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WäschemangelmitKastenseilzug.
Bei den bisherigen Bauarten der Wäschemangeln wurde der Mangelkasten durch im Gestell untergebrachte Rollen seitlich geführt und mittels einer über dem Kasten aufgesetzten Zahnstange, in welche ein treibendes Ritzel eingriff, hin und her bewegt. Bei jedesmaliger Umkehrung der Laufrichtung des Kastens als auch beim Keulenwechsel wurde der Kasten durch Auflaufen auf in-und nach der Mitte liegenden Auflaufzungen oder Rollen, welche oberhalb oder seitlich am Kasten im Gestell oder in der Brücke angeordnet waren, hochgefahren.
Die dann verbesserten Bauarten liessen den Kasten erst nach drei-bis fünfmaligem Hin-und Hergang durch automatisch erfolgende Unterschiebung einer Auflaufrolle anheben und selbsttätig in hochgehobener Stellung ausschalten, so dass der Keulenweehsel vorgenommen werden konnte.
Das Heraufrollen des schweren B ? ! astungskastens auf die Auflaufrolle oder Zunge erfordert natürlich sehr grosse Kraft und gab infolge der nicht immer richtig gewählten Auflaufsehräge zu Stössen auf die Brücke Veranlassung, die sich oftmals zu Brüchen der Brücken auswirkten. Ausserdem brachte auch der schräge Kastenauflauf ein unnötig vorzeitiges Abheben des Kastens von der Keule mit sich, so dass ein Druck auf die Wäsche während des letzten Laufweges gar nicht mehr stattfinden konnte. Derselbe "Leerlauf"trat auch wieder beim schrägen Ablaufen des Kastens, also während des ersten Laufweges ein.
Wird noch berücksichtigt, dass ausserdem das letzte Ende der gewiekelten Keulen infolge Abwicklung der Wäsche von der Keule nur immer einmal während des Kastenlaufes unter Druck kommt, so wird das vollkommen ungleichmässige Pressen der Wäsche als auch die unpraktische Ausnutzung der bedeutenden Längenmasse aller jetzt gebräuchlichen Bauarten begreiflich.
Ein weiterer Nachteil all dieser Konst ruktionen besteht noch darin, dass sowohl beim Auflaufen des Kastens zwecks Keulenweehsels als auch bei ungleich gewickelten oder schief untergelegte Keulen, Stösse in Laufrichtung und rechtwinklig hiezu, also seitlich, auftraten, die man durch lose oder federnd angeordnete Lagerrollen der Zahnstange zu beheben versuchte, um eine starke Abnutzung oder Bruch des Getriebes zu vermeiden. Auch erforderte die über den Kasten untergebrachten Triebwerke grosse Bauhöhen. Ferner gab das sehr häufig voikommende Abgleiten des schweren Belastungskastens von seinem AuBaufzungen oder Rollen im Augenblick des Keulenwechsels zu schweren Verletzungen Anlass und ebenso die nach unten, oben oder seitlich klappbaren Sehutzgitter.
Nicht unerwähnt darf weiter die Einwirkung des Temperatniwechsels auf das meistens nicht vollkommen trocken verwendete Gestell-und Kastenholz bleiben, zumal gerade bei den mit vom Kasten aus bewirkter automatischer Gangschaltung ausgerüsteten Rollen infolge Zusammentrocknens des Holzes ein betriebssicheres und gefahrloses Arbeiten nicht mehr gewährleistet ist.
Eine Beseitigung all dieser Nachteile wird durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Neukonstruktion angestrebt, bei der der Kasten durch über ihm gelagerte Rollen eine stossfreie und genaue Führung in jeder Lage erhält, zumal die den Kasten hin und her ziehenden Seile von der Kastenführung vollständig getrennt, an der hinteren Längsseite des Kastens-bzw. Gestelles nachstellbar und federnd aufgehängt sind, welche die Leitrollen zu dem die Hin-und Herbewegung des Kastens bewirkenden und im Kreise schwingenden Aufhängepunkt des unter den Rollplatten befindlichen Triebwerks führen.
Ein unter dem Kasten mitlaufender Keulenregler wird vom Kasten aus zwangläufig gesteuert und letzterer bei vorzunehmendem Keulenwechsel durch Drehung an der Sehaltkurbel in jeder Stellung und Lage des Kastens sowie gegen Abgleiten desselben durch selbsthemmenden Hubmechanismus hochgehoben.
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dienen.
Eine Ausführungsform der neuen Wäschemangel ist in der beifolgenden Zeichnung dargestellt, und zeigen : Fig. l die Mangel von vorn gesehen, Fig. 2 die Mangel von der Seite gesehen bei hochgehobenem Kasten, Fig. 3 eine seitliche Teilansicht der Mangel mit Schutzvorrrichtung während des Betriebes, Fig. 4 die Mangel von oben gesehen, Fig. 5 eine vordere Teilansieht der Mangel mit Schutzvorrichtung während
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Schalter in höchster Schaltstellung, Fig. 8 denselben von der Seite gesehen, Fig. 9 die Handkurbellagerung im Längsschnitt.
Auf den Gestellwänden 1 liegen die Rollplatten 2, auf denen die Rollkeulen 3 bei Bewegung des auf ihnen ruhenden Kastens 4 hin und her gerollt werden. An der oberen Seite des Kastens 4 ist eine in der Längsachse verlaufende Führungsrille 5 vorgesehen, in welche ballige Führungsrollen 6 gleitend eingreifen. Diese Rollen lagern an einer die Gestellwände 1 verbindenden Brücke 7.
In an der hinteren Längsseite des Kastens 4 angebrachten Zugstutzen 8 sind Seile oder ähnliche Zugorgane 9 und 10 mit ihrem einen Ende federnd und nachstellbar eingehängt, welche über Leitrollen 11, 12, 13 bzw. 14, 15und 16 zu einem rotierenden Zugarm 17führen. Die den Arm 1'7 tragende Welle kann durch eine von der Vorderseite der Wäschemangel mittels Handhebels zu betätigende Kupplung mit einem mechanischen Antrieb oder einem Handantrieb verbunden werden. Zum mechanischen Antrieb dient z. B. ein Elektromotor. M mit Schneckentrieb 19, 20, welche Teile vorteilhaft im Innern der Wäschemangel direkt auf dem Fussboden untergebracht sind.
Zum Handantrieb dient eine Kurbel 26, die von einer mit ihr zu verbindenden Riemenscheibe 24 aus über einen Riemen 25 und Leitscheiben 23 eine auf der den Arm 17 tragenden Welle lose sitzende Riemenscheibe 22 antreibt. Die die Handkurbel 26 tragende Welle 53 ist verschiebbar in einer Büchse 52 gelagert, auf deren innerem Ende die Riemenscheibe 24 lose sitzt. Das innere Ende der Kurbelwelle 53 trägt einen Vierkant, der bei Verschiebung der Welle mit einem entsprechenden Ausschnitt in der Nabe der Riemenscheibe 24 in oder ausser Eingriff gebracht werden kann.
Zwischen Kasten 4und den Rollplatten 2 liegt ein Rahmen 27, an dessen vordere und hintere Querleiste sich die Rollkeulen 3 anlegen, so dass sie keine schräge Lage einnehmen können. Dieser Rahmen trägt ein auf der Rückseite der Wäschemangel vorragendes, hochkant stehendes Brett 28, an das beim Einschieben der Rollkeulen der hintere Knauf derselben antrifft, wodurch eine bestimmte Lage der Keulen in der Wäschemangel gewährleistet wird. Oberhalb und unterhalb dieses Brettes 28 sind an der Rückwand der Wäschemangel Nutrollen 29 drehbar gelagert, in deren Nuten das Brett eventuell mit eingesetzten Eisenschienen geführt ist.
Dieser Keulenregler 27, 28 wird mit dem Kasten 4 zwangsläufig bewegt, u. zw. dadurch, dass ein am hinteren und vorderen Ende des Brettes 28 bei 31 befestigtes Seil 30 um eine Scheibe 32 geführt ist, die mit einer der beiden Seilscheiben 11 bzw. 14, über die das den Kasten 4 bewegende Seil 9 bzw. 10 geführt ist, verbunden ist.
Innerhalb des Keulenreglers 27, 28 wieder ist eine wesentlich kleinere Platte 33 angeordnet, die lediglich in senkrechter Richtung beweglich ist und von einem die Rollplatte 2 durchdringenden Stempel getragen wird. Mittels dieser Platte kann der Kasten 4 von den Rollkeulen abgehoben werden. Am unteren Ende des Stempels greift das eine Ende eines Winkelhebels 34 an, dessen anderes Ende an eine auf einer Welle 36 mittels Schraube verschiebbare Muffe angelenkt ist. Diese Schraube ist mit einer zweiten Schraube verbunden, die Rechtsgewinde besitzt, während die erste Schraube Linksgewinde zeigt. Die Doppelschraube 35 ist auf der Welle 36 längsverschiebbar. Der mit Rechtsgewinde versehene Teil greift in ein Lager für die Welle 36 ein.
Bei einer Drehung der Welle 36 wird also sowohl die Doppelschraube 35 auf dieser als auch die Muffe gegen die Doppelschraube 35 verschoben, wobei der Winkelhebel 34 um seinen Zapfen gedreht und je nach der Drehrichtung der Welle 36 die Platte 33 gehoben oder gesenkt wird. Beim Heben der Platte 33 wird der Kasten 4 mitgenommen und von den Rollkeulen abgehoben. Die Drehung der Welle 36 erfolgt von der Handkurbel 26 aus über ein Vorgelege 37, 38, mit dem die Handkurbel durch einen Mitnehmer 39 gekuppelt werden kann. Dieser Mitnehmer 39 stellt einen in der Kurbel 26 sitzenden Stift dar, der bei entsprechender Stellung derselben und bei Verschiebung der Kurbelwelle 53 in die Bohrung eines Auges des Zahnrades 38, das lose auf der Büchse 52 sitzt, eingeführt wird. Durch dieses Einführen wird ohne weiteres die Riemenscheibe 24 von der Kurbelwelle 53 entkuppelt.
An dem Rad 38 sitzt auf der der Mangel zugekehrten Seite eine Nase 40, die bei der Drehung des Rades 38 auf einen Hebel 41 (Fig. 7) trifft und ihn mitnimmt. Dieser dreht mittels einer an ihn federnd angelenkten Klinke 42 das Schaltrad 43 eines in dem elektrischen Stromkreis enthaltenen Schalters 44 und schaltet dadurch beim Heben des Rollkastens den elektrischen Strom aus, beim Senken aber ein.
An der vorderen Gestellwand 1 ist links-und rechtsseitig je ein Schutzgitter 45 senkrecht verschiebbar angeordnet, welche Schutzgitter an Rollen 46 geführt sind. Diese Gitter 45 werden zwangsläufig mit dem Rollenkasten 4 bewegt, aber gegenläufig zu ihm, so dass sie bei gesenktem Kasten den Zugang zu den Rollhölzern sperren, sie aber beim Heben des Kastens freigeben. Die Bewegung der Schutzgitter wird gleichfalls von dem zum Heben und Senken des Rollkastens dienenden Zahnrad 38 geleitet.
Dieses treibt über Zahnräder 54, 51 eine Schraube 50 an (Fig. 2,5), auf der eine Mutter sitzt. Diese wird bei der Drehung der Schraube 50 verschoben und bewegt dabei über ein Hebelgestänge 47, 48, 49 die beiden Gitter 45.
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Der Arbeitsvorgang bei elektrischem Betrieb, also bei ausgekuppelter Riemenscheibe 22, ist folgender :
Ist beispielsweise die rechte Rollkeule 3 mit Wäsche bewickelt unter den hochgehobenen Kasten 4 in Anlage an den Keulenregler 28 und Rahmen 27 gebracht, wird die in Ausschaltstellung befindliche
Kurbel 26, der Fig. 6 entsprechend, links herumgedreht, bis sie in die in Fig. 5 gezeigte Stellung kommt.
Hiebei steht der Mitnehmer 39 dauernd im Eingriff mit dem Rad, 38. Bei Beginn der Kurbeldrehung werden zuerst die Schutzgitter aus der in Fig. 6 gezeigten Lage in die Höhe gehoben, entsprechend Fig. 5.
Bei der weiteren Kurbeldrehung erfolgt das Senken des Kastens 4 bis auf die Rollkeulen") und schliesslich das Einschalten des elektrischen Stromes mittels des Schalters 44, so dass sich der Motor und mit ihm der Zugmm 17 in Bewegung setzt. Angenommen, der Zugarm 17 dreht sich im Uhrzeigersinne (Fig. 4), dann wird von ihm das über die Rollen. n, 22, 23 geleitete Seil 9 gezogen, so dass der Kasten 4 nach rechts wandert. Durch die Verbindung der Seilrolle 11 mit der Seilscheibe 32 erhält der Keulenregler 28 die gleiche Bewegungsrichtung.
Sobald nun der Zugarm 17in seiner kreisenden Bewegung die längsgerichtete
Mittelachse a-b (Fig. 4) des Gestells schneidet, erfolgt ein Richtungswechsel im Kastenlauf und somit die hin und her gehende Bewegung des Kastens 4 und des von ihm gesteuerten Keulenreglers 28.
Soll die bisher leer mitgelaufene linke RoHkeule. 3 durch die bewickelte Keule ersetzt werden, so kann ihre Unterbringung unter den Kasten 4 auch beispielsweise in ganz linksseitig ausgefahrenem Zustand geschehen. Es wird also die Kurbel 26 im Sinne des Uhrzeigersinnes gedreht (Fig. 6), wobei zuerst der elektrische Schalter 44 ausgeschaltet und der Motor zum Stillstand gebracht wild ; weiter erfolgt dann die Kastenhebung während die restliche Kurbeldrehung das Senken der Schutzgitter 45 bewirkt. Nach erfolgter Auswechslung der linken Rollkeule. 3 wird die Kurbel 26 wieder entgegengesetzt dem Uhrzeiger gedreht und der Kasten 4, wie oben beschrieben, wieder in Bewegung gesetzt.
Ein Kippen des Kastens 4 wird infolge der Anlage der unteren Bolzenenden der Führungsrollen 6 an den Bogen der Führungsrille 5 vermieden.
Sollte versehentlich eine Rollkeulen oder gar beide unterzulegen vergessen sein, so ruht der Kasten auf der Stütze 33 oder gleitet auf ihr hin und her.
In allen Fällen ist stets eine gefahrlose Bedienung gegeben.
Der Arbeitsvorgang beim Handbetrieb ist folgender : Die Kupplung 21 ist auf die Riemenscheibe 22 umzuschalten und muss in diesem Zustand bis zur gewünschten Wiederherstellung des Motors-oder Transmissionsantriebes verharren. Ist die Unterbringung der Keule 3 unter den hochgehobenen Kasten 4 erfolgt, so wird, wie bereits geschildert, durch Kurbeldrehung in entgegengesetzter Richtung des Uhrzeigers zuerst wieder das Schutzgitter 45 hochgehoben und bei weiterer Drehung der Kurbel in gleicher Richtung der Kasten 4 bis auf die RoJJkeule 3niedergesenkt. Ist dann noch die restliche Kurbeldrehung bis zum Anschlage des Rades 38 erfolgt, wird die Kurbelwelle 53 verschoben,
so dass der Mitnehmer 39 ausser Eingriff mit dem Rade 38 gebracht und gleichzeitig eine Verbindung der kleinen Riemenscheibe 24 mit der Kurbel 26 hergestellt wird. Die nun folgende Kurbeldrehung bewirkt den Hin-und Hergang des Kastens 4. Bei einem vorzunehmenden Keulenwechsel oder bei Beendigung des Rollbetriebes wird die Kurbel 26 in die untere Ausgangsstellung gebracht, in welcher beim Verschieben der Kurbelwelle 53 eine Entkupplung mit der Riemenscheibe 24 und gleichzeitig eine Einführung des Mitnehmers 39 in das Rad 38 stattfindet, wodurch wieder die Möglichkeit der Kastenhebung usw. gegeben ist.
Bezüglich der restlichen Kurbeldrehung bis zum Ansehlage des Rades 38sei noch folgendes erwähnt : Ist der Motor infolge Stromunterbrechung, z. B. durch einen Trennsehalter, stromlos geworden, dann hat die Sehalterbetätigung durch Kurbeldrehung in bezug.
auf etwaige Gefährdung des Bedienungspersonals ebensowenig zu sagen wie im entgegengesetzten Falle, denn erstens würde wegen der auf Handbetrieb umgeschalteten Kupplung 21 das Getriebe 19 und 20 leerlaufen und zweitens ist bei einer durch irgendeinen Umstand hervorgerufenen Selbstumschaltung der Kupplung eine etwa als möglich angenommene Mitnahme und somit gefahrdrohende Umlaufbewegung der Kurbel 26 ausgeschlossen, da bei der geringsten Umschaltbewegung der Kupplung 21 sofort die Kurbel 26 in ihrer gerade gegebenen Stellung stehenbleibt und somit für den Handbetrieb wertlos, für den plötzlich maschinell eingesetzten Betrieb vollkommen gefahrlos wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wäsrhemangel mit Kastenseilzug für mechanischen oder Handantrieb, dadurch gekennzeichnet, dass der Kasten (4) durch an ihm federnd angehängte Zugmittel (9, 10) und einen Kurbelarm (17) hin und her bewegt wird.