AT119607B - Verfahren und Vorrichtung zur Tempierung elektrischer Zeitzünder mit zwei gegeneinander geschalteten Kondensatoren als Zündstromträger. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Tempierung elektrischer Zeitzünder mit zwei gegeneinander geschalteten Kondensatoren als Zündstromträger.

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AT119607B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Tempierung elektrischer   Zeitzinder   mit zwei gegen- einander geschalteten Kondensatoren als Zündstromträger. 



   Für elektrische Zeitzünder, bei denen die Entladeenergie elektrischer Kondensatoren zur Entziindung des   Zündmittels   dient, ist schon vorgeschlagen worden, die Einstellung der verschiedenen Zündzeitpunkte durch Veränderung der   Kondensatoraufladespannung   zu bewirken, d. h. durch eine verschiedene Bemessung der Aufladespannung für jeden geänderten Zündzeitpunkt. 



   In Anlehnung an diese Massnahme verfährt die Erfindung bei elektrischen Zeitzündern, die zwei gegeneinander geschaltete und mit Mitteln zur gegenseitigen Spannungsänderung ihrer Speicherenergie versehene Kondensatoren besitzen, so, dass zur Einstellung der verschiedenen Zündzeitpunkte die   Aufladespannungen   der beiden Kondensatoren relativ zueinander geändert werden. 



   Gegenüber der bisherigen Tempierungsart, wonach bei solchen Zeitzündern die beiden Kondensatoren für   die verschiedenen Zündzeitpunkte   wohl mit verschiedenen Spannungen,   aber für   jeden einzelnen Fall stets gleichmässig, d. h. beide mit gleich grosser Spannung aufgeladen werden, hat das neue Verfahren den Vorteil, dass sämtliche erforderlichen Zündzeitpunkte mit einem kleineren Spannungsbereich beherrschbar sind.

   Benötigte beispielsweise nach dem alten Verfahren für Geschosszeitzünder ein sehr nah daliegender Zündzeitpunkt, von etwa 1   Sekunde Brennzeit" (Kartätsehsehuss)   eine Ladespannung von zirka 1000 Volt, so kommt man jetzt mit einer Maximalspannung von etwa 200 Volt aus, was sieh neben der Vereinfachung der Stromquelle auch   gründlieh   auf die Ausbildung der Kondensatoren und die Isolierungen überhaupt auswirkt. 



   Zur Ausübung des neuen Tempierungsverfahrens ist die Ladevorrichtung für die beiden Zünderkondensatoren zur gleichzeitigen Abgabe zweiter Spannungen eingerichtet, von denen wenigstens eine regelbar ist. Die damit erreichbaren verschiedenen Tempierungsarten sind an Hand der Zeichnung nachstehend beschrieben. 



   Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht das Schaltbild eines nach dem neuen Verfahren tempierbaren elektrischen Zeitzünders nebst Schaltbild der zugehörigen Aufladeeinrichtung ; die Fig. 2-4 geben in Spannungs-Zeitdiagrammen die Entladeverhältnisse der   beiden Zünderkondensatoren   je für verschiedene Tempierungen an, u. zw. Fig. 2 bei Variation der Aufladespannung des einen in sich geschlossenen Zünderkondensators, Fig. 3 bei Variation der Aufladespannung des zweiten Kondensators und Fig. 4 bei Variation der Aufladespannungen für beide Zünderkondensatoren zugleich. 



   Im Schaltbild nach Fig. 1 ist   A   die Zündeinrichtung, B der Ladeapparat. Die beiden Zünderkondensatoren e und f sind über eine Funkenstrecke g (z. B. eine Edelgasröhre, die erst bei einer an sie angelegten Spannung ganz bestimmter Grösse stromdurehlässig ist) und ein   Zündmittel h gegeneinander   geschaltet. Der   Kondensator f   ist ausserdem über einen hochohmigen konstanten Widerstand i in sich geschlossen. 
 EMI1.1 
 Spannung von   k1, kz   in solchen Grenzen nach oben und unten, dass die Differenzspannung zwischen   ki-kg und -kg   stets unterhalb der   Überschlagspannung   der Funkenstrecke g des Zünders liegt. 



   Die konstante Spannung zwischen   -/   dient zum Aufladen des einen Zünderkondensators e, die veränderliche Spannung von   k2-ks   ist für den zweiten über den Widerstand t in sich   entladbaren   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Zünderkondensator f bestimmt. Im Spannungs-Zeitschaubild nach Fig. 2 veranschaulicht die   Kurve     R1   die Entladung (Eigenentladung) des Kondensators   e nach seiner Aufladung mit der konstanten Spannung Ve   und nach dem Abnehmen der Kondensatorpole von den Klemmen der Stromquelle. Die Kurven   dz   S2, 83 geben die Entladeverhältnisse des zweiten   Kondensators/* unter   Zugrundelegung der verschiedenen Ladespannungen   Vfi, V/, Vf.

   Das   Diagramm lässt erkennen, dass die zur Bildung der Überschlagspannung Vg der Funkenstrecke g, also die zur Entzündung des Zündmittels   A   erforderliche Spannungs- 
 EMI2.1 
 u. zw. um so schneller, je kleiner die veränderliche Aufladespannung für den einen   Kondensator f   gegen- über der konstanten für den andern Kondensator e bemessen ist. 



  Statt zum Tempieren die Aufladespannung für denjenigen der beiden Kondensatoren (Konden- sator t) veränderlich zu machen, der über den Widerstand i in sich geschlossen ist, kann solches bei geeignetem Anschluss der Ladevorrichtung an den Zünder auch für die Ladespannung des zweiten Konden- sators e geschehen ; die Bildung der Zündspannung hiebei veranschaulicht das Spannungs-Zeitsehaubild nach Fig. 3. 



   Die Erzielung eines weiter hinausliegenden Zündzeitpunktes    < i   wird der eine   Kondensator f mit   der Spannung Vf und der andere Kondensator e mit der Spannung   Vel   aufgeladen. Für kürzere Zünd- zeitpunkte   t2   bzw. ta wird die Spannung des letzteren Kondensators e erhöht auf   Ve2, bzw. Vea.   



   Dem Diagramm lässt sich entnehmen, dass zur Erzielung sehr kurzer Zündzeitpunkte der eine
Kondensator e mit einer Spannung aufgeladen werden muss, die annähernd gleich ist der Summe der
Ladespannung Vf des zweiten Kondensators t plus der Zündspannung Vg. Dies ist demnach die grösste auftretende Spannung, für welche die Isolation des Zünders ausreichen muss. Die bei der Spannung Vf beginnende Entladekurve   81   des Kondensators t wird im Verlauf einer Entladung flacher, da die Entlade- geschwindigkeit des Kondensators ständig abnimmt und es ergibt sich daraus, dass die Genauigkeit der Tempierung für grosse Zündzeitpunkte geringer wird. 



   Diesen Nachteil schaltet das im Schaubild nach Fig. 4 beispielsweise veranschaulichte kombinierte
Tempierungsverfahren aus, bei dem die Ladespannung beider Kondensatoren variiert wird. Die Lade- vorrichtung B (Fig. 1) wird sodann sowohl zwischen den Klemmen k2-k3, als auch zwischen k1-k2 zur
Abgabe einer veränderlichen Spannung eingerichtet. Der Kondensator f (Fig. 1), der sich über den
Widerstand i entlädt, wird für ein bestimmtes Intervall kürzerer Zündzeitpunkte mit einer Spannung Vf2 aufgeladen und für die weiter hinausliegenden Zündzeitpunkte mit der Spannung   V/. Diese   grössere
Spannung   Vfi   gibt dann auch für die grösseren Zündzeiten noch eine genügend rasche Entladung, so dass eine hinreichende Genauigkeit des tatsächlichen Zündzeitpunktes erzielt wird.

   Die weitere Tempierung innerhalb dieser beispielsweise herausgegriffenen Zeitabschnitte geschieht dann durch Variieren der Ladespannung des zweiten Kondensators e, so dass man bei der Ladespannung Ve4 die Zeit   t4   und bei der Ladespannung Veg die Zeit   t3   erhält. Für die weiter hinausliegenden Zündzeitpunkte   t1.     t2   wird dann einmal der über den Widerstand i (Fig. 1) geschlossene Kondensator t mit der grösseren Spannung Vfl aufgeladen und hierauf die weitere Tempierung durch die Veränderung der zweiten Ladespannung erreicht, so dass sich für die Spannung   Ve2   die Zeit   t2   und für Vel die Zeit   t1   ergibt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Tempierung elektrischer Zeitzünder mit zwei gegeneinander geschalteten Kondensatoren als   Zündstromträger   durch verschiedene Bemessung der   Kondensatorladespannung,   dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der verschiedenen Zündzeitpunkte durch Änderung der Aufladespannungen der beiden Kondensatoren relativ zueinander erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladevorrichtung für die beiden Zünderkondensatoren zur Abgabe zweier Spannungen zugleich eingerichtet ist, von denen wenigstens eine regelbar ist.
AT119607D 1929-06-14 1929-12-12 Verfahren und Vorrichtung zur Tempierung elektrischer Zeitzünder mit zwei gegeneinander geschalteten Kondensatoren als Zündstromträger. AT119607B (de)

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