DE511709C - Zielbeleuchtungsvorrichtung fuer Gewehre - Google Patents

Zielbeleuchtungsvorrichtung fuer Gewehre

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DE511709C
DE511709C DEL71058D DEL0071058D DE511709C DE 511709 C DE511709 C DE 511709C DE L71058 D DEL71058 D DE L71058D DE L0071058 D DEL0071058 D DE L0071058D DE 511709 C DE511709 C DE 511709C
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rifle
rifles
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Description

  • Zielbeleuchtungsvorrichtung für Gewehre Die Erfindung betrifft eine Zielbele.uchtungsvorrichtun g für Schußwaffen, insbesondere Gewehre. Derartige Zielbeleuchtungsvorrichtungen bestehen im wesentlichen aus einer elektrischen Lichtquelle und aus einer Kontaktvorrichtung, die mit dem Abschuß den Zielpunkt für eine gewisse Zeit beleuchten läßt. In den bisher bekannten Ausführungsformen sind solche Zielbeleuchtungsvorrichtungen nicht ohne weiteres auf irgendein beliebiges Gewehr zu übertragen. Der Zweck der Erfindung ist, diesen 1\Tachteil zu beseitigen lind eine Zielbeleuchtungsvorrichtung zu schaffen, die für jedes Gewehr sich verwenden läßt und irgendeine Umarbeitung des Gewehres nicht erfordert. Das Neue am Gegenstand der Erfindung besteht darin, daß die Kontaktvorrichtung allein oder auch zusammen mit einem an sich bekannten Dämpfer und mit der Lichtquelle eine in sich abgeschlossene, mit dem Gewehr lösbar verbundene Einheit darstellt. Diese Einheit kann des weiteren in ein gleich einer Patrone geformtes Gehäuse eingebaut werden. In solcher Ausführung stellt sich die Verwendung der Zielbeleuchtungsvorrichtung z. B. bei Jagdgewehren ein und desselben Kalibers ganz besonders einfach, .da die Vorrichtung genau so wie irgendeine scharfe Patrone in den Lauf eingesteckt werden kann. Schon oben wurde erwähnt, daß irgendeine Umarbeitung des Gewehres nicht mehr erforderlich ist.
  • Die einzelnen Kennzeichen der Erfindung sollen nunmehr an Hand einiger Ausführungsformen beschrieben werden.
  • Fi.g. i zeigt von der Seite gesehen eine für Militärgewehre und. andere ähnliche Schußwaffen geeignete und durch einen Dämpfer gesteuerte Vorrichtung.
  • Fig. 2 stellt dasselbe von oben gesehen dar. Fig. 3 zeigt das gleiche in schaubildlicher Darstellung.
  • Fig. 4. stellt einen nach Linie A-B der Fig. 2 -,(.führten Schnitt dar.
  • Fig.5 zeigt in schematischer Darstellung und von oben gesehen die Anordnung der Vorrichtung an einem Militärgewehr.
  • Fig. 6 zeigt von der Seite gesehen und teilweise im Schnitt eine für Jagdgewehre geeignete, mit einer Uhrfeder gesteuert:( Vorrichtung.
  • Fig. 7 stellt eine Vorrichtung gemäß F ig. 6 teilweise im Schnitt und speziell für den Fall dar, daß sie sich nicht in Betriebs@bertitschaft befindet.
  • Fig. 8 stellt dieselbe Vorrichtung teilweise im Schnitt und in Bereitschaftsstellung dar. Zunächst wird auf die Fig. i bis 5 Bezug genommen. Die Vorrichtung, durch welche der Lichtstrahl auf das Ziel geworfen wird, besteht aus einem länglichen Rohr i, in welchem in geeigneter Anzahl die mit 2 bezeichneten Linsen vorgesehen sind. An dem einen Ende wird das Rohr in zwei Lagern 3 gehalten. Letztere sind mit einem Halter aus einem Stück hergestellt, und das Rohr kann nun mit diesem Halter 4 an dem Schaft eines Gewehres oder an irgendeiner geeigneten Stelle einer besonderen Zielvorrichtung, z. B. an den Visieren eines Feldgeschützes, befestigt werden. Eigens für diese Befestigung sind mit 5 bezeichnete Klammern vorgesehen. Die vordere Linse, das ist die in Fig. i dargestellte Linse 2, wird zweckmäßig längsverstellbar angeordnet, um die Größe des projizierten Lichtstrahles verändern zu können: Als Lichtquelle dient eine kleine elektrische Glühlampe 6, die in senkrechter und waagerechter Ebene verstellbar gelagert ist, damit sie genau axial zum Rohr i ausgerichtet werden kann. Zu diesem Zweck ist die Lampenfassung ; in senkrechter Richtung .in dem senkrechten Arm 8 eines L-förmigen Lampenträgers 8, 9 geführt. Eine mit Kopf 1i versehene, drehbare, jedoch nicht längsverschiebbare Schraubenspindel io geht durch ein Muttergewinde der in senkrechter Richtung im Arm 8 geführten Lampenfassung 7, so daß die in dieser befestigte Glühlampe6 je nach der der Schraubenspindel gegebenen Drehrichtung zwecks senkrechter Einstellung gehoben oder gesenkt werden kann. Außerdem geht eine zweite Schraubenspindel l2 durch ein Muttergewinde des waagerechten Armes q und ist .drehbar und nicht längsverschiebbar in den Lagern 13 gelagert, so daß .durch Drehen dieser Schraubenspindel 12 mittels eines Kopfes 14 die Lampe 6 in waagerechter Richtung einge-@stellt werden kann. Durch Bedienung beider Spindeln io und 12 kann die Lampe 6 in die gewünschte Stellung zum Rohr i und zu der darin befindlichen Linse 2 gebracht werden.
  • Der Glühfaden der Lampe 6 soll vorteilhaft waagerecht angeordnet sein, da diese Anordnung ein speziell für den hier beabsiclitigten Zweck besser geeignetes Lichtstrahlenbündel projizieren läßt.
  • Unter dem Halter 4 sitzt ein isolierter Streifen 15, auf dem zwei Blattfederkontakte 16, 17 befestigt sind. Wie aus Fig. i ersichtlich, werden die beiden Blattfederkontakte für gewöhnlich auseinandergebalten. Die Klemmen 16a und 17a ermöglichen, die Lampe 6 über diese Kontakte an den einen Pol einer kleinen Trockenbatterie oder irgendeiner anderen geeigneten Stromquelle anzuschließen. Mit dem anderen Pol der Stromquelle wird die Lampe direkt, d. h. ohne jede Unterbrechung, verbunden. Die beiden Kontakte 16 und 17 werden beim Abdrücken des Abzuges und bei Auslösung des Schlagbolzens miteinander in Berührung gebracht und nach der Auslösung des Schlagbolzens für eine gewisse Zeit zusammengehalten. Zu diesem Zweck wird die Verwendung eines Dämpfers vorgeschlagen, der durch das .bekannte Zurückziehen des Schlosses (Fig. 5) in Bereitschaftsstellung gebracht und durch die nach -dem Druck auf den Abzug bewirkte Bewegung des Schlagbolzens 18 (Fig. 5) in Tätigkeit gesetzt wird.
  • Der Dämpfer besteht, wie üblich, aus einem Zylinder 2o, in dessen einem Ende ein enges Loch vorgesehen ist. Im Innern des Zylinders befindet sich ein Kolben, dessen Stange 21 .sich durch das andere Ende des Zylinders hindurchschiebt. Im Innern ,des Zylinders 2o befindet sich ferner eine (nicht dargestellte) Feder, welche derart auf den in seinem Innern verschiebbaren, mit der Stange 2r versehenen Kolben wirkt, daß sie diese Stange in den Kolben hineinzuziehen trachtet. Am hinteren Ende trägt die Kolbenstange 21 einen nach unten gerichteten .und isolierten Finger 22, der Über die Kontakte i; und 16 hinweggleiten soll. Dieser Finger ist in der Weise angelenkt, daß, wenn er rückwärts über die Kontakte 16 und 17 bewegt wird, keinen Druck auf letztere ;ausübt. Wenn der Finger 22 aber in Richtung vorwärts (vorwärts heißt in diesem Falle .in Richtung auf die Mündung des Laufes) über die Kontakte bewegt wird, findet er an der Kolbenstange 21 eine Widerlage, die das Zurückschwingen des Fingers relativ zur Stange 2i verhindert, so daß mit dem Finger auf den für den größeren Teil seiner Gesamtlänge brückenförmigen oberen Kontakt 16 (s. Fig. 3) ein Druck ausgeübt werden muß.
  • Das hintere Ende der Kolbenstange 2r trägt eine Querschiene 23, .deren freies Ende mit einem Kanal 25 in Eingriff gebracht ist. In dein Kanal 25 lagert eine im Querschnitt viereckige Stange 24; sie ist .in dem Kanal 25 längsverschiebbar, wobei noch bemerkt sei, daß dieser Kanal in den Halter 4 eingearbeitet ist. Das vordere Ende der Stange 2:I trägt einen nach oben gerichteten Stift 24.b, während das hintere Ende der Stange 24 einen starren seitwärts gerichteten Fortsatz 24a trägt.
  • An seinem freien Ende ist dieser Fortsatz durchlocht bzw. in irgendeiner Form so zugerichtet, daß eine Verbindung mit de:n Schlagbolzen 19 hergestellt werden kann.
  • Es dürfte ohne weiteres verständlich sein, daß durch das Zurückziehen des Schlosses 18 die Kolbenstange 21 und deren Kolben im Zylinder 2o relativ mit zurückgezogen werden, weil beim Zurückziehen des Schlosses der hochstehende Stift 24a mit dem Teil 23 in Eingriff gebracht wird.
  • Mit diesem Vorgang wird der Mechanismus in Bereitschaftsstellung gebracht. Um bei der Rückführung des Schlosses in die Ladestellung den Mechanismus in der Bereitschaftsstellung festzuhalten, d. h. um zu verhindern, daß er nicht wieder in seine ursprüngliche Lag,, zurückkehrt, wird ein einfaches Gesperre in Form eines auf der Oberseite des Halters .I gelagerten und in waagerechter Ebene um einen Zapfen 27 etwas verschwenkba.ren Hebels 26 vorgesehen. Für gewöhnlich ist .der Hebel 26 mit einem in der Querschiene 23 befindlichen Schlitz 28 in Eingriff. Länge und Lage des Armes 26 sind jedoch so, daß beim Rückzug des Schlosses 18, d. h. wenn das Schloß in die Entladestellung gebracht wird, das hintere Ende des Hebels 26 von der Querschiene 23 freikommt (Fit-5- 3) und durch die Wirkung einer am Hebel angreifenden Feder 29 seitlich vom Schlitz verschwenkt, d. h. in bezug auf den Schlitz 28 so verstellt wird, daß es die Querschiene 23 und damit die Kolbenstange 21 verriegelt und nicht wieder nach vorn gehen läßt. Das vordere Ende des Hebels 26 trägt seitlich eine Klinke 26a, die normalerweise nicht über den Kanal 25 ragt, sich jedoch über diesen Kanal 25 schiebt, sobald der Mechanismus in Bereitschaftsstellung gebracht ist (Fig.3).
  • Die Klinke 26a bildet dann ein vor dem Stift 24b der Stange 24 gelegenes bewegliches bzw. v erdrängbares Hindernis. Wenn nun im gespannten Zustande des Gewehres der Abstand zwischen der Klinke 26a und dem Stift 24b geringer ist als die Größe der Bewegung des Schlagbolzens i9 beim Abschießen des Gewehres, so muß nach dem Abdrükken des Gewehres, also nach Auslösung des Schlagbolzens, der Stift 24b gegen die Klinke 26a stoßen und das hintere Ende des Armes 26 vor den Schlitz 28 bringen, so daß jetzt der Dämpfer die Schiene 23 und die übrigen Teile des Mechanismus in die normale Einstellung zurückführen kann. Hierbei aber muß der Finger 22 über den oberen Kontakt 16 hinweg, so daß letzterer gegen den Kontakt 17 gedrückt, demzufolge die Lampe 6 zum .Leuchten gebracht und auf d.ie Scheibe, d. h. auf das jeweils genommene Ziel, ein Lichtpunkt geworfen wird. Die Leuchtzeit der Lampe entspricht der Zeit, während welcher der Finger 22 über den Kontakt 16 bewegt wird und mag einige Sekunden betragen.
  • Wenn der Mechanismus in Bereitschaftsstellung gebracht ist, wird der Finger 22 vom gewölbten Teil des Kontaktes 16 einen geringen Abstand. wahren (s. Fig. 3), so daß er den schnell und kräftig ausgeführten Schlag des Schlagbolzens i9 nicht beeinträchtigt.
  • In Fig. 6, 7 und 8 wird die Anwendung bei einer Jagdflinte dargestellt. In den Lauf der Flinte ist ein mit Linsen und einer Lampe versehenes Rohr ähnlich dem der Fig. i und 2 eingesetzt. In die Patronenkammer wird ein hohler, einer Patronenhülse ähnlicher Körper 44 gesteckt. In diesem Körper 44 befindet sich eine Uhrfeder 44d. Dieselbe sitzt auf einem senkrechten Stift 45, der in einem isolierten, mit 47 bezeichneten Körper drehbar befestigt ist und eine Metallscheibe 46 trägt. Die Scheibe 46 ist elektrisch leitfähig und soll als Mittel zur Schließung des Stromkreises dienen. Der Umfang der Scheibe 46 ist bei 48 (Fig. 7) unterbrochen, und in dieser Unterbrechung 48 findet normalerweise das eine Ende einer Kontaktstange 49 Aufnahme.. Das andere Ende dieser Stange ist durch ein kleines Lager 51 und durch einen am Ende dies patronenähnlichen Körpers bzw. Gehäuses 44 sitzenden Pfropfen 50 geführt. Das Lager 51 dient gleichzeitig als Anschlußklemme für die Leitung 52 und wird zu diesem Zweck mit einer Klemmschraube 53 versehen.
  • Die Feder 44a ist mit ihrem inneren Ende an einem die Scheibe 46 tragenden und auf dem Stift 45 drehbaren Ring 54 befestigt. Um den Ring 54 ist ein feiner Draht bzw. irgendeine andere flexible Verbindung 55 gewickelt, deren anderes Ende an der Kontaktstange 49 befestigt wird. Das vordere Ende der Kontaktstange 49 ist mit einer Schnur 56 in der Bohrung des Laufes befestigt, so daß die Feder 44a aufgezogen und die Scheibe 46 gedreht wird, sobald die Patrone mit ihrem Boden 5o herausgezogen wird. Ein klinkenförmiges Ende 58 eines Hebels 57 hält die Scheibe in gespannter Einstellung fest.
  • Der Hebel 57 ist da, wo seine beiden Schenkel zusammenstoßen, drehbar gelagert und an dein einen Ende 58 teils so geformt, daß ein Eingriff in eine Kerbe der Federtrommel Möglich ist. Das andere Ende des Hebels 57 legt sich gegen einen im Boden der Patrone beweglichen Bolzen 59. Auf den Hebel 57 wirkt eine Feder 59a. Wird die Patrone zurückgezogen, so wird die Feder 6o unter Spannung gebracht, und wird die Patrone dann wieder freigegeben und in ihre normale Lage zurückgeführt, so wird die Scheibe 46 an einer Rückbewegung durch den Eingriff der Klinke 58 verhindert. Die Feder 44 wird also gespannt gehalten. Wird der Abzug abgedrückt, so schlägt der Hahn 61 auf den Bolzen 59, der wiederum den Hebel 57 so bewegt, daß die Klinke 58 aus der Kerbe der Federtrommel heraustritt, dadurch die Scheibe 46 freigegeben wird und nunmehr die Uhrfeder 44d sich entspannen, d. h. die Scheibe in ihre Ausgangsstellung zurückbewegen kann. Bei diesem Vorgang kommt das Ende der Stange 49 mit dem Umfang der rotierenden Scheibe 46 in Kontakt, und ein mit der Scheibe 46 dauernd in Eingriff stehender Federkontakt 63 schließt den Stromkreis der Lampe.
  • Fig. 8 zeigt die Stellung, welche die Teile nach .dem Zurückziehen der Hülse 44 einnehmen. Wenn letztere wieder losgelassen wird, dehnt sich die Feder 6o wieder aus und führt die Stange 49 wieder in die in Fig. 7 gezeichnete Lage zurück, die Scheibe 9 aber bleibt in der eingestellten Lage.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zielbeleuchtungsvorrichtung für Gewehre aller Art, bestehend aus einer elektrischen Lichtquelle und einer Kontaktvorrichtung, die, mit dem Abschuß des Gewehres ausgelöst, den Zielpunkt für eine gewisse Zeit beleuchten läßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung allein oder auch zusammen mnit einem an sich bekannten Dämpfer und mit der Lichtquelle eine in sich abgeschlossene, mit dem Gewehr lösbar verbundene Einheit darstellt. a. Zielbeleuchtungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktvorrichtung in ein gleich einer Patrone geformtes Gehäuse eingebaut ist. 3. Zielbeleuchtungsvorrichtungnach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß das ;Mittel zu dem an sich bekannten Zwecke der Steuerung der Kontaktvorrichtung, derart, daß der Zielpunkt für eine im voraus bestimmte Zeit beleuchtet wird, in Gestalt eines pneumatischen Dämpfers gegeben ist.
DEL71058D 1927-02-28 1928-02-18 Zielbeleuchtungsvorrichtung fuer Gewehre Expired DE511709C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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