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Fernbedienungsanlage.
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jedoch der Einfachheit halber nur Halbkreise dargestellt, um nicht durch Leitungsüberkreuzungen, die
Schaltbilder unübersichtlich zu machen.
Sowohl in der Sende-wie in der Empfangsstation sind sämtliche Schaltarme 1 der Wählerschalter miteinander gekuppelt. Sie sind beispielsweise auf je einer gemeinsamen, strichpunktiert angedeuteten
Welle 3 angeordnet. In der Sendestation kann diese Welle durch das Fortschalterrelais 109, in der
Empfangsstation durch das Relais 209 fortgeschaltet werden. Die Arme 1 rücken bei jedem Hub des
Relaisankers 4 um je einen Kontakt weiter. Die Anker 4 können beispielsweise mittels Klinkwerke die
Wellen 3 antreiben. Das Klinkwerk holt aus, wenn das Relais seinen Anker anzieht und vollführt seinen
Arbeitshub', schaltet also die Welle weiter, wenn der Anker nach dem Abschalten der Relaiswicklung wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt.
Bei allen gezeichneten Relais werden die Anker von Rück- zugsfedern oder Rückzugsgewichten von den Magnetkernen weggezogen. Die Rückzugsfedern sind jedoch in der Zeichnung weggelassen. Durch fortgesetztes Ein-und Ausschalten der Relais 109 und 209 können somit die Wählerschalter schrittweise fortgeschaltet werden.
Diese Ein-und Ausschaltung erfolgt durch das Senderelais 110, dem ein Empfangsrelais 210 in i-der Empfangsanlage entspricht. Dasselbe Relais 110 betätigt zwei Schalter, den Schalter 111, der über die Steuerleitung 5 mit dem Empfangsrelais 210 verbunden ist, den eigentlichen Sendesehalter, und den Schalter 112 zum Einschalten des Fortschalterelais 109 der Sendeanlage. In entsprechender Weise ist das Empfangsrelais 210 mit einem Schalter 212 für das Fortschalterelais 209 versehen. Das Fort- schalterelais 109 der Sendeanlage betätigt ausserdem noch einen Schalter 113, der zur periodischen Unter- brechung des Senderelaisstromkreises dient, wie weiter unten ausgeführt werden soll.
Unter Vernachlässigung der übrigen Schalteinriehtungen soll zunächst nur der Fortschaltevorgang der Wählerschalter erläutert werden. Zur Herbeiführung dieses Vorganges wird der Kommandoschalter 114 geschlossen und dadurch der Stromkreis des Senderelais 110 eingeschaltet. Dieser Stromkreis schliesst sich wie folgt : Er geht von der Erde über die Batterie 6 durch den Kommandoschalter 114 zur Wicklung des Relais HO, über den Schalter 113, einen weiteren Schalter 115, dessen Bedeutung vorläufig gleich- gültig ist, über die kurzgeschlossene Kontaktreihe 2 des Wählerschalters 106 und über dessen Schaltarm zur Erde zurück.
Sobald dieser Stromkreis geschlossen ist, zieht das Senderelais 110 seine beiden Anker an. Es wird der Sendeschalter 111 geschlossen und dadurch Strom von der Erde über die Batterie 7, den
Schalter 111, die Drosselpule 116, die Leitung 5, die Drosselspule 216, über das Empfangsrelais 210, den Schalter 215, die kurzgeschlossene Kontaktreihe 2 des Wählerschalters 206 und über dessen Arm zur Erde geleitet. Der Schalter 212 wird geschlossen, das Fortschalterrelais 209 eingeschaltet. Der
Stromkreis schliesst sich von der Erde über die Batterie 217, das Relais 209, über die Schalter 212, 215 und 206. Das Relais 209 zieht seinen Anker an und bewirkt dadurch das Ausholen des Fortschalteklink- werks.
Zur selben Zeit hat das Senderelais 110 den Schalter 112 geschlossen und dadurch das Fortschalte- relais 109 eingeschaltet. Der Strom fliesst von der Erde über die Batterie 117, das Relais 109, die Schalter
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Zugleich wird aber dabei auch der andere Anker des Fortschalterelais 109 angezogen und der
Schalter 113 geöffnet, der den Stromkreis des Senderelais 110 unterbricht. Das Stromloswerden des Senderelais 110 hat das Öffnen der Schalter 111, 112 zur Folge. Der Schalter 111 bewirkt die Abschaltung des Empfangsrelais 210, die Öffnung des Schalters 212 und die Abschaltung des Fortschalterelais 209.
Die Öffnung des Schalters 112 macht das Fortschalterelais 109 stromlos. Die Fortsehalterelais beider Stationen lassen ihre Anker 4 los, die in der beschriebenen Weise den Arbeitshub vollführen und die Arme 1 der Wählerschalter um einen Kontakt weiterrücken.
Mit dem Stromloswerden des Relais 109 ist aber auch der Schalter 113 wieder in die Schliessstellung zurückgekehrt und hat das Senderelais 110 wieder eingeschaltet. Das Senderelais schliesst hierauf wieder, wie oben beschrieben, die Fortschalterrelais an, die Relaisanker holen wieder aus, das Fortschalterelais der Sendestation schaltet das Senderelais ab, das Senderelais macht die Fortschalterelais stromlos, deren Anker hierauf die Wählerschalter wieder um einen Kontakt weiterrückten. Dieses Fortschreiten der Wählerschalter von Kontakt zu Kontakt erfolgt so lange, als der Kommandoschalter 114 geschlossen ist. Um eine zu rasche Aufeinanderfolge der Stromstoss des Senderelais zu verhüten, kann dieses Relais mit einer Verzögerungseinrichtung versehen werden.
Durch längeres oder kürzeres Schliessen dieses Schalters kann deshalb der Beamte der Sendeanlage die Wählerschalter auf beliebige Kontakte einstellen. Diese Einstellung erfordert eine gewisse Achtsamkeit, denn es muss der Kommandoschalter 114 im rechten Augenblick freigegeben werden.
Um den Beamten dieser Mühe zu entheben, können besondere Kommandoschalter eingebaut werden, bei deren Betätigung die Wählerschalter nur bis zu einem bestimmten Kontakt fortschreiten und dann stehen bleiben. Ein solcher Schalter ist im Ausführungsbeispiel durch den Schalter 118 dargestellt. Die Haltekontakt der Wählerschalter sind mit 8 bezeichnet. Das Anhalten wird dadurch ermöglicht, dass der Kontakt 8 des Wählerschalters 106, über den sich der Stromkreis des Senderelais 110 zur Erde schliesst, von der übrigen Kontaktreihe isoliert und über den Schalter 118 damit verbunden werden kann. Er ist von dieser Kontaktreihe elektrisch getrennt, wenn der Schalter 118 a an dem oberen
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Kontakt anliegt.
In dem Augenblick, wo die Schaltarme 1 die Kontakte 8 erreichen, wird deshalb der Stromkreis des Senderelais 110 geöffnet und die Fortschreitebewegung unterbrochen. Erst wenn durch Schliessen des unteren Kontakts 118 b des Kommandoschalters der isolierte Kontakt 8 des Wählerschalters 106 mit den übrigen Kontakten verbunden wird, wird das Senderelais 110 wieder eingeschaltet und die Fortschreitebewegung der Wählersehalter wieder eingeleitet.
Um bei diesem Vorgang dem Beamten die Betätigung des Schalters 114 zu ersparen, ist mit dem Schalter 118 eine Batterie 6 a verbunden, die die Batterie 6 zur Betätigung des Senderelais 110 ersetzt.
Der Synchronismus des Fortschreitens der Wählersehalter wird durch die Relais 119 und 219 gesichert in Verbindung mit den Wählerschaltern 107 und 207. Diese Relais machen beim Aussertrittfallen der Wählerschalter eine Fernsteuerung unmöglich und bringen die Wählersehalter selbsttätig in die Ausgangsstellung zurück. Das Relais 119 der Sendestation überwacht mittels des Schalters 120 und des Relais 121 den Schalter 115 des Sende-und Fortschalterelaisstromkreises. Das Synehronisierrelais 119 ist normalerweise, d. h. solange die Wählerschalter synchron arbeiten, erregt, hält den Schalter120
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in der gezeichneten Stellung und die Anlage ist betriebsfähig.
Beim Aussertrittfallen der Wählerschalter der Sende-und Empfangsstation wird, wie später erläutert werden soll, das Relais 119 stromlos, der
Schalter 120 geöffnet, das Relais 121 abgeschaltet und der Stromkreis des Senderelais 110 unterbrochen. Der Schalter 115 legt sich auf den unteren Kontakt und bewirkt dadurch die Umschaltung des Fortschalterelais 109 nach Art eines Wagnerschen Hammers. Der Strom dieses Relais schliesst sich dann von der Erde über Batterie 117, Relais 109, Schalter 4, Schalter 115,106 zur Erde. Dadurch wird der Anker 4 in rasche Schwingungen versetzt und die Wählerschalter rasch in die Ausgangsstellung zurückgebracht.
In der Empfangsstation, Fig. 2, gilt Entsprechendes für das Synehronisierrelais 219, den Schalter 221 und das Fortschalterrelais 209.
Das Stromloswerden der Relais 119,219 beim Aussertrittfallen wird auf folgende Weise bewirkt : Das Relais 119 hat zwei Wicklungen 119 a, 119 b. Entsprechendes gilt auch für die Empfangsanlage.
Die Wicklung 119 a ist an die geradzahligen Kontakte des Schalters 107, die Wicklung 119 b an die ungeradzahligen Kontakte angeschlossen. Die Arme der Schalter 107 und 207 sind über den Schalter 122, den Kommandoschalter 123, die Drosselspule 124, die Leitung 9, die Drosselspule 224, den Schalter 222 miteinander verbunden.
Wenn die Arme der Schalter 107,207 beispielsweise auf einen der ungeradzahligen Kontakte, Kontaktreihe 10, stehen, wird ein Gleichstrom in der einen Richtung, andernfalls ein Gleichstrom in der andern Richtung durch die Leitung 9 übertragen. Zu diesem Zweck ist in der Sendestation die Batterie 125, in der Empfangsstation die Batterie 225 aufgestellt. Liegen die Arme der Schalter 107,207 an einem der Kontakte der Reihe 10, so fliesst ein Strom von der Erde über die Batterie 225, die Teile 219 a, 207, 222, 224, 9, 124, 123,122, 107, ii, ber die Relaiswicklung 119 a zur Erde. Stehen die Arme der Schalter 107, 207 über einem Kontakt der geradzähligen Reihe, so fliesst von der Erde über die Batterie 125 die Relaiswicklung 119 b und die übrigen Teile ein Strom in umgekehrter Richtung zur Relaiswicklung 219 b und zur Erde.
Wenn infolge einer Srörung die Kontaktarme beider Stellen ausser Tritt fallen, d. h. die Kontaktarme der einen Stelle hinter den Kontaktarmen der andern Stelle um einen Kontakt zurückbleiben, so werden die Wicklungen der Relais 119 und 219 nicht mehr erregt, da dann in ihrem Stromkreis entweder keine Stromquelle mehr liegt oder die beiden Batterien 125,225 gegeneinander geschaltet sind. Infolgedessen wird am Anker 120 der Stromkreis des Relais 121 geöffnet, am Anker 220 entsprechend der Stromkreis des Relais 221. Dadurch wird der normale Fortschaltestromkreis geöffnet und an dem Anker 115 bzw. 215 und seinem Ruhekontakt die Relais 109 und 209 so geschaltet, dass sie als Wagnerscher Hammer arbeiten und dabei die Kontaktarme rasch von Kontakt zu Kontakt fortschalten.
Gelangen die Kontaktarme der Hauptstelle auf den letzten, d. h. untersten Kontakt ihrer Kontaktreihen wird der Stromkreis des als Wagnerseher Hammer arbeitenden Fortsehalterelais 109 an den letzten, mit 11 bezeichneten Kontakt des Wählerschalters 106 unterbrochen. Ebenso wird an dem letzten, ebenfalls mit 11 bezeichneten Kontakt des Wählerschalters 206 der Stromkreis des Fortschalterelais 2 geöffnet. In der Hauptstelle wird ausserdem über den letzten Kontakt des Wählerschalters 106 die untere Wicklung 119 b erregt, so dass über den Anker 120 des Relais 119 das Relais 121 wieder erregt wird. In der Nebenstelle wird über den letzten Kontakt des Wählerschalters 200 entsprechend die Wicklung 219 b erregt, so dass über den Anker 220 das Relais 221 erregt wird.
Sobald jetzt also sowohl das Relais 121 als auch das Relais 221 erregt ist, wird ein Stromkreis für das Relais 126 geschlossen, der von Erde über die Batterie, den letzten untersten, ebenfalls mit 11 bezeichneten Kontakt des Wählersehalters 107, dessen Kontaktarm, den Anker 122, die Leitung 9, den Anker 222, den Kontaktarm und letzten Kontakt 11 des Wählersehalters 207, den letzten Kontakt des Wählerschalters 205, dessen Kontaktarm, die Leitung 13, den Kontaktarm und den letzten Kontakt des Wählerschalters 105 sowie die Wicklung des Relais 126 zur Erde verläuft. Dieser Stromkreis kommt also erst dann zustande, wenn die Kontaktarme beider Stellen auf dem letzten Kontakt stehen. Infolgedessen wird das Relais 110 über den Anker 127 des Relais 126 erregt, so dass in der Nebenstelle auch das Relais 210 anspricht.
Diese beiden Relais 110 und 210 stellen den normalen
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Fortschaltestromkreis für das Fortschalterelais 109 und 209 wieder her, so dass die Kontaktarme der Wählersehalter beider Stellen von ihrem letzten (untersten) auf ihren ersten (obersten) Kontakt gebracht werden. Sobald die letzten Kontakte verlassen sind, wird der Stromkreis des Relais 126 unterbrochen, und die Kontaktarme werden wieder, wie vorher beschrieben, normal von Kontakt zu Kontakt weitergeschaltet.
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brochen werden und die Kontaktarme rasch bis in die Nullstellung, d. h. bis auf den ersten Kontakt, fortgesehaltet werden.
Beim Abgleiten der Arme der Schalter 107, 207 von einem geradzahligen auf einen ungeradzahligen Kontakt wird vorübergehend das Relais 119 für kurze Zeit stromlos. Um dabei nicht jedesmal eine Öffnung der Schalter 115, 122, des Relais 121 und der Schalter 215, 222, des Relais 221 herbeizuführen, sind diese Relais mit einer Verzögerungseinrichtung ausgestattet.
Soll in der Empfangsanlage mittels des Induktionsreglers 12 die Spannung geregelt werden, so wird folgendermassen verfahren : Der Kontakt 118 ades Kommandoschalters 118 wird geschlossen und dadurch in beschriebener Weise die Schaltarme auf den Kontakt 8 eingestellt. Dadurch wird der Kon-
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Schalter 220 mit der Erde verbunden, ebenso der Kontakt 128 b über die Teile 104, 130, Leitung 13, 230,204, über das Relais 22. b und den Schalter 220 mit der Erde. Der mittlere bewegliche Kontakt des Kommandoschalters 128 ist über den Schalter 131, über die Wechselstromquelle 14 geerdet.
Sobald nun der Kontakt 128 a geschlossen wird, wird das Relais 228 a von der Wechselstromquelle
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Schalters 19 die Erregerwicklung 20 ein. Der Induktionsregler 12 wird dann im andern Sinne verstellt.
Die von der Wechselstromquelle 14 ausgehenden Impulse gelangen nur in jene Wählerschalter, die durch Kondensatoren, z : B. 129, 130 an die Steuerleitungen angeschlossen sind. Das Eindringen in die andern Wählerschalter wird durch Drosselspulen, 132, 124 verhindert.
Um den Erfolg der Spannungsregelung dem Beamten in der Zentrale anzuzeigen, ist in der Schalt-
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mit dem Voltmeter 133 der Sendestelle verbunden. Seine Spannung ist proportional dem Ausschlag des Voltmeters 233, welches an der von dem Induktionsregler geregelten Spannung liegt (in der Figur nicht dargestellt). Dies wird dadurch bewirkt, dass das Voltmeter den Widerstand 22 der Feldwicklung 23 des Generators 21 entsprechend beeinflusst. In derselben Weise können auch die Ampere-und Wattmeterausschläge nach der Sendestelle übermittelt werden.
In den Fig. 3-5 sind andere Einrichtungen z Übertragung des Messgerätsausschlages nach der Sendestelle dargestellt. Hier beeinflussen die Messgeräte die Frequenz einer Wechselstromquelle, z. B. die Frequenz. des Wechselstromgenerators 24 durch Änderung der Drehzahl des Antriebsmotors 25.
In der Sendestation ist ein Frequenzmesser aufgestellt, der in entsprechender Weise in Volt, Ampere oder Watt geeicht ist.
In Fig. 4 ist der Wechselstromgenerator durch einen Röhrensender 25 ersetzt. Die Messgeräte verstimmen die Schwingungskreise des Senders, beispielsweise durch Verstellen von Drehkondensatoren 27.
In der Sendestation wird ein in Volt, Ampere und Watt geeichter Wellenmesser aufgestellt.
Diese letzte Einrichtung ist auch. geeignet, die Summe der Ausschläge gleichartiger Messgeräte der Empfangsstation nach der Zentrale zu übertragen. Zu diesem Zweck werden nach Fig. 5 die von den Messgeräten beeinflussten Kondensatoren 27 parallel in den Schwingungskreis des Senders 26 geschaltet. Die Schwingungsz : lhl des Senders ist dann von der Summe der Kapazitäten der einzelnen Kondensatoren
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Schalters 114 erspart. Bei Betätigung eines der beiden Schalter 134, 135 beginnen die Wählerschalter fortzuschreiten. Etwas Besonderes tritt erst ein, wenn die Kontakte 29 erreicht werden.
Dann wird, wenn der Schalter 134 geschlossen ist, mittels des unteren Kontaktpaares dieses Schalters die Stromquelle 125 über die Teile 120, 134, 105, 132, 13, 232, 205 an das Relais 234 angeschlossen, wenn der Schalter 135 geschlossen ist, mittels der unteren Kontaktpaare die Wechselstromquelle 14 über die Teile 131, 135, 104, 130, 13, 230, 204 an das Relais 235 angeschlossen. In beiden Fällen schliessen sich die Stromkreise der Relais über den Schalter 220 zur Erde. Beim Einschalten des Relais 234 wird der Einsehaltemagnet 2. 8 a des Ölschalters, im andern Fall der Auslösemagnet 28 b erregt.
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Beispielsweise wird also der Ölschalter durch den Auslösemagneten 28 b geöffnet. Gleichzeitig mit dem Öffnen des Ölschalters wird auch der Hilfskontakt 234 a geöffnet und der Hilfskontakt 253 a geschlossen. Dadurch wird die Wechselstromquelle 236 an den mit dem Hilfskontakt 235 a verbundenen Kontakt des Wählerschalters 202 gelegt. Wenn die Wählerschalter in der Zentrale und in der Unterstation bei ihren Umlauf diese Kontakte erreichen, kommt folgender Stromkreis zustande : Von der Erde über die Wechselstromquelle 236, den Hilfskontakt 235 a, Wählerschalter 202, Leitung 5, Wähler-
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wird erregt und zieht seinen Anker an, der dann den Stromkreis der Signallampe 138 schliesst und ausserdem den über den Widerstand 142 verlaufenden Haltestromkreis des Relais 139 öffnet.
Das Relais 139 wird stromlos und lässt seinen Anker abfallen. Dadurch wird der Stromkreis der Signallampe 140 geöffnet und ausserdem ein Haltestromkreis für das Relais 137 über den Widerstand 141 geschlossen. Das Relais 137 bleibt also erregt, auch wenn die Wählerschalter die zugehörigen Kontakte verlassen haben. In der gleichen Weise wird, wenn der Ölschalter geschlossen wird, das Relais 139 erregt und die Signallampe 140 zum Aufleuchten gebracht. Eine von den beiden Signallampen leuchtet also stets, so dass die jeweilige Stellung des Ölschalters dauernd erkennbar ist.
Beim Schliessen oder Öffnen des Ölschalters wird kuizzeitig ein Kontakt 31 geschlossen ; dadurch wird das Relais der Schalteinrichtung 32 erregt, das für sich selbst einen Haltestromkreis schliesst und den ersten oder Ruhekontakt des Wählerschalters 205 an eine Spannungsquelle legt. Wenn sich nun die Wählerschalter in der Ruhestellung befinden und der Ölsehalter selbsttätig oder in der Unterstation von Hand geschaltet wird, wird ein Alarmstromkreis geschlossen : Von der Schalteinrichtung 32 über den ersten oder Ruhekontakt des Wählerschalters 205, dessen Kontaktarm, Leitung 13, den Kontaktarm und den ersten oder Ruhekontakt des Wählerschalters 105 zar Alarmvorrichtung 33. Diese ertönt und macht den Wärter darauf aufmerksam, dass in der Unterstation eine selbsttätige Bewegung vollzogen worden ist.
Der Alarm kann erst dann zam Schweigen gebracht werden, wenn die Wählerschalter von dem Wärter in Gang gesetzt werden. Erreichen sie bei ihrem Umlauf die zu dem selbsttätig geschalteten Schalter gehörigen Kontakte 8, so wird der Haltestromkreis des Relais der Schalteinrichtung 32 geöffnet und dadurch eine Wiederholung des Alarms beim Erreichen der Ruhekontakte verhindert. Gelangen dann die Wählerschalter beim Weitersehalten auf die mit den Kontakten 234 a bzw. 235 a verbundenen Kontakte, wird in der oben beschriebenen Weise die Umschaltung der entsprechenden Signallampen bewirkt und damit der Wärter über die Veränderung unterrichtet. Auch für andere Apparate der Unterstation können ähnliche Kontakte 31 und Schalteinrichtungen 32 vorgesehen sein, z.
B. kann der Wärter in der Zentrale auf diese Weise auf Belastungsänderungen u. dgl. aufmerksam gemacht und zur Ingangsetzung der Wählerschalter veranlasst werden, bei deren Umlauf er dann über die Änderung der Belastung od. dgl. unterrichtet wird.
Es ist noch besonders zu bemerken, dass die Stromquellen M, 125 für die Kommandoschalter,
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131 angeschlossen sind. Beim Aussertrittfallen der Wählersehalter werden diese Schalter geöffnet, die Stromquellen abgeschaltet und dadurch eine Betätigung der Geräte der Unterstation gesperrt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernbedienungsanlage, bei der in einer Hauptstelle und in einer Nebenstelle umlaufende Kontaktarme nacheinander zusammengehörige Einrichtungen verbinden und zwecks längerer Dauer einer Verbindung auf den entsprechenden Kontakten angehalten werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktarme nur auf den Kontakten angehalten werden, welche Einrichtungen für Dauerarbeit (z. B. Messeinrichtungen, Regeleinrichtungen) zugeordnet sind.