AT118614B - Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen.

Info

Publication number
AT118614B
AT118614B AT118614DA AT118614B AT 118614 B AT118614 B AT 118614B AT 118614D A AT118614D A AT 118614DA AT 118614 B AT118614 B AT 118614B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
red
orange
preparation
brown
nitric acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Durand & Huguenin Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Durand & Huguenin Ag filed Critical Durand & Huguenin Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT118614B publication Critical patent/AT118614B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von rotorange bis   braunrot   färbenden basischen Farbstoffen. 



   Ein Verfahren zur Darstellung von Aklidinorange (Tetramethyldiaminoaeridin) besteht bekanntlich darin, dass Tetramethyldiaminodiphenylmethan zu einem Dinitrokörper nitriert wird, dass im letzteren Produkt die beiden Nitrogruppen zu Aminogruppen reduziert werden, dass hernach durch Erhitzen in saurem Medium unter Abspaltung von Ammoniak die Aeridin-Ringbildung vollzogen und dass schliesslich die gebildete Leukoverbindung zum Farbstoff oxydiert wird. 



   Es wurde nun gefunden, dass man in Anlehnung an dieses Verfahren zu Farbstoffen von anderer 
 EMI1.1 
 wendig ist. Die Menge dieser überschüssigen Salpetersäure kann innerhalb gewisser Grenzen variieren. 



   So kann beispielsweise 1 Molekül Tetramethyldiaminodiphenylmethan mit 4 Molekül Salpetersäure (d. h. 2 Molekül Salpetersäure wie bei der Aeridinorangefabrikation und 2 Molekül Salpetersäure im Überschuss) in Form von   Mischsäure   behandelt und das Nitrierungsgemisch auf Eiswasser gegossen werden. Es wird angenommen, dass bei dieser Einwirkung von Salpetersäure auf Tetramethyldiaminodiphenylmethan in erster Linie, wie bei der Fabrikation von Acridinorange, Dinitrotetramethyldiaminodiphenylmethan sich bildet und dass die   überschüssige   Salpetersäure weiter auf diesen Körper einwirkt. 



   Es kann daher ein ähnliches Ergebnis auch dadurch erreicht werden, dass Dinitrotetramethyldiaminodiphenylmethan in verdünnter Schwefelsäure, wie sie dem mit Eiswasser verdünnten Nitrierunggemisch entspricht, gelöst wird und dass man dieser Lösung noch zwei Moleküle Salpetersäure zufügt. 



   Durch Erwärmen des mit Eiswasser verdünnten Nitrierungsgemisches kann die Wirkung der überschüssigen Salpetersäure ganz oder teilweise aufgehoben werden. Der so entstandene Farbstoff nähert sich dann im Farbton dem Akridinorange. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung muss demnach ein solches Erwärmen vermieden werden. 



     . Über   die chemische Rolle der im Überschuss verwendeten Salpetersäure kann nichts Bestimmtes gesagt werden. Es wird vermutet, dass sie mit den Alkylgruppen von Tetraalkyldiaminodiphenylmethan, z. B. mit den Methylgruppen   reagiert., dass   dabei Formaldehyd sich bildet und dass letzterer an der Reaktion sich beteiligt. 



   In allen Fällen wird nach der Verdünnung des   Nitrierungsgemisches   mit Eiswasser in bekannter Weise reduziert, wobei, um zur vollständigen Reduktion zu kommen, entsprechend der erhöhten Menge an verwendeter Salpetersäure, eine grössere Menge an Reduktionsmittel benötigt wird, als dies beim Aeridinorange der Fall ist. 



   Die Oxydation der Leukoverbindung zum Farbstoff geschieht wie beim Akridinorangeverfahren. 



   An Stelle von 4 Molekülen Salpetersäure können auch mit ähnlichem Ergebnis 3 Moleküle Salpetersäure (d. h. 2 Moleküle wie bei der Aeridinorangefabrikation und 1 Molekül im Überschuss) verwendet werden. 



   Die Produkte, die nach dem vorliegenden Verfahren entstehen, sind basische Farbstoffe, die mit Tannin auf Baumwolle, sowie ohne Beize auf Seide wertvolle rotorange bis kupferrote Nuancen geben. 



  Diese Farbstoffe sind beständig gegen Hydrosulfit, so dass sie für den Ätzdruck sich eignen. Das Verfahren wird erläutert durch folgende Beispiele :
Beispiel 1 :   25'4     g'Tetramethyldiaminodiphenylmethan   werden in 250 g Schwefelsäure   (96%)   unterhalb 300 C gelöst und die Lösung auf unter   0  C abgekühlt.   Dazu lässt man unter Rühren unterhalb 0  C so viel   Salpeters ureschwefelsäuregemisch   zufliessen, als 4 Molekül   HNOg   entspricht, also z. B. 



  250 g Misehsäure von 10-0%   HNOg.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Mischung wird nun 2-3 Stunden gerührt, wobei die Temperatur über   0'" C   steigen soll. 



  Dann wird in 450 g Eis   äusgeladen   und die erhaltene hellgelbe Lösung durch Zusatz von   100-120   Zinkstaub unterhalb 35  C reduziert. 



   Die Lösung wird nun noch mit 300   cm3   Wasser verdünnt und zwecks Cyclisierung 12-15 Stunden am   Rückflusskühler   erhitzt. Nach dem Erkalten wird von den   Zinkrückständen   abfiltriert und die braungelbe Lösung mit ungefähr 100   g   Eisenehloridlösung von   25 % oxydiert.   Der entstehende braune Farbstoff wird durch Kochsalz ausgefällt, abgesaugt, mit Salzwasser neutral gewaschen und getrocknet. 



   Man erhält ein braunes Pulver, das sich leicht in Wasser löst. Dieser Farbstoff färbt tannierte Baumwolle in rotbraunen, Naturseide in kupferroten Nuancen an. Er ist beständig gegen Hydrosulfit und kann sowohl im direkten als auch im   Ätzdruck   auf Baumwolle und Seide Verwendung finden. 



   Beispiel 2 : 25'4 Teile Tetramethyldiaminodiphenylmethan werden in 350 Teilen Schwefelsaure (96%) unterhalb   30'C. gelöst   und diese Lösung auf   00'C abgekühlt.   Es werden hernach tropfenweise bei   0-50'C   176 Teile   Mischsäure     enthaltend 10'7%   Salpetersäure entsprechend 3 Molekülen Salpetersäure unter gutem Rühren zugegeben und die Masse während 4 Stunden unterhalb 10'C gerührt. 



   Es wird hierauf auf 600 Teile Eis ausgeladen und die erhaltene farblose bis schwach gelbliche Lösung durch langsames Zugeben mit einer Mischung von 60 Teilen Eisenspähnen und 60 Teilen Zinkstaub bei   20-350'C reduziert.   Bei dieser Reduktion wird die Lösung zunächst braun, geht dann über rotorange in farblos über. Es wird auf 70  C erwärmt und vom Eisenzinkschlamm abfiltriert. Diese filtrierte Lösung wird durch 10-14stündiges Erhitzen am Rückflusskühler cyclisiert und nach dem 
 EMI2.1 
 



  Auf tannierter Baumwolle liefert er kupferrote und in direktem Druck auf Seide rotorange Nuancen. 



  Der Farbstoff ist hydrosulfitbeständig. 



   Mit einem ähnlichen Resultat kann in diesen Beispielen an Stelle von Tetramethyldiaminodiphenylmethan die entsprechende   Tetraäthylverbindung   verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH ; Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen, darin bestehend, dass man im bekannten Verfahren zur Darstellung von Acridinorange (Nitrierung von Tetraalkyldiaminodiphenylmethan, Reduktion des gebildeten Dinitrokörpers zur entsprechenden Diaminverbindung, Akridinringbildung unter Ammoniakabspaltung und schliesslich Oxydation der Leukoverbindung zum Farbstoff) in der Phase vor der Reduktion die Salpetersäure im Überschuss verwendet.
AT118614D 1928-07-28 1929-07-16 Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen. AT118614B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE118614T 1928-07-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118614B true AT118614B (de) 1930-07-25

Family

ID=29276849

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118614D AT118614B (de) 1928-07-28 1929-07-16 Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118614B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT118614B (de) Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot färbenden basischen Farbstoffen.
DE2353987A1 (de) Verfahren zur isolierung leichtloeslicher basischer oxazin- und phenazinfarbstoffe
DE2729918A1 (de) 4,4&#39;-diaminodiphenylmethanderivate
DE2707764C2 (de) Bis- und Trisguanylhydrazoniumsalze, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Abwasserreinigung
DE495115C (de) Verfahren zur Darstellung von rotorange bis braunrot faerbenden basischen Farbstoffen
DE399485C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen und Farbstoffzwischenprodukten der Anthrachinonreihe
DE513690C (de) Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Naphthoylendiarylimidazole
DE485786C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Benzanthronreihe
AT57704B (de) Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen.
CH149705A (de) Verfahren zur Darstellung eines braunfärbenden basischen Farbstoffes.
DE742326C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Fluoranthenreihe
AT55445B (de) Verfahren zur Darstellung von Tetranitroanilin.
US800735A (en) Diamidodiphenylamin sulfonic acid and process of making same.
AT55690B (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten.
DE282374C (de)
DE193104C (de)
DE2036136C (de) Verfahren zur Herstellung von kationischen Farbstoffen der Naphthoylenbenzimidazol-Reihe
DE683317C (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Kohlenstoffverbindungen
AT25204B (de) Verfahren zur Darstellung von nichtfärbenden Sulfosäuren der Thiazolreihe.
AT115628B (de) Verfahren zur Darstellung von ätzbeständigen Farbstoffen der Gallozyaninreihe.
AT60195B (de) Verfahren zur Darstellung von beizenziehenden Nitrofarbstoffen der Rhodolreihe.
DE166600C (de)
AT121996B (de) Verfahren zur Darstellung von Naphthochinonderivaten.
DE288464C (de)
DE438934C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe