-
Maschine zur.Auswertung von Schriftzeichen enthaltenden Aufzeichnungsblättern
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur* Auswertung von Schriftzeichen auf lichtelektrischem
Wege, wobei ein in einem --Normalfeld untergebrachtes Lichtzellensystem zum Zweck
der Auswertung von Schriftzeichen mit diesen zur Deckung gebracht wird, so daß je
nach der Abdeckung des Zellensvstems durch die Schriftzeichen eine unterschiedliche
Kombination von Steuerimpulsen erzeugt wird.
-
Diese Art der Auswertung von Schriftzeichen ist an sich bekannt, und
zwar für Drucktelegraphen, deren Druckvorrichtung mittels der Kombination von magnetelektrischen
Kupplungen in der Weise gesteuert wird, daß entsprechend der Auswahl der zur Erregung
gebrachten Lichtzellen die mit ihnen verbundenen Magnetkupplungen ansprechen und
den Druckhammer nach dem Koordinatensystem über einem Drucktypenfeld einstellen.
Das Ergebnis dieser v orb-ekannten Auswertung besteht in einer druckschriftlichen
Reproduktion jedes einzelnen der Auswertung unterworfenen Zeichens.
-
Demgegenüber soll gemäß der Erfindung die Lichtzellensteuerung bei
statistischen und Buchungsmaschinen, wie Tabelliermaschinen, Sortiermaschinen u.
dgl., bei denen durch ein Lichtzellensystem Druckziffern auf steuernden Zählkarten
abgetastet werden, in der Weise anwendbar gemacht werden, daß entsprechend dem Wert
einer von einer Zählkarte abgetasteten.Ziffer durch die dabei wirksam gewordenen
Lichtzellenkombination, die je nach der abgetasteten Ziffer verschieden ist, eine
dem Wert der Ziffer entsprechende Wirkung in der zu steuernden Maschine ausgelöst
wird.
-
Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung dem System von Lichtzellen,
welche j e nach dem abgefühlten Ziffernzeichen in verschiedener Kombination wirksam
werden, eine Übersetzereinr ichtung zugeordnet, welche unter dem Einfluß der j edesmal
wirksamen Zellenkombination eine dem Ziffernwert proportionale Wirkung hervorruft,
wie es für die Auswertung von Lochkombinationen gelochter Unterlagen bei Lochkartenmaschinen
bekannt ist. Diese Wirkungen haben auch bei Sortiermaschinen Bedeutung, da es für
das Arbeiten mit solchen Maschinen zur -Vermeidung von Irrtümern wichtig ist, daß
die Sortierfächer der Reihenfolge der Ziffernwerte entsprechen.
-
Die Anwendung von Lichtzellen als Steuermittel ist zwar auch bei Auswertungsmaschinen
nicht grundsätzlich neu, jedoch wurde
hierbei der einfachere Weg
beschritten, indem Punktkombinationen als Mittel zur Wertangabe benutzt wurden,
deren Ordnung iri einer bestimmten Reihenfolge ohne weiteres' möglich ist.
-
Der Gegenstand der Erfindung ist auf den Zeichnungen in einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar in der Anwendung bei Tabelliermaschinen zur rechnerischen
Auswertung der Aufzeichnungsträger und bei Maschinen zum Sortieren der Aufzeichnungsträger.
-
Es zeigen Abb. i die Normalfelder mit den Ziffern o bis 9 und je ein
\Tormalfeld ohne Ziffern, wobei gezeigt ist, welche Punkte durch die betreffenden
Ziffern wirksam abgetastet werden und welche nicht, Abb. 2 das. Punktsystem in dem
Normalfeld, Abb. 3 den Kombinationsschlüssel für die den verschiedenen Ziffern entsprechenden
Punktkombinationen, Abb. 4 die optische Ableseeinrichtung, Abb. 5 eine Ansicht der
zu der in Abb. 4. dargestellten Ablesevorrichtung gehörigen Lichtzelleneinheeit,
Abb.6 das Stromschema einer Tabelliermaschine, Abb. 7 den Stromweg für die Einstellung
der Tabelliermaschine auf den Ziffernwert .1., Abb. 8 den mechanischen Teil einer
Tabelliermaschine, Abb.9 ein abgeändertes Stromschema der Tabelliermaschine, Abb.
io das Schema einer Sortiermaschine, Abb. i i eine Abänderung der Abb. i mit etwas
abgeänderten Zifferntypen und einer abweichenden Punktkombination. Diese Abänderung
empfiehlt sich zur Anwendung bei der im Schema in Abb. io dargestellten Sortiermaschine
und ergibt dann eine Steuerung der Sortierweichen in der Art, daß Sortierfächer,
welche fortlaufenden Ziffern entsprechen, einander unmittelbar folgen.
-
Die Abb. 12 .und 13 entsprechen den Abb. 2 und 3 für das Ziffern-
und Punktsystem der Abb. i z .
-
Abb.1d. stellt die für das Ziffern- und Punktsystem der Abb. i i gültige
Verbindung der Sortierklappenmagnete der Abb.lo mit den Lichtzellen dar.
-
Wie aus Abb. i und 2 zu ersehen ist, kann man in einem die Ziffernschriftzeichen
enthaltenden Normalfelde vier Punkte festlegen, die für die Ziffern o bis 9 in verschiedener
Kombination innerhalb und außerhalb der Umrißlinien -der Ziffern zu liegen kommen.
-
Die Abtastung der Schriftzeichen erfolgt nur durch ein Lichtzellensystem
7 mit vier Lichtzellen 8 in der Anordnung des Normalpunktsystems der Abb.2. In den
Stromleitungen der Zellen 8 liegen gemäß dem Stromschema der Abb. 6 Elektromagnete
21, denen Verstärker 22 vorgeschaltet sind. Die Ma-' gnete 2i gehören zu einer an
sich bei Tabelliermaschinen für Registrierkarten mit Lochkombinationen bekannten
Übersetzungsvorrichtung, welche die von den Lichtzellen 8 abgetasteten Punktkombinationen
in einer Wertreihe entsprechende Wirkungen umsetzt. Die Erregung der Magnete 21
erfolgt nur in einem bestimmten, durch den Nocken 23 festgelegten Zeitpunkt und
hat die Anziehung eines oder mehrerer Anker 24. zur Folge, welche mit Kontaktfingern
25 der Übersetzungseinrichtung verbunden sind, was nach der Darstellung der Abb.6
durch Verbindungsstangett 26 geschieht. Die Anker 2.4 werden nach jedesmaliger Erregung
durch Sperrklinken 27 festgestellt und bleiben in dieser Lage, bis sie durch eine
Auslösestange. 28, die durch einen Magneten 29 bewegt wird, gegen Ende des Maschinenspiels
durch Schließung eines Kontaktes 30 vermittels eines Nockens 31 wieder ausgelöst
werden. Unter dem Einfluß der Erregung der Magnete 21 kommt über die Kontaktfinger
25 ein bestimmter Stromweg zwischen dem Leiter 32 und einem Kommutator 33 mit zugeordnetem
Gleitkontaktpaar 34 zustande. Ein derartiger Stromweg, welcher der Ziffer 4 entspricht,
ist in Abb.7 in stark ausgezogenen Linien dargestellt. Die Schließung dieses Stromweges
hat die zeitlich überwachte Erregung eines Magneten 35 in der üblichen Weise zur
Folge, welcher ein Sperrorgan 36 in eine Sperrverzahnung 37 einrückt, die an einer
synchron mit dem Gleitkontaktpaar 34 bewegten Typenstange 38 vorgesehen ist, welche
durch eine Zahnleiste 39 die zugeordnete Addierwerksscheibe q.o einstellt. Es erfolgt
also unter dem Einfluß der erläuterten Steuerung in üblicher Weise die Einstellung
der Zählwerksräder 40 und der Postendruck. Der Summendruck geschieht in der üblichen
Weise und hat mit der hier in- Rede stehenden Erfindung nichts zu tun.
-
Die in Abb.9 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der
in Abb.6 dargestellten dadurch, daß die Bewegung der Verbindungsstangen 44 für die
Kontaktfinger 4.5 der Übersetzungseinrichtung nicht durch im Stromkreise der lichtelektrischen
Zellen 8 liegende Magnete geschieht, sondern durch eine an sich bekannte Relaisvorrichtung,
die im Stromkreis derLichtzelleeinenLeiter undeinen Halbleiter enthält. Nach der
Darstellung der Zeichnung ist der Halbleiter eine Achatwalze 4.1, und die Leiter
sind Metallbänder 4.2, die unter dem Einfluß einer Feder 4.3 stehen und j e an eine
der Verbindungsstangen 44 für die
Kontaktfinger d.5 der übersetzungseinrichtung
angreifen. Die Walze 41 befindet sich dabei dauernd in Drehung,'bleibt jedoch so
weit auf die 'Metallbänder :22, die sich in Berührung mit der Walze befinden, wirkungslos,
als diese nicht unter elektrischer Spannung stehen. Wenn ein Metallband .22 elektrische
Spannung enthält, wird dieses durch die sich drehende Walze 41 infolge der dabei
auftretenden Haftwirkung mitgenommen, so daß es die zu seiner Verbindungsstange
gehörigen Kontaktfinger 45 des Übersetzers verstellt. Der weitere Vorgang ist dann
der gleiche, wie soeben unter Bezugnahme auf Abb. 6, 7 und 8 beschrieben. Da das
Relais 41, 42 bereits bei sehr geringen Strömen anspricht, so könnte der Fall eintreten,
daß schon die Spannung, welche im Verstärkerstromkreis dauernd herrscht, hinreicht,
um eine Betätigung der Relais .M1, 42 herbeizuführen. Um diese geringe Kraft zu
kompensieren, sind Federn .I6 vorgesehen.
-
Wenn es sich um die Steuerung einer Sortiermaschine für Registrierkarten
handelt, dann werden die Karten in der üblichen Weise zu einem Stapel zusammengeschichtet,
wie in Abb. io dargestellt, und nacheinander durch die Maschine geschickt. Jede
durch das Abgreifmesser i vom Stapel :z entnommene Karte 3 gelangt in den Lichtkegel
des Beleuchiungsapparates @!, wobei das Ziffernfeld der Kartenreihe, nach welcher
sortiert werden soll, Licht durch die Linse 5 schickt und ein Bild des betreffenden
Ziffernfeldes auf der Mattscheibe 6 erzeugt. Hinter der Mattscheibe 6 befindet sich
die Lichtzelleneinheit 7 riiit vier Zellen 8 in der Anordnung des in Abb.2 dargestellten
Normalpunktsystems. Von den vier Lichtzellen bekommen nur diejenigen Licht, welche
nicht gegen einen innerhalb der Ziffernuinrißlinie liegenden Punkt gerichtet sind.
Es ergibt sich also für jede der Ziffern o bis 9 eine Erregung von Lichtzellen entsprechend
dem Schlüssel der Abb. 3. Die auf die vorstehend angegebene Weise erzeugten lichtelektrischen
Ströme werden verstärkt, wozu gemäß Abb. io bei 9 ein Verstärkerkasten vorgesehen
ist. Im Stromkreis jeder der vier Lichtzellen liegt ein 'Magnet io, welcher bei
eintretender Erregung einen Anker i i anzieht, der mit einer oder mehreren Steuerklappen
12 der Sortiermaschine gekuppelt ist, welche Kupplung in Abb. io schematisch durch
eine Verbindungsstange 13 dargestellt ist. Damit die Betätigung der Steuerklappen
12 ini richtigen Augenblick erfolgt, ist ein Nocken i 4 vorgesehen, der sich im
Einklang mit dein Abgreifmesser i der Maschine bewegt und einen Kontakt 15 derart
steuert, daß derselbe nur im richtigen Augenblick geschlossen wird. Damit die Steuerklappen
12 nach ihrer Einstellung in der eingestellten Lage verharren, bis die Karte in
das richtige Fach gelangt ist, sind Sperrklinken 16 vorgesehen, die verhindern,
daß die einmal angezogenen Anker i i zunächst nicht mehr zurückzufedern vermögen.
Am Ende jedes Arbeitsspieles der Maschine wird durch einen Nocken i7,ein Kontakt
18 geschlossen, welcher sämtliche Magnete i9 in dem den Kontakt enthaltenden Stromkreis
bei Stromschluß erregt, wodurch diese veranlaßt werden, ihre Anker 2o anzuziehen,
die mit den Sperrklinken 16 verbunden sind. Die Folge davon ist, daß die Sperrklinken
16 ihre- Anker i i freigeben, wodurch diese in ihre Ruhelage zurückkehren.
-
Bei Benutzung des in Abb. i dargestellten Punkt- und Ziffernsystems
würden bei der in Abb. io im Schema gegebenen Anordnung der Weichen einer Sortiermaschine
die Sortierfächer, welche Zählkarten mit fortlaufenden Ziffern entsprechen, nicht
nebeneinanderliegen. Das bedeutet für die Verwendung der Sortiermaschine einen Nachteil,
der zu Fehlern führen kann. Durch die Wahl von etwas abweichenden Typen für die
abzufühlenden arabischen Ziffern läßt sich bei gleichzeitiger Änderung der Punktkombination,
welche durch die Lichtzellen abgefühlt wird, erreichen, daß die Sortierfächer die
für die Benutzung der Sortiermaschine zweckmäßige Anordnung erhalten. Eine solche
Form für die Zifferntypen und die Punktkombination ist in Abb. i i bis 13 dargestellt.
Abb. 1.4 läßt die Verbindung der Lichtzellen mit den Sortierklappenmagneten io für
das System der Abb. i i bis 13 erkennen.
-
Im vorstehenden ist zwar von Registrierkarten gesprochen, durch deren
Schriftzeichen eine Steuerung der statistischen Maschinen herbeigeführt werden soll.
Es können aber auch Blätter benutzt werden, welche Schriftzeichen enthalten, die
statistisch ausgewertet werden sollen, z. B. auch Papierstreifen.