AT118645B - Verfahren zur Wiederbelebung von Katalysatoren, die bei der Behandlung von schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffdämpfen verwendet wurden. - Google Patents

Verfahren zur Wiederbelebung von Katalysatoren, die bei der Behandlung von schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffdämpfen verwendet wurden.

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AT118645B
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  Verfahren zur Wiederbelebung von Katalysatoren, die bei der Behandlung von schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffdämpfen verwendet wurden. 



   Man pflegt katalytisch wirkende Stoffe, wie Metalle, Metalloxyde,   Metallmischungen   oder Legierungen zu verwenden, um Reaktionen zu begünstigen und insbesondere, um die Bindung von Wasserstoff an gasförmige Kohlenwasserstoffe zu bewirken, die entweder von der Destillation von Brenn-   stoffen (Braunkohle, Schiefer, Torf u. dgl. ) oder von der Destillation oder dem Kracken von Teeren,     Schwerölen   oder andern   ähnlichen   Ausgangsstoffen herrühren. 



   Nach Ablauf einer mehr oder weniger langen Zeit, je nach ihrer Eigenart oder jener der Ausgangsstoffe, überziehen sich diese Katalysatoren und nehmen Schwefel auf, besonders beim Kracken, wo sie sich gleichzeitig mit Schwefel und Kohlenstoff beladen. Es ist dann unbedingt notwendig, zu ihrer Wiederbelebung zu schreiten. 



   Zu diesem Zwecke wurden bereits verschiedene Mittel in Vorschlag gebracht, welche im allgemeinen darauf abzielen, den Schwefel entweder durch den Einfluss von Wasserstoff oder eines Wasserstoff enthaltenden   GÅases   oder durch die Wirkung eines Luftstromes zu entfernen, und den Kohlenstoff mittels eines Luft-oder Sauerstoffstromes, wodurch Kohlendioxyd oder Kohlenmonoxyd oder eine Mischung dieser Gase gebildet wird, wegzuschaffen. 



   Die Erfindung hat ein   Wiederbelebungsverfahren   zum Gegenstand, welches die Verwendung dieser bekannten Mittel in weitaus wirkungsvollerer Weise gestattet. Das Verfahren besteht im Prinzip darin, eine Mischung von Luft oder Sauerstoff mit Wasserdampf mit den verunreinigten Katalysatoren in Berührung zu bringen, indem diese Mischung an einem Ende des die wiederzubelebenden Katalysatoren enthaltenden Reaktionsraumes eingeleitet wird. Die Dissoziation des Wasserdampfes bewirkt die Bildung von Sauerstoff und Wasserstoff im Entstehungszustand. Der auf diese Weise freigewordene Sauerstoff vermischt sich mit dem der eingeblasenen Luft und unterstützt diese bei der Verbrennung des Kohlenstoffes und des Schwefels, wobei je nach der Temperatur, CO oder CO2 oder ein Gemisch der beiden Gase, sowie eine kleine Menge   S02 gebildet   wird. 



   Die Luft wird in richtig bemessener Menge eingeblasen, um eine fortschreitende Verbrennung zu sichern. 



   Der naszierende Wasserstoff reduziert das auf diese Weise gebildete SO2 zu   SH   und reduziert auch den elementaren Schwefel jenseits der ersten Zone, in der die Verbrennung des Kohlenstoffes stattfindet. Auf diese Weise ist schliesslich, wenn der Sauerstoff in dieser zweiten Zone zur Wirkung gebracht wird, nur mehr eine sehr kleine Menge Schwefel vorhanden. Es lässt sich feststellen, dass am Ende des Apparates SH2 als praktisch einzige Schwefel verbindung austritt. Daraus geht hervor, dass der Sauerstoff zum grösseren Teile zur Verbrennung des Kohlenstoffes dient, und nicht zur Verbrennung des Schwefels, was den wichtigen Vorteil bietet, dass die Bildung von Sulfaten unmöglich gemacht ist, und dadurch eine vollkommene Regeneration der Katalysatoren gestattet wird. 



   Bei Verwendung von Wasserdampf oder Luft allein, welche Mittel bereits verwendet wurden, würde man nicht die gleichen Erfolge erreichen. 



   Wasserdampf allein liefert nicht die erforderliche Menge Sauerstoff, um durch Verbrennung des Kohlenstoffes die zur Dissoziation des Wasserdampfes erforderliche Temperaturerhöhung zu bewirken ; es ist daher eine erhebliche Kalorienzufuhr nötig, was einen bedeutenden Aufwand darstellt, der bei 

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 dem neuen Verfahren entfällt. Wird Luft allein verwendet, so wird diese Kalorienzufuhr vermieden ; es ergibt sich jedoch der entgegengesetzte Nachteil, dass zu viel Wärme frei wird, was für die Erhaltung der Katalysatoren schädlich ist. 



   Zur Ausführung der Wiederbelebung gemäss der Erfindung können zwei oder mehr Kammern für die katalytische Reaktion parallel angeordnet sein. Die einen sind dann in Betrieb, während in den andern, abgeschalteten, die Wiederbelebung durch ein Gemisch von Wasserdampf und Luft oder Sauerstoff vollzogen wird, und umgekehrt. Zur Umschaltung für Reaktion und Regeneration kann die Anordnung zur zyklischen Vertausehung. Verwendung finden, die in der französischen Patentschrift Nr.   654242,   betreffend ein Verfahren und eine Einrichtung zur Wiederbelebung von Metallen und Metalloxyden in der Wärme, welche zur Reinigung von Destillationsgasen oder zur pyrogenen Zersetzung von kohlenstoffhaltigen Stoffen verwendet wurden, beschrieben ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Wiederbelebung von Katalysatoren, die bei der Behandlung von schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffdämpfeh verwendet wurden, dadurch gekennzeichnet, dass diese Katalysatoren der EMI2.1 um die vollständige Ausscheidung des Kolhenstoffes in Form von CO und CO2 und des Schwefels in Form von SH2 zu bewirken.
AT118645D 1928-07-13 1929-07-12 Verfahren zur Wiederbelebung von Katalysatoren, die bei der Behandlung von schwefelhaltigen Kohlenwasserstoffdämpfen verwendet wurden. AT118645B (de)

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