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Spanllverschluss für Behälter aus Aluminium oder anderem Weichmetall.
Behälter aus Aluminium oder andern Weichmetallen durch Schraubdeckel zu verschliessen, hat sich als unpraktisch erwiesen, da das Gewinde schnell abgenutzt wird. Da ausserdem der Verschlussbei Bierbehältern z. B. wegen des Anstechens-nicht aus demselben weichen Metall wie der Behälter sein kann, sondern aus einem härteren Metall verfertigt sein muss, so ergibt sich auch der Nachteil, dass durch die Berührung der beiden ungleichen Metalle eine elektrolytische Wirkung entstehen kann, die an einem der Metalle zehren wird.
Der Spannverschluss gemäss der Erfindung, dessen Dichtungsring in an sich bekannter Weise durch Zusammenpressen zweier mit Kegelflächen versehener Verschlussscheiben radial gegen die Gefässwand gepresst wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Nut so hoch über einer der unteren Verschlussscheibe als Montage-Auflager dienenden Schulter angeordnet ist, dass beim radialen Einpressen des Dichtungsringes in diese Nut die untere Verschlussscheibe von der Schulter selbsttätig abgehoben und in der abgehobenen Stellung gehalten wird, um eine Berührung zwischen den Metallteilen des Verschlusses und dem aus anderem Metall bestehenden Behälter und damit eine elektrolytische Wirkung zu vermeiden.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den oberen Teil eines Bierbehälters mit einem Ausführungsbeispiel des Spannverschlusses gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Grundriss derselben und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch Bierbehälter und Verschluss im kleineren Massstabe in Verbindung mit einer Anstechvorrichtung.
Der Spannverschluss besteht aus den beiden Verschlussscheiben a, b, die einen wesentlich kleineren Durchmesser als der umgebende Behälterteil aufweisen, um sie gegen Berührung desselben zu sichern. Die obere Verschlussscheibe a ist in derMitte gelocht und die untere Scheibe b mit einem hohlen Zapfen c versehen, der durch die Öffnung der Scheibe a geführt und mit Gewinde für eine Spannmutter d versehen ist. Die Verschlussscheiben a, b sind am Rande mit Kegelflächen versehen, zwischen welchen ein Dichtungsring e, z. B. aus Kautschuk, angeordnet ist, der beim Zusammenspannen der Versehlussseheiben a, b in eine Nut f eingepresst wird, die am Rande g des Behälters h vorgesehen ist und eine dem Dichtungsring entsprechende Form aufweist.
Die Kegelflächen bewirken eine gute Einpressung des Dichtungsringes e in die Nut f und sichern damit auch eine bestimmte Lage des Verschlusses.
Zur leichten Montage des Spannverschlusses dient eine an der Mündung g des Behälters h vorge-
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dass sie nicht in den Behälter fallen kann, wonach der Dichtungsring f in die Behälternut g eingelegt, die Verschlussscheibe a auf den Zapfen c aufgebracht und sodann die Verschlussscheiben a, b durch Aufschrauben der Mutter d angespannt werden.
Der Erfindung gemäss ist die Nut f so hoch über der Schulter i angeordnet, dass beim Anspannen des Verschlusses a, b, c, d und dadurch bewirktem Einpressen des Dichtungsringes e in die Nut f die untere Verschlussscheibe b von der Schulter i abgehoben wird, weil beide Verschlussscheiben gegen den in der Nut sicher liegenden Dichtungsring e angepresst werden. Dadurch wird bei montiertem Verschluss eine Berührung zwischen den Metallteilen des Verschlusses und dem ans andern Metall bestehenden Behälter und damit die eingangs erwähnte elektrolytische Wirkung vermieden.
Wegen des Anstechens ist der Zapfen c hohl, wobei der untere Teil des Hohlraumes glatt und der obere Teil mit Gewinde versehen ist. Im unteren, glatten Teil sind eine Metallseheibe s und ein Korkpfropfen k angeordnet. Der Zapfen c ist oben durch eine Kapsel j mit Packung p verschlossen (Fig. 1). In Fig. 3 ist die für Bierbehälter notwendige Ansteehvorrichtung dargestellt. Sie besteht aus einem Rohr r,
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das unten mit einer Packung n, z. B. aus Kautschuk, und einem Gewinde q versehen ist, so dass es mittel eines Handgriffs u in den Zapfen c eingeschraubt werden kann. Das Rohr r hat eine Abzweigung 1, durch die Kohlensäure unter Druck zugeführt werden kann, und die mit einem Druckmesser m, Sicherheitsventil v und Absperrhahn y versehen ist.
Im Rohr r befindet sich ein Anstechrohr t, das in einer oben im Rohre befindlichen Packung gleiten kann. Ein Spannring o dient zum Festspannen des Rohres t in der gewünsch-
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Das Anstechen, das die Herausnahme einer grösseren oder kleineren Menge Bier aus dem Behälter ohne Eindringen der Aussenluft bezweckt, geschieht. in der Weise, dass man, nachdem man das Rohr r im Zapfen c festgeschraubt hat, wodurch der Pfropfen k etwas nach unten bewegt wird, das Rohr t nach unten führt, so dass es den Pfropfen aus dem Zapfen c nach innen schiebt. Das Rohr t wird nun weiter nach unten geführt, ungefähr bis zum Boden des Behälters und der Spannring o wird festgeschraubt.
Wenn darauf Kohlensäure unter Druck durch das Zweigrohr 1 und das Rohr r eingeleitet ist, so ist sie bestrebt, das Bier im Behälter durch das Rohr t hinauszudrücken und nach Öffnen des Hahnes z kann das Bier in der gewünschten Menge herausgenommen werden.
Während des ganzen Anstechens bleibt der Spannverschluss im zusammengespannten Zustande im Behälter sitzen, so dass der letztere immer von der Aussenluft abgesperrt ist.