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Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Erzeugung von Stempelabdrileken derjenigen Art, bei welcher in einer Umfangsöffnung eines Rotatiomdruckkörpers ein Weltstempel mit einzeln einstellbaren Zahlendrucktypen und ausserhalb des Druckkörpers ein Rollenzählwerk vorhanden sind.
Nach der Erfindung ist zur Übertragung des eingestellten Wertes auf das Zählwerk bei jeder Umdrehung des Druckkörpers auf dem Umfang des letztern ein Satz Nocken vorhanden, welche Nocken mit je einem Einstellorgan für jeden Stellenwert in Bewegungsverbindung stehen und der Grösse des betreffenden Stellenwertes entsprechend bei jeder Umdrehung des Druckkörpers die Verschiebung je einer eine Zahlenrolle des Zählwerkes in nur einer Bewegungsrichtung antreibenden Zahnstange bewirkt, wobei die Zehner- übertragung von einer Zahlenrolle auf die nächstfolgende gesondert mit Hilfe einer vom Druckkörper gesteuerten Nachschaltungsvorrichtung erfolgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw.
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Fig. 5 eine einzelne Zahlenrolle in grösserem Massstab, Fig. 6 und 7 zeigen die Nachsehaltungsvorrichtung in je einem Querschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 1, Fig. 8 und 9 veranschaulichen den Zählerantrieb in je einem Querschnitt nach Linie VIII-VIII der Fig. 1.
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ist eine im Druckzylinder längslaufende Stange 25 fest verbunden, die unter dem Einfluss einer nicht dargestellten Feder in eine Vertiefung 26 eingreift, von welcher zwei in der Stirnwand 10 übereinander angeordnet sind.
Wird der Drücker 23 einwärts gedrückt, so kommt die Stange 25 mit der betreffenden Vertiefung 26 ausser Eingriff, worauf der Handgriff 12 in die obere und aus dieser wieder in die untere Stellung eingestellt werden kann. In der oberen, in Fig. 1 durch strichpunktierte Linien dargestellten Stellung des Handgriffes 12 ragen die Hebel 20 so weit aus dem Druckzylinder 2 heraus, dass sie bequem erfasst werden können (Fig. 1 punktiert).
Zwischen den Stangen jedes Stangenpaares 8 ist der Öffnung 22 des Druckzylinders gegenüber ein Anschlag 27 vorhanden, welcher fest mit den genannten Stangen verbunden ist und bewirkt, dass der unter ihm befindliche Drucktyp 13 beim Abwärtsbewegen des Handgriffes 12 in die Öffnung 22 hineingedrückt wird, so dass der Drucktyp an seinem äusseren Ende die Öffnung 22 mit der Klischeefläche 28 des Druckzylinders 2 bündig abschliesst. Damit beim Verschieben der Einstellschieber 16 die Drucktypen 13 leicht über den als Widerlager für die Drucktypen dienenden Anschlag 27 hinübergleiten können, sind sowohl der Anschlag als die Drucktypen vorn und hinten abgeschrägt bzw. mit schrägen Gleitflächen 27'und 13'versehen.
Die genaue Einstellung der Drucktypen in bezug auf die Öffnung 22 wird gesichert mit Hilfe von auf dem Rücken jedes Einstellschiebers 16 angeordneten Rasten 29 und einer Klinke 30, welche durch eine Feder 31 nach unten auf den Schieber 16 bzw. in de unter ihr befindliche Rast 29 hineingedrückt wird. Alle Klinken 30 sind auf einer gemeinsamen, an den Enden in Seitenplatten 32 gehaltenen Achse 33 gelagert. Neben den Klinken 30 sind auf der Achse 33 Hebel 34 gelagert, die je mit einem seitwärts abstehenden Zapfen 35 in einen schlägen
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stellschiebers 16 wird durch den schrägen Schlitz desselben der betreffende Hebel 34 der Grösse der Verschiebung entsprechend mehr oder weniger aus seiner in Fig. l in vollen Linien gezeichneten Grundstellung aufwärts bewegt.
Jeder Hebel 34 greift mit seinem freien, gabelförmig ausgebildeten Ende über einen Finger 37 eines Schiebers 38. Die fünf Schieber 38 sind dicht nebeneinander in einer die Wand des Druckzylinders 2 durchdringenden Führung 39 verschiebbar geführt. Jeder Schieber 38 ist durch einen nach aussen ragenden Arm 38'mit einem quer liegenden, segmentartigen Nocken 40 verbunden, der an seinem einen Ende gabelförmig ausgebildet und an einem mit dem Druckzylinder gleichlaufenden und an diesem befestigten Stab 41 quer zum Druckzylinder verschiebbar geführt ist. Die fünf Nocken 40 sind am Druck- zylinder in dessen Längsrichtung in gleichem Abstand voneinander verteilt. In der Bah n jedes Nackens 40 ist unter dem Druckzylinder, quer zu diesem liegend, ein Hebel 42 angeordnet.
Alle Hebel 42 sind an einer gemeinsamen mit dem Druckzylinder gleichlaufenden Achse 43 gelagert und werden durch je eine Feder 44 nach oben gedrückt. Zur Sicherheit, dass alle Hebel 42 in der oberen Endstellung in genau gleicher Höhe liegen, geht unter ihnen eine Stange 45 hindurch, welche von einem Doppelhebel 46 aufund niederbewegt wird. Der Doppelhebel 46 ist zu seiner Betätigung mit einem Hebel 47 fest verbunden, welcher mit einer Rolle 48 am Umfang einer auf dem Druckzylinder festsitzenden Steuerkurve 49 unter dem Einfluss einer Feder anliegt. Jeder Hebel 42 trägt im Bereich des zugehörigen Nockens 40 eine Gleitrolle 50 und greift am freien Ende mittels eines seitwärts abstehenden Zapfens 51 in einen Schlitz 52 einer vertikalen Zahnstange 53 ein.
Durch die Auf-und Niederbewegung der Hebel 42 werden die Zahnstangen 53 auf-und abwärts bewegt, u. zw. nach Massgabe der Stellung des betreffenden Nockens 40 um eine kleinere oder grössere Strecke. Es wird nur die Abwärtsbewegung der Zahnstangen aus ihrer oberen Endstellung auf je zwei Zahnrädchen 54 und 55 übertragen, die fest mit je einer Zahlel1Iolle. 56 bzw. 57 zweier übereinander angeordneter Zählwerke verbunden sind. Das obere Zählwerk dient zur Sichtbarmachung der registrierten Gesamtsumme, das untere Zählwerk dagegen dient zum Aufdrucken dieser Summe auf einen nicht dargestellten Kontrollstreifen und hat zu diesem Zweck auf dem Umfang seiner Zahlenrollen Drucktypen. Ist eine doppelte Kontrolle nicht vorgesehen, so kann das eine der beiden Zählwerke weggelassen werden.
Damit die Aufwärtsbewegung der Zahnstangen 53 auf die Zahl- werke unwirksam ist, werden die Zahnstangen von einer auf dem Umfang des Druckzylinders angeordneten.
Steuerkurve. 58 aus unter Vermittlung eines Hebels 59 in der unteren Endstellung ausgerückt. Der Hebel 59 greift in einen Ausschnitt 60 eines doppelten Lenkers 61 ein, welcher zwei dreiarmige Hebel 62 und 63 miteinander kuppelt. Die Hebel 62 und 63 sitzen lose drehbar auf je einer gemeinsamen Achse 64 bzw. 65, welche Achsen in den Zahnstangen vorhandene Längsschlitze 66 durchdringen. Die übereinander befindlichen Hebel 62 und 63 greifen mit an ihren nach oben ragenden Armen angeordneten Rollen 67 in den Schlitz 66 der betreffenden Zahnstange ein.
Von den Hebeln 62 und 63 greift der dritte Arm zwischen d : e Zahlrenrollen der Zählwerke und weist einen nach oben ragenden Sperrzahn 68 auf, mit welchem er bei ausgerückter Zahnstange (Fig. 9) in einen mit der betreffenden Zahlenrolle fest verbundenen Sperrzahnkranz 69 eingreift und dadurch die Zahlenrolle feststellt. Bei der Aufwärtsbewegung des Lenkers 61 werden die Hebel 62 und 63 so gedreht, dass durch ihre aufrechten Arme die Zahnstangen eingerückt und durch ihre freien Arme mit den Sperrzähnen 68 die Zahlenrollen freigegeben werden.
Umgekehrt wird bei der Abwärtsbewegung des Lenkers 61 durch die Hebel 62 und 63 die Ausrückung der Zahnstangen und gleichzeitig die Sperrung der Zahlrenrollen bewirkt.
Infolge des Einzelantriebes der ersten fünf Zahlenrollen jedes Zählwerkes, entsprechend der Höchstzahl der vorhandenen Stellenwerte im Druckzylinder, muss die Zehnerübertragnng von vier Zl1hlenrollen,
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klinke 70, die bei 71 an einem bei 72 gelagerten Hebel 73 angelenkt ist und mittels einer Feder 74 an einem Anschlag 7J anliegend gehalten w ! id.
Jeder Hebel 73 ragt mit seinem unteren Ende in den Bereich einer Daumenscheibe 76 der Zahlenrolle des nächstniedrigen Stellenwertes und wird bei jeder Umdrehung dieser Zahlenrolle respektive Daumenseheibe so gedreht, dass die Stellklinke 70 mit ihrem nach oben ragenden Zahn 70'vor einen nach untenragenden Zahn 77'eines über die Stellklinke greifenden Hebels 77.
Die vier Hebel 77 sind auf einer gemeinsamen Achse 78 gelageit und durch je einen Bügel 79 mit einem Hebel 80 verbunden. Jeder Hebel 80 liegt an seinem freien Ende mit einer Rolle 81 an einer Steuerkurve 82 des Druckzylinders 2 an und wird von dieser so gesteuert, dass der zugehörige Hebel 77 um einen Betrag auf- abwärts bewegt wird, welcher genügt, um nach dem Auftreffen des Hebels 77 auf dem Zahn 70'der unter ihm befindlichen Stellklinke 70 unter Vermittlung der letzteren die betreffende Zahnstange um einen Zahn. d. h. um eine Einheit der zugehörigen Zablemiolle abwärts zu bewegen und diese um eine Zahl weiterzuschalten.
Damit nun die Zehnerschaltung von einer Zahlenrolle auf die nächst-
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lichen Schaltung der Zahleniollen von den Nocken 40 aus in Tätigkeit gesetzt werden muss, u. zw. stets von der gleichen Ausgangsstellung der Zahnstangen 53, werden die letzteren nach jeder gewöhnlichen Schaltung ausgerückt, in die obere Endstellung bewegt und wieder mit den Zahmädchen 54 und 55 der Zahlenrollen in Eingriff gebracht. Eine Abwärtsbewegung der Zahnstangen findet dann aber nur statt, wenn die über ihr befindliche Stellklinke 70 durch den betreffenden Hebel 73 in den Bereich des zugehörigen Hebels 77 gebracht wurde. Andernfalls kann der letztere frei nach unten aussehwingen, ohne auf die Stellklinke 70 zu treffen, also ohne eine Nachschaltung der betreffenden Zablemollen zn bewirken.
Mit 83 ist ein hohler Tisch zum Auflegen des zu bedruckenden, z. B. mit einem Frankierstempelabdruck zu versehenden Briefes bezeichnet, welcher durch eine auf der Zeichnung nicht ersichtliche Walze im geeigneten Zeitpunkt von unten an den Druckzylinder angedrückt wild.
Die Handhabung und Wirkungsweise der beschriebenen Maschine, kurz zusammengefasst, ist
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typen in die Druekstellung werden durch die Hebel 34 unter Vermittlung der Schieber 38 die Nocken 40 in eine der eingestellten Zahl des betreffenden Stellenwertes entsprechende Stellung zum Druckzylinder eingestellt, so dass er mehr oder weniger über diesen vorsteht. Wird nun der Druckzylinder von Hand oder motorisch angetrieben, so werden die Drucktypen und das dieselben umgebende Markenklisehee von einem auf der Zeichnung nicht ersichtiichen Farbwerk mit Farbe versehen und auf einem auf dem Tisch 83 liegenden Brief zum Abdruck gebracht. Während der Drehung des Druekzylinders treffen die Nocken 40 auf die Hebel 42 und bewegen diese je nach der Nockenstellung entgegen der Wirkung der Federn 44 nach unten.
Die Zahnstangen 5. 3 sind vorher mit den Zahmädcren 34 und 33 durch das
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stellt ihre Daumenscheibe 76 unter Vermittlung des betreffenden Hebels 73 die Stellklinke 70 mit ihrem Zahn 70'unter den zugehörigen Hebel 77 ein, dessen Zahn 77' ein Zurückgehen der Stellklinke in die gewöhnliche Stellung verhindert. Sobald die Zahnstangen 53 in der gegebenen unteren Stellung angelangt sind, werden sie von der Steuerkurve 58 aus mit den Zahnrädchen 34 und 33 ausser Eingriff gebracht, worauf sie unter dem Einfluss der Federn 44 wieder in die obere Endstellung bewegt werden, die durch die Stellklinke 70 begrenzt ist. Nun tritt die Nachsehaltungsvorriehtung zur Zehnerübertragung, mit
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bleiben in ihrer oberen Endstellung.
Nach erfolgter Nachschaltung und Abstempelung des Briefes ist die Maschine zur Erzeugung eines neuen Stempelabdruckes bereit, wobei die beschriebenen Vorgänge wiederholt werden.