AT119827B - Drehlatte. - Google Patents

Drehlatte.

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AT119827B
AT119827B AT119827DA AT119827B AT 119827 B AT119827 B AT 119827B AT 119827D A AT119827D A AT 119827DA AT 119827 B AT119827 B AT 119827B
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Peter Soelkner
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Peter Soelkner
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drehlatte. 



   Die erfindungsgemäss ausgebildete Drehlatte hat den Zweck, die Manipulation beim Höhen-und Längenstaffeln in der geodätischen Praxis zu vereinfachen und gestattet gegenüber der umständlichen Handhabung des für diese Zwecke verwendeten Horizontalstaffelzeuges, bei dem im sehr steilen Gelände entweder nur auf 2 m Länge gestaffelt werden kann oder mit einer äusserst umständlichen Lothöhe bis zu 4 m gearbeitet werden muss, eine bequeme, talwärts bis höchstens in Brusthöhe geneigte Lattenlage, an deren Endmarken in jeder beliebigen Terrainneigung die Lotung bequem vorgenommen werden kann. 



   Von der bisher gebräuchlichen Staffellatte mit Gradbogen unterscheidet sich die dargestellte Drehlatte dadurch, dass sie jedwede nachträgliche Umrechnung bzw. Reduktion der abgelesenen Werte in die Horizontalprojektion überflüssig macht, da die Lattenteilungen auch in geneigter Lattenlage direkt brauchbare Werte ergeben und demnach auch die Resultate zweier Messungen sofort an Ort und Stelle verglichen bzw. die Messungen zwecks Behebung einer etwa festgestellten, die Fehlergrenze   überschreiten-   den Messungsdifferenz sofort wiederholt werden können, während beim Staffelzeug mit Gradbogen die Resultate zweier Messungen erst in der Kanzlei nach Reduktion der erhaltenen Werte auf die Horizontalprojektion verglichen werden können und daher eine etwa notwendige Wiederholung der Messung eine abermalige Bereisung des Vermessungsgebietes zur Voraussetzung hat.

   



   Die Funktionen der Drehlatte ergeben sich aus dem in Fig. 1 dargestellten   Lattenteilungsschema,   in welchem die Normallattenlänge L (am verwendbartsten L = 4m) in die beiden Lattenneigungen 18  bzw. 330 projiziert und aus dieser Lage in die Lattenbasis zurückübernommen ist. In Fig. 1 und 4 entspricht daher : die Marke 1 dem Lattenende bei horizontaler Lattenlage, die Marke 11 dem Lattenende bei 18  genelgter Lattenlage, die Marke   111   dem Lattenende bei   330 geneigter   Lattenlage. 
 EMI1.1 
 



   Da a-b (a   @#   bergwärts gelegenes Lattenende) mit a-c einen Winkel von annähernd   18 ,   ferner   a-b mit a-d einen Winkel von annähernd 330 einschliesst, so wurden unter Vernachlässigung der Minuten die Neigungen 18 0 bzw. 330 der Lattenteilung zugrunde gelegt, woraus sich die Lothöhen wie folgt ergeben   
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Lothöhe <SEP> be <SEP> = <SEP> (L. <SEP> tg <SEP> 18 ).............................................. <SEP> == <SEP> 1-30 <SEP> m <SEP> t
<tb> Lothöhe <SEP> ed <SEP> = <SEP> (L.tg <SEP> 33 )#(L.tg <SEP> 18 )=(2#59)#(1#30) <SEP> ................ <SEP> = <SEP> 1#29 <SEP> m <SEP> # <SEP> BrustLothöhe <SEP> de <SEP> = <SEP> (L.tg <SEP> 45 )#(L.tg <SEP> 33 )=(4#00)#(2#59) <SEP> ................

   <SEP> = <SEP> 1#41 <SEP> m <SEP> # <SEP> höhen
<tb> Es <SEP> entspricht <SEP> daher <SEP> einer <SEP> Geländeneigung <SEP> von <SEP> annähernd <SEP> :
<tb> 0  <SEP> bis <SEP> 18  <SEP> die <SEP> Lattenstellung <SEP> ab <SEP> mit <SEP> der <SEP> Lothöhe <SEP> be
<tb> 330 <SEP> ae <SEP> 29 <SEP> 95 <SEP> 19 <SEP> ed
<tb> 33  <SEP> ,, <SEP> 45  <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ad <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> de
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die Werte   1'30   bzw. 2-29 ergeben gleichzeitig die beim Höhenstaffeln den auf der Setzlatte ab-   gelesenen Werten zuzuschlagende Konstante, welche vorteilhafterweise   bei den betreffenden Teilung endmarken eingraviert wird.

   Bei einer in der Lattenlage 180 vorgenommenen Staffelung wird beispielsweise dem in der Richtung cd abgelesenen Höhenwerte die Konstante bc =   1'30   m zugerechnet werden müssen, während einer in der Lattenlage   33  vorgenommenen Höhenstaffelung   die Konstante   be + ed   1-30 + 1-29 = 2-59 m zuzuzählen ist. 



   Um die   Messlatte   p (Fig.   l)   in die verschiedenen Neigungen bringen und festhalten zu können, ist einerseits die am Lattenanfang (Fig. 1, 3 und 8) befindliche, verstellbare Libelle mit Gradbogen, anderseits die Setzlatte k (Fig. 2) mit dem Klemmbügel vorgesehen. 



   Die Libellenverstellvorrichtung ist in einem auf die Latte p (Fig. 1 und 3) aufgeschobenen und verschraubten Metall-Lattenschuh h (Fig. 1 und 3) verankert und besteht der Hauptsache nach aus dem beweglichen Libellenhebel b (Fig. 6,8 und 9), dem   R3ktifizierbügel c   (Fig. 5 und 8), dem   Schnapper f     (Fig.   8 und 9) und dem gekerbten, automatisch aufstellbaren Gradbogen e (Fig. 8 und 9). 



   Der Gradbogen wird beim Hochziehen des Libellenhebels b (Fig. 8) vom Führungsbacken m (Fig. 6 und 8) automatisch in seine Radialstellung gebracht und von dem in die Kerbe eindringenden, gefederten Schnapper f (Fig. 8) festgehalten. Die am Gradbogen angebrachten Kerben befinden sich analog den Lattenteilungen bei   18  bzw. 33 .   



   Die Rektifikation der   Libellenbasis   in bezug auf die Lattenunterkante erfolgt durch eine im Lattenschuh seitlich verankerte   Rektifikationsschraube   d (Fig. 8 und 9). 



   Die Rippe n (Fig. 6 und 8) dient zur Versteifung der   LibePenbasis.   



   Nach Gebrauch der Latte wird die Deckhülse i (Fig. 3 und 8) über die Stellvorrichtung geschoben. 



   Die Handhabung der Drehlatte besteht somit in der Einstellung der Libelle in eine der drei, dem jeweiligen Gelände am besten entsprechenden Gradbogenkerben, weiters   dem nach Einspielen   der Libelle folgenden Festklemmen von   Mess- und Setzlatte mittels   des Klemmbügels und dem Loten an der, der Lattenneigung entsprechenden Endmarke. 



   Die auf 5 cm genau vorgesehene Teilung über die ganze   Lattenlängè   ermöglicht die Ermittlung jeder beliebigen Restlänge. 



   Die Messung der Höhenstaffeln erfolgt in der Art, dass die   Setzlatte & (Fig.   2) senkrecht in die Lotlinie an der Endmarke gerückt wird. Nach Einspielen der Libelle und Festklemmen der Mess-und Setzlatte wird am Schnittpunkte der Messlattenunterkante mit der   Setzlattenteilungksante   die Höhenablesung vorgenommen. 



   Bei geneigter Lattenlage wird zu der abgelesenen Höhe noch die vorerwähnte Konstante L. tg   180 bzw.   Lt. g   330 zugezählt.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Drehlatte mit Libelle, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Latte ausser einer gewöhnlichen Längenteilung ein oder mehrere Längenteilungen solcherart aufgetragen sind, dass bei einer vorbestimmten Lattenneigung ohne weiteres die Ablesung der Längen-und Höhenstaffeln auch bei dieser geneigten Lattenstellung möglich ist.
AT119827D 1929-03-20 1929-03-20 Drehlatte. AT119827B (de)

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ID=3631682

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AT119827D AT119827B (de) 1929-03-20 1929-03-20 Drehlatte.

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