.
  3. 3. Zündung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beiladung (c) ge- trennt hergestellt in :einer zylindrischen Buchse (e, Fig.3) sitzt, deren über die Ladung (c) vorstehender Rand (e1) beim Einbringen in die Ausnehmung (a8) des Hülsenbodens (u1) an einer Schrägfläche (alo) des Ausnehmungsgrundes radial nach außen in eine Aussparung der Aufnahmebohrung umgebördelt -,vird. q.. Zündung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine getrennt hergestellte scheibenförmige Beiladung (c) in einer nachgiebigen Umhüllung (f) aus einem elastischen, zweckmäßig brennbaren Stoff, die beim Hineindrücken in die mit einem verengten Eintrittsrand versehene Ausnehmung (a12) des Hülsenbodens (a1) s;o weit durchgebogen wird, daß sie völlig in die Höhlung (alt) hineingelangt Land durch Zurückfedern in die Strecklage sich hinter dem verengten Einführungswulst (ä13) festklemmt.
DER100521D 1937-10-16 1937-10-16 Zuendung fuer die Treibladung in Patronenhuelsen, insbesondere kleineren Kalibers Expired DE708996C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1145519B (de) * 1960-04-27 1963-03-14 Rheinmetall Gmbh Zuendschraube
US3732820A (en) * 1971-06-28 1973-05-15 G Hendricks Ball anvil primer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1145519B (de) * 1960-04-27 1963-03-14 Rheinmetall Gmbh Zuendschraube
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