AT118439B - Lochkarten-Buchhaltungsmaschine. - Google Patents

Lochkarten-Buchhaltungsmaschine.

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AT118439B
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Gustav Tauschek
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Gustav Tauschek
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    Lochkarten-Buchhaltungsmaschine.   



   Die Erfindung bezieht sich auf   Lochkarten-Auswertungsmaschinen   (Tabelliermaschinen u. dgl.) und betrifft insbesondere eine Maschine dieser Art, die   Buchhaltungsarbeiten selbsttätig verrichtet.     Unter Buchhaltungsarbeit   soll hier das Verteilen und Verbuchen der einzelnen   Buchungsposten   auf verschiedene Konten verstanden werden, u. zw. dient zur Festhaltung jedes einzelnen Buchungspostens beispielsweise eine Lochkarte, während die Konten sieh als Abschnitte einer langen an der Schreibvorrichtung   der Maschine vorbeibeweglichen Papierbahn repräsentieren,   in der ein jeder ein Konto dar-   stellender Abschnitt durch ein besonderes Loehsymbol gekennzeichnet   ist. 



   Aufgabe der Maschine ist es nun, sobald eine Lochkarte in auswertungsfähige Lage gelangt ist, die Papierbahn für so lange in Bewegung zu setzen, bis das Konto auf dem der in der betreffenden Karte dargestellte Buchungsposten   zn     verbuchen wäre, sich gegenüber   den Schreibwerkseinrichtungen der Maschine in   besehreibfähiger   Stellung befindet. Es wird dies durch besondere Steuerorgane erreicht, welche die Papierbahn stillsetzen, sobald die in der Karte enthaltene Kennzeichenlochung mit der Lochung des Papierbahnabschnittes übereinstimmt oder derselben entspricht. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise   Ausführungsform   der Maschine schaubildlich dargestellt, wobei die für die Erfindung belanglosen   Zähl-und Sehreibwerkseinrichtungen der Maschine, welche nach   der bei Tabelliermaschinen   üblichen   Art ausgebildet sein können, weggelassen sind. Es ist für die Erfindung weiters   gleichgültig,   durch welche Art Lochsymbole die Zahlenwerte in den Karten dargestellt werden und ob die   Abfühlung   der Karte elektrisch, mechanisch oder pneumatisch erfolgt. Die erfindunggemässen Einrichtungen können sinngemäss jeder der in Frage kommenden   Abfühlarten   angepasst werden. 



   Die Wirkungsweise der als Beispiel gewählten Ausführungsform ist folgende : Die Lochkarte 1 gelangt durch Transportrollen 2 auf eine elektrisch leitende Fläche   3,   wodurch der Kontakt zwischen Fühlern 4 und dieser   Fläche   unterbrochen wird. Beim Weitergang der Karte treten diese Fühler aber in die Lochungen derselben ein, welche das Konto, auf dem die Buchung stattzufinden hat, symbolisieren. 



  Jedem Fühler ist ein Magnet 5 zugeordnet, der beim Auftreffen des Fühlers auf ein Kartenloch einen Anker 6 anzieht, der über eine Schaltklinke ein gezahntes Lineal 7 um einen Zahn weiterschaltet. Dadurch werden zwei auf dem Lineal 7 befestigte Kontaktpole 8 und 9 gegenüber den auf einem zweiten festen Lineal 10 angeordneten Kontaktpolen in eine der gelochten Zahl entsprechende Stellung gebracht. Die neun Pole des Lineals 10 stehen der Reihe nach in Verbindung mit   Fühlern   14, welche neben dem schreibwerk der Maschine derart angeordnet sind, dass sie die Loehungen der Papierbahn, die von einer Spule 11 über eine elektrisch leitende Fläche 12 zur Spule 13 gespannt ist, berühren müssen, sobald die Papierbahn unter ihnen durchbewegt wird.

   Wäre also beispielsweise das Kennzeichen des Kontos die Zahl 2, so wurde der Fühler 4 zweimal Kontakt schliessen, die Pole 8 und 9 würden in Verbindung mit dem ersten   nnd   zweiten Kontaktpol des Lineals 10, welche ihrerseits wieder mit dem dritten und vierten Fühler der Gruppe M verbunden sind, kommen. 



   In der nächsten Phase der Bewegung hebt die Karte einen Fühler 15 von der   Fläche   3 ab, wodurch ein Stromkreis über zwei   Relaismagnete   16 und 17 und den den Kartentransport bewirkenden Leitungszweig 28 unterbrochen, wird und die Karte zum Stillstand kommt. Durch das Abfallen des unter Federwirkung stehenden Ankers des Relais 16 wird ein Stromkreis über die Magnetkupplung 18 geschlossen, so dass die   Spule-M sich   unter Wirkung des Motors 19 zu drehen beginnt.

   Kommt nun der durch Löcher 2 gekennzeichnete Abschnitt der Papierbahn unter die Fühlergruppe 14, so werden in dem Augenblick, wenn der oberste Fühler noch auf der   Papierfläche   aufruht, der zweite und dritte Fühler in Lochungen einge- 
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 unter Strom stehen, hingegen wird der Relaismagnet 22 stromlos sein. Es kommt hiedurch ein Stromkreis über einen Magnet 23 zustande, der dem Stromkreis des Motors 19 über einen Widerstand 24 schaltet, so dass der Motor langsam läuft. Gleichzeitig schliesst der Magnet 23 noch einen Schalter 27. 



   Ist die Papier bahn nunmehr so weit bewegt, dass die Zeile erreicht ist, welche bedruckt werden soll, so läuft ein   Fühler 25   auf die Papierbahn auf und macht einen   Relaismagnet   26 stromlos, so dass ein Stromkreis über den Schalter 27 zu einem Schaltmagnet 29 und durch einen, den Antrieb der Fühlergruppe 30 bewirkenden Leitungszweig   31,   geschlossen wird. Der Magnet 29 zieht seinen Anker an, wodurch der   Relaismagnet 16   den Stromzufluss zur Magnetkupplung 18 unterbricht, so dass die Spule 13 vollends zum Stillstand kommt. 



   Die Fühlergruppe 30 beginnt in der Richtung des Doppelpfeiles zu schwingen, wobei sie durch eine federnde Weiche 32 beim Vorwärtsgang gegen die Karte gepresst, beim   Rückwärtsgang   hingegen abgehoben wird. Die in der Karte registrierten Zahlenwerte werden dadurch in die Zählwerke der Maschine eingebracht und das Schreibwerk, von dem eine Stelle schematisch gezeichnet ist, bringt dieselben zum Abdruck. Gleichzeitig damit kerbt ein winkelförmiges Messer 33 den Rand der Papierbahn derart, dass für die nächste Zeile dem Fühler 25 abermals eine entsprechende   Auflauffläche   gegeben ist.

   Durch das Ausschneiden der Kerbe wird der Fühler 25 wieder die   Fläche   12 berühren, der Magnet 26 wird stromführend werden und dadurch den Magnet 29 stromlos machen, was jedoch ohne Wirkung bleibt, da der Anker desselben in seiner Stellung verharrt, bis   ihn   der Magnet 17 abhebt. 
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 der ein Anlaufen der Transportrollen 2 bewirkt, anderseits aber die   Fühiergruppe   30 zum Stillstand bringt und die Magnete 38 und 39, welche die duren den Magnet 23 geschlossenen Stromkreise lösen. 



   In der nächsten Phase laufen die Fühler 4 von der Karte ab, sie   schliessen   einmal Kontakt und bringen die Lineale 7 um einen   Zann   vorwärts in Ausgangsstellung. In der darauf folgenden Phase berührt auch der Fühler 15 wieder die leitende Fläche 3 und bringt dadurch die Relais 16 und 17 in die Ausgangsstellung. Die Relais 20, 21 und 22 wurden schon durch   Rüekstellen   des Lineales 7 in Ausgangsstellung gebracht. Die Maschine ist somit bereit, die nächste Karte aufzunehmen und in gleicher Weise der Buchung zuzuführen. 



   Ist die   Kel1nzeichenlochung   der nächsten Karte dieselbe wie die der vorangegangenen, dann wird sinngemäss durch die vorbeschriebenen Einrichtungen die Papierbahn nur um eine Zeile weiterbewegt. 



   Die   Kennzeiehenlochung   kann naturgemäss auch durch eine mehrstellige Zahl erfolgen. In diesem Fall wäre für jede Stelle dieser Zahl je ein Fühler 4, eine Fühlergruppe 14 und ein Lineal 7 samt den zugehörigen Schalt-und Relaismagneten anzuordnen. Die Relais 20, 21 und 22 aller Stellen wären in   Seriezu schalten, sodasseiinStromstossdurchdenMagnet23 nur-. mögliehist, wennalleBelaisgesehlossensind.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Lochkarten-Buchhaltungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass von zwei Abfühlvorriehtungen die eine die Lochungen der Karte, die andere die kennzeichnenden Lochungen einer an der Registrervorrichtung der Maschine entlang bewegten Papierbahn abfühlt 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Bewegung der Papierbahn regelnden Steuerorgane von beiden Abfühlvorrichtungen überwacht werden.
    3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksamen Mittel der Steuerorgane einerseits von der Lochung der Karte, anderseits von der Lochung der Papierbahn unter Vermittlung der Abfühlvorriehtung so geschaltet werden, dass sie die Antriebsmittel der Papierbahn beeinflussen, sobald die abgefühlten Kennzeichnungen von Karteund Papierbahn einander entsprechen.
    4. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftrefien der die Kennzeichenlochung der Papierbahn überwachenden Organe (Fühler 14) auf die der LoehkartenKennzeichenlochung entsprechende Lochung der Papierbahn über die mit dem feststehenden Organ EMI2.2 die Bewegung der Papierbahn durch eine besondere Abfuhlvorrichtung der Karte eingeschaltet werden, sobald die Lochkarte nach erfolgter Registrierung aus dieser Abfühlvorriehtung heraustritt, 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit der Schaltung des Motorstromkreises über den Bremswiderstand die Wirksamkeit eines Fühlorganes vorbereitet wird, welches beim Auftreffen auf eine Marke, z.
    B. einem Bal1dausschnitt, der Papierbahn den Antrieb der Papierbahn ausschaltet.
    7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der zu bedruckenden Zeile übereinstimmende Randausschnitt (Marke) durch eine Markiervorrichtung (z. B. Messer 33) um einen Zeilenabstand verlängert wird.
AT118439D 1927-06-27 1927-06-27 Lochkarten-Buchhaltungsmaschine. AT118439B (de)

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