AT119036B - Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-, Persalz- und Persäurelösungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-, Persalz- und Persäurelösungen.

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  Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-,   Persalz-und Persäurelösungen.   



   Es sind viele Verfahren bekannt, welche bezwecken, Peroxydlösungen haltbar zu machen. So ist bereits vorgeschlagen worden, solchen Lösungen bestimmte organische Verbindungen, wie Alkohol oder mit besserem Erfolg Harnsäure und   Barbitursäure,   Azylester von Aminooxykarbonsäuren, Azetanilid, 
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 silikate als Mittel zur Herstellung von lagerbeständigen Alkaliperkarbonaten beschrieben und in der englischen Patentschrift Nr. 146078 Natriumchlorid und Glaubersalz oder Natriumsulfat als Zusätze zu einem Bleichbad erwähnt. 



   Diese Verfahren erfüllen wohl zum Teil die gestellten Anforderungen, die aber nur nach einem Ziel 
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 handelsüblicher Konzentration (z. B.   30%)   herzustellen, welche für die Zwecke der Bleicherei am Verbrauehsort nur entsprechend verdünnt und auf die geforderte Wasserstoffionenkonzentration (Azidität oder Alkalität) eingestellt werden müssen. 



   Auf Grund eingehender Versuche ist es nun gelungen, Peroxydlösungen herzustellen, die sich in einer Konzentration, wie sie handelsüblich ist, z. B. mit einem Gehalt von   30%     H2 O2, praktisch nicht   zersetzen, die sich weiter nach dem Verdünnen auf die bei den verschiedenen Bleichprozessen üblichen Konzentrationen, z. B.   3%,     1%,     05% H2 O2   u. a., als besonders beständig erweisen und die ausserdem in der Haltbarkeit in höchstem Masse unabhängig von der Azidität und Alkalität sind.

   Diese ganz überraschende Stabilität, die unter den verschiedensten Verhältnissen bestehen bleibt, ist wirtschaftlich von höchster Bedeutung, da sie neue Wege für die Anwendung solcher   Peroxydlösungen   gangbar macht und auch klimatische Einflüsse weitgehend ausschaltet. Es werden durch das neue Verfahren z. B. die vielen Schwierigkeiten überwunden, die der Lieferung und der Lagerung von Peroxydlösungen in tropischen Ländern entgegenstehen. Abgesehen von der hervorragenden Stabilität ist diesen Lösungen ferner eine ganz besondere Bleichkraft eigen, die auch bei sehr geringem Peroxydverbrauch voll zur Geltung kommt, so dass sie ein in höchstem Masse wirtschaftliches Arbeiten ermöglichten. 



   Das vorliegende Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-,   Persalz- undPersäurelösungen   besteht im Wesen darin, dass den Lösungen ein Alkalipyrophosphat und ein Alkalichlorid oder ein Alkalipyrophosphat und ein Alkalisilikat oder ein Alkalipyrophosphat, ein Alkalisilikat und ein Alkalichlorid gemeinsam zugesetzt werden. 



   Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass diese Zusatzstoffe einander günstig beeinflussen, indem ihre spezifischen Wirkungen wechselseitig eine bedeutende Steigerung erfahren. So wird die stabilisierende Wirkung des Pyrophosphats durch die Gegenwart der aktivierend wirkenden Chloride bzw. Silikate erhöht, wogegen auch umgekehrt der Stabilisator die aktivierendewirkung der anderen Komponenten steigert. Der gleichzeitige Zusatz dieser stabilisierenden und aktivierenden Stoffe gibt ferner die Möglichkeit, auf dem Gebiete der Bleicherei, wo die Natur der Materialien die Anwesenheit von verschiedenen Katalysatoren bedingt, deren Entfernung unmöglich ist, die Wirkung dieser Katalysatoren abzuschwächen oder vollkommen zu   unterdrücken und   auf diese Weise den Fehlverbrauch an Peroxyden auf ein Minimum harabzusetzen.

   Keiner dieser Stoffe kann allein auch nur annähernd den Peroxydlosungen die erwähnten günstigen Eigenschaften geben. Die Zugabe der einzelnen Komponenten allein ist vielmehr unter verschiedenen Verhältnissen sogar schädlich, was sich insbesondere bei Anwesenheit des Bleichgutes zeigt. 



   Beispiel 1.   Einer 30% igen Peroxydlösung werden 2-5% Na4 P2 0,. 10 aq. und 1% NaCl zugesetzt,   worauf die übliche schwach saure Reaktion durch Zusatz von Säure, z. B.   Schwefelsäure, wieder   eingestellt wird. Die so hergestellte Handelsware zeigt bei mehrstündigem Erwärmen auf 70  C nur einen Zersetzungsverlust von 0'23% des ursprünglich vorhandenen aktiven Sauerstoffs. Dieselbe Lösung mit einem Zusatz von Natriumpyrophosphat allein in der Menge von   2'5%   hat unter gleichen Verhältnissen einen Zersetzungswert von über   1%   des ursprüglich vorhandenen aktiven Sauerstoffs. Ebenso ersetzt sich eine Lösung, der Natriumchlorid allein zugegeben wurde, in bedeutend höherem Masse.

   In einer Zeit von sechs Wochen erfuhr die nach dem neuen Verfahren behandelte Peroxydlösung bei   35-40  C   überhaupt keine Abnahme. 

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   Bei der Bleichung von Stroh mit einer auf   3%   verdünnten Peroxydlösung dieser Art, die bei 700 C vorgenommen wurde, konnte bei sechsstündiger Dauer weder bei saurer oder neutraler, noch bei alkalischer Reaktion eine Konzentrationsabnahme konstatiert werden. Die Bleichflotte hat vielmehr in allen Fällen infolge der Verdunstung an Konzentration zugenommen. Der Verbrauch an Peroxyd bei der Bleiche lag unter den angegebenen Bedingungen ohne Ausnahme   zwisehe   15 und   17%   der ursprünglich vorhandenen Peroxydmenge, während z. B. bei Verwendung von normalem 3% igem Peroxyd in alkalischer Lösung ein Verbrauch von über   80%   festgestellt wurde. Ferner ist auch der Bleicheffekt bei Verwendung der 
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 Wasserglas zugefügt, worauf z.

   B. mit Phosphorsäure, wieder auf schwach saure Reaktion eingestellt wird. Diese   30%ige Peroxydlösung   kann z. B. sehr vorteilhaft als Handelsware zum Bleichen von Wolle verwendet werden. Bei mehrstündigem Erhitzen auf 70  C zeigte eine auf diese Art hergestellte Lösung kaum einen Zersetzungsverlust, wogegen die als Ausgangsprodukt verwendete Peroxydlösung einen Zersetzungswert von   2'3%   aufwies. 



   Bei der Bleichung von Wolle, vorgenommen mit einer auf   0-5% verdünnten Peroxydlosung   dieser 
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 an Peroxyden war nur sehr gering. Von der ursprünglich vorhandenen Peroxydmenge wurden 10-20% verbraucht, während bei Verwendung von nicht behandelten Peroxydlösungen unter gleichen Verhältnissen teilweise eine sehr rasche und gänzliche Zerstörung des Peroxyds eingetreten ist, ohne dass dabei eine nennenswerte Bleichwirkung zu verzeichnen gewesen wäre. Das Produkt eignet sich insbesondere für Sorten von Wolle, die spezifische, nicht entfernbare Katalysatoren enthalten, welche dann bei Verwendung normaler Peroxydlösungen eine rasche Zersetzung herbeiführen, so dass sich Wolle dieser Art nicht oder nur unvollständig bleichen lässt.

   Die angegebenen   Verbrauchszahlen   von nur 10-20% beziehen 
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 Lösung hat eine ausserordentlich gute Haltbarkeit und eignet sich aus diesem Grunde auch sehr für den Versand ; es konnte z. B. bei dreistündigem Erhitzen auf 70  C überhaupt keine Abnahme festgestellt werden. 



   Die Bleichung der Filze, vorgenommen mit einer auf 2% verdünnten Peroxydlösung dieser Art, bei schwach ammoniakalischer Reaktion und einer Temperatur von   500 C, verbraucht   bei fünfstündiger Dauer nur etwa   20, %   des   ursprünglich   im Bleichbad vorhandenen Peroxyds, wobei der Erfolg der Bleiche sehr gut ist. 



   In gleicher Weise lassen sich auch besonders beständige und wirksame Persalz-und Persäurelösungen gewinnen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-,   Persalz-und Persäurelosungen,   insbesondere für die Zwecke der Bleicherei, dadurch gekennzeichnet, dass den Lösungen ein Alkalipyrophosphat und ein Alkalichlorid oder ein Alkalipyrophosphat und ein Alkalisilikat oder ein Alkalipyrophosphat, ein Alkalisilikat und ein Alkalichlorid gemeinsam zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösungen nach Beifügung der Zusätze auf saure Reaktion eingestellt werden. EMI2.4
AT119036D 1926-09-16 1926-09-16 Verfahren zur Herstellung stabiler Peroxyd-, Persalz- und Persäurelösungen. AT119036B (de)

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