AT126118B - Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl. und hiezu geeignetes Bleichbad. - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl. und hiezu geeignetes Bleichbad.

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AT126118B
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bleaching
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaar- stumpen u. dgl. und hiezu geeignetes Bleichbad. 



   Das Bleichen von Hasenhaarstumpen war bisher ein ungelöstes Problem. Bei der Bleichung mit dem normalen schwach alkalischen Wasserstoffsuperoxyd als Bleichmittel enthaltenden Bädern erhält man missfarbige und ungleiche Farbtöne. Dabei ist der Fehlverbrauch an H202 sehr hoch. Die besonderen Schwierigkeiten, die die Bleiche dieses Materials bietet, sind wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Haare vorher mit Salpetersäure oder Quecksilbernitrat oder auch anderen Nitraten zum Zwecke des Filzens gebeizt werden müssen. Hauptsächlich Quecksilbernitrat steht für diesen Zweck in Verwendung. Beim Zusammentreffen von Wasserstoffsuperoxyd mit den gebeizten Haaren, insbesondere wenn die Beizung mit Quecksilbersalz stattgefunden hat, treten nun verschiedene Zersetzungsreaktionen auf, die den sehr starken Badverbrauch verursachen und Missfärbungen hervorrufen. 



   Die Behandlung mit alkalischen Bädern beeinflusst überdies auch die Beschaffenheit der Haare ungünstig. 



   Gemäss der Erfindung werden saure, aktiven Sauerstoff abgebende Lösungen, insbesondere saure Wasserstoffsuperoxydlösungen, welche Aluminiumsalze gelöst enthalten, als Bleichbad verwendet. 



   Es wurde nämlich gefunden, dass überraschenderweise ein Zusatz von Kali-Alaun zu einer Wasserstoffsuperoxydlösung den Erfolg hat, dass bei saurer Reaktion eine sehr gute Bleichwirkung bei der Behandlung von gebeizten Hasenhaarstumpen erzielt wird. Es werden hellere Töne erhalten als in den üblichen alkalischen Lösungen mit Ammoniak-, Wasserglaszusatz u. dgl. Dabei bleibt die gute Qualität der Ware vollkommen erhalten. In keinem Falle wird der harte Griff, wie ihn die alkalischen Bäder verursachen, hervorgerufen. Der Verbrauch an H202 ist verhältnismässig gering. Er wechselt jedoch ziemlich stark mit der Natur des Bleichgutes. 



   Derlei saure, mit Alaun versetzte   Bleichbäder   haben sich auch für die Bleichung von toten Menschenhaaren sowie   Wollgarnen bewährt.   Insbesondere hat sich gezeigt, dass die Qualität dieser Produkte ungeschädigt bleibt, wogegen die Beschaffenheit des gleichen Bleichgutes bei Anwendung der gebräuchlichen alkalischen Wasserstoffsuperoxydbäder stets merklich beeinträchigt wird. Der Bleichgrad kann unter Umständen etwas schwächer sein als bei der alkalischen Bleiche. Doch steht dem die erhebliche bessere Qualität der gemäss dem Verfahren der Erfindung gebleichten Ware gegenüber. 



   An Stelle von Kali-Alaun können auch andere lösliche Aluminiumsalze, wie z. B. 



  Aluminiumchlorid, Aluminiumsulfat, Natriumalaun, Natrium-Aluminumchlorid und andere Komplexsalze des Aluminiums verwendet werden. Statt die Bleichung mit sauren Wasserstoffsuperoxydlösungen vorzunehmen, können als Badflüssigkeit auch andere saure, aktiven Sauerstoff abgebende Bäder Verwendung finden. 



   Ausführungsbeispiele :   1. Dunkle Hutstumpen aus Hasenhaar werden in eine Bleichlösung eingelegt, die 10/0 Wasserstoffsuperoxyd und l ouzo Kali-Alaun enthält. Die Reaktion dieser Lösung ist schwach sauer.   

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   Das Bleichgut wird in diesem Bade 24 Stunden lang bei   300 C behandelt   und erfährt dabei eine sehr starke Aufhellung, ohne in der Qualität Schaden zu leiden. Der weiche Griff der Rohware bleibt vollkommen erhalten. Der erzielte Farbeffekt ist gleichmässig und schon. 



  Badverbrauch :   10-20"/o   des ursprünglich vorhandenen Wasserstoffsuperoxyds. 



   Bleicht man wie bisher in alkalischen Bädern, so ist der Bleicheffekt bei weitem nicht so gut. Überdies wird das Material hart. In den meisten Fällen erhalten die Stücke in solchen Bädern auch Missfärbungen. Ferner ist der Badverbrauch bedeutend höher als bei dem Verfahren gemäss der Erfindung. 



     2.   Dunkle Bettfedern werden in ein Bad gebracht, das 0'50/0 Wasserstoffsuperoxyd neben   0-25%   Alaun und   0'25 % Natrium-ALuminiumchlorid   enthält. Die Lösung reagiert schwach sauer. 
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 Qualität bereits stark aufgehellt. 



   Bleicht man in den üblichen alkalischen Lösungen, so ist der Verbrauch um zirka 500/0 
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 alkalischen Bades unter diesen Bedingungen bereits Anzeichen von Zerstörungen. 



   Zum Bleichen von Textilstoffen mittels Natriumperborat hat man bereits vorgeschlagen, der   Bleichflotte ausser freiem Alkali   und Seifen Aluminiumsalze, Aluminiumhydroxyde oder Aluminate in so geringer Menge zuzufügen, dass keine Ausscheidungen eintreten   (DRP.   Nr.   313541).   Ein alkalisches Bad gibt aber selbst bei Gegenwart geringer Mengen von gelösten Aluminiumsalzen im Dienste der vorliegenden Problemlösung nicht die gewünschten Wirkungen. Ferner findet sich in der österr. Patentschrift Nr. 65734 der Vorschlag, zum Haltbarmachen von aktiven Sauerstoff enthaltenden Lösungen diese mit einer unlöslichen Verbindung von Aluminium oder Zinn zu versetzen.

   Die überraschende Tatsache, dass es für die Bleichung tierischer Fasern mit sauren Wasserstoffsuperoxydbädern von ausschlaggebender Bedeutung ist, Bäder zu verwenden, die Aluminiumsalze in gelöster Form enthalten, ist aus dieser Patentschrift weder herauszulesen noch zu schliessen. 



   Ebensowenig ist das Verfahren gemäss der Erfindung dadurch nahegelegt, dass man bei 
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 gebracht hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl., unter Verwendung von aktiven Sauerstoff abgebenden Lösungen, insbesondere von Wasserstoffsuperoxydlösungen, dadurch gekennzeichnet, dass saure Bäder verwendet werden, welche Aluminiumsalze, vorzugsweise Kalialaun, in gelöster Form enthalten.

Claims (1)

  1. 2. Bleichbad zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer sauren, aktiven Sauerstoff abgebenden Lösung, insbesondere einer sauren Wasserstoffsuperoxydlösung, besteht, die Aluminiumsalze gelöst enthält.
AT126118D 1930-01-31 1930-01-31 Verfahren zum Bleichen von tierischen Fasern, insbesondere von gebeizten Hasenhaarstumpen u. dgl. und hiezu geeignetes Bleichbad. AT126118B (de)

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