DE680904C - Schwenkvorrichtung an geodaetischen Instrumenten zur Ermittlung von horizontalen Entfernungen - Google Patents

Schwenkvorrichtung an geodaetischen Instrumenten zur Ermittlung von horizontalen Entfernungen

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DE680904C
DE680904C DEA74396D DEA0074396D DE680904C DE 680904 C DE680904 C DE 680904C DE A74396 D DEA74396 D DE A74396D DE A0074396 D DEA0074396 D DE A0074396D DE 680904 C DE680904 C DE 680904C
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    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/26Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object
    • G01C3/28Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane
    • G01C3/30Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with fixed angles and a base of variable length, at, near, or formed by the object with provision for reduction of the distance into the horizontal plane with adaptation to the measurement of the height of an object, e.g. tacheometers

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Description

  • Schwenkvorrichtung an geodätischen Instrumenten zur Ermittlung von horizontalen Entfernungen Die Erfindung geht aus von einer Schwenkvorrichtung an geodätischen Instrumenten Init Fernrohren zur Ermittlung voar horizontalen Entfernungen und bezweckt, die Horizontalentfernung bei Messungen unter einem beliebigen Winkel unmittelbar an einer liegenden oder senkrecht stehenden Latte ablesen und eine beliebig große Basis verwenden zu können. Die bekannten Entfernungsmesser, welche als Basis eine stehende Latte benutzen, haben den Nachteil, daß die Horizontalentfernung nur bei Einspielen der Fernrohrlibelle direkt von der Latte abgelesen werden kann. Alle Ablesungen, die unter einem Neigungswinkel der Fernrohrachse gegen die Horizontale gemacht werden, geben nicht die tatsächliche Entfernung (Instrument-Latte), sondern nur abgelesene Größen, aus denen über den abzulesenden Neigungswinkel die Horizontalentfernung errechnet werden muß.
  • Um nun die Entfernung Instrument-Latte oder die Horizontalentfernung direkt ablesen zu können, ist erfindungsgemäß die Schwenkvorrichtung für die Bewegung des Fernrohres in der Horizontalebene als Zusatzeinrichtung vorgesehen, durch die entsprechende Winkel eingestellt werden. Sie besteht aus einer an der Stehaubse des Instrumentes festklemmbaren Gabel, die eine Mikrometerschraube mit Indexstrich und Zeiger und zwei Anschlagstifte, die zur Einstellung der bestimmten Winkel dienen, trägt, wobei die am Instrument ohnehin vorhandene Mikrometerschraube mit einer weiteren so zusammenarbeitet, daß die erste Feineinstellung durch die zweite um bestimmte Winkel verschoben wird und beide Mikrometerschrauben von einer Klemmschraube bedient werden.
  • Durch Betätigung dieser Schrauben wird bei Ermittlungen großer Entfernungen ein Nachrichten (Rückstellen) des gesamten Instrumentes auf die vergrößerte Basis erzielt.
  • Hierbei wirkt sich die Ganghöhe der Tangentenschraube immer in gleichbleibenden Werten auf die Basis aus, ob nun der Wirkungspunkt der Tangentenschraube zur Basis in normaler Richtung liegt oder ob dieser Punkt mit der Basis einen beliebig anderen Winkel beschreibt. Durch das Abweichen des Hebelarmes aus der normalen Lage zur Basis wird der Wirkungspunkt der Tangentenschraube am Hebelarm verschoben und wirkt dadurchauf einen längeren Hebel als in ersterer Lage. Durch diese Wirkungsweise wird immer dasselbe proportionale Verhältnis gegeben, und der Wert der Schraube bleibt in jeder Lage des Fernrohres gleich.
  • Bei der Messungsweise mit einer vertikalen Latte besteht nur der Unterschied, daß die Basis, je nach dem Neigungswinkel der Visur, mehr oder weniger von der Normalen zur Basis entfernt ist. Da die Wirkung wider Tangenteuschraube unter dem Neigungswinkel dieselbe ist, so können auch hier durch freies Verschwenken des Fernrohres in der Vertikalebene verschiedene große konstante Winkel eingestellt werden, welche durch Ablesen an der vertikalen Latte auch sofort die Horizontalentfernung geben.
  • In der Zeichnung ist ein Ausfdhrungsbeispiel der Schwenkvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Abb. 1 das Meßinstrument in Seitenansicht, und zwar oberhalb der Grundplatte 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung für Messungen mit vertikaler, unterhalb dieser Platte für Messungen mit horizontaler Meßplatte, Abb. 2 das Instrument in Rückansicht, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Abb. I, Abb. 4 ein Schema der Messung mit horizontaler Latte, Abb. 5 ein Schema der Messung mit vertikaler Latte.
  • Für Messungen mit horizontaler Meßlatte dient die Vorrichtung unterhalb der Grundplatte 3. Auf der Stehachse 1 eines in bekannter Weise in waagerechter und senkrechter Ebene schwenkbaren Meßgerätes sind unterhalb der waagerechten, das Fernrohr 2 tragenden, drehbaren, scheib enf örmigen Grundplatte 3 zwei Tragarme 4, 5 drehbar gelagert.
  • Der Tragarm 4 kann hierbei frei um die Stehachse 1 geschwenkt werden, während Ider Tragarm 5 durch eine Klemmschraube 6 in beliebiger Stellung fest mit der Stehachse 1 verbunden werden kann. Die Grundplatte 3 ist mit einem Anschlag 7 versehen, der in einen U-förmigen Bügel 8 des Tragarmes 4 eingreift. Der Bügel 8 besitzt in der Mitte nach unten ragend einen Anschlags, der wiederum in eine Gabel 10 des Tragarmes. 5 ragt.
  • Die anschläge 7 und 9 werden in dem Bligel 8 und der Gabel 10 durch unter Federwirkung stehende Druckstifte 11 gegen mittels Gewinde verstellbare Schrauben 12, I3 gedrückt, wobei die Schraube 13 als Meßschraube dient und auf ihrer Trommel mit einer Meßteilung versehen ist. In den Armen der Gabel 10 sind noch je eine verstellbare Anschlagschraube 14 und 14a vorgesehen, die zur Begrenzung des Schwenkbereiches des Anschlages 9 bzw. zur Festlegung eines konstanten Meßwinkels dienen, der z.-B. von einer Anschlagspitze zur anderen einer Horizontalentfernung von Ioom entspricht.
  • Oberhalb der Grundplatte 3 ist die Meßvorrichtung zum Messen mit vertikaler Meßlatte angeordnet, wobei das Fernrohr 2 mittels Lagerzapfen. es auf einem mit der Grundplatte 3 verbundenen Träger 15 schwenkbar ist. Die Meßvorrichtung ist an sich die gleiche wie die unterhalb der Grundplatte 3 angeordnete Meßeinrichtung. Sie besteht im wesentlichen aus einer in zwei Lagerböcken 18 und 18a verschiebbaren, mit einem Gewinde- und Vierkantansatz versehenen Welle 2I, die durch eine Meßschraube 30 gegen die Wirkung, einer Feder 34 zwischen zwei verstellbaren Anschlagspitzen 31, 32 bewegt werden kann.
  • Zwischen den Anschlagspitzen 3I, 32, die in einer am Lagerbock 18 befestigten Gabel 33 angeordnet sind, bewegt -sich hierbei ein an der Welle 21 befestigter Anschlagzapfen 29.
  • Auf zwei auf der Welle 21 befestigten Kolben 26 ist eine Hülse 20 geführt, die durch eine Feder 25 gegen eine auf dem Gewindezapfen der Welle 21 angeordnete Ringmutter 28 gedrückt wird. Auf der Hülse 20 ist eine mit einem Anschlag 24 versehene, durch eine Klemmschraube 22 feststellbare Muffe 23 verschiebbar. Gegen den Anschlag 24 legt sich ein unter Wirkung einer Feder 5 stehender, mit dem Lagerzapfen I6 des Fernrohres 2 fest verbundener Hebelarm 17, der seine Schwenkbewegung auf das Fernrohr 2 überträgt. Durch Verstellen der Muffe 23 kann somit eine Grobeinstellung und durch Verschieben der; Muffe 23 und der Hülse 20 mittels der Ringmutter auf der Welle 21 eine Feinverstellung des Fernrohres bewirkt werden, während durch Verschieben der Welle 21 zwischen den Anschiagspitzen 3 I, 32 durch die Meßschraube 30 das Fernrohr innerhalb des begrenzten Meßbereiches verschwenkt werden kann.
  • Die Abb. 3 gibt eine vergrößerte Wiedergabe der Vorrichtung im Schnitt III-III wieder, die im Zusamtnenhang mit Abb. I verständlich ist.
  • Der Meßvorgang, der sowohl mit horizontaler als auch vertikaler Meßlatte - erfolgen kann, ist bei beiden Vorrichtungen der gleiche.
  • In der schematischen Darstellung der Abb.4 ist 13 die Tangentenschraube, deren Ganghöhe sich immer in gleichbleibenden Werten auf die Basis auswirkt, ob nun der Wirkungspunkt der Tangentenschraube zur Basis in normaler Richtung liegt oder ob dieser Punkt mit der Basis einen beliebig anderen Winkel beschreibt. Durch das Abweichen des Hebelarmes aus der normalen Lage zur Basis wird der Wirkungspunkt der- Tangentenschraube am Hebelarm verschoben und wirkt dadurch auf einen längeren Hebel als in erste rer Lage. Durch diese Wirkungsweise wird immer dasselbe proportionale Verhältnis gegeben, und der Wert der Schraube bleibt in jeder Lage des Fernrohres gleich.
  • Bei der Messungsweise mit einer-vertikalen Latte (Abb. 5) besteht nur der Unter schid, daß die Basis, je nach dem Neigungswinkel der Visur, mehr oder weniger von der Normalen zur Basis entfernt ist. Da die Wirkung der Tangentenschraube unter jedem Neigungswmkel dieselbe ist, so können auch hier, durch freies Verschwenken des Fernrohres in der Vertikalebene, verschieden große konstante Winkel eingestellt werden, welche durch Ablesen an der vertikalen Latte auch sofort die Horizontalentfernung geben.
  • Soll z. B. mittels horizontaler Meßlatte gearbeitet werden, so ist die (Horizontal-) Meßeinrichtung wie folgt zu bedienen. Die Meßschraube I3 wird in Anfangs- oder o-Stellung der Teilung gestellt, so Idaß sich der Anschlag g unter Wirkung des Druckstiftes I I gegen die Anschiagspitze 14 legt und der Anschlag7 durch entsprechendes Verdrehen der Einstellschraube 12 in die Mittelstellung im Bügel 8 gestellt. Hierauf wird nach Lösen der Klemmschraube 6 der Tragarn 5 und damit das Fernrohr 2 durch Schwenken grob auf die Anfangskennmarke der Meßlatte eingestellt und die Klemmschraube 6 wieder angezogen, so daß der Tragarm 5 fest mit der Instrumentensäule I verbunden ist und die Anschlagspitze 14 einen Festpunkt für den Anschlag 9 bildet. Durch Drehen der Feinstellschraube 12 wird hierauf Ider Ansatz 7 weitergeschwenkt und somit das Fernrohr 2 genau auf die Anfangskennmarke der Meßlatte eingestellt. Das Messen einer Entfernung von der Meßlatte bis zum Meßgerät erfolgt nun derart, daß durch Drehen der Meßschraube 13 über die Anschlägen und 7 das gFernrohr 2 So weit verschwenkt wird, bis. das Fadenkreuz des Fernrohres mit der Endkennmarke der Meßlatte übereinstimmt oder der Anschlag 9 an der Anschlagschraube 14a anliegt. Ist die Entfernung größer als der durch die Anschläge 14 und 1 4a festgelegte Meßbereich (z. B. Ioom), so wird zunächst das Fernrohr 2 durch die Meßschraube I3 nur bis zur Endkennmarke der Meßlatte geschwenkt, hierauf das Fernrohr durch Zurückdrehen der Feinstellschraube 12 auf die Anfangskennmarke der Meßlatte zurückgeschwenkt und dieser Vorgang so oft wiederholt, bis die Visur des Fernrohres am Ende des Meßbereiches, wenn sich der Anschlag 9 gegen die Anschlagschraube 14a legt, auf die Latte fällt. Die sich hierbei ergebende Zahl der x-mal gemessenen Meßlatte, summiert mit der Teilablesung an der Meßlatte (x der tVerhältniszahl z. B. 100), ergibt dann die zu ermittelnde Horizontalentfernung.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Schwenkvorrichtung an geodätischen Instrumenten mit Ferarohren zur Ermittlung von horizontalen Entfernungen, dadurch gekennzeiehnet, daß die Schwenkvorrichtung für die Bewegung des Fernrohres in der Horizontalebene als Zusatzeinrichtung vorgesehen ist, durch die entsprechende Winkel eingestellt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine an der Stehachse (I) des Instrumentes festklemmbare Gabel (5), die eine Mikrometerschraube (I3) mit Indexstrich und Zeiger und zwei Anschlagstifte (I4, I4a) trägt, die zur Einstellung der bestimmen Winkel dienen, wobei die am Instrument ohnehin vorhandene Mikrometerschraube (12) mit der Mikrometerschraube (I3) so zusammenarbeitet, daß die erste Feineinstellung durch die zweite Feineinstellung um bestimmte Winkel verschoben wird un beide Mikrometerschrauben von einer Klemmschraube (6) bedient werden.
  3. 3. Verwendung Ider Ausführungsform nach Anspruch 2 für ein Verfahren, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß bei Ermittlungen größerer Entfernungen ein Nachrichten (Rückstellen) des gesamten Instrumentes auf die vergrößerte Basis durch Betätigen jeder am Instrument vorhandenen Stellschrauben (12, 13) erzielt wird.
  4. 4. Ausführungsform der zusätzlichen Schwenkeinrichtung nach Anspruch I und 2 zur Messung mit vertikaler Latte, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse des Fernrohres mit der Vorrichtung zur Einstellung bestimmter Winkel durch einen an der Drehachse angebrachten und an der Vorrichtung verschiebbaren Hebel (17) verbunden ist.
DEA74396D 1933-10-26 1934-10-24 Schwenkvorrichtung an geodaetischen Instrumenten zur Ermittlung von horizontalen Entfernungen Expired DE680904C (de)

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