CH149705A - Verfahren zur Darstellung eines braunfärbenden basischen Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines braunfärbenden basischen Farbstoffes.

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CH149705A
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A-G Durand Huguenin
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Durand & Huguenin Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines braunfärbenden basischen Farbstoffes.    Ein Verfahren zur Darstellung von     Akri-          diiioratige(Tett-amethyldiaminoaeridin)    besteht  bekanntlich darin,     dass        Tetramethyldiamino-          diphenylmethan    zu einem     Dinitrokörper    nitriert  wird, im letzteren Produkt die beiden     Nitro-          gruppen    zu     Aminogruppen    reduziert werden,

    hernach durch Erhitzen in saurem Medium  unter Abspaltung von Ammoniak die     Aeridiri-          Ringbildüng    vollzogen und schliesslich die  gebildete     Leukoverbindung    zum Farbstoff  oxydiert wird.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man in  Anlehnung an dieses Verfahren zu Farbstoffen  von anderer Nuance gelangt, wenn man in  diesem Verfahren     (Nitrierung    von     Tetrame-          thyldiaminodiphenyluiethan,    Reduktion des  gebildeten     Dinitrokörpers    zur entsprechenden       Diaminoverbindung,        Acridinringbildung    unter       Ammoniakabspaltung    und schliesslich Oxyda  tion der     Leukoverbindung    zum Farbstoff) mehr  Salpetersäure verwendet,

   als zur Bildung des       Dinitroderivates    des     Tetramethyldiamiriodiphe-          nylmethans    erforderlich ist, indem man mit    einem bis zu<B>0,5</B>     Mol.    betragenden     Überschuss     an Salpetersäure arbeitet, wobei man den       Salpetersäureüberschuss    dem Reaktion     sgemisch     vor dem Reduktionsvorgang zusetzen kann.  



  So kann beispielsweise<B>1</B>     Mol.        Tetrame-          thyldiaminodiphenylmethaii    mit Salpetersäure  in Form von Mischsäure behandelt werden,  und zwar mit 2     Mol.        HN03,    wie bei der  Herstellung von     Acridinorange,    plus einem       Überschuss    an     HNOs,    der bis zu<B>0,5</B>     Mol.     geht, worauf das     Nitrierungsgemisch    zweck  mässig auf Eis gegossen wird.

   Es wird ange  nommen,     dass    bei dieser Einwirkung von  Salpetersäure auf     Tetramethyldiam'Inodiphe-          nylinethan    in erster Linie, wie bei der Her  stellung von     Acridinorange,    sich     Dinitrote-          tramethyldiam'#'nodiphenylmethan    bildet und       dal#    die überschüssige Salpetersäure weiter  auf diesen Körper einwirkt.  



  Es kann ein ähnliches Ergebnis auch  dadurch erreicht werden,     dass        Dinitrotetra-          methyldiamiiiodipheriylmethan    in verdünnter  Schwefelsäure, wie sie dem mit Eiswasser      verdünnten     Nitrierungsgemisch    entspricht,     ge-          0     löst wird und     dass    man dieser Lösung die  überschüssige Salpetersäure zufügt.  



  Durch Erwärmen des mit Eiswasser ver  dünnten     Nitrierungsgemisches    kann die Wir  kung der überschüssigen Salpetersäure ganz  oder teilweise aufgehoben werden. Der so  entstandene Farbstoff nähert sich dann im  Farbton dem     Aeridinorange.    Für die Zwecke  der vorliegenden Erfindung     muss    demnach ein  solches Erwärmen vermieden werden.  



  Über die chemische Rolle der im     Über-          schuss    verwendeten Salpetersäure kann nichts  Bestimmtes gesagt werden. Es wird vermutet,       dass    sie mit den     Methylgruppen    von     Tetra-          methyldiaminodiphenylinethaii    reagiert,     dass     dabei Formaldehyd sich bildet und     dass     letzterer an der Reaktion sich beteiligt.  



       lii    allen Fällen wird nach der Verdünnung  des     Nitrierungsgemisches    mit Eiswasser in  bekannter Weise reduziert, wobei, um zur  vollständigen Reduktion zu kommen, ent  sprechend der erhöhten Menge an verwendeter  Salpetersäure, eine grössere Menge an Reduk  tionsmittel benötigt wird, als dies beim     Aeri-          dinorange    der Fall ist.  



  Die Oxydation der     Leukoverbindung    zum  Farbstoff geschieht wie beim     Aeridinorange-          verfahren.     



  <I>Beispiel:</I>  25,4     gr        Tetramethylaminodiphenylmethan     werden in<B>250</B>     gr    Schwefelsäure<B>96</B>     0/0    unter  halb<B>30 0 G-</B> gelöst und die Lösung wird  unter<B>0 0</B>     C    abgekühlt.

   Dazu     lässt    man unter  Rühren bei<B>0 0 0</B> soviel     Salpeterschwefelsäure-          gemisch    zufliessen, als 2,5     Mol.        HN0s    ent  spricht, also zum Beispiel<B>150</B>     gr    Mischsäure  von     10,5'/o        IINO.3.    Die Mischung wird nun  einige Stunden gerührt, wobei sie auf Zim  mertemperatur steigen soll, und dann wird  in 450     gr.    Eis ausgeladen und die erhaltene  hellgelbe Lösung durch Zusatz von     50#60        gr     Zinkstaub reduziert.

   Die Lösung wird nun  noch mit<B>250</B>     em3    Wasser verdünnt und  zwecks     Cyclisierung   <B>12-15</B> Stunden am         Rückfluss    erhitzt.     Naeh    dem Erkalten wird  von den Zinkrückständen     abfiltriert        und    -die  braungelbe Lösung mit     ca.   <B>100</B>     gr        Eisen-          chloridlösung        von        25%        oxydiert.        Der        ent-          stehende    braune Farbstoff wird 

  durch Salz  ausgefällt, abgesaugt, mit Salzwasser neutral  gewaschen und getrocknet.  



  Der neue Farbstoff stellt ein braunes Pul  ver mit grünem Metallglanz dar, welches  sich in Wasser leicht mit     braunoranger    Farbe  löst. Aus der wässerigen Lösung wird die       Farbbase    durch Ammoniak oder Soda als  gelbbrauner Niederschlag gefällt. Die Lösungs  farbe in konzentrierter Schwefelsäure ist gelb  braun mit grüner Fluoreszenz. Der Farbstoff  färbt Seide und tannierte Baumwolle in braun  orangen Tönen an.<B>Er</B> zeigt ausserdem die  wertvolle Eigenschaft, gegen     Hydrosulfit    be  ständig zu sein, so     dass    er sich für den     Ätz-          druck    eignet.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Darstellung eines braun orange färbenden basischen Farbstoffes durch Nitrierung von Tetramethyldiaminodiphenyl- methan, Reduktion des gebildeten Dinitro- körpers zur entsprechenden Diaminoverbin- dungl Bildung des Aeridinringes durch Am- moniakabspaltung und Oxydation der Leuko- verbindung zum Farbstoff, dadurch gekenn zeichnet,
    dass man mehr Salpetersäure verwendet, als zur Bildung des Dinitroderivates des Tetratnethyldiaininodiphenylmethans er forderlich ist, indem man mit einem bis zu <B>0,5</B> Mol. betragenden Salpetersäureüberschuss arbeitet. Der neue Farbstoff stellt ein braunes Pulver mit grünem Metallglanz dar, welches sich in Wasser leicht mit braun-oranger Farbe löst. Aus der wässerigen Lösung wird die Farbbase durch Ammoniak oder Soda als gelbbrauner Niederschlag gefällt. Die Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure ist gelbbraun mit grüner Fluoreszenz.
    Der Farbstoff färbt Seide und tannierte Baum wolle in braun-orangen Tönen an. Er zeigt ausserdem die wertvolle Eigenschaft, gegen Hydrosulfit beständig zu sein, so dass er sich für den Ätzdruck eignet. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Salpetersäure- überschuss dem Reaktionsgemisch vor dein Reduktionsvorgang zusetzt.
CH149705D 1928-07-28 1929-07-24 Verfahren zur Darstellung eines braunfärbenden basischen Farbstoffes. CH149705A (de)

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