<Desc/Clms Page number 1>
Schuheinlage ffiu Senkfüsse und Verfahren zur Herstellung derselben.
EMI1.1
Die Erfindung betrifft eine Schuheinlage für Senkfüsse und ein Verfahren zur Herstellung der- selben, u. zw. Schuheinlagen derjenigen Art, bei der eine platten- oder rahmenförmige Metallstütze vorge- sehen ist, die auf der Innenseite einen hochgeschweiften, zum freien Ausspannen der Auflagefläche für den Fuss dienenden Tragbügel hat.
Die Erfindung besteht darin, dass der Tragbügel für die aus einem undehnbaren, aber schmiegsamen
Stoff bestehende Tragsohle derart nachgiebig ausgebildet ist, dass er bei der Belastung der Sohle durch den Fuss nach diesem hin einwärts zu federn und so die gesenkten Mittelfussknoehen, ohne sie zu spreizen, aufzurichten vermag.
Um ferner zu erzielen, dass die Stützfläche dem kranken Fuss ganz individuell angepasst werden kann, wird der das gesenkte Fussgewölbe tragende Sattelteil aus einem Material (z. B. aus einer besonderen
Ledersorte, Walkleder genannt) hergestellt, das die Eigenschaft hat, bei Behandlung mit Wasser äusserst plastisch und nachgiebig zu werden und bei nachherige Trocknen in der eingenommenen Form, ohne sich zu verziehen, zu erhärten.
Die Anwendung eines solchen Stoffes lässt es zu, die Senkfussstützen zunächst serienweise herzustellen, indem man den Stützsattel mit einem etwas kleineren Durchhang, als normalerweise erforderlich, anbringt. Die individuelle Anpassung des tragenden Sattels an die Form des Fussgewölbes kann dann jeweils unmittelbar beim Verkauf der Fussstützen erfolgen.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 eine Aufsicht der Einlage und Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1.
Die Schuheinlage besteht im wesentlichen aus einem der Fussform angepassten Rahmen a aus Metall oder anderm geeigneten Material, welcher mit einem an der Gewölbeseite bis an den Mittelfussknoehen hinaufragenden Bügelteil b versehen ist, der aber das ganze Fussgewölbe vollkommen frei lässt, so dass ein harter metallischer Druck nirgends am Fusse empfunden werden kann. Zwischen der Oberkante des Bügels b an der Gewölbeseite und der Kante des Rahmens a an der äusseren Sohlenseite ist ein Tragorgan c aus undehnbarem, aber schmiegsamem Stoff, beispielsweise aus Leder, ausgespannt, das die Auflage für den Fuss bildet und das beim Auftreten die Kraft auf den Rahmen a bzw. Bügel b überträgt.
Das Tragorgan c ist zweckmässig auswechselbar, damit die Einlage der mehr oder weniger vorgeschrittenen Senkung des Fussgewölbes angepasst werden kann und allmählich durch Einsetzen von Brücken mit geringerem Durchhang dem jeweiligen Rückbildungsprozess zum normalen Fussgewölbe Rechnung trägt. Zu diesem Zweck ist das Tragorgan c an seinen beiden Kanten mit je einer Aufhängeschiene d, e von hakenförmigem Profil versehen, durch welche es zwischen den Kanten des Rahmens a bzw. Bügels b leicht lösbar eingehängt werden kann.
Selbstverständlich kann das Tragorgan auch ohne Verwendung der Aufhängeschienen d, e an dem Rahmen a bzw. Bügel b unmittelbar befestigt werden, ohne dass durch diese Abweichung das Wesen der Erfindung geändert wird.
Die neue Senkfusseinlage bietet den Vorteil, dass die an dem hochstehenden Bügel angreifende Brücke bei jedem Auftreten dem nachgiebigen Bügel eine nach innen strebende Bewegung erteilt, wodurch eine Aufrichtung des Fussgewölbes ohne Spreizung der Mittelfussknoehen und ein Aufrichten des Schienbeins über die Mittelachse des Fusses bewirkt wird. Es wird also bei jedem Schritt der gesamte Mittelfuss zusammengehalten und mitsamt dem Schienbein nach der Mittelachse des Fusses zu aufgerichtet.
<Desc/Clms Page number 2>
Diese Wirkung lässt sich auch bei einer andern Ausführung des Tragrahmens oder der Platte a erzielen. Das Wesentliche ist die einwärts federnde Nachgiebigkeit des Tragbügels. Es kann z. B. der Tragbügel b an dem Rahmen a durch Scharniere angelenkt sein und durch entsprechende Federn in Spannung gehalten werden.
Ein besonderer Vorteil der neuen Senkfusseinlage liegt in ihrem geringen Gewicht. An Stelle eines Rahmens könnte auch eine volle Metalleinlage verwendet werden, bei der nur der am Fussgewölbe hochgeführte Rand federnd ausgebildet ist.
Die Anpassung der Fussstützen geht wie folgt vor sich : Die Senkfussstütze wird zunächst in eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser, eingetaucht, bis der aus dem vorbeschriebenen Material hergestellte Stützsattel erweicht ist. Nach Herausnahme lässt man die Stütze kurz abtrocknen, worauf sie in den sofort in Gebrauch zu nehmenden Schuh eingelegt wird. Der Sattel nimmt dann genau die Form des Fussgewölbes an, trocknet und erhärtet durch die Körperwärme schon nach kurzer Zeit. Er behält dann die eingenommene Form bei und bildet einen natürlichen Abdruck des Fussgewölbes, macht also den bisher üblichen Gipsabguss überflüssig.
Eine nach dem obigen Verfahren hergestellte Senkfussstütze gibt dank der vorerwähnten Eigenschaft des verwendeten Materials beim späteren Feuchtwerden im Gebrauch, beispielsweise durch Schweissfüsse, oder bei undichten Schuhen im Regenwetter nicht mehr nach.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schuheinlage für Senkfüsse, deren platten-oder rahmenförmige Metallstiitze auf der Innenseite einen hoehgesehweiften, zum freien Ausspannen der Auflagefläche für den Fuss dienenden Tragbügel hat, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragbügel (b) für die aus einem undehnbaren oder schmiegsamen Stoff bestehende Tragsohle derart nachgiebig ausgebildet ist, dass er bei der Belastung der Sohle durch den Fuss nach diesem hin einwärts zu federn und so die gesenkten Mittelfussknochen, ohne sie zu spreizen, aufzurichten vermag.