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Zielbeleuchtungsvorrichtung für Gewehre.
Die Erfindung betrifft eine Zielbeleuchtungsvorrichtung für Gewehre, mit der im Zeitpunkt des Abdrückens ein Lichtstrahl in der Zielrichtung auf die Zielscheibe geworfen wird, um das jeweils genommene Ziel genau zur Anzeige zu bringen. Bekannt ist es, bei solchen Zielbeleuchtungsvorrichtungen die Zeit, während welcher der Lichtstrahl das Ziel beleuchten soll, mit einer Kontaktvorrichtung zu bestimmen und die Kontaktvorrichtung durch das Schloss zu betätigen. Die Erfindung besteht demgegenüber hauptsächlich darin, dass eine solche an sich bekannte Zielbeleuchtungsvorrichtung an einer Waffe befestigt ist, derart, dass sie durch Öffnen des Verschlusses dieser Waffe und durch das etwa nach dem Schliessen erfolgende Abfeuern in Tätigkeit gesetzt wird.
Mit Bezug auf Militär-Imd andere ähnliche Gewehre ist die Anordnung gemäss der Erfindung so getroffen, dass mit der Bewegung des Schlosses ein Dämpfer in Betriebsbereitschaft gesetzt und beim Abzug ausgelöst wird, um dann zwei den elektrischen Stromkreis der Zielbeleuchtungsvorrichtung sofort schliessende Kontakte noch einige Zeit miteinander in Berührung zu halten.
Es soll die Erfindung nunmehr mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben werden. Dargestellt sind verschiedene schematische Ausführungsformen. Fig. 1 zeigt von der Seite gesehen eine für Militärgewehre und andere Schusswaffen geeignete und durch einen Dämpfer gesteuerte Vorrichtung. Fig. 2 stellt dasselbe von oben gesehen dar. Fig. 3 zeigt das gleiche in schaubildlicher Darstellung. Fig. 4 stellt einen nach der Linie A-B der Fig. 2 geführten Schnitt dar. Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung und von oben gesehen die Anordnung der Vorrichtung an einem Militärgewehr. Fig. 6 zeigt von der Seite gesehen und teilweise im Schnitt eine für Jagdgewehre geeignete mit einer Uhrfeder gesteuerte Vorrichtung. Fig. 7 stellt die Vorrichtung gemäss Fig. 6 teilweise im Schnitt und für den Fall dar, dass
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und in Bereitschaftsstellung dar.
Zunächst wird auf die Fig. 1-5 Bezug genommen. Die Vorrichtung, durch welche der Lichtstrahl auf das Ziel geworfen wird, besteht aus einem Rohr 1, in welchem in geeigneter Anzahl die mit 2 bezeichneten Linsen vorgesehen sind. An dem einen Ende wird das Rohr in zwei Lagern 3 gehalten. Letztere sind mit einem Halter 4 aus einem Stück hergestellt und das Rohr kann nun mit diesem Halter 4 an dem Schaft eines Gewehres oder an irgendeiner geeigneten Stelle einer besonderen Zielvorrichtung, z. B. an jener eines Feldgeschützes, befestigt werden. Für die Befestigung sind mit 5 bezeichnete Klammern vorgesehen. Die vordere Linse 2 wird zweckmässig längs verstellbar angeordnet, um die Grösse des projizierten Lichtfleckes verändern zu können.
Als Lichtquelle dient eine kleine elektrische Glühlampe 6, die in senkrechter und waagrechter Ebene verstellbar gelagert ist, damit sie genau axial zum Rohr 1 ausgerichtet werden kann. Zu diesem Zweck ist die Lampenfassung 7 in senkrechter Richtung in dem senkrechten Arm 8 eines L-förmigen Lampenträgers 8, 9 gefühl. Eine mit Kopf 11 versehene, drehbare, jedoch nicht längs verschiebbare Schraubenspindel 10 geht durch ein Muttergewinde der in senkrechter Richtung im Arm 8 geführten Lampenfassung 7, so dass die in dieser befestigte Glühlampe 6 je nach der der Schraubenspindel gegebenen Drehrichtung zwecks senkrechter Einstellung gehoben oder gesenkt werden kann.
Ausserdem geht eine zweite Schraubenspindel12 durch ein Muttergewinde des waagrechten Armes 9 und ist drehbar und nicht längs verschiebbar in den Lagern 13 gelagert, so dass durch Drehen dieser Schraubenspindel J2 mittels eines Kopfes 14 die Lampe 6 in waagrechter Richtung
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Stellung zum Rohr 1 und zu der darin befindlichen Linse 2 gebracht werden.
Der Glühfaden der Lampe 6 soll vorteilhaft waagrecht angeordnet sein, da diese Anordnung ein speziell für den hier beabsichtigten Zweck besser geeignetes Lichtstrahlenbündel projizieren lässt.
Unter dem Halter 4 sitzt ein isolierter Streifen M, auf dem zwei Blattfederkontakte 16, 17 be-
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gehalten. Die Klemmen 16a und 17a ermöglichen, die Lampe 6 über diese Kontakte an den einen Pol einer kleinen Trockenbatterie'oder irgendeiner andern geeigneten Stromquelle anzuschliessen. Mit dem andern Pol der Stromquelle wird die Lampe direkt, d. h. ohne jede Unterbrechung, verbunden.
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miteinander in Berührung gebracht und nach der Auslösung des Schlagbolzen für eine gewisse Zeit zusammengehalten.
Zu diesem Zweck wird die Verwendung eines Dämpfers vorgeschlagen, der durch das bekánnte Zurückziehen des Schlosses (Fig. 5) in Bereitschaftsstellung gebracht und durch die nach dem Druck auf den Abzug bewirkte Bewegung des Schlagbolzen 18 (Fig. 5) in Tätigkeit gesetzt wird.
Der Dämpfer besteht wie üblich aus einem Zylinder 20, in dessen einem Ende ein enges Loch vorgesehen ist. Im Innern des Zylinders befindet sich ein Kolben, dessen Stange 21 sich durch das andere Ende des Zylinders hindurchschiebt. Im Innern des Zylinders 20 befindet sich ferner eine (nicht dargestellte) Feder, welche derart auf den in seinem Innern verschiebbaren, mit der Stange 21 versehenen Kolben wirkt, dass sie diese Stange in den Kolben hineinzuziehen trachtet. Am hinteren Ende trägt die Kolbenstange 21 einen nach unten gerichteten und isolierten Finger 22, der über die Kontakte 17 und 16 hinweggleiten soll. Dieser Finger ist in der Weise angelenkt, dass, wenn er zurück über die Kontakte16 und 17 bewegt wird, keinen Druck auf letztere ausübt.
Wenn der Finger 22 aber nach vorn (vorn heisst in Richtung auf die Mündung des Laufes) über die Kontakte bewegt wird, findet er an der Kolbenstange 21 eine Widerlage, die das Zurückschwingen des Fingers relativ zur Stange 21 verhindert, so dass mit dem Finger auf den für den grösseren Teil seiner Gesamtlänge brückenförmigen oberen Kontakt 16 (s. Fig. 3) ein Druck ausgeübt werden muss.
Das hintere Ende der Kolbenstange 21 trägt eine Querschiene 23, deren freies Ende in einem Kanal 25 geführt ist. In dem Kanal 25 lagert eine im Querschnitt viereckige Stange 24 ; sie ist in dem Kanal 25 längs verschiebbar, wobei noch bemerkt sei, dass dieser Kanal in den Halter 4 eingearbeitet ist. Das vordere Ende der Stange 24 trägt einen nach oben gerichteten Stift 24 b, während das hintere Ende der Stange 24 einen starren seitwärts gerichteten Fortsatz 24a trägt.
An seinem freien Ende ist dieser Fortsatz durchlocht bzw. in irgendeiner Form so zugerichtet, dass eine Verbindung mit dem Schlagbolzen 18 hergestellt werden kann.
Es ist ohne weiteres verständlich, dass durch das Zurückziehen des Schlosses 19 die Kolbenstange 21 und deren Kolben im Zylinder 20 relativ mit zurückgezogen werden, weil beim Zurückziehen des Schlosses der hochstehende Stift 24b mit dem Teil 23 in Eingriff gebracht wird.
Mit diesem Vorgang wird der Mechanismus in Bereitschaftsstellung gebracht. Um bei der Rückführung des Schlosses in die Ladestellung den Mechanismus in der Bereitschaftsstellung festzuhalten, d. h. um zu verhindern, dass er nicht wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt, wird ein Gesperre in Form eines auf der Oberseite des Halters 4 gelagerten und in waagrechter Ebene um einen Zapfen 27 etwas verschwenkbaren Hebels 26 vorgesehen. Für gewöhnlich ist der Hebel 26 mit einem in der Quer- schiene 23 befindlichen Schlitz 28 in Eingriff.
Länge und Lage des Armes 26 sind jedoch so, dass beim Öffnen des Schlosses 19, d. h. wenn das Schloss in die Entladestellung gebracht wird, das hintere Ende des Hebels 26 von der Querschiene 23 freikommt (Fig. 3) und durch die Wirkung einer am Hebel angreifenden Feder 29 seitlich verschwenkt, d. h. in bezug auf den Schlitz 28 so verstellt wird, dass es die Querschiene 23 und damit die Kolbenstange 21 verriegelt und nicht wieder nach vorn gehen lässt. Das vordere Ende des Hebels 26 trägt seitlich eine Nase 26a, die gewöhnlich nicht über den Kanal 25 ragt, sich jedoch über diesen Kanal 25 schiebt, sobald der Mechanismus in Bereitschaftsstellung gebracht ist (Fig. 3).
Die Nase 26 a liegt dann im Wege des Stiftes 24 b der Stange 24. Wenn nun im gespannten Zustande des Schlosses der Abstand zwischen der Klinke 26a und dem Stift 24b geringer ist als die Grösse der Bewegung des Schlagbolzen 19 beim Abschiessen, so muss nach dem Abdrücken, also nach Auslösung des Schlagbolzen, der Stift 24b gegen die Klinke 26a stossen und das hintere Ende des Armes 26 vor den Schlitz 28 bringen, so dass jetzt der Dämpfer die Schiene 23 und die übrigen Teile der Vorrichtung in die Ruhelage zurückführen kann. Hiebei muss aber der Finger 22 über den oberen Kontakt 16 hinweg, so dass dieser gegen den Kontakt 17 gedrückt, demzufolge die Lampe 6 zum Leuchten gebracht und auf die Scheibe, d. h. auf das jeweils genommene Ziel ein Lichtpunkt geworfen wird.
Die Leuchtzeit der Lampe entspricht der Zeit, während welcher der Finger 22 über den Kontakt 16 bewegt wird und mag einige Sekunden betragen.
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In den Fig. 6,7 und 8 wird die Anwendung bei einer Jagdflinte dargestellt. In den Lauf der Flinte ist ein mit Linsen und einer Lampe versehenes Rohr, ähnlich dem der Fig. 1 und 2, eingesetzt. In die Patronenkammer wird ein hohler, einer Patronenhülse ähnlicher Körper 44 gesteckt. In diesem Körper 44 befindet sich eine Uhrfeder 44a. Sie sitzt auf einem Stift 45, der in einem isolierten mit 47 bezeichneten Körper drehbar befestigt ist und eine Metallscheibe 46 trägt. Die Scheibe 46 ist elektrisch leitend und dient als Mittel zur Schliessung des Stromkreises. Der Umfang der Scheibe 46 ist bei 48 (Fig. 7) unterbrochen und in dieser Unterbrechung 48 findet normalerweise das eine Ende einer Kontaktstange 49 Aufnahme. Das andere Ende dieser Stange ist durch ein Lager 51 und durch einen am Ende des patronenähnlichen Körpers bzw.
Gehäuses 44 sitzenden Pfropfen 50 geführt. Das Lager 51 dient gleichzeitig als Anschlussklemme für die Leitung 52 und wird zu diesem Zweck mit einer Klemmschraube 53 versehen.
Die Feder 44a ist mit ihrem inneren Ende an einem die Scheibe 46 tragenden und auf dem Stift 45 drehbaren Ring 54 befestigt. Um den Ring 54 ist ein feiner Draht bzw. irgendeine andere flexible Verbindung 55 gewickelt, deren anderes Ende an der Kontaktstange 49 befestigt wird. Das vordere Ende der Kontaktstange 49 ist mit einer Schnur 56 in der Bohrung des Laufes befestigt, so dass die Feder 44a aufgezogen und die Scheibe 46 gedreht wird, sobald die Patrone mit ihrem Boden 50 herausgezogen wird. Ein klinkel1förmiges Ende 58 eines Hebels 57 hält die Scheibe in gespannter Einstellung fest.
Der Hebel 57 ist drehbar gelagert und an dem einen Ende 58 so geformt, dass ein Eingriff in eine Kerbe der Federtrommel möglich ist. Das andere Ende des Hebels 57 legt sich gegen einen im Boden der Patrone beweglichen Bolzen ?. Auf den Hebel 57 wirkt eine Feder 59a. Wird die Patrone zurückgezogen, so wird die Feder 44a unter Spannung gebracht und wird die Patrone dann wieder freigegeben und in ihre normale Lage zurückgeführt, so wird die Scheibe 46 an einer RÜckbewegung durch den Eingriff der Klinke 58 verhindert. Die Feder 44a wird also gespannt gehalten.
Wird der Abzug gedrückt, so schlägt der Hahn 61'auf den Bolzen 59, der den Hebel 57 so bewegt, dass die Klinke 58 aus der Kerbe der Federtrommel heraustritt, dadurch die Scheibe 46 freigegeben wird und nunmehr die Uhrfeder 44a sich entspannen, d. h. die Scheibe in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Bei diesem Vorgang kommt das Ende der Stange 49 mit dem Umfang der rotierenden Scheibe 46 in Kontakt und ein mit der Scheibe 46 dauernd in Eingriff stehender Federkontakt 63 schliesst den Stromkreis zur Lampe.
Fig. 8 zeigt die Stellung, welche die Teile nach dem Zurückziehen der Hülse. J4 einnehmen. Wenn letztere wieder losgelassen wird, dehnt sich die Feder 60 wieder aus und führt die Stange 49 wieder in
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zielbeleuehtungsvorriehtung für Gewehre, bei welcher die Zeit, während welcher ein Lichtstrahl das Ziel beleuchtet, durch eine Kontaktvorrichtung bestimmt wird, die durch das Schloss der Vorrichtung derart betätigt wird, dass unmittelbar nach dem Abziehen der Lampenstromkreis geschlossen und nach Verlauf einer kurzen Zeit selbsttätig unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese an sich bekannte Zielbeleuchtungsvorriehtung an einer Waffe befestigt ist derart, dass sie durch das Öffnen (Spannen)
des Verschlusses dieser Waffe in die Bereitschaftsstellung und durch das nach dem Schliessen erfolgende Abfeuern in Tätigkeit gesetzt wird.