DE590426C - Einrichtung zum Synchronisieren umlaufender Verteiler in Sende- und Empfangsstationen, zwischen denen mehrere Messgroessen mittels Stromstoesse uebertragen werden, deren Haeufigkeit der fernzumessenden Groesse entspricht - Google Patents

Einrichtung zum Synchronisieren umlaufender Verteiler in Sende- und Empfangsstationen, zwischen denen mehrere Messgroessen mittels Stromstoesse uebertragen werden, deren Haeufigkeit der fernzumessenden Groesse entspricht

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DE590426C
DE590426C DES90759D DES0090759D DE590426C DE 590426 C DE590426 C DE 590426C DE S90759 D DES90759 D DE S90759D DE S0090759 D DES0090759 D DE S0090759D DE 590426 C DE590426 C DE 590426C
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DES90759D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erich Dahnken
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C15/00Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path
    • G08C15/06Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path successively, i.e. using time division
    • G08C15/12Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path successively, i.e. using time division the signals being represented by pulse characteristics in transmission link

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 4. JANUAR 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 590426
KLASSE 74 b GRUPPE 11
20
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
der fernzumessenden Größe entspricht
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1929 ab
Übertragungen von Meßwerten durch Impulse, deren Häufigkeit der Meßgröße zugeordnet ist, sind bekannt. Sofern die Impulse keine Wechselstromimpulse sind, die aus Wechselstrom verschiedener Frequenz bestehen, läßt sich über ein und dieselbe Leitung nur ein Meßwert gleichzeitig übertragen.
Es ist auch bekannt, mehrere nach dem Impulshäufigkeitsverfahren zu übermittelnde Meßwerte mit Hilfe synchron umlaufender Verteiler, die durch Drücken einer Taste synchronisiert werden, über dieselbe Leitung zu übertragen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur selbsttätigen und periodischen Synchronisierung der umlaufenden Verteiler.
Gemäß der Erfindung werden die Verteiler durch Synchronisierungsimpulse im Gleichlauf gehalten, die über dieselbe Leitung wie die Meßwerte übertragen werden und die sich von den zur Übertragung der Meßwerte dienenden Impulse in ihrer Dauer unterscheiden. Die Synchronisierungsimpulse können sich dabei von den Impulsen, die zur ■ Übertragung der Meßgröße dienen, auch durch das Verhältnis von Impulslänge zur Impulspause unterscheiden.
Der Synchronisierimpuls erfolgt in dem Augenblick, wo die Verteiler beider Stellen genau gleiche Stellungen einnehmen. Um die Dauer der Meßimpulse von der Laufgeschwindigkeit der mit einer Meßeinrichtung verbundenen Kontakteinrichtung unabhängig zu machen, wird ein Steuerrelais, welches die Impulse auf die Verbindungsleitung zwischen Sende- und Empfangsstelle überträgt, über die von den Meßgrößen beeinflußten Kontakteinrichtungen in Reihe mit einem Kondensator an eine Stromquelle angeschlossen. Die Erregungszeit des Steuerrelais ist dann gleich der Dauer des Ladestromes für den Kondensator. Durch Bemessung der Kapazität und der Widerstände im Ladestromkreis läßt sich diese Zeitdauer auf beliebige Werte einstellen. Zweckmäßig werden die Meßimpulse sehr kurz gemacht. Der Synchronisierimpuls kann, wie an Hand der Ausführungsbeispiele noch gezeigt werden wird, beispielsweise so lange dauern, als der Verteiler in einer bestimmten Stellung steht. Der Synchronisierimpuls wird zweckmäßig vom Verteiler der Sendestelle oder einer mit ihm gekuppelten Kontakteinrichtung gesteuert.
Durch die Verteiler wird in der Sendestelle das Steuerrelais der Reihe nach dem Einfluß
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Erich Dahnken in Berlin-Charlottenburg.
der verschiedenen Kontakteinrichtungen der einzelnen Meßstellen unterworfen. In der Empfangsstelle leitet der Verteiler die von den ankommenden Meßimpulsen ausgelösten Kondensatorladeströme zu demjenigen von mehreren Ablesegeräten, dessen zugehörige Meßeinrichtung in der Sendestelle die Impulssendeeinrichtung beeinflußt. Die Zeiger der Ablesegeräte sind im allgemeinen festgehalten; nur zur Neueinstellung werden sie freigegeben, so daß bei allen Meßgeräten die zuletzt eingenommene Zeigerstellung sichtbar bleibt.
Verbindet man mit dem Meßsystem der Ablesegeräte beliebige Einrichtungen, die geeignet sind, Widerstände in Abhängigkeit vom Ausschlag des Systems zu verändern, so hat man die Möglichkeit, von der Größe der eingestellten Widerstände das Ansprechen von Schutzeinrichtungen, Alarmeinrichtungen, Regeleinrichtungen oder Steuereinrichtungen abhängig zu machen. Aber auch zur Summenbildung lassen sich die Widerstände verwerten; es wird dann ein besonderes Anzeigegerät angeordnet, das die Summe der Widerstände oder Leitwerte anzeigt, die von denjenigen Ablesegeräten beeinflußt sind, deren Summe gebildet werden soll.
Ausführungsformen für ein Meß- und Anzeigegerät, welches einen Widerstand beein-UuBt4 sind in großer Zahl bekanntgeworden. Beispielsweise ist auf der horizontal liegenden Achse des Meßsystems ein Ringrohr aus Isolierstoff befestigt, welches zum Teil mit Quecksilber gefüllt ist und außerdem eine Spirale aus Widerstandsdraht enthält. Je nach der Verdrehung der Meßinstrumentenachse wird durch das Quecksilber ein größerer oder kleinerer Teil des Widerstandsdrahtes kurzgeschlossen. Wenn der Widerstand an einer Stromquelle mit konstanter Spannung liegt, kann ein in den Stromkreis eingefügtes Amperemeter den Widerstand anzeigen. Um beispielsweise die eben beschriebene Anordnung zur Darstellung der Summe der Angabe mehrerer Meßinstrumente zu verwenden, kann man die Ringrohrwiderstände der betreffenden Meßgeräte in Reihen- oder Parallelschaltung ausbilden und den Strom durch die entstehende Widerstandskombination auch bei konstantem Strom die Spannung an der Widerstandskombination durch ein Amperemeter oder Voltmeter messen und auf diese Weise den Summenwert zur Anzeige bringen.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Abbildungen, die Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen.
In Abb. r sind 10, 20, 30, 40, 50 Kontakteinrichtungen, deren Umlaufsgeschwindigkeiten von je einer Meßgröße abhängen. Mit den Kontakteinrichtungen verbunden ist ein Relais 6, welches- durch seinen Anker die Aufladung eines Kondensators 100 jedesmal dann herbeiführt, wenn das Relais erregt wird. Der Ladestrom für den Kondensator 100 geht über das Steuerrelais 9, welches die Fernleitung M durch seinen Anker schließt. Bei Aberregung des Relais 6 entlädt sich der Kondensator roo durch Kurzschluß. Der Stromkreis für Relais 6 ist über einen von einem Relais 7 gesteuerten Kontakt mit dem negativen Pol einer Ortsstromquelle verbunden. Von den Kontakteinrichtungen 10, 20, 30, 40, 50 führen Verbindungen zu den Kontakten 11, 21, 31, 41, 51 eines Verteilers 4, so daß also nur diejenige Meßstelle Relais 6 und Steuerrelais 9 beeinflussen kann, die durch den Verteiler 4 an den positiven Pol der Ortsstromquelle angeschlossen ist.
Weiterbewegt wird der Verteiler 4 durch ein Schrittschaltwerk, zu dem ein Zeitwerk i, ein von diesem gesteuerter Umschalter 2, eine Kontakteinrichtung 3 und ein Schrittmagnet 60 gehört. Zeitwerk 1 ist ein Wechselstrommotor, der von der Spannung des Wechselstromnetzes XJV angetrieben wird. Seine Geschwindigkeit ist in weiten Grenzen von der Höhe der Wechselspannung und von ihrer Frequenz unabhängig. Von dem Motor wird eine Kontakteinrichtung ιοί angetrieben, die ein Relais 102 ein- und ausschaltet. Relais 102 steuert den Umschalter 2. Je nach der Stellung dieses Umschalters fließt in einer Relaisspule 103 ein Strom der einen oder anderen Richtung. Relais 103 steuert die Kontakteinrichtung 3, die einen Z-förmigen Anker 104 besitzt, der bekanntlich bei jedem Stromwechsel in der Relaisspule 103 eine halbe Umdrehung ausführt. Mit dem Z-förmigen Anker 104 ist eine Kontaktscheibe 105 verbunden, über welche nach jeder ganzen Umdrehung des Z-förmigen Ankers 104 der Schrittmagnet 60 eingeschaltet wird. Schrittmagnet 60 treibt beispielsweise mittels eines Klinkwerkes den Verteiler 4 an, so daß also nach jeder vollen Umdrehung des Z-förmigen Ankers 104 die nächstfolgende von den Kontakteinrichtungen 10, 20, 30, 40, 50 eingeschaltet wird. Die Laufgeschwindigkeit der Kontakteinrichtung 101 wird beispielsweise so eingestellt, daß der Verteiler 4 nach je 8 Sekunden um einen Schritt weiterbewegt wird.
In Abb. 2 ist eine zur Sendeeinrichtung gemäß Abb. 1 gehörige Empfangseinrichtung schematisch wiedergegeben. Die Fernleitung M enthält eine Batterie 106 und ein Relais 107. Relais 107 ist das Empfangsrelais. Durch seinen Anker steuert es die Erregung eines Relais 109. Relais 109 steuert ein weiteres Relais 108, Relais 108
beeinflußt einen Wechselkontakt, durch den ein Kondensator no umgeladen wird. In den Ladestromkreis des Kondensators no sind die Ablesegeräte 12, 22, 32, 42, 52 ein-"geschaltet. Über welches von den Ablesegeräten die Ladeströme fließen, hängt von der Stellung des Verteilers 43, insbesondere des Kontaktarmes des Verteilers 430 ab, weil über den Kontaktarm des Verteilers 430 immer nur ein Anzeigegerät an die Batterie angeschlossen wird, über welches der Kondensator iio aufgeladen wird. In der gezeichneten Stellung ist über dem Kontaktarm des Verteilers 430 das Anzeigegerät 22 angeschlossen. Der ' Verteiler 43 wird wie Verteiler 4 in der Sendestelle durch ein Schrittschaltwerk weiterbewegt, das ein Zeitwerk in, einen Umschalter 112, eine Kontakteinrichtung 113 und einen Schrittmagnet 114 enthält. Das Zeitwerk in wird Λ wiederum aus einem Wechselstromnetz UV ^ mit gleichförmiger Geschwindigkeit angetrieben. Dadurch wird eine Kontakteinrichtung 115 abwechselnd geschlossen und geöffnet, wodurch ein Relais 116 den Umschalter 112 abwechselnd in die eine oder andere Stellung bringt. Bei jedem Stellungswechsel des Umschalters wechselt auch die Stromrichtung in einem Relais 117, und ein Z-förmiger Anker vollführt jedesmal eine halbe Umdrehung in der Richtung, in welche die Spitze des Z-Ankers weist. Mit dem Z-förmigen Anker 118 sind drei Kontaktscheiben 119, 120 und 121 gekuppelt. Über die Kontaktscheibe 121 wird der Schrittmagnet 114 erregt. Der Erregerstromkreis verläuft von dem Pluspol der Ortsbatterie über 121, 114, geschlossenen Kontakt des Relais 55 zum Minuspol der Ortsbatterie. Die Kontaktscheiben 119 und 120 arbeiten zusammen mit einer auf dem Verteiler 43 angebrachten zweiten Verteilerscheibe 431. Über diese Verteilerscheibe 431 werden bei den Meßgeräten angeordnete Magnetspulen 122, 222, 322, 422 und 522 gesteuert. Die Stromkreise dieser Magnete verlaufen vom Pluspol der Ortsbatterie über Kontakteinrichtung 120, Kontaktarm des Verteilers 431, über die Kontakte dieses Verteilers und je nach der Stellung des Kontaktarmes durch die Wicklung einer der· fünf genannten Magnete 122-, 522, über einen Kontakt 66 zur negativen Polklemme der Ortsbatterie. Die Magnetspulen 122-, 522 geben, wenn sie erregt sind, das im allgemeinen arretierende System der zugehörigen Ablesegeräte frei. In der gezeichneten Stellung der Verteiler 430 und 431 werden die Ladeströme des Kondensators 100 über das Meßgerät 22 geleitet. Dementsprechend ist gleichzeitig durch den Verteiler- 431 der Elektromagnet 222 eingeschaltet. Der Erregerstrom- | kreis verläuft vom Pluspol der Ortsbatterie · über 120, 431, 222, Kontakt des Relais 66 zum Minuspol der Ortsbatterie. Das Meßsystem des Ablesegerätes 22 ist also zur neuen Einstellung frei beweglich. Alle übrigen Ablesegeräte sind arretiert. Dadurch, daß das Kontaktsegment der Kontakteinrichtung' 121 der Kontaktlücke der Kontakteinrichtung 120 entspricht, d. h. daß die Kontaktfedern der Kontakteinrichtung 120 und 121 nicht gleichzeitig die leitende Segmente berühren können, wird erreicht, daß der Stromkreis des dem jeweils arbeitenden Meßgerät zugeordneten Arretierungsmagneten erst geschlossen wird, wenn die Verteiler 430 und 431 um einen Schritt weitergegangen sind. Außerdem wird erreicht, daß die Stromkreise der Arretierungsmagnete vor dem Beginn der Weiterschaltung der Verteiler geöffnet werden, so daß alle Ablesegeräte während der Umschaltung der Verteiler arretiert sind.
Das Zeitwerk der Empfangsstelle läuft etwas schneller als das der Sendestelle. Infolgedessen braucht man nur Vorsorge zu treffen, daß der Verteiler der Empfangsstelle von Zeit zu Zeit angehalten wird, bis der Verteiler der Sendestelle die übereinstimmende Stellung erreicht hat. Wären beide Zeitwerke auf gleiche Geschwindigkeit eingestellt, so wäre es ebensogut möglich, daß der Verteiler der Sendestelle zu schnell läuft, als auch der der Empfangsstelle. Es müßte dann Vorkehrung getroffen werden, daß das Zeitwerk der Sendestelle oder der Empfangsstelle, je nachdem, welches gerade vorläuft, zeitweilig angehalten wird. Die Anordnung wird einfacher, wenn mit Sicherheit nur ein bestimmtes von den beiden Zeitwerken vorlaufen kann.
Sobald der schneller laufende Verteiler der Empfangsstelle in der Nullstellung angekommen ist, wird ein Relais 123 über folgenden Stromkreis erregt: Pluspol der Ortsbatterie, Kontakteinrichtung 120, Kontaktarm und' Nullkontakt des Verteilers 431, Kontakteinrichtung 119, Wicklung des Relais 123, geschlossener Kontakt 125, Minuspol der Ortsbatterie. Durch Relais 123 wird ein Klinkwerk betätigt, welches das Zeitwerk anhält. Erst wenn Relais 123 seinen Anker 124 wieder los läßt, kann das Zeitwerk wieder anlaufen und die Verteiler weiterschalten. Der erwähnte Kontakt 125 im Stromkreis des Relais 123 wird geöffnet, wenn der Anker 126 eines Relais 127 in die- gestrichelt gezeichnete Lage gebracht ist.
Das Relais 127 ist ein Differentialrelais. Solange das Relais 107 nicht erregt ist, ist auch die Erregerwicklung des Relais 109 stromlos. Der Anker des Relais 109 nimmt
dann die in der Abbildung dargestellte Lage ein. Dadurch wird der Wicklung 129 des Relais 127 Strom zugeführt. Der Anker 126 dieses Relais nimmt dann die in der Abbildung dargestellte Lage ein. Wird das Relais 107 erregt, so zieht das Relais 109 seinen Anker an. Dadurch erhält nun an Stelle der Spule 129 des Relais 127 die Spule 128 Strom. Die Stellung des sehr trägen Ankers 126 hängt nun davon ab, welche der Spulen . 128 oder 129 längere Zeit Strom erhält Solange Fernmeßimpulse übertragen werden, sind die Erregungszeiten des Relais 109 wesentlich kürzer als die Zeiten während der das Relais 109 stromlos ist. Infolgedessen wird während der Übertragung der Meßwerte
, die Spule 129 längere Zeit erregt, so daß der Anker 126 die dargestellte Lage beibehält.
Der Kontakt 125 im Stromkreis des Relais 123 ist also geschlossen, so daß dieses Relais die Sperrklinke des Zeitrelais 115 einlegt.
Die Einrichtung an der Sendestelle sendet nun, wenn der Verteiler an der Sendestelle die Nullstellung erreicht hat, einen besonders langen Stromimpuls über die Fernleitung M. Zu dem Zweck wird über den Nullkontakt des Verteilers 4 ein Relais 8 eingeschaltet, und zwar so lange, als der Verteiler in seiner Nullstellung steht. Über einen von Relais 8 gesteuerten Kontakt 130 wird Relais 9 erregt und schließt die Enden der Fernleitung M zusammen, solange wie Relais 8 erregt ist. In der Empfangsstelle werden dadurch Relais 107 und infolgedessen auch Relais 109 für eine lange Zeit eingeschaltet. Relaisspule 128 des Differentialrelais 127 zieht dann den Anker 126 in die gestrichelte Lage, wodurch Kontakt 125 geöffnet wird. Jetzt verliert Relais 123 seine Erregung, und das Zeitwerk der Empfangsstelle kann weiterlaufen. Diese Synchronisierung wiederholt sich jedesmal, wenn der Verteiler 4 in der Sendestelle und der Verteiler 43 in der Empfangsstelle beide die Nullstellung erreicht haben. Wenn die Ungleichheit der Zeitwerke groß ist, können die Verteiler auch mehrmals während eines Umlaufes auf diese Weise synchronisiert werden.
Es ist damit zu rechnen, daß die Wechselspannung zum Antrieb der Zeitwerke in einer der Stationen ausbleibt, so daß in dieser das Zeitwerk zum stehen kommt, während in der anderen Stelle das Zeitwerk weiterläuft. Damit in einem solchen Falle die Ablesegeräte keine falschen Angaben machen, werden besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen.
Wenn in der Sendestelle die Antriebsspaunung für das Zeitwerk ausbleibt, schaltet ein Relais 5 die Erregerwicklung 103 für die Kontakteinrichtung 3 und die Magnetspule 160 des Schrittschaltwerkes von der Ortsstromquelle ab. Außerdem öffnet ein Relais 7 den Erregerstromkreis des Relais 6, so daß also auch Steuerrelais1 9 nicht mehr ansprechen kann. Ein zweiter Kontakt des Relais 7 dient nach Wiederkehr der Wechselspannung als Haltekontakt für Relais 7. Der Stromkreis von Relais 7 ist auch noch durch einen zweiten Kontakt des Relais 8 unterbrochen. Relais 7 kann nach Wiederkehr der Wechselspannung nur dann wieder erregt werden, wenn Relais 8 über den in der Nullstellung stehenden Verteiler 4 erregt wird. Bis dahin läuft dann wohl das Zeitwerk, das den Verteiler weiterbewegt, aber es werden keine Meßimpulse auf die Fernleitung M übertragen. Das Zeitwerk in der Empfangsstelle ist stehengeblieben, als der Verteiler dort die Nullstellung erreichte und kein Synchronisierimpuls eintraf. Er wartet in dieser Stellung, bis der wieder anlaufende Verteiler der Sendestelle ebenfalls in der Nullstellung angekommen ist. Dann kufen beide gleichzeitig ab.
Auch die Empfangseinrichtung besitzt Vorkehrungen, um Falschmeldungen der Ablesegeräte zu verhindern, wenn das Zeitwerk infolge Ausbleibens der Antriebsspannung stehenbleibt. Ein Relais 55 schaltet dann Magnet 114 des Schrittschaltwerkes und Antriebsmagnet 117 des Z-förmigen Ankers ab. Ein Relais 66 unterbricht die gemeinsame Rückleitung der Auslösemagnete 122, 222, 322, 422, 522, so daß die Meßgeräte sich nicht verstellen können. Nach Wiederkehr der Wechselspannung läuft das Zeitwerk M weiter und dreht auch den Verteiler 43 weiter bis in die Nullstellung. Schließlich wird Relais 66 wieder erregt und schließt einen Haltestromkreis für sich, wenn Anker 126 einen Kontakt 141 geschlossen hat. Zu dem Zweck muß Anker 126 des Diflerentialrelais 127 die gestrichelte Lage einnehmen. Wie früher schon dargelegt wurde, muß dazu Relais 109 durch einen lange anhaltenden Strom erregt werden. Dieser kommt aber nur dann zustande, wenn der Verteiler der Sendestelle in der Nullstellung steht. Nach Wiederkehr der Spannung läuft der Verteiler in der Empfangsstelle also bis in seine Nullstellung und wartet hier, bis auch der Verteiler der Sendestelle die Nullage erreicht. Von da an laufen sie gemeinsam weiter.
Die in den Abb. χ und 2 dargestellten Sende- und Empfangseinrichtungen lassen sich durch gewisse Änderungen verbessern. Z. B. kann an Stelle des Differentialrelais 127 ein Relais mit Anzugsverzögerung verwendet werden, dessen Verzögerungszeit so groß ist, daß sein Anker bei den kurzen Meßimpulsen nicht angezogen wird und in seiner Ruhelage einen Kontakt geschlossen hält, über welchen
Relais 123 erregt werden kann. Erst infolge des langen Synchronisierimpulses wird dann der Stromkreis für Relais 123 unterbrochen. Ferner können die Relais, die bei Ausbleiben der Wechselspannung in Tätigkeit treten, durch die empfindlicheren und kräftigeren Gleichstr,omrelais ersetzt werden, wenn in ihren Stromkreis ein Gleichrichter eingeschaltet wird.

Claims (10)

  1. Patentansprüche:
  2. i. Einrichtung, zum Synchronisieren umlaufender Verteiler in Sende- und Empfangsstationen, zwischen denen meh- !5 rere Meßgrößen mittels Stromstöße übertragen werden, deren Häufigkeit der fernzumessenden Größe entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteiler selbsttätig und periodisch durch Impulse, die über die zur Übertragung der Meßwerte ^ dienende Leitung gesendet werden und W sich von den zur Übertragung der Meßwerte dienenden Impulsen in ihrer Dauer unterscheiden, synchronisiert werden.
    25- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch' gekennzeichnet, daß die Dauer der Synchronisierungsimpulse größer als die der Fernmeßimpulse ist und daß die Synchronisierungsimpulse nur dann zustände kommen, wenn die Verteiler in der Sende- und Empfangsstelle übereinstimmende Stellungen einnehmen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Relais (9), das die über die Fernleitung geleiteten Stromstöße hervorruft, zwecks Übertragung der Meßgrößen unter Zwischenschaltung eines Kondensators zwecks Übertragung der Synchronisierungsimpulse, fco dagegen unmittelbar mit einer Stromquelle verbunden, wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeiger der Ablesegeräte in der Empfangsstelle in ihrer Stellung festgehalten werden, wenn der Verteiler der Empfangsstelle um einen Schritt weiterbewegt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeiger der Ablesegeräte im allgemeinen festgehalten sind und nur zur Neueinstellung freigegeben werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß von den Ablesegeräten Widerstände beeinfhißt werden.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Anzeigegerät, das sich nach der Größe der von den Ablesegeräten beeinflußten Widerstände einstellt und dadurch die Angaben mehrerer Ablesegeräte summiert.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch -1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbleiben der Antriebsspannung für das Zeitwerk (1) in der Sendestelle der Stromkreis des Relais, das die Stromstöße in der Fernleitung hervorruft, unterbrochen wird, so daß keine Meßimpulse auf die Verbindungsleitung zwischen Sendestelle und Empfangsstelle übertragen werden.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbleiben der Antriebsspannung für das Zeitwerk (in) in der Empfangsstelle die Zeiger der Ablesegeräte in ihrer Einstellung festgehalten werden.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bei Ausbleiben der Spannung in der Empfangsstelle stehenbleibende Zeitwerk nach Wiederkehr der Spannung so lange weiterläuft, bis der Verteiler in einer Stellung steht, von der aus das Zeitwerk erst durch einen Synchronisierungsimpuls zum Weiterlauf freigegeben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES90759D 1929-03-28 1929-03-28 Einrichtung zum Synchronisieren umlaufender Verteiler in Sende- und Empfangsstationen, zwischen denen mehrere Messgroessen mittels Stromstoesse uebertragen werden, deren Haeufigkeit der fernzumessenden Groesse entspricht Expired DE590426C (de)

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