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Zielkontrolleinrichtung für Feuerwaffen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Zielkontrolleinriehtung für Feuerwaffen. Sie besteht im wesentlichen aus einer elektrischen Beleuchtungsvorriehtung, deren Lampe im Moment des Abfeuerns zum Aufleuchten gebracht wird ; der Kontaktschluss erfolgt hiebei durch ein federbelastetes Gewicht, welches mittelbar oder unmittelbar durch den bei Freigabe des Schlagbolzen oder Hahnes auftretenden Schlag betätigt wird. Nach Kontaktschluss geht das Gewicht unter dem Einfluss seiner Feder wieder zurück, so dass der Kontakt sofort wieder unterbrochen wird. Es wird daher nur im Augenblick des Abfeuerns der durch die Lage des Laufes bestimmte Zielpunkt beleuchtet, so dass der Schütze sofort die Wirkung seines Schusses feststellen kann.
Die optische Einrichtung kann in bekannter Weise aus einem Reflektor und einem Linsensystem bestehen, das zusammen mit der Kontaktvorrichtung in einem röhrenförmigen Gehäuse untergebracht und an jedes Gewehr montiert werden kann oder in einem eigenen zweiten Lauf eingebaut werden kann.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Gewehres mit einer Ausbildung der an diesem befestigten
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elektrischen Lampe.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist die Anzeigevorrichtung 1 vollständig in einem röhrenförmigen Gehäuse eingebaut. Bei dieser Anordnung ist sie für ein gewöhnliches Dienstgewehr 2 verwendbar und ist an dessen vorderem Teil mit Bändern 3 und 4 befestigt. Von dem hinteren Ende der Vorrichtung führen elektrische Leitungen zu einer Batterie oder einer andern Stromquelle, welche von dem Gewehrträger selbst getragen oder an dem Lauf bzw. an irgendeiner andern passenden Stelle befestigt werden kann.
Die Konstruktion der Anzeigevorrichtung ist in Fig. 2 dargestellt. Sie besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse 10, das mit einer Linse 11 an seinem vorderen Ende und einem Reflektor 12 ausgerÜstet ist. Vor dem Reflektor ist eine kleine elektrische Birne 14 vorgesehen, so dass das Licht von dem Reflektor durch die Linse 11 geworfen wird, wenn die Lampe 14 leuchtet, wodurch sich auf dem Zielpunkt, auf den der Lauf gerichtet ist, ein leuchtender Fleck einstellt. Falls erforderlich, kann eine entsprechende Sammel- linse 15 zwischen der Lampe 14 und der Linse 11 eingeschaltet werden, was jedoch nicht unbedingt notwendig ist. In letzterem Falle wird der Reflektor 12 entsprechend ausgebildet.
Im hinteren Teil des Gehäuses 10 ist der elektrische Anschluss eingebaut, der aus einem Zylinder aus Isoliermaterial besteht, in welchem zwei Kontaktstifte M sitzen, die im Stromkreis der Lampe und
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Zwischen dem Kontaktgewicht 23 und dem Zylinder 20 ist eine Feder 25 eingesetzt, die in der Normalstellung das Kontaktgewicht 23 mit den Stiften 21 ausser Kontakt hält. Das vordere Ende der Spindel trägt ein Gewinde und ist mit einer Justierschraube 26 versehen, um die Lage des Gewichtes 23 einstellen zu können. Die Kappe 27 am hinteren Ende des Gehäuses 10 ist mit einer Öffnung 28 ausgestattet, durch
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erleichtern.
Das gleitende Kontaktgewicht 23 wird durch Rückstoss des Schlagbolzen 6, wenn er durch das
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um das gleitende Gewicht 23 gegen die Stifte 21 zu bewegen und den Stromkreis durch die Lampe 14 zu schliessen. Die Wirkung ist jedoch nur momentan, nachdem die Feder 25 das Gewicht 23 in seine Normalstellung zurückbringt, wobei der Kontakt unterbrochen wird, so dass die Lampe nur kurze Zeit
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gewicht direkt durch die Schlagwirkung des Hahnes bzw. des Schlagbolzen betätigt wird, dargestellt.
Das Jagdgewehr 30 ist im Lauf mit einer Projektionslinse 31 versehen. Im hinteren Ende des Laufes sind eine elektrische Lampe 32 und ein Reflektor 33 angeordnet. Am hinteren Ende des Laufes ist ferner ein gleitendes Kontaktstück vorgesehen, das durch den Abzugsmeehanismus betätigt auf das Gewicht einwirkt, wenn das Züngel 34 ausgelöst wird. In dem Schnitt nach Fig. 4 trägt der aus Isoliermaterial hergestellte Zylinder 40 die Stifte 41 und die Achse 42, auf welcher der Kontakt 43 gleitet. Zwischen dem Gewicht und dem Zylinder ist eine Feder 44 angeordnet und eine Justiersehraube 45 ist an dem gewindetragenden Ende der Achse 42 vorgesehen.
In das hintere Ende des Laufes ist eine Kappe 46 eingeschraubt, die eine lose Nadel 47 trägt, deren äusseres Ende aus der Kappe heraussteht und die derart eingebaut ist, dass sie durch den Schlag des Hahnes 48 nach vorne bewegt wird, wenn letzterer von dem Züngel 34 ausgelöst wird. Der Stoss des Hahnes 48 bewirkt mittels der Nadel 47. dass das gleitende Gewicht 43 nach vorne geht, wodurch dieses mit den beiden Stiften 48 in Kontakt kommt, so dass der Stromkreis geschlossen wird und die Lampe aufleuchtet. Es wird dadurch eine genügende Aufhellung erzielt, und zwischen der Nadel46 und dem Ende des gleitenden Gewichtes 43 ist ein freier Raum, um dem Gewichte zu ermöglichen. unter Einwirkung der Feder zurückzuschnellen und auf diese Weise den Stromkreis wieder zu unterbrechen und die Lampe auszulöschen.
In Fig. 5 ist eine schematische Anordnung gezeigt, bei welcher die Lampe 50 und der Reflektor-M auf einem Brett 52 aus Isoliermaterial befestigt sind. Ein Paar von Kontakten 53 und 54 sind ebenfalls auf dem Brett 52 angeordnet und mit dem Stromkreis der Lampe und der Stromquelle verbunden. Eine Achse 56 ist gleitend in Führungen 55 angeordnet. Sie trägt vorne einen Kopf 57, eine um sie gewickelte Feder 58 und eine Justierschraube 59. Der Kopf 57 kann durch einen Schlag auf das Ende der Achse 56 betätigt werden, so dass er gegen den Kontakt 54 gleitet und diesen mit dem andern Kontakt z in Verbindung bringt, um den Stromkreis zu schliessen. Anstatt eines direkten Schlages auf die Achse 56 kann der Schlag auch von einem ändern beweglichen Teil ausgehen, wobei die Bewegung des Kopfes auch von einem Bolzen des Laufes ausgehen kann.
Der beschriebene Erfindungsgegenstand soll nicht nur, wie angeführt, für kleine Waffen, wie Pistolen, Jagdgewehre u. dgl., Anwendung finden, sondern auch für grössere Feuerwaffen, wie schwere Geschützte, Maschinengewehre u. dgl.
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